Was mich bei den ganzen Aussagen und Argumenten immer wieder "fertig macht", ist die Aussage bzw. der Anspruch, "
Wenn ich nicht auf Arbeit oder direkt zu Hause laden kann, ist ein BEV für mich keine Option!". Als wenn jeder bisher eine Tanke daheim stehen hatte oder täglich nachgetankt hat, damit der Tank immer bei 100% liegt...
Es findet sich doch immer ein Schnelllader irgendwo während man unter der Woche unterwegs ist und man muss da weder den Akku auf 100% ballern, noch muss man das täglich machen. Je nach Verbrauch einmal die Woche oder einmal aller 2 Wochen werden doch 20 Minuten eurer Zeit drin sein?!
RedDeathKill schrieb:
Der Tipp ist wirklich brillant!

Die Ladesäulen liegen jedoch in der City und von mir 2km entfernt. Jetzt kann man sich vorstellen, dass beide Parteien in Blöcke wohnen, da gibt es hier keine Möglichkeit zum Laden und dann kommt noch hinzu, dass diese Ladesäulen auch manchmal mehr als 20min belegt sind.
Sorry, ich habe es nicht verstanden. Du fährst doch da hin und
irgendwo auf dem Weg (hin oder zurück) kann man doch laden?! Wenn ich irgendwo hinfahre und sehe, dass mein Akku nicht den Hin und Rückweg schafft, überlege ich mir einfach ob es für mich entspannter ist (nach)zu laden wenn ich da hinfahre, weil ich vielleicht sowieso zu früh dran bin, oder erst auf dem Heimweg, wenn der Akku leer ist und es dann schneller geht. Die Apps für die Ladeplanung zeigen mir doch an, ob die Säulen alle belegt sind oder nicht und dann fahre ich eben weiter und nehme die Nächste.
UrlaubMitStalin schrieb:
Das entspricht ziemlich genau dem unteren Ende was ein 2 Jahre alter VW ID.7 bei mobile kostet. Und darin sind halt noch keine 10 Jahre Steuern, Versicherung, Strom/Sprit, TÜV, Wartung, Ersatzteile, Reifen, etc. drin.
Man kann es sich aber auch schön/schlecht reden. BEV sind 10 Jahre steuerbefreit, also schon mal keine Kosten. Versicherung ist auch nicht teurer als beim Verbrenner. Strom wesentlich billiger als Sprit. TÜV sind gleiche Kosten. Wartung ist billiger, da es viele Aggregate aus dem Verbrenner gar nicht gibt. Getriebe, Ölpumpe, usw. Der Motor ist um ein vielfaches einfacher aufgebaut als ein Verbrenner, da hast Du keine 1000 Teile, die bei hohen thermischen Belastungen mit 5k U/min rotieren müssen. Ersatzteilpreise werden vergleichbar sein, allerdings hast Du im BEV eben wesentlich weniger Sachen verbaut und damit weniger die kaputt gehen können. Reifen könnte der Verbrauch höher sein durch das Gewicht, aber wenn man sieht das aktuelle Verbrenner auch in der Liga > 2t rangieren, ist das eher vergleichbar.
ThePlayer schrieb:
Die Deutschen Autoindustrie hat gerade ihren Nokia Moment und irrlichtert Schizophren zwischen Aufbruch und weiter so mit dem Verbrenner hin und her. Mal sehen wo das endet.
Ich bin da auch immer wieder erschrocken, wie viele deutsche Automobilbauer momentan die Rolle rückwärts anstreben und wieder zum Verbrenner wollen, weil ihr BEV Geschäft nicht wie gewünscht läuft. Anstatt sich mal Gedanken zu machen warum die BEV nicht gekauft werden. Der Markt ist ja da, wie es uns ausländische Modelle zeigen. So werden die Mitbewerber ihren Abstand immer mehr vergrößern und irgendwann ist es zu spät - die deutschen Unternehmen hängen ja jetzt schon teilweise weit zurück.
Da muss ich BMW loben. Erst ein paar Jahre mit BEVs überbrückt, die das selbe Grundgerüst wie der Verbrenner genutzt hat und in der gleich Zeit massiv Geld in die Entwicklung der neuen BEV Plattform gesteckt. Ich denke, dass sich das auszahlt. Soviel ich weiss, ist deren Produktion ja schon weit in die Zukunft ausverkauft.
Regonaut schrieb:
Ein E-Auto kann ich weder Zuhause noch auf Arbeit laden.
Und unterwegs? Oder konntest Du bisher zu Hause oder auf Arbeit tanken?
Regonaut schrieb:
Es gibt mehr Ladesäulen bzw. Möglichkeiten als ich angenommen habe
Aber Leisten kann ich mir trotzdem kein E-Auto.
Also waren die vorher genannten Negativpunkte nur Strohmannargumente?!