Preiswertes RAM für einfachen PC ok?

Je nach Qualität der Speichermodule können auch auf den ersten Blick einfache und preiswerte DDR4-2400 JEDEC Module in der Praxis problemlos als DDR4-3200 Module laufen. Man muss sich nur etwas mit dem Speicher beschäftigen und ihn z. B. mit Memtest86+ in Ruhe testen. Der Unterschied zwischen Aufdruck und tatsächlich möglicher Geschwindigkeit kann mitunter recht hoch sein. So konnte ich beispielsweise schon mehrere Rechner recht preiswert aufrüsten. Diese laufen hundertprozentig stabil.
 
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WinstonSmith101 schrieb:
Je nach Qualität der Speichermodule können auch auf den ersten Blick einfache und preiswerte DDR4-2400 JEDEC Module in der Praxis problemlos als DDR4-3200 Module laufen.

So funktioniert schließlich auch im Grunde jeder OC-RAM, den man kaufen kann. Nur dass da eben ein Profil hinterlegt ist, das man laden kann.
 
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@Banned
Naja, da wird idR schon besser gebinned. Man muss die höheren MT/sec da ja garantieren. Man kann Glück haben mit ab werk langsameren Riegeln.
 
@djducky Da wird gar nichts garantiert. Wie oft schlagen hier Leute auf, bei denen ihr OC-RAM nicht stabil läuft. Und wie viele Leute gibt es erst, die es nicht mal wissen. Ne Garantie hast du bei JEDEC, aber dass z.B. ein 3600er-OC-Riegel stabil läuft - das garantiert dir kein Hersteller. Bei 3000er und 3200er ist es halt sehr wahrscheinlich, dass er stabil läuft, weil die Speichercontroller schon lange sehr ausgereift sind bei DDR4; ne Garantie gibt's trotzdem nicht.

Dass die Module besser ausgewählt sind, will ich aber nicht in Abrede stellen. Am Ende sollte man aber so oder so die Stabilität testen.
 
@Banned
Doch, das garantieren die. Nur muss halt der Speichercontroller der CPU mitmachen. Es darf aber nicht am RAM selbst liegen. Und wenn ich 3600 MT/sec draufschreibe, dann verbaue ich natürlich besser gebinnte Chips als bei 2400.

Wenn jetzt (rein theoretisch) eine AM4 CPU mit 3600 garantierten MT/sec kommt, dann muss der RAM das mitmachen.

Haben wir ja auch mit DDR5 jetzt: Noch sind 6000CL30 OC. Aber was, wenn die nächste oder übernächste Gen. auf AM5 6000er garantiert? Dann muss der RAM das schaffen, sonst ist das Kundentäuschung.
 
djducky schrieb:
Doch, das garantieren die.

Wo steht das?

djducky schrieb:
Wenn jetzt (rein theoretisch) eine AM4 CPU mit 3600 garantierten MT/sec kommt, dann muss der RAM das mitmachen.

Sehe ich nicht so. Schließlich gibt es auch noch die Timings. Und wenn z.B. 3200 MT/s für die CPU garantiert werden, dann heißt das nach JEDEC-Standard - also 3200CL22 (oder CL20 oder CL24, was aber eher unüblich ist). Bei OC-RAM hast du aber 3200CL16 oder 3200CL14 idR. Das ist dann immer noch OC und da wird aus meiner Sicht gar nichts garantiert.
 
@Banned
Auf der Verpackung. Wenn irgendwo DDR4-3600CL14 draufsteht, dann muss der RAM das liefern. Sonst ist es ein Defekt oder Verbrauchertäuschung. In den USA hat Corsair sogar eine Millionenstrafe bekommen, weil sie nicht die Info geliefert haben, dass man dafür erst XMP/EXPO anknipsen muss.

Wenn ich Reifen kaufe, die für 320 km/h spezifiziert sind, dann muss ich mit denen auch 320 km/h fahren können. Wenn ich sie natürlich auf ein Auto schraube, das nur 250 km/h schafft, dann können die Reifen nix dafür. Trotzdem müssen sie es können, wenn ich das Auto per Chiptuning auf 320 km/h prügel.

Ein Zen5 mit garantierten 5600CL46 ist nur der kleinste gemeinsame Nenner aus CPU, Mainboard und RAM. Und JEDEC-Standard ist für all das rechtlich komplett Wumpe. Nochmal: wenn du jetzt 6000CL30 1.4V verkaufst und AMD bei der nächsten Gen schreibt "Spezifiziert bis 6400CL28", dann muss dein RAM mit diesen CPUs 6000CL30 bei 1.4V schaffen und es ist kein OC mehr. Da ist es vollkommen egal, was JEDEC oder sonstwer sagen. Was du draufschreibst, das gilt.

Natürlich kann der Fail deshalb auch bei der AMD-CPU liegen (Defekt etc.), aber da gilt es genauso: Was du draufschreibst, musst du einhalten. Das ist einfachstes Verbraucher-Einmaleins.
 
