Potentialausgleich Koaxialkabel

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OneAlex

Gast
Hallo, jetzt sind die Elektriker unter euch gefragt, denn die Frage ist relativ spezifisch und ich benötige eine klare und sichere Antwort.

Nämlich möchte ich mithilfe eines RG11 Koaxialkabels die Mitversorgung eines Hauses erreichen, welches vom nebenstehenden Haus mit einem bereits vorhandenen Unitymedia Übergabepunktes mit Internet versorgt wird.
Funktionieren soll das so:
Haus A (Anschluss) -> Stahlseil -> Wirtschaftsgebäude -> Stahlseil -> Haus B (Neuanschluss)

Nun ist die Frage, ob es, ähnlich wie bei einem LAN-Kabel, zu Problemen kommen kann, da beide Gebäude getrennt an das Stromnetz angeschlossen sind und dementsprechend einen unterschiedlichen Potentialausgleich haben.
Das Kabel wird natürlich professionell von UM am Übergabepunkt geerdet.
Dementsprechend sollte es auch keine Probleme geben, sollte Mal im einen Haus der Blitz einschlagen, liege ich da richtig?

Alex
 
wieso der neue Thread? Wurd doch in den letzten Tagen alles durchgekaut in deinem anderen Thread dazu?
 
LWL-Kabel hat einen zu geringen Biegeradius.
Wenn dann die POF-Lösung von Fuba, aber lieber ist mir ein Koaxkabel, weil ich dann einen eigenen Anschluss hätte, könnte also meinen veralteten teuren Vertrag kündigen. Wobei er wahrscheinlich sowieso bald gekündigt wird, ist nämlich noch ISDN..
Ergänzung ()

Janz schrieb:
wieso der neue Thread? Wurd doch in den letzten Tagen alles durchgekaut in deinem anderen Thread dazu?

Nein, mir geht es jetzt nur noch explizit um diese eine Frage zum Koaxialkabel, da diese noch nicht geklärt wurde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was spricht denn gegen POF, ist ja auch ein Lichtleiter..
Garantierte Gigabit-Geschwindigkeit auf 50m, Biegeradius von 20mm und kostet komplett nur ca. 250€
 
dein Problem ist die ganze Stahlseilnummer, die einzig richtige Möglichkeit ist LWL zu verlegen und zwar unterhalb der Frostgrenze. Sprich nen guten Meter tief, ich weiß du hast geschildert wie diese Situation bei dir aussieht aber was anderes ist ohne lebensgefährlichen Pfusch nicht zu machen
 
Im Grunde genommen gibt es ja beim Koaxialkabel auch einen Blitzschutz, weil es direkt geerdet wird..
 
Du fragst nach Ratschlag aber ignorierst ihn dann weil die Lösung mit deiner Idee nicht übereinstimmt?
LWL (inkl Polymerphaser) st das Medium um solche Vorhaben zu realisieren
 
@Janz
Ja, ich gebe dir Recht, LWL, bzw. das POF-Kabel was du mir gezeigt hast, ist sehr ansprechend. (Glasfaser wird wegen der Konfektionierung nicht funktionieren..)
Allerdings gibt es keine Möglichkeit es über die Erde zu verlegen, weshalb nur eine Luftverlegung in Frage kommt. Wo soll es denn Pfusch geben? Die Sache passiert bei mir nämlich nicht völlig Erfahrungslos, dasselbe wurde nämlich schon mit einem Stromkabel gemacht und das hängt schon da seit über 20 Jahren..
Ergänzung ()

mtbriderlm schrieb:
Du fragst nach Ratschlag aber ignorierst ihn dann weil die Lösung mit deiner Idee nicht übereinstimmt?
LWL (inkl Polymerphaser) st das Medium um solche Vorhaben zu realisieren

Nein, ich ignoriere diesen Ratschlag nicht, die POF-Lösung ist Plan B. Lieber wäre mir natürlich ein eigener Neuanschluss bei UM, weshalb ich gerne eine konkrete Antwort auf meine oben gestellte Antwort hätte. Alle Lösungsvorschläge habe ich bereits wahrgenommen, wie schon gesagt, funktioniert Koax nicht, wird es auf jeden Fall POF.
 
Das mit der Erdung falls du dich doch gegen LWL entscheidest müsste man vor Ort prüfen.

Fall beide Häuser eigene (keine gemeinsame) Erdung haben kann es in die Hose gehen...
 
Aber warum, wenn das Kabel direkt in einem Gebäude geerdet ist. Eigentlich darf dann doch nichts passieren, oder?
 
Du bist kein Versorger. Darum. Unterschiedliche Potentiale verbindest Du auch mit einem Koaxkabel. Potentialtrennung oder separater Ausgleich mit Genehmigung des EVU. Alles andere ist grob fahrlässig und Du verlierst deinen Versicherungsschutz.
 
Die Frage ist wo das Kabel geerdet wird.
Nur im Haus B, oder auch im Haus A?
Wenn in beiden Häusern, hast du genau das selbe Problem mit den unterschiedlichen Erdpotentialen auf dem Schirm.

Btw. Glasfaser kann man auch konfektionieren lassen, es gibt diverse Firmen welche das mit Anfahrt für unter 100€ machen.
 
Naja, das Kabel wird am Übergabepunkt geerdet in Haus A, in Haus B wird das Kabel in eine Dose verlegt. Dann eben das Kabel direkt in den Router..
 
Wenn du Glück hast äußert sich Herr Dipol noch zu diesem thema^^
 
Wenn der Router den Schirm vom Koaxialkabel nicht auf den Schirm vom LAN-Kabel durchschleift und selbst nicht geerdet ist, sollte es dann keine Probleme geben.

Ich würde das an deiner Stelle trotzdem von einer Elektrofachkraft begutachten lassen.
 
Andere Frage:
"Das Kabel Ören HD 163 mit PE - Mantel ist für Installationen im Außenbereich konzipiert und darf nicht zur raumübergreifenden Verlegung in Gebäuden eingesetzt werden, da durch die Entflammbarkeit die Gefahr einer Brandausbreitung über Kabelschächte sehr hoch ist. Nach der Einführung in ein Gebäude muss das Kabel nach einer möglichst kurzen Strecke durch ein Installationskabel für den Innenbereich ersetzt werden. Dies geschieht in der Regel durch den Anschluss an einen Übergabepunkt oder einen Erdungsblock für den Potentialausgleich, der ebenfalls kurz nach der Gebäudeeinführung gesetzt werden muss."

Dürfte ich das Kabel noch durch meinen Keller bis zum Übergabepunkt legen? Zählt als Innenbereich auch eine Scheune, die mit Holz umkleidet ist?
 
Weder der Router in Haus B, noch das Netzwerk dahinter sind potentialfrei - sie beziehen sich auf das Netzpotential aus Haus B. Der Ausgleichstrom fließt über den Schirm deiner Koaxleitung. Bei Blitzschlag zum Beispiel können das mehrere 100 Ampere sein. Selbst wenn Du Geräte einsetzt die den Schirm rudimentär trennen, gelten nur vorschriftsmässige und geprüfte Trenneinrichtungen als sicher.

Und nochmal: Der Potentialausgleich von Gebäuden auf unterschiedlichen Grundstücken bedarf der Genehmigung des EVU! Die wird dazu ziemlich sicher die Ausführung durch eine Elektrofachkraft verlangen und das auch prüfen.
 
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