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NewsOLED-Monitore für Profis: Asus bringt QD-OLED mit Flip-Kolorimeter auf den Markt
Zwei im Vorfeld angekündigte neue ProArt-Displays mit OLED-Technik bringt Asus jetzt auf den Markt. Der PA27USD liefert 4K UHD auf rund 27 Zoll und der PA32USD dieselbe Auflösung auf rund 32 Zoll Diagonale. Beide besitzen ein integriertes Kolorimeter zur automatischen und manuellen Kalibrierung.
bzgl. der Positionierung der Anschlüsse und der Bedienelemente, dürfen sich alle Hersteller für ihre sonstigen Displays gerne ein Beispiel an diesen beiden Modellen nehmen. jm2c
Profi schön und gut, was hat dann der Bullshit wie 240 Hz da zu suchen?
Wie ist das eigentlich mit dem Support bei dem Monitor? Der müsste ja etwas anders sein als bei dem Consumergeräten?
Sonst meckern alle, dass die Profimonitore nur 60 Hz haben und hier sind 240 Hz zu viel? 😜 Die QD-OLED-Panels haben das halt und das kann sicher nicht schaden. Aber man kann es sicher auch runterschrauben bei Bedarf.
Eigentlich die Eierlegendewollmilchsau für den gamenden Content Creator, der auch viel fotografiert. Wenn nur der Preis nicht wäre, würde ich den 32" glatt kaufen... Dann hätte ich zwei OLED 32"... Der Trend geht zum Drittmonitor, wenn ich meinen 32" IPS noch dazustelle... Moment mal: Ich bin ja kein Content Creator! 🤦♂️🤣
@catch 22
Und was ist mit der Positionierung des Kolorimeters?
Dieser sollte doch mittig sein und nicht am unteren Rand.
Warum? Beispielsweise darum:
(Edit: Es handelt sich um eine Darstellung zweier verschiedener Monitore. Diese haben zwar nichts mit dem hier gezeigten OLED zu tun, verdeutlichen aber die allgemeine Problematik der Positionierung.)
Das ist doch was gutes???
Du kannst aber gerne in Windows den Monitor wieder auf 30 Hz stellen. Oder 24/ 48 Hz wenn dir das mehr Profi ist.
@Clanker Bei einem OLED sollte das keine Rolle spielen. Bei richtig farbkritischen Anwendungen wird man sowieso das eigene Tool rausholen und mehrere Messungen machen.
Wenn es anfangs keine Rolle spielen sollte, dann mit Sicherheit im Laufe der Jahre. Also genau dann, wann ein Kolorimeter benötigt wird.
Ein Monitor, der meistens an einem Windows-PC betrieben wird, hat an genau dieser Stelle die Taskleiste, wodurch der Verschleiß am unteren Rand stark vom Rest abweicht. Je länger der Betrieb, desto stärker die Abweichung.
Wenn für dieses Feature schon ein Aufpreis gezahlt wird, sollte es sinnvoll positionierbar sein.
Eigentlich ist der mittlerweile Recht irrelevant. Hat sich für Delivery nicht durchgesetzt. Photo Delivery der modernen Formate ist mittlerweile auch P3 oder Rec 2020. Und Rec 2020 deckt dann eh adobe RGB vollständig mit ab.
Außerdem kann bei einem OLED Panel Asus ja schlecht den Farbraum anpassen. Da müssen sie nehmen was LG liefert
Die Taskleiste würde ich an einem OLED grundsätzlich auf auto hide setzen. Zudem wird auch W11 bald wieder erlauben, diese an allen Seiten zu positionieren (Innovation! ).
Bei einer solchen Ein"punkt"-Messung ist die Leuchthomogenität des Monitors entscheidend. Wenn diese (zu) schlecht ist, ist der eigentliche Messpunkt egal, da die Abweichungen über die Gesamtfläche per Definition (zu) groß - und sowieso erhalten - bleiben.
Bei meinem Eizo passt diese. Zudem lässt sich - zugegeben, ist ein Zirkelschluss - mit Hilfe einer Referenzmessung mit einem "echten" Kolorimeter ein Korrekturfaktor für das interne Kolorimeter ermitteln und hinterlegen. Dieses Messgerät könnte man sich immerhin ausleihen.
