PC: Retro ist in?

bitfunker

ewohner
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Hi, Folks!

In letzter Zeit fällt mir hier und da auf, dass sich zumindest im kleine Rahmen eine Art Retrowelle aufbaut, was PCs angeht. So tauchen in den Fachforen immer mal wieder Fragen zu ollen CPUs (v.a. Pentiums), Boards und Grafikkarten auf, im MP werden Sockel 370 und Slot 1-Boards gesucht und geboten.

Was meint ihr dazu, ist das die umgekehrte Variante des "scheller, lauter, teurer"-Aufrüstwahns?
 
Zuletzt bearbeitet:
ich glaub schon
ich will meinen athlon64 3000+ jetzt auch vernünftig runtertakten
weil ich den ganzen tag eh nur surfe, brauch ich keinen renner, auch keinen, der mit C'n'Q auf 1000MHz runtergetaktet wird
das reicht mir einfach noch net
ich will weniger leistung :D
stromverbrauch is zu hoch

außerdem sind pentiumIII's meiner meinung nach z.Z. ziemlich günstig für ihre leistung
also n vernünftiges sockel 370 dual cpu board mit 2x 933MHz für knappe 100€ bei eBay is doch vernünftig :D

würde nen schicken server ergeben
 
:lol:

Ich denke, dass es immo viele Leute gibt, die sich selber ein "Wohnzimmer-PC-Projekt" auferlegt haben ;)

Ich geb Kenny recht - was brauch ich Brachialleistung zum surfen, Musik hören, Filme schauen etc?!

Ich hab kürzlich auch mal wieder über ein kleines Upgrade nachgedacht....am Ende hab ich mir Gedanken gemacht, wie ich sinnvoll UNtertakte, um Strom zu sparen :D
 
Meiner Meinung nach kann man das auf jeden Fall so ausdrücken wie Du es in Deinem letzten Satz formuliert hast! Und ich finde das Thema zudem auch sehr spannend! Vll. liegts auch daran, dass ich ein kleiner Nostalgiger bin :) ! Ich weiss jetzt zwar nicht worum es in den von Dir angesprochenen Foren inhaltlich geht, aber wenn ich es alleine aus dem Blickwinkel betrachte, was heute als Office-PC's verkauft wird und ich mir dann überlege, dass das mein PC von vor 4-5 Jahren locker auch könnte und das leiser und stromsparender! Davon abgesehen hat für mich alte Hardware und auch Software, insbesondere Spiele mehr Charme als die heutigen Sachen! Im Grunde hat sich ja aber auch nichts geändert und vll. hängt es zumindest bei mir auch damit zusammen, weil ich mich gerne an diese Zeit, in der ich glänzende Augen hatte als ich meine erste Voodoo 1 Karte in den Rechner einbaute, erinnere!
Im Großen und Ganzen kann ich der derzeitigen Entwicklung -> immer schneller, immer leuchtender usw. aber nichts abgewinnen! Was nicht außer Acht gelassen werde sollte ist ja die Tatsache, dass die rasante Entwicklung von PC-Hardware insbesondere durch die Spiele-Branche vorangetrieben wurde und wird! Das macht die Spiele aber leider nicht interessanter, eher im Gegenteil!

Retro is cool!:)
 
Also ich habe mir jetzt einen Rechner aus meinen (zum Glück) noch vorhandenen Einzelteilen zusammen gebaut!

Das Resultat:
Pentium III - 500 MHz
Biosstar M6VBE-A (Slot 1 Board)
512 MB SD-Ram
Nvidia GeForce 2 64 MB (glaube ich - gucke bei Gelegenheit nochmal)
60 GB Festplatte Maxtor 5400rpm
Windows XP SP2 & alle Updates :D
(hochfahren dauert fast 4 min.)

Zum surfen reicht der locker! :D

Habe den erst für meine Eltern gebaut und die nutzen den so gut wie nie (zu Hause nur ISDN) - sind meißtens arbeiten und haben da Ihre Rechner mit DSL.

Und jetzt habe ich den mit genommen und gut ist!
 
Bei mir ist es schon länger so mit dem Retro-Trend. Es macht einfach Spaß, die alten Slot-Prozessoren zu benutzen. Habe hier noch ein P2 Dualboard welches ich als IRC, Teamspeak usw. Server nutzen werde und einen P2 266MHz welcher bald als Hardwarerouter fungieren wird.
 