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(Unter GMET finde ich nur sowas wie Aktien.)

Edit: hab was gefunden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich bei Google im KI Modus "AMD GMET" eingebe, kommt folgenden Ergebnis:

AMD GMET steht für Guest-Mode Execute Trap. Es ist eine hardwarebasierte Virtualisierungs- und Sicherheitsfunktion in modernen AMD-Prozessoren (ab der Zen-2-Architektur). [1, 2]

Hauptfunktion und Nutzen
  • Hardware-Beschleunigung: GMET dient als Gegenstück zu Intels MBEC (Mode-Based Execute Control). [1, 2]
  • Kernel-Schutz: Die Technologie hilft dem Hypervisor dabei, Code-Integritätsprüfungen extrem effizient zu verarbeiten. Sie verhindert, dass Schadsoftware unbefugt Code im Kernel-Modus ausführt. [1, 2]
  • Windows-Sicherheit: GMET ist eine zwingende Hardware-Voraussetzung für die native Beschleunigung der Kernisolierung bzw. Speicherintegrität (HVCI – Hypervisor-Protected Code Integrity) unter Windows 11. [1, 2]
  • Enormer Leistungsgewinn: Ohne diese Hardware-Unterstützung müssen ältere CPUs die Rechteprüfung rein über Software emulieren. Das Aktivieren der Speicherintegrität führt dann zu spürbaren Performance-Einbußen (teilweise 30–40 % Verlust bei Spielen oder Virtualisierungen). GMET fängt diese Last direkt im Silizium ab. [1, 2, 3]
Besser kann ich es auch nicht erklären. Ryzen 3200G und 3400G sind noch Zen+ und haben das nicht. Aktuell kann man HVCI deaktiviert lassen, es ist aber gut möglich, dass bei einem zukünftigen Windows 12 diese Sicherheitsfunktion zwangsweise aktiviert sein muss bzw. die CPUs aus dem Support fallen.

Davon abgesehen wurde die Performance und Effizienz mit Zen 2 wesentlich verbessert. Selbst ein 4300G ist schneller und deutlich sparsamer als ein 3400G, was den CPU Teil angeht. Vom 3200G mit nur 4 Threads würde ich generell abraten. Das ist die langsamste Ryzen Desktop CPU mit Windows 11 Support.

Hier ein Test von Ryzen 4000G.
 
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djducky schrieb:
Auf der Verpackung. Wenn irgendwo DDR4-3600CL14 draufsteht, dann muss der RAM das liefern.

Das tut er auch mit irgendeinem System. In der Praxis ist es aber so, dass du eben nicht 3600er mit jedem System stabil bekommst über das XMP/EXPO-Profil. Wenn der Speichercontroller der CPU nativ 3600 MT/s unterstützen würde, ist es ziemlich sicher, aber wo gibt es diese Angabe bei den RAM-Herstellern? Zeig mir mal schwarz auf weiß, wo ein RAM-Hersteller angibt, dass sein RAM, der nicht nach JEDEC-Standard läuft, garantiert mit einer CPU läuft, die diese MT/s standardmäßig unterstützt.

djducky schrieb:
Sonst ist es ein Defekt oder Verbrauchertäuschung. In den USA hat Corsair sogar eine Millionenstrafe bekommen, weil sie nicht die Info geliefert haben, dass man dafür erst XMP/EXPO anknipsen muss.

Das ist aber an sich eine völlig andere Sache. Da ging es darum, dass man das Profil aktivieren muss. Nicht darum, dass der RAM garantiert stabil so läuft.

djducky schrieb:
Wenn ich Reifen kaufe, die für 320 km/h spezifiziert sind, dann muss ich mit denen auch 320 km/h fahren können.

Das kannst du auch mit irgendeinem Auto, äh System. Der RAM wird einfach nicht mit jedem System stabil laufen. Das ist einfach ein Fakt. Es ist OC-RAM. Eine Spezifikation ist JEDEC. Wenn der OC-RAM nicht stabil läuft, steht es dir frei, den Hersteller zu verklagen. Aber wie gesagt: Die Realität ist, dass 3600er mit vielen Systemen nicht stabil läuft mit geladenem Profil.

Stabilität bei OC-RAM muss immer getestet werden. Ich hoffe du tust dies und vertraust da nicht blind. Sonst hast du u.U. ein instabiles System. (Alleine schon wegen etwaiger Defekte sollte man RAM, den man selbst einbaut, immer testen).


djducky schrieb:
Nochmal: wenn du jetzt 6000CL30 1.4V verkaufst und AMD bei der nächsten Gen schreibt "Spezifiziert bis 6400CL28", dann muss dein RAM mit diesen CPUs 6000CL30 bei 1.4V schaffen und es ist kein OC mehr.

