PC Foto-Bearbeitung

HzweiO

Lt. Junior Grade
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Sep. 2013
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282
Mein Vater möchte einen neuen PC für die Fotobearbeitung haben. Er benutzt hauptsächlich Lightroom und möchte die Möglichkeit haben, an dem Rechner auch spielen zu können (nichts großartiges, Full HD reicht).

Erstmal wo ich mir relativ sicher bin:

Intel Core i7-6700, 4x 3.40GHz, boxed
Crucial Ballistix Sport LT weiß DIMM Kit 16GB, DDR4-2400, CL16-16-16
ASRock H170 Pro4S
LG Electronics BH16NS55 schwarz, SATA, retail
be quiet! Straight Power 10-CM 500W ATX 2.4
Seagate Surveillance HDD 7200rpm 2TB, SATA 6Gb/s


Nun die erste Frage:

Da mein Vater nie daran denkt seine Fotos zu sichern oder ein NAS zu verwenden habe ich an ein RAID 1 gedacht, für die HDD. Reicht da der RAID des MB oder sollte ich einen RAID-Controller dazu kaufen? Wenn ja welchen?


Frage Nummer zwei:

Wirkt sich eine schnellere SSD, also konkret M.2, auf die Bearbeitungsgeschwindigkeit der Fotos aus? Ich schwanke zwischen diesen beiden:

Samsung SSD 850 Evo 500GB, SATA
Samsung SSD 950 Pro 256GB, M.2

Also M.2 oder SATA? Sind die ausgesuchten gut oder andere?


Alle guten Dinge sind drei:

Was für eine Grafikkarte? Sollte man für Lightroom oder ähnliche Fotobearbeitung eine FirePro oder Quadro verwenden (braucht man da überhaupt eine extra GPU?)? Oder reicht da eine 1060 bzw. 470 aus?

Ich freue mich auf eure Antworten.
 
RAID ist KEIN Backup. Ein Backup erfolgt auf eine eine extern Platte, die nur zum Zeitpunkt des Backups angeschlossen ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Frage 2: nein

Auch deine Zusammenstellung sollte imho geändert werden.

Lightroom braucht keine extra Grafikkarte, PS auch nicht.
 
HzweiO schrieb:
Da mein Vater nie daran denkt seine Fotos zu sichern oder ein NAS zu verwenden habe ich an ein RAID 1 gedacht

RAID ist kein Backup. Wenn Dein Vater seine Fotos liebt, wovon ich ausgehe, dann soll er ein NAS nehmen und das Backup seiner Fotos automatisieren, dann muss er nicht mehr daran denken.


HzweiO schrieb:
Was für eine Grafikkarte? Sollte man für Lightroom oder ähnliche Fotobearbeitung eine FirePro oder Quadro verwenden (braucht man da überhaupt eine extra GPU?)? Oder reicht da eine 1060 bzw. 470 aus?

Lightroom benützt die GPU nur für ganz wenige Sachen, da reicht eine 1060/470 locker aus (ginge auch ohne).
 
hallo,

ich schließe mich meinen Vorrednern an und es geht nichts über ein vernünftiges Back-Up.

Zu deiner zweiten Frage: Ich würde sagen die 500GB Sata reicht vollkommen.

zu3: wenn überhaupt würde ich sagen eine RX 460 4GB sollte voll ausreichen.
 
Drahminedum schrieb:
dann soll er ein NAS nehmen und das Backup seiner Fotos automatisieren, dann muss er nicht mehr daran denken.

Das ist genausowenig ein Backup. Ui, guck mal! Eine Verschlüsselungsschadsoftware!
 
Danke für die schnellen Antworten. Also fliegt die M.2 raus und er bekommt eine 470 oder 460.

Mir ist durchaus bewusst das ein RAID kein Backup ist und ich sage ihm auch immer wieder das er ein Backup machen soll, aber ich kann ihn nicht zwingen. Das RAID 1 war nur eine Idee um zumindest ein bisschen Ausfallsicherheit zu haben gegen einen Hardware-Defekt. Da ich nicht weiß wie gut die Mainboard-RAIDs sind (Zuverlässigkeit, Geschwindigkeit, Konfiguration) wollte ich eben wissen ob es Sinn ergibt da einen zusätzlichen Kontroller zu verwenden.

Was ich ganz vergessen habe zu schreiben: Das Gehäuse habe ich weggelassen weil ich noch nicht weiß was ihm optisch gefällt.
 
Zuletzt bearbeitet: (Rechtschreibung)
gleich 6700k anstatt 6700 .. höherer basistakt..

b150 board reicht vollkommen..

für was 500W netzteil wenn auch 300w mehr als ausreicht?!

ne normale 480gh oder 960gb ssd reicht .. hdd würd ich sogar ganz weglassen..

wenn er nur bissl spielen will, dann AMD RX 460 4GB, ab 125€ .. da reicht ein 300w netzteil noch immer gut aus.


NAS, evtl. auch Raid5 .. oder externe 2,5 / 3,5 HDD auf die er alle 2 Wochen mal nen Backup macht?! automatisiert oder sonstwie .. wegen mir kann er auch nen clouddienst nutzen .. aber daten nur auf dem rechner wäre dumm und fahrlässig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für RAID nimmt man gar keinen extra Chip. RAID ist Sache des Betriebssystems. FakeRAID war nur notwendig für die OS Installation auf dem RAID. Da wir alle SSDs nutzen macht das niemand mehr, und damit ist FakeRAID hinfällig.
 
HzweiO schrieb:
Wirkt sich eine schnellere SSD, also konkret M.2, auf die Bearbeitungsgeschwindigkeit der Fotos aus?

