Banned schrieb:
warum spezifiziert Intel dann Timings, wie in dem von @TorenAltair geposteten Link ersichtlich.
Weil das von Intel getestet wurde. Es ist dem Speichercontroller trotzdem egal und ich habe auch schon erklärt warum. Die Timings spezifizieren Wartezyklen.
Banned schrieb:
Dass der RAM-Hersteller wirklich garantieren kann, dass sein RAM mit seinen Timings abseits der JEDEC-Specs stabil läuft, würde ich auch infrage stellen, da auch das BIOS bzw. UEFI hier eine Rolle spielt m.E. - und diese kann der RAM-Hersteller eben nicht absichern.
Das Problem sind nicht die Timings, sondern der Takt. Wenn der Speichercontroller damit nicht klar kommt, oder die Signalintegrität zu schlecht ist, funktioniert es eben nicht. Mit mehr Modulen/Rank hat der Speichercontroller mehr Stress. Insbesondere bei Mischbestückung wird es schwierig. Wenn der Takt stabil erreicht wird, funktionieren in der Regel auch die Timings des OC Profils.
Es gibt natürlich auch ein paar Timings, die den Controller stressen, z.B. tRRD oder tFAW, aber ich denke es geht hier um die Primärtimings und die sind dem Speichercontroller vollkommen egal.
Wenn ein OC Profil nicht läuft, liegt es in der Regel daran, dass der Takt nicht erreicht wird und nicht an den Timings. Hier muss die ganze Kette mitspielen. Speichercontroller, Mainboard (Routing und BIOS), und die RAM Module.
Letztendlich sind auf jeden RAM Modul auch nur normale Speicherchips, die mit einem niedrigen Takt und JEDEC Timings spezifiziert sind. Diese werden dann von den Modul Herstellern übertaktet, getestet und ein entsprechendes OC Profil hinterlegt.
Wenn man die vom CPU Hersteller angebenen Taktraten nicht überschreitet, läuft es in der Regel auch stabil. Diese Taktraten sind bei Vollbestückung bzw. Dual Rank RAM schon sehr niedrig. Alles darüber ist OC und damit Glückssache.