Passende Kampfsportart finden

cl0udt

Lt. Junior Grade
Registriert
Sep. 2008
Beiträge
508
Hi Leute,

bin schon seit einiger Zeit auf der Suche, nach der "richtigen" Kampfsportart für mich.

Leider wird man ja von der fülle der verschiedenen Kampfsportarten regelrecht erschlagen.
Vielleicht kennt ja jemand von euch eine Kampfsportart, die gut zu meinen Vorstellungen passt:

1. Es sollte Stabkampf und/oder Schwertkampf mit enthalten sein
2. Nicht nur Körper, sondern auch Geist sollte eine Rolle spielen, d.h. Meditation etc.
3. Es sollte aus dem chinesischen/japanischen Raum kommen

Gibts bestimmt so einiges oder? Danke schonmal.
 
Ich gehe nur ungern auf nicht ernst gemeinte kommentare ein, aber die kampfsportart der samurai find ich wirklich sehr interessant, aber nicht ganz das, was ich suche ;).
 
Also es gibt je nach Kampfsportart viele verschiedene Arten zu unterrichten, ich bin Judoka und selbst dort ist der Spielraum extrem groß, das eigentliche Judo sieht auch den Stabkampf etc. vor, wird aber kaum noch unterrichtet (besonders in Deutschland).
Auch der geistige Aspekt wird heutzutage bei den meisten Kampfsportarten vernachlässigt, was ich sehr schade finde, da ein Kampfsportler mehr können sollte, als nur "draufzuhauen".

Daher würde ich dir generell empfehlen mal ein typisches Training anzusehen oder am besten ein Probetraining mitzumachen, ich habe auch lange gesucht, bis ich einen passenden Verein gefunden habe, aber die Suche lohnt sich 100% ig.

Falls du aus dem asiatischen Raum etwas rausgehst kann ich dir noch Krav Maga empfehlen, ist vom israelischen Geheimdienst entwickelt worden und verbindet viele Aspekte asiatischer Kampfkunst mit enormer Effektivität.

Eine spezielle Kampfsportart kann ich dir nicht empfehlen, da deine Anforderungen von vielen Kampfsportarten erfüllt werden, es aber nicht jeder Verein gleich unterrichtet, daher kann und sollte man nicht pauschalisieren wie z.B. ".... passt am besten".
Lass dich am Besten von deinem Gefühl leiten.
 
@Delta 47
Danke für die Tipps.
Dachte mir ja schon, dass es da sehr vieles gibt in die Richtung.
Werde mir mal anschauen, was es mit diesem Krav Maga auf sich hat :)

Fu Manchu schrieb:
... wäre welche?
Naja also welche Kampfkunst genau die ausgeübt haben weiß ich nicht, aber Bujinkan beinhaltet viele Aspekte davon...
 
@ Smockil : Dann lies nochmal, was ich gepostet habe (von wegen israelisch) , außerdem übernimmt Krav Maga viele Ansätze und Techniken aus dem asiatischen Raum und verfeinert diese, um die Effizienz zu steigern.
Und wenn du von wegen Selbstverteigigung vs. Kampfsport differenzieren möchtest, das kommt prinzipiell nicht auf die Techniken (also die Sportart) an, sondern der Ausführer ist entscheidend, so kann ich als Judoka (was normalerweise eine Selbstverteidigungssportart ist) meine Techniken auch so einsetzen, dass es garantiert keine Selbstverteidigung mehr ist, es kommt immer auf die Mentalität und die Einheit von Körper und Geist an, wie man seinen Körper nutzt, so gibt es einerseits Turnierkämpfer, die auf einem Turnier ihre Techniken toll durchziehen können, aber die kaum etwas mit dem "wahren" Kampfsport zu tun haben und den Selbstverteidigungscharakter fast komplett über Bord werfen (Passive Konterkämpfer mal ausgenommen).

Generell kann auch gesagt werden, dass die Grenzen in letzter Zeit verschwimmen, so sind seit kürzerer Zeit beim Judo viele Ringer drin, weil sie einfach durch das "Ringertraining" auf Turnieren sehr erfolgreich sind und somit verändern sie auch die Techniken und das gesamte Judo, welches gekämpft wird (imo wird durch das Verbieten von vielen Techniken gegengesteuert ;) ).

