OS für NAS

LinuxMcBook

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Juli 2008
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Hallo,

also eigentlich geht es hier nicht nur um Linux, sondern auch um BSD.

Ich suche ein OS für meinen Fileserver. Das System hat eine Dual Core CPU, 8 GB ECC RAM und 4x 3TB WD RED.

Meine Anforderungen sind eigentlich recht normal:

- ganz normale SMB Freigabe für Windows und Linux (Android, RaspPi)
- Software-RAID 5/ RAID-Z1 -> also eine HDD für Parität
- gescriptete Backup-Funktionen (inkrementell; von NAS auf ext. HDD (und von Windows auf NAS))
- FTP und iSCSI
- evtl. Versionierung von Dateinen
- höchstens rudimentäre Rechteverwaltung nötig
- SMART-Überwachung der HDDs
- nach Zeitplan oder Inaktivität müssen die HDDs definitiv einen Spindown machen!! (ich weiß, nicht gut für die Haltbarkeit der HDDs deshalb so lange und selten wie möglich (1/Tag)

Ich weiß, das ließt sich fast wie die Featureliste von NAS Betriebssystemen. Bis vor einem Monat hätte ich auch definitiv freeNAS genommen. Aber ich hab in den letzten Wochen so oft von OMV bzw. NAS4free gelesen, dass ich doch jetzt mal wissen will, ob diese beiden Alternativen evtl. besser sind.

Vielen Dank!
 
Also nas4free und Freenas haben beide eine gemeinsame Vergangenheit. Für den Privatverbrauch würde ich wenn diese beiden zur Auswahl stehen aber Nas4Free empfehlen. Mit OMV o.ä. Konnte ich leider noch keine Erfahrungen sammeln, habe aber auch gutes darüber gehört. Sollte ich mal wieder etwas mehr zeit haben schaue ich mir OMV auch mal genauer an. Mit nas4free war ich aber bisher immer zufrieden.
 
FreeNAS. OMV kann kein ZFS - für mich ein sehr, sehr dickes Minus. NAS4Free ist zwar quasi FreeNAS ebenbürtig, hat aber AFAIK weniger Entwickler. FreeNAS hat zumindest auch einen kommerziellen Supportanbieter - was zwar für dich unwichtig ist, aber dennoch für FreeNAS spricht.

P.S.: Cool, 3 verschiedene Aussagen, das war zu erwarten. :-D

P.P.S.: Ja, ZFS braucht Performance. Vermutlich hast Du ja den HP MicroServer? Welchen davon? Ein DualCore mit 8GB RAM wird aber super laufen.
 
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Tobi86 schrieb:
Vermutlich hast Du ja den HP MicroServer? Welchen davon? Ein DualCore mit 8GB RAM wird aber super laufen.

Ja genau, hab den N54L. Wegen ZFS auch der große RAM. Aber welche Vorteile hab ich denn bei ZFS (RAID Z1) gegenüber einem RAID5 genau? Wenn ich das richtig verstanden habe könnte ich zB bei RAID5 bei Speichermangel einfach eine HDD dazu schrauben und würde das RAID so erweiten, bei ZFS müsste das RAID komplett neu gebaut werden?
 
RAID als auch RAIDZ muss sich komplett neu "aufbauen", wenn Speicher hinzukommt. Schließlich müssen die Paritäten neu verteilt werden. Weiterhin würde ich heutzutage immer ein Software-RAID einem Hardware-RAID vorziehen (zumindest mit ZFS), denn wenn dir der Hardwarecontroller abraucht (also das N54L), brauchst Du vermutlich wieder ein Board mit genau dem gleichen RAID-Chip, um an Deine Daten zu kommen (und das ist auch noch fummelig, da Du alles genau gleich anschließen & konfigurieren musst!). Mit ZFS... gibts Du ein lautes Gähnen von Dir und tippst "zfs import". Fertig. Egal auf welcher Hardware.
Naja, und dann sind da ja noch die ganzen anderen Vorteile von ZFS: Checksummen, Checksummen und äh... Checksummen (defekte Files -> unmöglich), Snapshots, Deduplizierung, Quotas, Kapazitäten...
 
