Partitions-Fragen

pho3niX

Lt. Commander
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Hi zusammen!

Bin gerade dabei mir Gedanken über eine gescheite Partitionierung zu machen. Dazu hab ich jetzt ein paar Fragen.

1. Ist eine swap-Partition wirklich erforderlich? Ich bin mit meinen 1GB RAM bis jetzt gut gefahren und es wurde auch noch nicht ausgelagert soweit ich weiß. Deswegen überleg ich halt, die Partition einfach wegzulassen.

2. Welchen Vorteil seht ihr in einer Boot-Partition? Also unter welchen Umständen ist es sinnvoll, eine zu nutzen?

3. Stimmt es, dass die Festplatten-Leistung abnimmt, je mehr Partitionen drauf sind?

Danke schon mal :)

P.S.: Hab grad festgestellt, dass der Titel nicht ganz so glücklich gewählt ist. Wäre nett wenn ein Mod das ganze in "Partitions-Fragen" umbennen könnte. Danke.
 
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AW: Partitions-Fragen erforderlich?

1. Was spricht dagegen lächerliche 512MB für die swap-Partition vorzusehen (in Zeiten von Platten mit 200GB)?
Ich denke Linux reagiert noch verärgerter als Windows auf das Fehlen von Swapspace.

2. Keinen! Ich habe das früher immer angelegt, aber ich habe nicht gewusst warum ich das gemacht habe.

3. Nö. Da fällt mir auch kein vernünftiger Grund ein.
 
1. Schadet doch nicht. Und wenn du mal ein System erlebt hast, das kein RAM mehr hat, dann wirst du nie mehr auf ein Swap verzichten ;) Und was ist heute 1GB Festplattenspeicher ... nix

2. öhhh ... ähhh ...

3. Nein :)

Edit: Hehe - da war wohl Gedankenübertragung zwischen mir und Boron vorhanden ;)
 
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AW: Partitions-Fragen erforderlich?

Hallo, wenn du mit Swap-Partition eine eigene Partition für die Auslagerungsdatei meinst, so ist diese nur sinnvoll, wenn Sie auf einer anderen physikalischen Festplatte liegt. Auf der gleichen Platte macht es keinen Sinn, da zur Ansteuerung des swapfile erst die Partition gewechselt werden muss, was einen Zeitverlust darstellt --> Langsamer!

Die Auslagerungsdatei insgesamt solltest du auch nicht komplett deaktivieren, manche Programme erfordern eine solche und meckern, wenn es keine gibt!. Für manche Programme ist eine Swap-Datei auch sinnvoll, wie z.B. VMware.

Vorteil einer Boot- oder System-Partition ist die Trennung von System und Nutz-Daten.

Nein, die Leistung einer Platte nimmt mit vielen Partitionen nicht ab, im Gegenteil nimmt sie bei Verwendung einer einzigen Partition (bei den heutigen Größen wohlgemerkt) ab, weil die Verwaltung dieser Partition aufwendiger wird --> viele dateien, viele Ordner. Aber diese Unterschiede sind gerade mal meßbar, in der Praxis merkt man davon nichts.

EDIT: Ups, das zielt ja hier auf Linux, aber die meisten Statements sind übertragbar! Jaja, wer Lesen kann....

PCB
 
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AW: Partitions-Fragen erforderlich?

1) Eine Swap Partition ist denke ich bei 1GB Ram nicht mehr nötig, zumal du ja wahrscheinlich nichts machst was den RAM überhaupt füllen könnte. Ich habe bei meinen 512MB Ram allerdings die Erfahrung machen müssen dass es ohne Swap nicht geht, nach ein paar Stunden freezed das System.
Insofern: Lieber 512MB der Festplatte als Swap abgeben, das tut nicht weh und kann Problemen vorbeugen.