Deswegen kann und möchte ich hier nicht eine konkrete Sportart empfehlen, es gibt viele, welche in das Beuteschema des TE passen und hier entscheidet schlussendlich das eigene Gefühl und die vorherrschenden Vereine, aber die alteingessesenen asiatischen Kampfsportarten gehen oftmals mehr auf die Symbiose von Körper und Geist ein, daher mal zu alten Kampfsportschulen reinschauen (das Thema Meditation wird dort meist etwas größer geschrieben).
 
Ich kann dir Hapkido empfehlen!

Ist eine Mischung aus Taekwondo, Jiu Jitsu, Aikido und man lernt auch Schwertkampf.
 
@cl0udt:

Alles 3 Sachen treffen ziemlich genau auf "Ninjitsu" zu.

Habe das selbst früher 3 Jahre über die Martial Arts Association (MAA Verband) gemacht.
Entscheident ist hier der Lehrer und das "Auftreten" des Vereins. So ein 3 Mann Klicker Laden solltest du nicht wählen. Der Verband muss auch nicht MAA sein....bei mir liegts schon bestimmt 8 Jahre zurück......

Bei uns gabs Geländelehrgänge mit Bogenschiessen, Klettern, Specials....
Im Training gabs Meditation, Schwertkampf, Stockkampf, Messerkampf, Würge-, Hebel- und
Wurftechniken uvm.

Schau doch mal obs sowas bei dir in der Nähe gibt....wäre ziemlich genau das, was du suchst.

Gruß Interceptor
 
Zuletzt bearbeitet:
@Interceptor
Ok habe ich schon in etwa vermutet. Habe ja Bujinkan bereits so ein wenig favorisiert und das beinhaltet auch Ninjitsu.
Die Entscheidung wird dann wohl aber auf das fallen müssen, was es hier in der nähe gibt...und vor allen dingen schon, wie du sagst, etwas professioneller.

@ Alle
Vielen Dank für die Tipps :)
 
Nur mal ein Einwurf als Laie: Wing tsun?
 
Also ich habe schon ziemlich viel kampfsportarten gemacht. nur mal ein auszug (karate, aikido, boxen, thai boxen und ju-jitsu). wing tsun ist auch sehr geil auf jeden fall. würde mir auch gefallen, gibts aber leider bei mir in der näher nicht.


wenn du viel wert auf meditation legst ... mmh das ist schwer bei allen die ich bis jetzt kennengelernt habe und auch von kumpels gehört habe gabs mit richtig meditation nicht viel... da höchstens vielleicht wing tsun.

kann dir allerdings folgende dinge zu den sportarten sagen:
karate : wenn du kein bock auf action hast und stumpf die schritte für die katas lernen willst. (nicht so meins daher auch nciht lange durchgezogen. ist eher so der mainstreamkampfsport und meiner meinung nach nichts was was bringt)
aikido: selbstverteidigung. die energie des gegeners nutzen. meist in kreisbewegungen. ist ganz lustig das zu können macht auch spaß. (Steven Seagal macht das auch) allerdings findet man hier öfters leute >40
boxen: macht richtig viel spaß. bringt dich an deine grenzen. ist relativ leicht zu lernen und geht ordentlich zur sache. ist mein 2nd. place in meiner "rangliste"
thai boxen. Mein 1st pace. ich liebe es. es ist schnell, geht zur sache und macht spaß. man kann es auch relativ schnell lernen und ja ^^ es fetzt eben
ju-jitsu: mache ich ab und zu nebenbei. ist ganz interessant die griffe zu lernen wie man sich verteidigen kann. viel mit hebelwikrungen und hauptsächlich eben abwehr. macht mir auf jeden fall aber spaß.


habe auch schon mit anderen dingen erfahrung. wenn du irgend welche fragen hast zu diesen genannten dann schreib einfach mir eine direkte frage. ich versuche es dir möglichst zu beantworten.

TWD gefällt mir nicht. viel rumgehampel mit den beinen. wo bitte habe ich in ner disco wo auch immer so viel platz -_-


wer rechtschreibfehler findet darf sie behalten. komme gerade von ner bar :P


gn8 bennyyyy
 
cl0udt schrieb:
...Suche, nach der "richtigen" Kampfsportart für mich.