Meine Erfahrung als Nichtprofi (keine professionellen Workflows mit Druckvorschau etc.), nachdem ich annähernd 3 Jahre alternierend mit dem internen und externen Messgeräte rekalibriert hatte: Das funktioniert, vorausgesetzt die Steuerungselektronik schafft es, das ursprüngliche Leuchtverteilungsmuster der Zonen relativ zueinander zu erhalten.
Das ist ein spezialisierter Vollbild-Vorschaumonitor für Coloristen, DITs (Digital Imaging Technicians), VFX-Artists und Game-Developer – sowie für Cutter(als Zweitmonitor zur reinen Bildkontrolle).
Ein Fotograf braucht kein 12G-SDI. Und ein Fotograf will nicht mit seinen statischen Bildern auf nem OLED arbeiten. Das ist nämlich der Punkt. AUch das Ding altert. Daran würde in dem Arbeitsfeld auch dieser Colorimeter wenig ändern. AUch ist OLED furchtbar für FOtografie wegen ABL.
OLED ist abseits der Konsumschiene (für viele auch dort) eben nicht der heilige Gral. Bei Film ist das nicht ganz so schlimm... weil beim Film hat man ein istrope alterung... sprich man kann mittels Messungen und Logs dagegensteuern. Da findet es sogar seine Nische, wo es mit seinen Funktionen ein "schnäpchen" sein soll... weil alles was noch besser ist dann nicht mehr nur 4 Stellig ist.
Das wird gelobt:
Der 12G-SDI-Anschluss: Das ist der absolute "Gamechanger" für diese Preisklasse. SDI (Serial Digital Interface) überträgt unkomprimierte Videosignale über verriegelbare BNC-Kabel. Für "Digital Imaging Technicians" (DITs) direkt am Filmset oder in Postproduktions-Studios ist das Gold wert. Der kleine PA27USD hat einen Eingang, der PA32USD sogar zwei.
Die 240 Hz Bildwiederholrate: Für einen klassischen Coloristen völlig irrelevant, aber Asus zielt damit auf einen neuen Markt: VFX-Künstler, 3D-Animatoren und Spieleentwickler. Diese können nun farbverbindlich graden (wegen QD-OLED und Kolorimeter) und schnelle Renderings oder Game-Engines in 240 Hz auf Schlieren oder Bewegungsunschärfe prüfen – alles auf demselben Gerät.
Autarke Hardware-Kalibrierung: Das Flip-Kolorimeter und die Tatsache, dass Profile direkt auf dem Chip des Monitors gespeichert werden (Hardware-Kalibrierung), wird sehr geschätzt. Es macht den Monitor unabhängig vom Betriebssystem (Windows/Mac) und der oft fehleranfälligen Farbverwaltung der Grafikkartentreiber.
Thermisches Management: Asus verbaut eine Graphen-Folie hinter dem QD-OLED-Panel. Tester heben hervor, dass dies nicht nur passiv kühlt und das Burn-in-Risiko minimiert, sondern auch die Helligkeit bei langen Grading-Sessions stabiler hält.
Das wird kritisiert oder als "Caveat" (Einschränkung) genannt:
Die HDR-Helligkeits-Falle: Asus bewirbt 1.000 cd/m² Spitzenhelligkeit. Professionelle Tester weisen aber darauf hin, dass dies (OLED-typisch) nur für ein winziges Fenster (3 % der Bildfläche) gilt. Wenn du einen Vollbild-Weißabgleich machst, greift der ABL (Auto Brightness Limiter) rigoros ein und regelt das Panel auf rund 250 cd/m² herunter. Echte Grading-Referenzmonitore halten 1.000 cd/m² oft als Vollbild – das kann dieses QD-OLED-Panel physikalisch nicht leisten.
OLED-Alterung vs. Referenz-Anspruch: Genau die physikalischen Grenzen der ungleichmäßigen Alterung, die wir vorhin diskutiert haben, werden von Hardcore-Coloristen angemerkt. Der Monitor ist ein sensationelles Werkzeug, aber für das finale Mastering eines Netflix-Films (wo strenge Dolby-Vision-Richtlinien gelten) greifen die Top-Studios weiterhin zu Dual-Layer-LCDs von Flanders Scientific oder Sony, da diese über die Jahre hinweg eine homogenere Alterung als organische Panels aufweisen.
