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Parteiische Boulevardmedien ohne journalistische Sorgfaltspflicht - insb. BILD - wo ist die Grenze?
Grundsätzlich, stimme ich zu. In Anbetracht der Hürde für mich dies zu übersetzen habe ich aber für den Redakteur oder Cutter Verständnis wenn hier ein Fehler passiert sein sollte. Alles jedoch unter der Prämisse, dass dort steht was du behauptest.
Mit Google Lens habe ich es nicht übersetzt bekommen. ChatGPT sagt, dass da die Schahada (Glaubensbekenntnis) drauf steht.
Jetzt habe ich es mit Lens hinbekommen. Es handelt sich dabei um die Flagge von Saudi-Arabien. Fragt man Google, was auf der Flagge steht, spuckt es das Glaubensbekenntnis des Islams aus.
Ergänzung ()
The_waron schrieb:
Bei 00:28 - "Tod den Isrealiten, Tod den Juden, es gibt keinen Gott ausser Allah und Mohammed ist sein Gesandter"
Ich habe doch schon geschrieben, dass Kinder Bilder viel emotionaler Aufnehmen, deshalb finde ich es schlicht nicht angemessen, solche starken emotionalen Bilder zur Illustration zu verwenden.
irgendwie geht mir das derailling hier mächtig auf den Sack.
Ich gehe mal zurück zur BILD-Berichterstattung ... zu Bildern von Opfern des Hamas-Terrors ... diese Bilder liegen bei uns ab 07:00 morgens in der Auslage und JEDES Kind kann sie sehen.
Wie wäre es, wenn BILD nur noch zu Zeiten in die Auslage darf, wo keine Kinder unterwegs sind?
Und natürlich sind das Bilder, die sogar Erwachsene emotional mitnehmen (sonst würde BILD sie nicht nutzen) ... wenn das bei Kindern krasser ist (woran niemand zweifeln sollte ... allein wegen noch unzureichender medialer Abstumpfung aufgrund geringen Alters), dann ist es ziemlich unverständlich,. wie jemand, der gerne Kinder vor emotional aufgeladenen Bildern im ÖRR schützen möchte, gegen BILD nicht das geringste zu haben scheint.
Wie gesagt ... der Thread ist vollkommen neben der Spur ... es geht hier doch seit Seiten nicht mehr um BILD oder Boulevardmedien. Einigen wenigen geht es anscheinend darum, von der BILD durch whatabboutism abzulenken.
"Schaut wie schlimm der ÖRR ist" ... selbst wenn ich dieses Statement teilen würde, würde das an meiner Bewertung der jourbalistischen "Qualitäten" der BILD nichts ändern.
Denn schlechten Journalismus lehne ich ab ... ganz egal, aus welcher Quelle er nun gerade hervorquillt.
Und ich nehme eine Häufung dieses schlechten Journalismus im Verlagshaus Springer wahr ... seit Jahrzehnten. Das gibts auch beim ÖRR (und erstrecht bei allen Privatsendern), aber es ist nicht ansatzweise so häufig, dass man es - wie bei BILD - für einen mit Kalkül gesetzten Standard halten könnte.
Welche Ausgabe meinst du konkret? Ich habe in meinem Lesezimmer aktuell alle Ausgaben vom 17.Oktober bis heute vorliegenden. Auf keiner ist derartiges zu sehen.
Es war damals richtig, einige Bilder zu verbreiten. Den Menschen musste schnell die abartige Grausamkeit der Terroristen vor Augen geführt werden, damit beschwichtiger und Propagandisten ein schwieriges Spiel haben, die grausamen Taten zu verharmlosen.
DerOlf schrieb:
Wie gesagt ... der Thread ist vollkommen neben der Spur ... es geht hier doch seit Seiten nicht mehr um BILD oder Boulevardmedien. Einigen wenigen geht es anscheinend darum, von der BILD durch whatabboutism abzulenken.
Nein, im Gegenteil! Es geht darum den Blick zu weiten auf sogenannte Qualitätsmedien.
DerOlf schrieb:
"Schaut wie schlimm der ÖRR ist" ... selbst wenn ich dieses Statement teilen würde, würde das an meiner Bewertung der jourbalistischen "Qualitäten" der BILD nichts ändern.
Sehe ich genauso. Und deshalb muss schlechter Journalismus benannt werden. Auch vom ÖRR. Der Unterschied ist nur, dass sie Bild in gewissem Maße demokratisch ist. Die Käufer entscheiden mit ihrem Geldbeutel, ob die Bild so in dieser Form weiter existieren wird.