1. Es sollte Stabkampf und/oder Schwertkampf mit enthalten sein
2. Nicht nur Körper, sondern auch Geist sollte eine Rolle spielen, d.h. Meditation etc.
3. Es sollte aus dem chinesischen/japanischen Raum kommen

Eigendlich kann man dir nur emphelen die Vereine/Schulen in deiner Naehe alle zu besuchen und dir selbst ein Bild zu machen. Alles was zu weit enfernt ist, macht ja schon aus praktischen Gruenden keinen Sinn. Dann halt den Kompromiss aus deinen obigen Anspruechen, dem Ort und dem "Wohlfuehlfaktor" mit der Schule (den Ausbildern) zu finden.

zu 2:

Je nachdem was du dir da an spirituellen Dingen erwartest, wirst du vermutlich entaeuscht werden. Meditation als Konzentationsuebung koennte evtl. noch im minimalen Umfang dabei sein, viel mehr wird aber wohl nicht kommen. Auch in Asien wird da kaum was vermittelt, das schliesst Wing Chun mit ein. Bei den koreanischen Kampfsportarten ohnehin nicht. Ob westliche Schulen da mehr bieten, kann ich nicht sagen.
 
gibt es nicht auch ein Shaolin Kloster oder so in deutschland? habe da glaube mal einen bericht darüber gesehen. die haben auf jeden fall viel meditiert. allerdings bisten dann auch da untergebracht und lebst in Abstinenz.
 
Hehe ok, wollen wirs mal nicht übertreiben - mönch will ich net unbedingt werden :D .

Schade, dass das mit dem meditieren dann wohl so wenig anwendung findet.
Finde das nämlich sehr interessant, aber nur in Verbindung mit Kampfkunst. Ansonsten kann ich ja auch gleich yoga machen oder so...

Boxen war ich auch schon. Ist aber nicht so mein Ding. Da gehts halt wirklich nur ums draufhauen.

Wing Tsun ist ja eher selbstverteidigung und viel meditation ist da auch nicht drin (kann ich zumindest beim drüberfliegen auf der englischen wikipage nix finden)...

Die aussage, dass im asiatischen raum auch kaum was mit meditation vermittelt wird, wundert mich aber. Ist das wirklich so? dachte die machen das da noch extrem und habe gehofft, hier halt einige ausläufer davon finden zu können. Genial wäre ja, wenn man so einen alten chinesischen oder japanischen Meister als Lehrer hätte, aber sowas gibts wohl nur in Hollywood-Produktionen :D

Ich glaub ich werd wohl echt einfach mal rumprobieren müssen. Nur so kann man im endeffekt das richtige für einen persönlich finden. Denke mal, das kann man so als fazit nehmen, denn es wurden ja jetzt viele unterschiedliche kampfsportarten geäußert.
 
Also wir haben damals beim Ninjitsu bei jedem Trainining ca. 10 min Meditation gemacht, meistens Visualisierungsmeditation. Hängt aber natürlich vom Lehrer ab.

Hier eine Beispiel: Alle Schüler standen im Raum, zb. auf einem Bein, neutral ausgerichtet/geschlossene Augen, und der Lehrer hat dann eine passende Geschichte dazu erzählt (z.B man steht auf einem langen Pfahl mit einem Bein, mitten in der Luft, ca. 30 m lang...man spürt den Wind und wie man schwankt.....usw....das ganze dann mit Meditationsmusik im Hintergrund oder eben ohne. Nach ein wenig Übung und wenn man sich drauf einlässt war das schon sehr realitätsnahe und man hat kräftig im Wind mitgeschwankt und "gefühlt".

Such dir am besten 2-3 Vereine in deiner Nähe aus, frag per Email schonmal deine Grundwünsche ab und geht dann 2-3 mal zum kostenlosen Probetraining.

Viel Spass :)
 
@ Interceptor : Machen wir beim Judo auch, ab und an halt auch mit geschlossenen Augen oder oder oder. :)

@ cl0udt : Tja so etwas findet man sehr selten, da hilft nur Probetraining und ein Gespräch mit dem Trainer.
 
Zurück
Oben