Ja, hat mir auch Wikipedia verraten. ZFS ist ein bisschen sicherer und schneller.

Also ich werde natürlich ein Software-RAID einsetzen.
Was meinst du mit "neu aufbauen" genau?

Also mal meine vier 3TB HDDs genommen. Irgendwann reichen mir die 9TB im RAID-5/Z1 nicht mehr und ich will das RAID um 3TB erweitern.

Bei ZFS muss ich sowie ich das verstanden habe ein ganz neues RAID erstellen und dann die alten Daten darauf kopieren. Unpraktisch, weil ich ja dann eigentlich neun Festplatten bräuchte.
Ist das bei RAID5 auch so kompliziert oder verschiebt der die Paritäten dann selbstständig auf die neue Platte (wird ja nicht mehr als ein paar Stunden dauern?).
 
Ich hab da was falsch verstanden. Nein, bei einem RAIDZ kann man den Speicher leider nicht on-the-fly erweitern. Ein Hardware-RAID kann das schon, die Paritäten werden dann innerhalb ein paar Stunden neu verteilt. Ich weiß nicht, ob das der OnBoard-RAID-Controller des N54L kann. Zumal da ja nur 4 Platten dran können. Es kann auch sein, dass Du für dieses on-the-fly-erweitern einen echten Hardwarecontroller von LSI, Adaptec, HighPoint oder Co. brauchst. Ich habe sowas mal mit 3ware-Controllern gemacht, die gibt es jetzt bei LSI.

An dieser Stelle muss ich aber leider aufhören, sachlich zu bleiben, denn:
ZFS bis in den Tod! Nichts kann es mit ZFS aufnehmen! Dieses Storagesystem schlägt alles andere zu Tode! ZFS!!!!111einself
Es gibt keine Anwendungsfälle, in denen etwas anderes besser ist als ZFS. Um nicht in das Dilemma des "Erweiterns" zu kommen, kaufe Dir bitte einfach das hier. Damit brauchst Du dann erstmal nicht erweitern. Beachte auch, dass Du dann noch ein paar mehr Hardwareteile brauchst.
 
Aber Software-RAID5 kann Erweiterung "on-the-fly"?

Naja wenn alle so von ZFS schwärmen muss ja wohl was dran sein. :D :D

Mir geht es bei der Erweiterung einfach darum, dass ich jetzt nicht so viel Geld ausgeben wollte, weil ich ja noch gar nicht weiß, wie viel Speicherplatz ich brauche.

Der Microserver hat ja noch einen 5. SATA-Port (fürs ODD). Nach BIOS Mod kann man da auch ganz normal eine HDD ran hängen.
 
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Tobi86 schrieb:
P.S.: Aber wie bereits gebrüllt - es geht kein Weg an ZFS vorbei. Ist so.
Quark. Der Threaderöffner hat keinerlei Features verlangt, die diese Aussage auch nur irgendwie stützen würden. Der in #7 durchgespielte Wunsch nach Erweiterung um eine einzelne weitere Platte läßt die zfs-Variante gar komplett durchfallen.
 
Windows Server kann das alles out of the box.
Länger als einen Tag wirst da nicht brauchen um es einzurichten.

Mit Linux würde ich mich nur abquälen wenn du wesentlich mehr features brauchst, wie timestamp + user verwaltung, shell tools usw.
 
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Nein, Windows kommt nicht infrage.

Der Thread hat sich aber leider von einer Diskussion über das passende OS zu einer Diskussion ausschließlich über verschiedene RAID-Modi entwickelt :D
 
Müllargumente widerlegen hilft dir ja auch weiter. :)

Mein Tip bei einem derart leistungsfähigen Rechner mit so schön viel RAM: Nimm eine normale, universelle Linux-Distri (Debian, CentOS, ...) , kein spezielles NAS-OS. Warum? Weil man bei so einem Rechner sowieso schnell auf die Idee kommen wird, ihm neben seiner Tätigkeit als Fileserver (die er im Halbschlaf erledigt) noch andere Aufgaben zu übertragen. Mit einer normalen Linux-Distri dauert die Erstinstallation ein bischen länger, aber man ist VIEL flexibler sobald zusätzliche Spielereien gefragt sind. Langfristig lohnt sich das.
 