Wenn es dir doch nur um Qualitätsmedien im allgemeinen gehen würde aber du gehst fast ausschließlich auf den ÖRR los.
Dir geht es nicht darum, den Blick zu weiten ... du willst ihn nur vom Verlagshaus Springer ablenken.
Ergänzung ()
audiogenießer schrieb:
Der Unterschied ist nur, dass sie Bild in gewissem Maße demokratisch ist. Die Käufer entscheiden mit ihrem Geldbeutel, ob die Bild so in dieser Form weiter existieren wird.
Beschäftige dich mal mit der Organisation und den Entscheidungsstrukturen beim ÖRR.
Ich denke, dass du da weit mehr Demokratie finden wirst, als Döpfner bei BILD je dulden würde.
Dass die Käufer per Kaufentscheidung über das Fortbestehen in derzeitiger Form entscheiden, ist KEIN Alleinstellungsmerkmal der BILD sondern gilt für restlos alle Printerzeugnisse. Sogar die ASTA-Zeitung an jeder UNI wird irgendwann nicht mehr gedruckt, wenn man von jeder Ausgabe nur 3 Exemplare loswird.
Ergänzung ()
Heute stand tatsächlich mal wieder was lustiges in der BILD.
Die FDP (!) hat den freien Markt kritisiert.
Natürlich nicht direkt und nicht ohne der Opposition mal wieder etwas Arbeit abzunehmen (Regierungskritik).
Es ging um den bürokratischen Wust rund ums Wohn- und Bürgergeld und die unschönen Folgen, die die teils extremen Unterschiede in den Lebenshaltungs- und vor allem den Mietkosten zwischen den Regionen haben.
Die Beispiele waren Leipzig und München, und die Unterschiede sind tatsächlich gewaltig, entstehen aber eigentlich fast nur durch die Mietkosten.
Denn sowohl in Leißzig, als auch in München beträgt der Regelsatz (ohne Mietkosten) den exakt gleichen Betrag. etwas über €500,- (noch). der wahre Unterschied (den Lindners persönlicher Expertenausschuss wahrscheinlich, aber die BILD auf jeden Fall NICHT erwähnt) besteht also darin, dass man in Leipzig mit €500,- wohl recht gut zurechtkommt, in München aber eben nicht ganz so gut dasteht.
Miete und Lebenshaltungskosten sind Unterschiedlich ... aber in der BILD ging es (wie immer) ausschkließlich darum, dass einem münchener Bürgergeldempfänger gut €1.000,- mehr ausgezahlt werden, als einem vergleichbaren in Leipzig (meine Vermutung wäre, dass da die Neiddebatte ums Bürgergeld gefüttert werden soll).
Der Regelsatz ist der gleiche ... daraus folgt, dass in München die übernommenen Wohnkosten nunmal knapp 1.000,- höher liegen als in Leipzig.
Das ist aber nicht die Schuld des Bürgergeldes oder der Bürokratie (die zweifellos problematisch ist ... immer), sondern liegt ganz einfach daran, dass der Mietmarkt in Deutschland nunmal solch starke regionalen Gefälle aufweist und man anders als auf einem anderen Markt eben sehr wenig brauchare oder gar günstigere Alternativen findet (es gibt kein vergleichbares Produkt im selben Regal).
Hat man sowas gefunden, hat man sehr wahrscheinlich höhere Mobilitätskosten weil man für alles fahren muss.
Wenn Lindner diese Gefälle abschwächen möchte, dann hielte ich das für eine sehr gute Idee.
Aber ich glaube eingentlich nicht, dass es in diese Richtung gehen wird.
Zuerst möchte ich sagen das egal ob ich richtig liege mit meiner Einschätzung oder nicht - es keinen Unterschied in der Bewertung des aktuellen Konflikts macht. Die Hamas hat einen Krieg vom Zaun gebrochen und ist für alles verantwortlich was da nun aufgrund dieser Massaker passiert.
das nur zur Einleitung, nun zur Presse:
Wenn ich richtig liege, dann serviert die Bild/Welt gerade der Hamas einen Propaganda Erfolg auf dem Silbertablet weil sich der Israelische Präsident im Interview mit Ronzheimer von der Bild zu einer Aussage hinreißen ließ die nach meinem jetzigen Kenntnissstand kontrafaktisch ist.
Welt schreibt seit gestern von Enthauptung der deutsch israelischen Shani Louk, legt sogar Scholz in den Mund diese Enthauptung direkt zu kommentieren.
Ausländische Medien, inklusive der NY-Post übernehmen das einfach.
Welt/Bild weiß denke ich genau das es so bisher eher nicht zu stimmen scheint - aber hey Clickbait auf dem Rücken der Wahrheit und zu Lasten einer traumatisierten Opferfamilie - da sind die dabei.