2) Ich habe eine extra Bootpartition, da wenn ich mir mein Linux zerschieße, wenigstens GRUB noch funktioniert. Man stelle sich vor: Dateisystem auf der Linuxpartition kaputt, wichtige Daten auf der Windows Partition, CD-Laufwerk auch kaputt, kein Diskettenlaufwerk...
Wie nun an die wichtigen Daten (die man natürlich morgen in der Schule braucht) drankommen? Man müsste ein neues Linux installieren oder die Windows CD aus der Ecke kramen um den MBR zu fixen.
(na gut, das ist vielleicht ein WENIG unwahrscheinlich, aber egal)
Insofern: Boot-Partition zum sichern des GRUB und der Kernel-Configs, dann muss man nicht jedes mal neu überlegen was man reinkompilieren will.

3) KP, warum sollte?

EDIT: Wie langsam ich schreibe :)
 
Bin gerade dabei mir Gedanken über eine gescheite Partitionierung zu machen. Dazu hab ich jetzt ein paar Fragen.

1. Ist eine swap-Partition wirklich erforderlich? Ich bin mit meinen 1GB RAM bis jetzt gut gefahren und es wurde auch noch nicht ausgelagert soweit ich weiß. Deswegen überleg ich halt, die Partition einfach wegzulassen.

- eine Swap Partition ist nicht zwingend erforderlich. Ab 1 GB Ram habe auch ich die bereits seit ein oder zwei Jahren weggelassen. Wichtig ist dabei jeodch, dass du die Auslagerungsdatei im Windows dann komplett deaktivierst.


2. Welchen Vorteil seht ihr in einer Boot-Partition? Also unter welchen Umständen ist es sinnvoll, eine zu nutzen?

- eine spezielle Boot Partition nur für die Bootdateien, darin sehe ich keine Vorteile. Vlt kann dir an anderer Stelle ein anderer Forum User dazu etwas sagen.

3. Stimmt es, dass die Festplatten-Leistung abnimmt, je mehr Partitionen drauf sind?

- nein, die Festplatten Leistung nimmt dadurch nicht merklich ab.

Anzumerken ist noch, dass eine gute Partitionierung nach meinen Erfahrungen folgendermaßen aussieht:

c:\ - BetriebsSystem (inklusive Bootbereich bei mehreren OS´)
d:\ - Partition für temporäre Dateien (diese fragmentieren ansonsten die Systempartition ausserordentlich) zu empfhelen ist noch das PCWelt Script PCWTempLeer.vbs, welches bei jedem Neustart automatisch die Temp Ordner leert www.pcwelt.de/scripts nach templeer suchen
e:\ Programme (Skript zum Verschieben der üblichen c:\Programme Daten inklusive Anpassung registry ebenfalls bei PCWelt scripts (pcwprogramsremap)
f:\ Daten
G:\ Swapfile Partition (falls erforderlich/Swapfile fragmentiert die Festplatte ebenfalls ausserordentlich stark)

ich persönlich habe auch noch eine extra Spiele Partition. Dort wandern auch schonmal ein paar GB hin und her (neues Spiel aus Videotheke antesten; löschen; Große Patches einspielen, etc).

Danke schon mal :)

- np

Grüße

64BitFreak
P.S.: Hab grad festgestellt, dass der Titel nicht ganz so glücklich gewählt ist. Wäre nett wenn ein Mod das ganze in "Partitions-Fragen" umbennen könnte. Danke.
 
Also würd ich das folgendermaßen machen:

1. /boot
2. swap
3. - extended -
4. /home
5. /
6. (evtl. 2. System)

Würdet ihr das so als optimal ansehen?

