Shoryuken94 schrieb:
Das ist aber nur eine schlechte Angewohnheit.
Jaein.
(Kosten-)Effizienz hat halt oft mehr Priorität als Sorgfältigkeit. Von direkt lebensbedrohlichen Dingen mal abgesehen. Und selbst da kommt es ja häufiger mal zu Problemen.
Shoryuken94 schrieb:
Überall wo es am Ende um Sicherheit und direkte Konsequenzen geht.
Ja. Aber die gibt es halt nicht. Und der kleine Privatmensch hat ohnehin kaum Möglichkeiten sich zu wehren. Selbst wenn aus rechtlicher Sicht etwas machbar wäre. Aber wer tut sich schon einen jahrelangen Rechtsstreit gegen eine große Firma (mit spezialisierten Anwälten) an?
Und das wissen die Firmen auch.
Shoryuken94 schrieb:
Aber ab einem gewissen punkt geht es nicht mehr anders, da heutige Arbeitsabläufe oft so komplex sind, dass ein einzelner nicht alles können und überblicken kann.
Schon klar.
Trotzdem beobachtet man häufig, das das Ergebnis trotz besserem Handling durch Digitalität schlechter wird.
Triviales Beispiel: Banken. Früher hatten die zig Mitarbeiter weil viele Dinge manuell erledigt werden mussten.
Die spart man sich alle ein, weil die Leute Online-Banking machen und damit sogar direkt Dinge ins System einpflegen, wofür es früher ein Sachbearbeiter bräuchte.
Man könnte also denken: Für weit 90% der Dinge brauchen die keine Bankangestellten mehr also müsste ja jetzt der Service besser sein (halt für die 5-10% der Fälle, wo man eben Mitarbeiterkontakt braucht).
Aber das ist halt nicht der Fall. Einen Mitarbeiter kriegst Du heute viel schwieriger zu greifen als früher.
Und so ist das halt überall.
FrAGgi schrieb:
Nun ja, dann ist es jetzt mit KI nicht anders als vor KI:
Ja. Aber es wird halt effektiv mehr.
Das kann man natürlich nicht direkt den KI-Tools anlasten, aber die Auswirkung spüre ich dennoch.
FrAGgi schrieb:
Da bin natürlich für verantwortlich und kann nicht sagen "Ja aber Claude hat das doch geschrieben.".
Eigentlich ganz einfach.
Eigentlich schon (habs ja selber schon gesagt). In der Praxis aber eben dann doch häufig nicht.
Siehe die vorherigen Abschnitte.
M.(to_the)K. schrieb:
Ja aber das ist kein Problem der KI, wie du selbst bemerkst. Plottwist: Auch Menschen machen Fehler!
Schon klar. Du hast aber den Punkt nicht verstanden: Es wird eben mehr.
M.(to_the)K. schrieb:
Diese ewige Angst vor Fehlern durch KI - Systeme. Ja wir sind natürlich absolut Fehlerfrei... 😅
Hab ich so gar nicht behauptet. Für jemanden, der so oberschlau daher kommt, fehlinterpretierst Du aber ganz schön viel. ;-)
M.(to_the)K. schrieb:
und vieles was noch Fehleranfällig ist... Wird es bald nicht mehr sein. 🤷
Das wäre natürlich die positive Vision.
Also das das Replacement durch KI zu insgesamt einem besseren Ergebnis führt.
Nur KI ist - wie bereits gesagt - auch nur ein weiterer Schritt in die Technisierung und Automatisierung. Und da wurde bisher immer versprochen, das es besser wird.
Und ja. Dinge sind auch bessere geworden. Aber eben nicht überall und manchmal auch schlechter.
Offenbar gibt es also auch noch andere Dinge die wichtig sind und man kommt nicht allein durch Technisierung/Automatisierung zu einem durchweg besseren Ergebnis.
Darüber redet aber keiner. Stattdessen werden halt stumpf KI-Tools eingeführt mit den üblichen Worten "jetzt haben wirs aber" und kaum einer guckt mal über den Tellerrand hinaus.
M.(to_the)K. schrieb:
Ich meine der Großflächige Einsatz von KI in Unternehmen beginnt doch erst 2026. Gib dem ganzen doch nochmal 2 Jahre Zeit bis 2028 und dann unterhalten wir uns nochmal darüber was KI jetzt alles kann und nicht kann. 🤷
Daraus spricht halt viel blinde Technologiegläubigkeit. Genau das, was uns an dem Punkt geführt hat, wo wir jetzt sind.