Die Israel Times schreibt z.b. garnichts von "beheaded", die Wissen das sich Herzog da verstiegen hat.
Die Bild/Welt scheint es nicht zu interessieren das die Hamas demnächst evtl den Körper von Frau Louk präsentiert und sagt "seht ihr, israel lügt"
Zu den Fakten, soweit ich es recherchieren konnte:
Auf dem Festival Gelände auf dem Frau Louk von den Terroristen nach derzeitigen Erkenntnissen durch einen Schuss in den Kopf ermordet wurde, hat ein israelisches Rettungsteam ein Schädelfragment gefunden.
Dieses wurde per DNA Abgleich Shani Louk zugeordnet.
Findet man dieses Stück einzeln, so ist es nicht möglich das das Opfer den Schuss überlebt hat - daher die Todesmeldung die an die Familie ging.
Israels Staatspräsident Herzog hat in einem Interview mit Paul Ronzheimer aus dieser Meldung folgendes gemacht: "We found her Skull, that means these animals simply chopped off her head"
zum Thema BILD kann ich nur folgendes sagen:
Die BILD hat eben ihre Art zu berichten, die einfach daneben ist. Siehe das Buch "die verlorene Ehre der K. Blum" oder die Undercovergeschichte von Wallraff. Wer sich in einem Themenbereich besser auskennst, merkt auch so, was da bei BILD-Berichterstattung abgeht. Es ist allerdings inzwischen so, dass sich viele Leute sich immer hinter die BILD stellen, wenn es gerade gegen den oder die - aus ihrer Perspektive - Richtigen geht. Da sind auch widerlichste Stilmittel ok. Wenn es dann aber gegen den oder die - aus ihreren Perspektive - Falschen geht, dann ist die BILD wieder böse.
Nun sind aber Wallraff-Zeiten und die BILD-Enthüllungsbücher auch schon ca. fünfzig Jahre her. Die Buchstaben der BILD sind zwar immer noch so groß wie damals, aber inhaltlich kann man sich keine Märchen mehr leisten. Was bleibt ist die ewige, brachiale Zuspitzung und der Tendenz-Journalismus.
Allerdings finde ich es in der gegenwärtigen, politischen und wirtschaflichen Situation der Bundesrepublik schon ganz gut, wenn ein Medium jeden Tag aufs Neue die Finger in die Wunden legt. Dafür nehme ich sogar eine gewisse Einseitigkeit in der Berichterstattung in Kauf.
Nun sind aber Wallraff-Zeiten und die BILD-Enthüllungsbücher auch schon ca. fünfzig Jahre her. Die Buchstaben der BILD sind zwar immer noch so groß wie damals, aber inhaltlich kann man sich keine Märchen mehr leisten. Was bleibt ist die ewige, brachiale Zuspitzung und der Tendenz-Journalismus.
Allerdings finde ich es in der gegenwärtigen, politischen und wirtschaflichen Situation der Bundesrepublik schon ganz gut, wenn ein Medium jeden Tag aufs Neue die Finger in die Wunden legt. Dafür nehme ich sogar eine gewisse Einseitigkeit in der Berichterstattung in Kauf.
Also wenn du den Standard so weit in den Boden schreibst, dass es keine Märchens ein müssen, naja. Und selbst da stolpern sie bei BILD oft genug. Siehe die Ausrede von Kindern in D, wo dann nachher angeblich jemand vom Russen von der Brücke geworfen wurde, wegen ukrainischer Sprache. https://www.bild.de/regional/hannov...ge-10-von-bruecke-geworfen-85261086.bild.html Bis heute steht nicht auf der BILD Seite zu dem Artikel, dass das Quatsch war. Da muss du schon aktiv den Artikel suchen, wo das bei BILD anders beschrieben wird. Der Fall war wohlgemerkt erst vor ein paar Wochen.
Es geht nicht um Einseitigkeit, sondern um schlechten bis gar nicht vorhandenen journalistischen Stil. Da hat sich nichts geändert und du beschreibst oben genau das, was ich schon in meinem Post angesprochen habe: deiner Meinung nach muss jemand in der derzeitigen Situation "den Finger in die Wunden" legen und da ist dir BILD ganz recht, egal mit welchen Mitteln. Also - wenn auch abgeschwächt - verteidigst du hier die BILD oder relativierst zumindest was sie tun. Nach dem Motto, dass sie nicht mehr sooo schlimm seien.
Corto schrieb:
Jo das die Bild ein Misthaufen ist wissen wir alle.