@ Oli1977:
Deine Tipps sind ja ansich nicht schlecht, aber mal abgesehn davon, dass mir das schon vorher klar war, befinden wir uns hier grad im Linux/UNIX-Forum und d.h. dass es hier um solche Systeme und nicht um Windows geht ;)

MfG
 
Zu 1.
Ich habe es bei 1GB Ram auch schon geschafft zusätzlich etwa 600MB auf die Swap-Partition zu jagen, kommt eben ganz darauf an was man so treibt :) Wie Boron schon schrieb ist es bei heutigen Festplattengrößen nicht gerade schmerzhaft ein paar MB abzudrücken.
Linux dürfte ziemlich zickig reagieren wenn es versucht auszulagern, jedoch keine Swap-Partition vorhanden ist ;)

Zu 2.
Da kann ich mich nur Kampfgnom anschließen, andere Gründe fallen mir dazu auch nicht ein. Ich habe auch eine extra Partition, Vorteile bringt es eigentlich nicht wirklich.

Zu 3.
Habe ich so nie gehört.


edit
Partitionierung sieht ganz brauchbar aus :) Ich persönlich bastel noch ein paar Software-Raid0 ein, was bei deinen unterschiedlichen Festplatten aber nicht zu empfehlen wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:
*lach* ;)

Aber dann werd ich das wohl auch so machen. Jetzt brauch ich nur noch die Zeit, mein System nochmal gescheit aufzusetzen. Vielleicht am Wochenende...

Falls aber noch jemand etwas zu "meckern" hat, dann soll er's bitte tun. Bin für jeden (begründeten) Ratschlag dankbar!

Danke an alle :)

/edit
@ aki:
Ich hatte eigentlich auch vor ein paar Software-RAID0 einzubauen, allerdings hat Weihnachten "nur" eine 250GB-Platte gebracht und Geld für eine zweite hab ich im Moment auch nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
wegen der boot partitition:

die bringt einfach flexibilität. der boot loader muss den kernel von der festplatte laden. d.h. wenn man keine boot partition nutzt muss die formatierung der /(root) partition für den bootloader lesbar sein.
mitlerweile sind wir da in einer fast schon übertrieben guten situation. grub liest mitlerweile soweit ich weiß sogar reiserfs und xfs partitionen.

allerdings kommen eben auch immer wieder neue dateisysteme auf den markt, wie resier4 oder jfs(auch wenn die nu nichtmehr soo neu sind :P). und auch so nette dinge wie softwareraid oder lvm/evms - die auf einem modernen system eigentlich nicht fehlen dürfen - bereiten grub probleme.

zur partitionierung: abgesehen von der boot und swap partition würde ich nur eine ganz kleine /(root) partition anlegen(1-2gb max). danach kommt eine große dos partition für alle weiteren linux partitionen. auf diese würde ich dann einige evms partitionen anlegen für /usr /home /etc etc.(;)). wer nicht so viele kleine partitionen haben will kann auch /etc /usr /mnt /media undsoweiter auf eine große partition packen und diese dann in der /(root) partition symlinken.
vorteile: evms ist wesentlich flexibler. damit lassen sich partitionen während dem betrieb sehr einfach vergrößern und verkleinern, solange das das dateisystem unterstützt(reiserfs und ext können das, das gute(TM ;)) XFS kann leider nur vergrößern). ausserdem lassen sich alle möglichen arten von raid oder riesige clusterpartitonen über zig festplatten realisieren.

kleiner tipp: da das verkleinern selbst bei dateisystemen die es unterstützen ziemlich gruselig ist und eigentlich jedes linux dateisystem während dem betrieb, völlig ohne neu zu booten, vergrößert werden kann würde ich die evms partitionen zu klein wie möglich anlegen. wenn du in 2 wochen etwas platz in home brauchst ist das dann in 5 minuten erledigt. so sind sämtliche partitionierungsfehler die man in der regel 2 wochen nach dem aufsetzen des systems bereut völlig ausgeschlossen =).
 
Danke @ Siberian..Husky

Hatte auch schon mal davon gehört, aber mich näher damit auseinander gesetzt. Kann das zu Problemen führen, wenn ich dann von 'nem anderen System (mag es jetzt Windows, *BSD oder sonstiges sein) versuche auf die Partitionen zuzugreifen?
Ich frage deswegen, weil ich auch von anderen System gern auf meine Musiksammlung zugreife.