Der Monitor in der Filmproduktions-Pipeline
Die folgende Tabelle zeigt exakt, an welchen Stellen der Produktionskette dieses OLED-Panel eingesetzt wird und wo nicht:
Produktionsphase
Rolle des OLED-Monitors
Begründung / Einsatzszenario
1. Am Filmset (DIT)
Sehr gut geeignet
Überwachung des Live-Kamerabildes. Unkomprimierte Signalübertragung direkt aus der ARRI/RED-Kamera via 12G-SDI.
2. Offline-Schnitt (Editing)
Ungeeignet (als Hauptmonitor)
Cutter reihen Material aneinander. Die Farbechtheit ist hier zweitrangig. Als Monitor für die Timeline-GUI droht Burn-In.
3. VFX & Compositing
Perfekt geeignet
Exakte Abstimmung von Schwarzwerten und Kontrasten zwischen 3D-Renderings und echtem Filmmaterial im Vollbild-Preview.
4. Color Grading (SDR)
Sehr gut geeignet
Präzise Farbkorrektur im DCI-P3-Farbraum. Die homogene Alterung bei reinem Bewegtbild erlaubt genaue Hardware-Kalibrierung.
5. HDR-Final-Mastering (QC)
Nicht normkonform
Die finale Abnahme (Delivery) scheitert an den thermischen Grenzen von OLED. Hier werden zwingend Dual-Layer-LCDs (über 30.000 Euro) eingesetzt, die 1.000 cd/m² ohne ABL-Eingriff vollflächig halten.
Und ein Fotograf will nicht mit seinen statischen Bildern auf nem OLED arbeiten. Das ist nämlich der Punkt. AUch das Ding altert. Daran wird auch der Colorimeter wenig ändern.
Das Ding altert vollkommen unabhängig davon, ob bis zu 240 mal pro Sekunde ein Stand- oder Bewegtbild ausgegeben wird.
Das bekräftigt indirekt auch Dein Spoiler. Denn darin wird beim Punkt OLED-Alterung vs. Referenz-Anspruch ausschließlich auf Bewegtbilder referenziert. Und ich mutmaße aus Laiensicht: Ein Netflix-Film wird eher niemals auf einem 3.000€-Monitor gemastert - ganz egal, welche Panel-Technik dieser verwendet.
Zu Deinem ergänzten zweiten Spoiler: Das obere thermische Limit ist der Hauptgrund, warum er für's Video-Mastering nicht taugt.
Es macht einen Unterschied, ob Stand oder Bewegtbild. Isotrope alterung vs nicht Isotrope Alterung.
Das ist ein Grund von vielen, warum OLED für Fotografie nicht immer uneingeschränkt brauchbar ist. Und das es fpr Mastering ungeeignet ist steht im Spoiler...
Ich bin da überhaupt kein Profi. Mich hat das nur als TechNerd selber interessiert. Und wen das Slop dabei ist, bzw jemand mehr, genaueres weiß, gern her damit. Aber ich wollt nur Informativ Pitform antworten, warum das kein Adobe können muss.
Aber dem Argument isotrope vs nicht isotrope Alterung entgegne ich mit der Gauß-Verteilung. Über einen hinreichend längeren Zeitraum gleicht sich das alles aus.
Ein Gedankenkonstrukt:
Gegeben seien ein Hochzeitsphotograph und ein Hochzeitsvideograph. Beide dokumentieren Hochzeiten mit grundsätzlichen ähnlichen Motiven. In den Bearbeitungsworkflows bewirkt die Motiväquivalenz eine äquivalente Helligkeits- und Farbverteilung und damit eine äquivalente relative "Pixelabnutzung".
Wahrscheinlich hauen mir die Profis wie @Veitograf wegen dieser Grundannahme einen über. Aber ich denke - und hoffe -, dass mit diesem Vergleich meine Begründung nachvollziehbarer wird.