Diese Aufrüstwahn führt eh ins nichts. Ich habe zum Beispiel einen Rechner mit einem AMD K6/2-Prozessor am laufen, mit unglaublichen 32 MB SD-Ram und MS-DOS 6.22 als Betriebssystem. Und mit diesem Rechner hab ich wesentlich mehr Spaß als mit meinem "neuen". Denn ganz im Gegensatz zu dem heutigen Rechnern, halten seine Komponenten was sie versprechen. Damals konnte man noch spüren wie sich eine leistungsfähigere Grafikkarte positiv auf die Performance auswirkte. Doch heute nimmt die Qualität von neuen Komponenten und Spielen dermassen ab, das es einfach keinen Spaß mehr macht:(
Ich habe hier gerade 2x 512 MB Ram in den Händen und weiß nicht ob ich sie wirklich in meinem Rechner einbauen sollte oder zurückschicken sollte. Ich brauche die 1,5 GB Ram um GTA 3 hoch zu schiessen, damit es zu keinen aussetzern im Spiel kommt, weil das Spiel vielleicht nicht meine Grafikkarte mag, oder meine Grafikkarte das Board, oder das Board nicht meine Festplatte, oder die Festplatte meine HD-LED, oder...
Wahrscheinlich wird dann GTA 3 wieder so flüssig laufen wie auf meinem damaligen, super billigen, ASROCK-Board, mit 1,5 GHz, 512 MB SD-Ram und einer GeForce 2 MX440 (glaub ich jedenfalls) und einer Seagate-HD mit 5200 U/min, dafür werde ich aber auch 80% der anderen Spiele verlieren. Wie inzwischen Oni, Wolfenstein, Alice, Half-Life 1, Hexen 2...

:( Ich denke ich schicke die Rams zurück und spiel dafür eine Runde mit meinem C64-Emulator. Das waren noch Zeiten...
 
Ich habe alte Komponenten genutzt um gefahrlos Case-Modden zu können. Mittlerweile ist der Mod fertig und wenn ein Kumpel vorbeikommt, kann man auch mal was über Netzwerk zocken (zumindest ältere Spiele).
So ein Zweitrechner ist schon was feines, und mit alten Komponenten auch für Schüler bezahlbar ;)
 
Ich habe unlängst selbst erst 2 Pentium 3 667MHz samt Dualboard ersteigert. Die P3s sind einfach die vernünftigste Lösung für MP, alles darüber ist a) zu teuer und b) frisst erheblich zuviel Strom, mit allen Problemen die da folgen (Hitze, laute Kühlung...).
 
Hm, scheint so, als würde das Thema wirklich jemanden interessieren... :)
Ich bin auch grade wie ein Bekloppter am Basteln mit dem ollen Krams.
Ein leckerer 1000EB mit eine legendären Asus TUSL2-C und stolzen 512MB SD-RAM ist schon länger unser Office-PC, einen PIII 550 auf S370-Adapter auf einem Asus P3B-F und ebenfalls mit 512MB RAM (auf vier Riegel verteilt!) baue ich gerade als HTPC auf, ein weiteres P3B-F mit einem Slot1-550er liegt noch auf Halde (sowie diverse ältere GraKas, HDDs usw.).
Ja, das macht richtig Spaß, damit recht gefahlos rumzuwerkeln und der PIII (zumindest der Coppermine) ist eine sehr feines Stückchen Hardware...
Mal sehen, wenn der Trend zum Zweit-/Retro-PC so weiterläuft werden die Sachen vielleicht bald mal richtig was wert... :evillol:
 
Bin uaf am basteln (home sevrer projekt)
Alles aus alten Einzelteilen...

P3 -> 500Mhz (wofür brauch ich mehr :D)
512mb SRAM (Apacer, Mustang [kennt jemand die Marke?], Infineon)
Uralt Sch...-Mobo
20gb IDE (wofür brauch ich Raid xD)
48x CDROM (wofür Brenner, wenns uach Netzwerk gibt :D)
Ati Rage ultra low performance Modell
240Watt UltraNoName LowBudget aus dem Geschäft meines Onkels xD

Das ist die Maschine, wo man man dransitzen kann, wenn mans nicht eilig hat... :rolleyes:
 
Vllt ist es zum einen einfach das Analogon zur Leidenschaft an alten Autos (Oldtimer).
Es ist schwer zu beschreiben, es steckt persönliche Begeisterung/Erinnerung dahinter, wie man früher mit der Computerrei angefangen hat.
Ich persönlich hätte mal Lust an einem Dual PIII Tualatin 1400 udn dem typischen drum rum. Ich finde es macht einfach Spass Hardware in Händen zu halten die früher der Knaller war. Es ist einfach geil "Kult" Hardware besitzen (Vodoo's, Tualatins, alte Asus Boards, ne Geforce 256)
Aber zum anderen ist es natürlich der Punkt das man dann merkt wozu diese alte Hardware noch fähig ist. Wenn man ein Wohnzimmer-, Schreibmaschinen-, oder Auto-System möchte und man nicht die neuste maximale Leistung braucht und es Stromsparend sein soll dann braucht man halt keinen Pentium-M oder so braucht.
Zur Musik und Videowiedergabe, internet Surfen ist es halt vollkommen ausreichend.