MfG

P.S. Mit einem "anderen System" mein ich jetzt nicht den Zugriff auf meinen Rechner per Netzwerk, sondern einfach nur ein anderes OS, dass auf meinem Rechner läuft.
 
Das würde in der tat zu problemen führen. bei systemen wie lvm oder evms werden die daten nicht einfach in der reihenfolge auf die platte/partition geschrieben. sondern eine evms partition besteht aus sehr vielen kleinen daten einheiten die überall verstreut sind. damit ein system die evms partition also lesen kann muss es eines der evms backends unterstützen.

evms beherrscht soweit ich weiß allerdings mehrere backend plugins(so z.b. auch lvm als backend, damit sollten evms und lvm systeme auf die selben partitionen zugreifen können, solange man siuch auf features bschränkt die in beiden systemen vorhanden sind). eventuell gibts da auch ein backend mit dem auch bsd und vielleicht sogar windows was anfangen kann(die windows server version kennt ja etwas ähnliches wie lvm...).
 
Hm... dann werd ich es wohl eher erstmal so machen, wie ich oben beschrieben habe. evms werd ich dann erstmal auf 'nem Testrechner ausprobieren. Und das Problem mit zu kleinen Partitionen hatte ich auch nur einmal mit meiner 80er Platte (da war aber auch die ganze Platte schon voll). Aber meine 250er ist noch lang nicht an ihrer Grenze.

thx @ all :)
 
Bootpartition:
Noch ein Vorteil kommt dann zum Tragen, wenn man ein zweites Linux installiert.

Einige kochen gern ihr eigenes Süppchen und überschreiben gnadenlos den MBR und installieren ihr eigenes Grub in ihr eigenes /boot Verzeichnis (auf /hdxn bzw. sdxn).

Startet man aber sein erstes System, macht ein Kernel-Update, wird die grub.conf des zweiten (aktivierten) Systems nicht aktualisiert (das mit /boot auf /hdxn bzw. sdxn) und die Updates ggf. kommen nicht zum Tragen, weil beim Booten ja die grub.conf des unveränderten Systems gelesen wird und nicht die des aktualisierten, wo der neue Kernel genommen werden soll. Man muss dann jedesmal das zweite System mounten und per Hand die Änderungen übertragen.
 
Jaja...die gute Auslagerungsdatei!

Ich bleibe dabei...sie lässt sich überhaupt NICHT deaktivieren!

Schonmal deaktiviert und geschaut, ob er trotzdem auslagert?
Tut er nämlich!

Kernel & Co. lässt Grüssen!
 
Hi

Wenn du von Auslagerungsdatei und "deaktivieren" sprichst hört sich das eher nach Windows an. War das jetzt ein Versehen, oder doch auf Linux bezogen? :) Wohin sollte sonst ausgelagert werden, wenn keine Swap-Partition da ist?

mfg
aki
 
mal als hinweis:

wer dynmisch mit swap-space umgehen will, kann auch eine "swapfile" wie in Windows anstatt einer Partition benutzen:
] dd if=/dev/zero of=/swapfile bs=1024k count=128
] mkswap -v1 /swapfile
] swapon /swapfile

der count=128 legt ein file mit 128MB an (leicht anpassbar oder ;)

überprüfen mit

der entsprechende Eintrag in der /etc/fstab
...
/swapfile none swap defaults,pri=10 0 0
...

mit Hilfe der pri kann man verschiedene Partitionen/Files bevorzugt zuweisen.

probiert es doch einfach (man fstab)

Ihr könnt dieses SwapFile ja auf jede beliebige Partition legen
 
Funktioniert diese Methode ohne Performanceverluste? Dann würde ich sie nämlich sogar vorziehen einer swappartition gegenüber
 
@ rIQ

Das klingt ja mal sehr interessant, allerdings stellt sich mir dann die selbe Frage wie Kampfgnom bzgl. Performanceverluste.

Und er vergrößert das Swap-File dann immer in 128MB-Schritten, oder wie macht er das "dynamisch"?
 
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