Diese Frage hätte ich gerne auch mal von jemandem beantwortet. Gerade im täglichen Workflow im Bearbeitungs-Modul von Lightroom kommt beim Wechsel zwischen den Bildern immer ein kurzes "Daten werden geladen...". Das nervt gewaltig (bei mir liegt der Katalog, der Cache und die Bilder auf einer SATA-SSD).

Außerdem muss man einfach sagen, dass Lightroom bei weitem nicht die Resourcen heutiger Rechner ausnutzt: Weder Multi-Core noch RAM noch SSDs, zumindest nicht bei vielen Schritten im Workflow.
 
Wozu ein i7 für ein bisschen Fotobearbeitung?
Wozu ein Netzteil mit 500 Watt?
Billigsten 2.133er RAM nehmen bei B150-/H170-Chipsatz.
 
HominiLupus schrieb:
Das ist genausowenig ein Backup. Ui, guck mal! Eine Verschlüsselungsschadsoftware!
Dem kann man durchaus was entgegensetzen. Sei es, dass der normale User gar nicht auf den NAS-Ordner zugreifen kann (entsprechende Logindaten nur für die Sicherungssoftware, die sich danach auch wieder abmeldet) oder aber man kann das NAS ja selbst noch einmal jeweils inkrementelle Sicherungen anlegen lassen, die vollkommen getrennt vom Netzwerkzugriff der PC-User sind. Da kommt keine Verschlüsselungssoftware ran.
 
Den des i7 habe ich bei einigen Empfehlungen für lightroom gefunden. Da ich keine Ahnung habe was man beim bearbeiten braucht, habe ich das so übernommen. Das Netzteil habe ich erstmal reingenommen da ich noch nicht wusste wie stark die Grafikkarte wird. Der 2400 RAM war am billigsten, auch billiger als 2133 RAM (bei Geizhals). Wenn sich das noch ändert bis zum Bestellzeitpunkt nehme ich einen anderen.

Schande über mich. Hätte ich einfach VORHER etwas mehr bei google gekuckt oder im Forum hätte ich gleich das hier gefunden. Davon ausgehend, das das noch aktuell ist, ergibt ein Software-RAID am meisten Sinn. Oneboard ist an die genaue Baugruppe gebunden (was also in ein paar Jahren ein Problem werden könnte bei Defekt) und Hardware wäre bei einer simplen Spiegelung schlicht eine unnötige Ausgabe.

Ich werde natürlich versuchen meinen Vater von einem Vernünftigen Backup zu überzeugen, bietet sich ja jetzt an, aber wie schon gesagt ich kann ihn nicht dazu zwingen. Die meisten Menschen regieren leider immer erst wenn es zu spät ist.
 
Diese Frage hätte ich gerne auch mal von jemandem beantwortet. Gerade im täglichen Workflow im Bearbeitungs-Modul von Lightroom kommt beim Wechsel zwischen den Bildern immer ein kurzes "Daten werden geladen...". Das nervt gewaltig (bei mir liegt der Katalog, der Cache und die Bilder auf einer SATA-SSD).
Es spielt schlicht und ergreifend überhaupt keine Rolle, wo die Originalfotos liegen. Ob auf einer HDD oder einer NVMe-SSD, die Bearbeitungsgeschwindigkeit bleibt auf eine Bandbreite leicht unter 80MB/s. Also- LR selbst, cache, previews und die Kataloge auf eine SSD, die Originalbilder auf eine HDD.
 
@JB1994: Danke für Deine Erklärung, aber ich verstehe nicht, was Du genau sagen willst. Ich möchte nur wissen, wie ich den Workflow im Bearbeiten-Modul beschleunigen kann. Wenn ich Dich richtig verstehe, dann bringt eine superschnelle SSD hier nichts. Woran liegts dann? Kann man das Problem gar nicht mit "mehr Hardware" erschlagen, sondern es liegt einfach an Lightroom selbst?
 
Sorry für die schlechte Erklärung. Ja das liegt offensichtlich an LR selbst. In der Firma meines Vaters haben sich die Kollegen auf den Kopf gestellt, um den workflow in LR zu beschleunigen. Von Doppel-Xeon über NVMe-SSD war da alles dabei, die völlig nervige Bearbeitung blieb wie sie war. Bis auf ganz wenige Stationen hat man in der Firma im letzten Jahr auf Capture One umgestellt, bei allen Nachteilen, die dieses Programm hat, von der Performance in ultraschnellen Rechnerumgebungen her hat C1 aber sowas von die Nase vorn.

Zu LR und den verschiedenen Datenträgertypen noch:

https://www.pugetsystems.com/recommended/Recommended-Systems-for-Adobe-Lightroom-141/Hardware-Recommendations
 
Na, das ist doch mal Aussage: "die völlig nervige Bearbeitung blieb wie sie war". Auf der einen Seite lustig, auf der anderen natürlich traurig. Da bin ich froh, dass ich LR nicht für meine Arbeit brauche, sondern nur privat einsetze.

Jedenfalls danke für die Aufklärung, denn damit muss ich nun nicht weiter nach "der Performance" suchen. Es scheint sie nicht zu geben.
 
Ich habe halt Mediengestalter Bild und Ton im Betrieb meines Vaters gelernt, komme allerdings von der Videoseite. Alles was ich zum Thema Fotografie beitragen kann, ist halt mehr oder weniger 'Hörensagen' von den Kollegen. Wenn ich ab und an mal stills bearbeiten muss, die ich in meine Videoprojekte einzubinden habe, benutze ich inzwischen auch nur noch C1. Mich nervt einfach, wie lange ab und an die Vorschauen in LR brauchen, trotz ultraperformanten Rechnern im Betrieb und insbesondere beim colormanagement, wie dort bei manchen Aktionen selbst eine ultraschnelle CPU spiked und was man im Hause Adobe unter 'Echtzeit' versteht.
 
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