OC Grafikkarten sinnvoll?

Icipher

Ensign
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Apr. 2011
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Hallo liebe CM Community!
Ich habe mich vor kurzem mal gefragt ob der Aufpreis welcher bei OC Grafikkarten (also welche vom Werk her etwas erhöhten Takt haben) normalerweise vorhanden ist überhaupt gerechtfertig ist. Als Beispiel habe ich da die Zotac 560 TI OC(minimal übertaktet) und deren großer Bruder 560 TI AMP (anderes Bsp: EVGA 560 TI FPB und 560 TI SC). Dort gibt es einen Preisunterschied von ca. 15-20€ (Durchschnitt). Allerdings sieht die Karte äußerlich doch genauso aus wie die "billigere" Variante (jedenfalls von dem Kühlkozept und der Aufmachung)

Nun stell ich mir die Frage: kann man nicht aus jeder OC eine AMP machen? Letztlich ist es wahrscheinlich doch nur ein anderes BIOS womit die Karte betrieben wird. Klar mit dem Übertakten erlischt die Garantie, aber auch hier Frage ich mich, ist das überhaupt nachvollziehbar? Kann ein Zweiter einsehen das an der Karte etwas übertaktet wurde?

Ich würde mich freuen wenn ihr dazu mal ein Statement abgebt und eure Erfahrungen mit mir teilt:

-Übertaktet ihr eure "OC"s?
-Hat jemand vll. Kontakt zu einem Hersteller und weiß ob OC Karten bessere Bauteile bekommen? Wie unterscheidet sich eine OC von einer AMP? Optimiertes BIOS?
-Hattet ihr schonmal Probleme in Garantiefällen, weil ihr die Karte übertaktet hattet?
-Lohnt sich der Aufpreis bei gleicher Ausstattung (auch gleiche Kühllösung)?

Grüße
Icipher
 
Ja mache ich.
Ist nicht nachweißbar.

Manchmal bekommen die Karten bessere Bauteile z.B. Msi GTX 460 Hawk Talon und manchmal wurden die Karten vorselektiert.

Nein hatte noch nie Probleme.
Nein der Aufpreis lohnt nicht. Kannst du oftmals selber in 5 Minuten machen (also das übertakten)
 
Jeder Grafikchip ist einzigartig und besitzt deshalb auch spezielle OC Eingeschaften. OC Grafikkarten garantieren dir, dass du die entsprechende Taktfrequenz auch erreichst. Mit deiner Graka@stock kann dir auch mal passieren, dass du beim Übertakten enttäuscht wirst. Mehr kann ich dir zu dem Thema nicht sagen ;)
 
Da schließe ich mich stoeggich an. Wenn meine MSI 6850 Cyclone Standardtakt hätte, wäre mir das im Grunde sogar lieber, solange ich sie nicht aus meinem System raushöre.
 
Man darf aber auch nicht vergessen, das man bei ab Werk übertakteten Grakas noch garantie hat und bei selbst getakteten nicht. Was allerdings nicht heißen soll, dass es dadurch berechtig ist in den unangemessenen Höhen einen solchen Aufpreis zu verlangen.
 
Das ist auch so ein leeres Marketing-Versprechen. Als ob da jemand stehen würde und einzelne Chips prüfen würde.
Entweder beim Chip ist von vorneherein klar, dass er es schafft oder ihm wird mit mehr Spannung nachgeholfen. Generell ist die werksseitige Übertaktung eher homöopathischer Natur und hat nur den Sinn, in Reviews ein paar Prozentpunkte über der Konkurrenz zu stehen. In der Praxis merkt man davon nichts, vor allem da man in der Regel keinen direkten Vergleich hat und wenn doch hätte man wahrscheinlich nicht unbedingt eine neue Grafikkarte gebraucht.

Fazit: Aufpreis sollte man nur für wirklich Verbesserungen wie eine bessere Kühlung bezahlen, davon hat man mehr.

PS: Ich hatte auch schon werksseitig übertaktete Grafikkarten, allerdings waren die entweder gleich teuer wie die Konkurrenz oder sogar günstiger oder gebraucht.
 
HL2Striker schrieb:
Man darf aber auch nicht vergessen, das man bei ab Werk übertakteten Grakas noch garantie hat und bei selbst getakteten nicht. Was allerdings nicht heißen soll, dass es dadurch berechtig ist in den unangemessenen Höhen einen solchen Aufpreis zu verlangen.

Das ist ja gerade meine Intention hinter der Frage. Woher weiß Hersteller XYZ das ich an der Grafikkarte die Taktraten verändert habe? Gut, so etwas würde man bestimmt durch ein Flag wie modified=true oder so realisieren können, nur was verhindert das ich dieses Flag wieder auf False setze?

Ich gehe davon aus das OC Karten nur zu Werbezwecken bestehen. Mir ist nämlich gerade noch ein weiterer Punkt in den Sinn gekommen: Stellt zB Zotac überhaupt Grafikchips her? Mir ist nämlich aufgefallen das ist eher so sein wird, dass die Chips von Nvidia (bzw. TSMC) kommen und die von Zotac "zusammengelöttet" werden. Demnach kann dann ja eh nur via Bios der GPU nachgeholfen werden. Somit entscheidet dann die Kühllösung ob die Karte was taugt oder nicht...
 
Hi,

bevor ich ein Spiel anmache, übertakte ich meine GTX Phantom Crysis-stabil von 750 auf 850 MHz (bei 1.700 MHz Shader clock, 2.200 Memory clock) Das geht mit einem Klick per Afterburner.

Damit läuft sie nahezu auf GTX 580 Niveau und wird dank "Phantom"-Kühler nicht heißer als mit Standard-Takt. Somit holt man noch ein paar mehr FPS raus ;)

Möglich wären wohl auch ca 890 MHz,, d.h. über GTX 580 Niveau. Dann müsste ich aber vCore anheben, was ich dem guten Stück aber nicht antun werde.
 
Icipher schrieb:
Woher weiß Hersteller XYZ das ich an der Grafikkarte die Taktraten verändert habe?

Bei mir wüsste er es sofort, denn ich realisiere das schon seit Jahren über ein Bios-Flash, weil mir jede zusätzlich laufende Software Magendrücken bereitet^^.
Und dann Flash mal wieder auf Standard zurück wenn die Karte verreckt ist. Das gute daran ist natürlich: Der Hersteller prüft das nicht wirklich (wie auch, wenn die Karte nicht geht). Der hat besseres zu tun als ein Schwarm von Technikern genau mit dieser Aufgabe zu betreuen, das wird im Schnellverfahren abgewirtschaftet nehme ich mal an.
 
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