Ich bin dir da bereits 2 Schritte voraus :)

"Unter" das NAS OS kommt noch ein ESXi, Spielereien sind also möglich, ohne dass das Produktivsystem gefährdet wird.

Ich habe mir übrigens heute mal beide Systeme angesehen. OpenMediaVault gefällt mir vom Webinterface (zur Konfiguration) her deutlich besser als freeNAS. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass RAID 5 sooo unsicher ist, wie die ZFS-Freunde immer behaupten :D

Und bei OMV habe ich den Vorteil, dass ich das RAID bei Speichermangel einfach erweitern kann.
 
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Hi!

Verwende ArchLinux für meinen Homeserver:
- RAID5 mit 4 platten mit mdadm
- system auf SSD --> RAID kann komplett in den spindown gehen!
- spindown time mit hdparm gesetzt
- filesharing: ftp, ssh, webdav, smb, afp (TimeMachine am Mac), .. ist ja leicht das alles draufwerfen.
- webinterface mit webmin ; statistiken mit Webminstats (super!!)
- downloadserver .. mach da bei interesse ne PM
- DLNA server (--> TV streaming): universal media server
- versioning: git
- backup mach ich nicht inkrementell (da würde ich osnst rsync nehmen?) .. ich lass ihn per script die systemdateien clonen und wegkomprimieren (last working copy prinzip)
- ... und viel kleinzeug :)

Rennt seit Anfang 2012 ohne Probleme. Davor hab ich mit Ubuntu server herumge*%"&§ -.-
 
Arch ist eine Rolling Release Distro, für Server völlig untauglich.
Wenn Linux für Server, dann Debian und nichts anderes.
 
black90 schrieb:
Arch ist eine Rolling Release Distro, für Server völlig untauglich.
Wenn Linux für Server, dann Debian und nichts anderes.

D.h. alle Linux-Server dieser Welt rennen auf Debian?
Will nicht stenkern - klar ist das der Weg für einen Server, der 24/7 für tausende erreichbar sein muss.

ALLERDINGS bietet Arch viele wichtige features, WEIL es ein bleeding-edge-rolling-release ist!
Z.B. netatalk .. soweit ich weiß ist bei Debian immernoch eine zu alte Version in den Repos, dass aktuelle Macs mit TimeMachine darauf zugreifen können.
Zudem sind für Arch unglaublich viele Packages in den Repos / AUR - hatte noch nie so viel Auswahl.

Das rolling release modell vereinfacht auch updates mMn. Bei anderen Distros muss man bei einem Update davon ausgehen, dass alles kaputt ist - bei Arch kann man das betroffene Paket einfach downgraden nachträglich (oder den Fehler suchen).

Wie gesagt - laufe schon eine Zeit lang glücklich damit..

my2cents
 
Ich weiß ja nicht wie oft du Arch updated hast, bei mir ist es bisher 2x durch updates kaputt gegangen.
Dann frickeln frickeln frickeln. Sowas passiert dir mit Debian nicht.
 
jupp, Arch hat eine steile Lernkurve

ist bei mir auch schon mindestens 2x kaputt gegangen :D

aber interessant ist die Distro allemal (mit AUR, yaourt, etc.)



wegen der Wartbarkeit, Flexibilität und Unkaputtbarkeit her bin ich bei Gentoo hängen geblieben - ebenfalls eine Rolling Release Distro, für Server sei in diesem Sinne Gentoo Hardened + Stable Pakete empfohlen

bei Arch & Gentoo muss man einfach wissen, was man tut

Debian, RHEL, CentOS, Fedora (wird ja auch ab und zu als Server OS verwendet) kommt schon mit diversen vorkonfigurierten Funktionen bzw. GUI-basierten wizards



RHEL bzw. CentOS wird z.B. auf diversen HP Microservern eingesetzt + ZFS, das wäre also durchaus eine "set it and forget it" Variante, wobei ich jetzt nicht sicher bin ob aktuelle rpms mit ZfsOnLinux angeboten werden
 
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