Mir Persönlich gefällt diese Entwicklung und das es auch andere gibt die diese Begeisterung haben:)
 
Reichen denn die alten PIII mit SD Ram noch als Festplattenrekorder ? Das wäre zumindest mal etwas, was mich interessieren würde, Filme per Netzwerk aufspielen oder vom Fernseher aufnehmen und dann wieder abspielen.
 
Ich weiß ja nicht wie das bei euch ist, aber mein "Kleiner" ist seit 1997 am laufen und alle Teile die ich bis her ersetzen musste waren welche mit beweglichen Teilen, also Lüfter, Festplatte, CD-Rom-Laufwerk. Prozessor, Board,RAM und Grafikkarte laufen immernoch einwandfrei. Ob Prozessoren und das andere heute auch noch so eine Lebensspanne haben?
Ich habe einige Uralt-Artefakte zu Hause liegen dessen Sinn ich knapp erraten konnte und die laufen heute noch;)
 
Man könnte auch philosophieren, alles was extrem ist, macht irgendwie auch Spaß.

Mit ner uralten Ratterkiste den Alltag zu bestreiben kann halt zur erhebenden Herausforderung werden - das ist so ähnlich wie mit nem VW Käfer jeden morgen zur Arbeit fahren, oder wie ich als ordentlicher Student mit meinem alten KTM Herrenrad, mit dem ich schneller als die öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt unterwegs bin.

In Sachen PC muss ich mich ja outen und zugeben, dass ich meinem alten PIII-System letzten Winter winke winke gesagt habe - war aber nich der PIII an sich Schuld, sondern eher das Mainboard mit der langsamen IDE-Anbindung, denn das wird bei einem Office PC meist zum aller größten Flaschenhals, wenn bei 386 MB SDRAM desöfteren Anwendungen geöffnet werden sollen und darauf hatte ich keinen Bock mehr. (Die Zeit, die man da beim Ladevorgang absitzt, will ich gar nicht aufsummiert sehen.)

Aber das Gehäuse war noch viel zu cool, zum wegwerfen - habs einfach mal neu lackiert. Und der CPU Kühler - dem einen oder anderen sagt der japanischer Hersteller ALPHA bestimmt noch was. Hab den Alpha Pal 6035, der vorher meinen PIII gekühlt hat einfach nun auf seinen Nachfolger den Athlon XP-M geschnallt, muss nicht immer gleich Heatpipe vom aller Neuesten sein. Netzteil hab ich auch behalten, hat 235 W.

Vielleicht kann man ja aus diesem Thread so ne Art Sammelthread für Bilder und Eindrücken über Retro Komponenten machen, ähnlich den bekannten Kühlhardware und Casemodding Sammelthreads? Ich werd am Wochenende evtl. mal ein Bild vom Alpha pal 6035 machen - mit nem 60-80 Trichter und nem 80er Papst ist der noch richtig gut. Zum NT ist ca. 2mm Absatand, ist halt nich das größte Gehäuse. Darin gehts generell recht eng zu. Das alte MoBo war noch µATX.
 
Sicherlich, die PC User wollen professioneller arbeiten und stellen sich zu Hause ebend auch mal einen Server hin und dafür reicht meißt noch ein Coppermine. Für mich sieht es so aus das ich mir einen alten 200 MHz Rechner als Proxy Server einrichten will. Außerdem ist es zu schade für einen Rechner der nichts macht und an dem man eh nie arbeitet 200€ oder mehr auszugeben. Das einzigste ist das Betriebssystem, aber da kommt bei mir auch Linux zum Einsatz. :daumen:
 
Also ich finde retro auch cool. Mein Laptop ist jetzt 13 Jahre alt, hat einen 9.5" DSTN-Touchscreen mit 256 Graustufen, einen 486 Prozessor mit 33 MHz, 20 MB Ram (Vollausstattung), 235 MB HD und Floppy. Und er läuft akzeptabel mit Windows95 und IE3.

Das einzige Problem ist, dass das Gehäuse an allen Ecken und Enden bröckelt, was die mobile Nutzung leider verunmöglicht. Und als Ersatzteil ist das Gehäuse nicht erhältlich.

Es handelt sich übrigens um einen Compaq Concerto TabletPC (convertible mit abnehmbarer Tastatur).
 
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