Wer mit dem Teufel aus dem gleichen Topf essen möchte, der muss einen langen Löffel haben. Ich kann aus eigener Erfahrung/Verbrennung daher nur dazu raten, sich gar nicht erst auf Nachrichten von der BILD einzulassen.
Es ist ja nur nur eine Vermutung meinerseits.
Das Hamas noch nichts gegenteiliges veröffentlicht hat spricht ja bisher auch für die Darstellung der Bild...
Also - wenn auch abgeschwächt - verteidigst du hier die BILD oder relativierst zumindest was sie tun. Nach dem Motto, dass sie nicht mehr sooo schlimm seien.
Falschmeldungen betreffen die BILD halt nicht exklusiv. Man denke an die Relotius-Affäre beim SPIEGEL. Das ist auch nicht lange her.
Häufig stecken einzelne Journalisten dahinter, die keine Skrupel haben, gefälschte Geschichten einzureichen. Ein generelles System kann ich gegenwärtig nicht dahinter entdecken. Und das gilt meiner Meinung nach auch für Springers Boulevard-Zeitung.
Im täglichen Journalismus passieren gewollt oder ungewollt so viele Fehler. Da kann man sich jeden Tag aufs Neue aufregen. Selbst die Öffentlich-Rechtlichen sind davon nicht frei. Wie konnte es beispielsweise der Penny Markt mit seinen "echten Preisen für klimaschädliche Lebensmittel" in die 20 Uhr-Ausgabe der Tagesschau schaffen? Ein Beitrag, den der WDR zugeliefert hatte und offenbar bei ARD-aktuell unreflektiert in die Hauptausgabe übernommen wurde.
Der Skandal beschränkte sich nicht nur darauf, dass es diese eigentliche Nichtmeldung überhaupt in die Tagesschau geschafft hatte, sondern, dass eine angebliche Penny Markt-Kundin im Beitrag eine WDR-Mitarbeiterin war. Ich finde das heute noch unglaublich. Es zeigt aber, auf welchem dünnen Eis Journalismus teilweise stattfindet. Glücklicherweise hat das Internet eine neue Transparenz geschaffen, sodass die Fälschungen wenigstens schneller oder überhaupt bekannt werden.
Vor Märchen ist kein Medium gefeit. Das Schlimme ist, dass Fehler machmal pure Absicht sind. BILD verbreitet diese, wenn sie passieren, halt nur besonders laut.
Allerdings finde ich es in der gegenwärtigen, politischen und wirtschaflichen Situation der Bundesrepublik schon ganz gut, wenn ein Medium jeden Tag aufs Neue die Finger in die Wunden legt. Dafür nehme ich sogar eine gewisse Einseitigkeit in der Berichterstattung in Kauf.
Das Problem ist aber das dort oftmals gar keine Wunden sind oder bestehende Wunden künstlich vergrößert und in einem falschen Zusammenhang dargestellt werden. Unrühmlich viele Berichterstattungen der Bild sind nicht nur einseitig dargestellt sondern glatt gelogen oder so verzerrt das sie mit der Realität nichts mehr gemein haben. Und das ist ein Problem denn viele der Leser glauben den Müll der da steht.
barmbekersurfer schrieb:
Vor Märchen ist kein Medium gefeit. Das Schlimme ist, dass Fehler machmal pure Absicht sind. BILD verbreitet diese, wenn sie passieren, halt nur besonders laut.
Ersteres ist korrekt, werden bei souveränen Medien aber in der Regel danach richtig gestellt. Bei der Bild passieren Fehler nicht, sie sind kalkulierte Absicht und das hat dann eben nichts mehr mit Journalismus zu tun.
Hierbei handelte sich um einen Betrüger innerhalb der Redaktion, der auch die Kollegen hinters Licht geführt hat. Die Probleme bei BILD sind dagegen eine direkte Folge des fragwürdigen BILD/Springerjournalismusstils, auch wenn du dieses nicht "entdecken" möchtest.
Sei mir nicht böse, aber ich fange 2023 nicht eine Diskussion bei Null an, welche Nummer die bei BILD seit Jahren durchziehen. Im Endeffekt musst du das für dich selber rausfinden und da werde ich dich sicher nicht bekehren wollen, wenn du Spaß mit deiner BILD hast.
Musst Du ja auch nicht. Hier wird niemand gezwungen, etwas zu posten.
