Pinguin1 schrieb:
Gibt es denn ein einfacheres Linux das wie z.B. Win10 bedienbar ist?
Angeblich sei es Linux Mint. Trotzdem gibt es Unterschiede, die manche Umgewöhnung erfordern.
Es gibt kein "Laufwerk C: D:" usw. mehr.
Stattdessen gibt es für das ganze System eine "Wurzel" (rootverzeichnis, Pfad beginnt dann mit dem Schrägstrich
/). Unter /etc /usr /lib /opt /dev /proc /bin /sbin und /boot liegen Systemdateien und Konfighrationen. /tmp ist der Tempordner. /home enthält die Benutzerordner. /home/username und darunter gibt es dann Downloads, Dokumente usw.
Wenn man mehrere Festplatten oder USB Medien hat, dann werden die "gemounted", also eingebunden. Das passiert bei modernen Desktops normalerweise automatisch. Wie man es kennt, gibt es dann im Dateiexplorer links einen oder mehrere zusätzliche Einträge. In " echt" ist das Dateisystem dann beispielsweise unter /media/samsungABCDEF (beispielsweise). Der tatsächliche Pfad ist Distributionsabhängig. Alles (Dateien, Ordnerstruktur), was sich bei windows normalerweise unter E: (wenn das der Buchstabe des Sticks war), befindet sich dann unter /media/samsungABCDEF.
Anwendungen werden (normalerweise) nicht durch Download und Doppelklick ausgeführt und/oder installiert. Das läuft über die jeweiligen AppStores. Andere Sachen sind komplizierter zu installieren, da kommt es auf das Format an, welches der jeweilige Entwickler bereit stellt. Gelegentlich kommt es vor, dass man ein Programm oder Script nicht starten kann. Das liegt dann daran, dass man die Rechte nicht hat. Rechtsklick -> Eigenschaften/Berechtigungen -> Hacken bei
Datei als Programm ausführen setzen und gut.
Es gibt natürlich noch weitere Unterschiede. Das sind alles Dinge, dir bei Linux im Basiskonzept schon anders sind und wo Distributionen einfach nur so gut es geht Komplexität verstecken. Es soll Benutzer geben, die nutzen Linux ohne die Kommandozeile jemals selbst zu benutzen. Ich gehöre nicht dazu, ich mache möglichst alles über die Kommandozeile, weil ich da schneller bin (weil ich weiß, wie es geht).