Ich habe übrigens keinen Spaß mit "meiner" BILD. Diese Zeitung finde ich stinklangweilig. Auf die Titelseite werfe ich täglich einen Blick, um zu schauen, welche Sau gerade durchs Dorf getrieben wird. Manche Schlagzeile interessiert mich, dann greife ich gelegentlich auch zu. Nachdem ich dann aber die Politik auf Seite 2 gelesen habe, stelle ich regelmäßig fest, dass mich der ganze Rest aus Klatsch, Tratsch und Katastrophen nicht interessiert.
Der Lokalteil ist noch ganz gut, wird aber im Zuge von Sparmaßnahmen auch immer dünner.
Ich mag nur diese Schwarz/Weiß-Malerei nicht. Einerseits die böse BILD und der Rest von Springer ebenso. Anderseits der gute Spiegel und ÖRR. Ja, natürlich fährt die BILD Kampagnen und schießt manchmal auch übers Ziel hinaus. So funktioniert nun mal das Geschäftsmodell Boulevard-Journalismus. In Großbritannien ist das übrigens noch krasser und hat sogar zum EU-Austritt geführt.
Natürlich darf man dieser Art von Presse nicht alles durchgehen lassen. Aber die alten Feindbilder funktionieren nur noch bedingt. Warum, steht in diesem Thread ja schon zur Genüge und brauche ich nicht zu wiederholen.
Was mich persönlich viel mehr stört, sind diese furchtbaren Klatschblätter wie Freizeit-Revue, Freizeitwoche, Freizeitspaß, etc. Da steht nun wirklich fast nur Müll drin. Nur stoßen sich da wohl nur wenige dran, weil es lediglich um die immer gleichen Promis geht und Politik keine Rolle spielt. Selbst wenn irgendwo eine Atombombe explodieren sollte, wird der nächste Aufmacher garantiert eine neue, angebliche Romanze von Helene Fischer mit Florian Silbereisen sein. Dass Journalisten auf solchen Blödsinn Bock haben, erschließt sich mir nicht.
Ich habe gar nichts vom "guten" Spiegel oder "guten" ÖRR geschrieben.
barmbekersurfer schrieb:
Ja, natürlich fährt die BILD Kampagnen und schießt manchmal auch übers Ziel hinaus. So funktioniert nun mal das Geschäftsmodell Boulevard-Journalismus. In Großbritannien ist das übrigens noch krasser und hat sogar zum EU-Austritt geführt.
Du merkst aber schon selber, dass du gerade gegen die BILD argumentiert und im nächsten Moment schon wieder mit "soooo schlimm" ist es nun auch nicht ankommst. Das hatten wir weiter oben schon.
barmbekersurfer schrieb:
Natürlich darf man dieser Art von Presse nicht alles durchgehen lassen. Aber die alten Feindbilder funktionieren nur noch bedingt. Warum, steht in diesem Thread ja schon zur Genüge und brauche ich nicht zu wiederholen.
Die Bewertung der Arbeit der BILD sollte einem halbwegs objektiven Menschen nicht schwer fallen. Die Frage ist nur, ob er oder sie noch der Lust nachgibt sich damit abzugeben. Von Feindbildern habe ich nicht gesprochen und übrigens auch keins aufgemalt. Feindbilder sind eine Spezialität der BILD, die doch gerne liest.
Schaue doch nur, was du selber schreibst:
barmbekersurfer schrieb:
Ich habe übrigens keinen Spaß mit "meiner" BILD. Diese Zeitung finde ich stinklangweilig. Auf die Titelseite werfe ich täglich einen Blick, um zu schauen, welche Sau gerade durchs Dorf getrieben wird. Manche Schlagzeile interessiert mich, dann greife ich gelegentlich auch zu. Nachdem ich dann aber die Politik auf Seite 2 gelesen habe, stelle ich regelmäßig fest, dass mich der ganze Rest aus Klatsch, Tratsch und Katastrophen nicht interessiert.
Ob du die Zeitung angeblich stinklangweilig findest hat keine Relevanz für die Diskussion und du greifst ja trotzdem zu. Du möchtest dich offenkundig über die Zeitung und ihre Leser stellen, während du sie gleichzeitig doch lustvoll konsumierst. Daher nochmal: du kannst gerne die BILD lesen, obwohl die einen fragwürdigen journalistischen Stil haben.
Ich habe die BILD sowohl von der professionellen Seite als auch von der rein persönlichen Seite betrachtet. BILD gilt in der Branche als handwerklich sehr gut gemachtes Produkt. Die Mitarbeitenden gehören zu den Göttern des Springer-Verlages.
Persönlich spricht mich die Zeitung wenig an, weil mich der redaktionelle Inhalt überwiegend nicht interessiert. Dass Du mir Arroganz und gleichzeitiges, lustvolles Konsumieren unterstellst ... keine Ahnung, wie Du darauf kommst.