Es ist OC, wenn der RAM mit schärferen Timings oder mehr Spannung als nach JEDEC läuft. Wäre es kein OC, müsstest du kein Profil laden und der RAM würde out of the box damit erkannt werden.

djducky schrieb:
Da ist es vollkommen egal, was JEDEC oder sonstwer sagen.

Bei JEDEC kannst du davon ausgehen, dass der RAM wirklich stabil läuft. Deshalb verwendet auch niemand im professionellen Umfeld solchen Gaming-OC-RAM, sondern nur RAM, der nach JEDEC-Standard läuft.

djducky schrieb:
Was du draufschreibst, das gilt.

Wie gesagt, der Klageweg steht dir frei. Ein Industriestandard ist es trotzdem nicht.
 
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In einen Officerechner kann man generell den günstigsten, kompatiblen Speicher stecken.

Auch ein Modul ist vollkommen in Ordnung.

Overclocking, schnelle Timings sind für Word, Excel Internetbrowser komplett überflüssig.
 
@Banned
Sorry, aber du hast mich nicht im Geringsten verstanden, oder?

Dass nicht jeder Speichercontroller das mitmacht, habe ich überdeutlichst geschrieben, das musst du mir nicht in drei Absätzen aufs Butterbrot schmieren. Wenn 3600CL14 draufsteht, dann übertakte ich mit den Settings nicht den RAM, sondern den Speichercontroller. JEDEC ist nicht maßgeblich für das, was der RAM leisten können muss, sondern das, was der Hersteller draufschreibt. Diesen Speed garantiert er mir!

Wenn das Board sagt: 8000 MT/sec, der RAM 7200 und die CPU 5600, dann darf der RAM-Hersteller bei Nichtlaufen von 7200 natürlich auf die CPU verweisen. Wenn ich dann aber ne CPU habe, die offiziell 8000 MT/sec mitmacht und nicht defekt ist, dann kann ich den RAM bei Nichtlaufen des 7200-Profils reklamieren.

Natürlich ist das in der Praxis nicht immer eindeutig zu bestimmen, weil mehrere Teile beteiligt sind, aber es geht um das, was mir garantiert wird.

Und jetzt zurück zur Ausgangsfrage: Wenn ich also will, dass mein verkaufter RAM auch auf 3600 läuft (weil ich das garantieren muss!), dann löte ich auch Chips drauf, die das garantiert schaffen. Diejenigen, bei denen das nicht der Fall ist, löte ich dann eher auf Riegel, die ich mit 2400 MT/sec o.Ä. ausgezeichnet habe. Das bedeutet nicht, dass die Chips auf 2400er Riegeln immer schlechter sind, aber die Wahrscheinlichkeit ist deutlich höher.
 
@djducky Du lässt dabei eben die Timings völlig außen vor. Du kannst nicht sagen, der Speichercontroller unterstützt x MT/s und die Module müssen mit dieser Geschwindigkeit dann bei jeglichen Timings laufen. Und da die Hersteller der CPUs eben keine Timings spezifizieren, muss es sich um JEDEC-Standards handeln, sonst ist das ne völlige Luftnummer.

Denn sonst könnte der RAM-Hersteller beliebig scharf die Timings setzen und bei Nichtgelingen deiner Logik nach auf die CPU verweisen, wenn diese die entsprechenden MT/s unterstützt.

Ich hoffe, dir wird klar, dass das so keinen Sinn macht. Wenn nicht, dann sei es so.
 
@Banned
Es ändert sich nichts von dem, was ich schrieb. Wenn du sagst "Zen5 macht garantiert 5600CL46 JEDEC", dann muss ein Riegel mit der Aufschrift "7200CL38" trotzdem genau das mitmachen, solange die CPU es kann. Du kannst dich nicht mit JEDEC oder sonstwas rausreden. Natürlich ist ein Nachweis schwierig, ob es nun an der CPU oder am RAM liegt, das habe ich bereits geschrieben.

Inzwischen solltest du allerdings verstanden haben, worum es geht, ich habe das doch nun mehrfach wiederholt. Es ist eine rechtliche Frage: Was du draufschreibst, das gilt! Was auf einem aktuellen Zen5 oder Arrow Lake "OC" ist (was nur den Speichercontroller betrifft, nicht den RAM selbst, denn da steht das drauf!), kann nächste oder übernächste Gen schon von AMD/Intel offiziell unterstützt werden. Dann muss dein "OC" RAM das liefern.

Ich weiß nicht, was daran so unklar sein soll?
 
Dem Speichercontroller sind die Timings relativ egal. Das sind hauptsächlich Wartezeiten, die die Speicherchips benötigen.

Ich habe auch noch nie gesehen, dass ein RAM Modul die spezifizierten Timings nicht schafft, wenn der Takt stabil läuft.
 
@AMD-Flo Du kannst jeden RAM instabil bekommen, wenn du die Timings zu stark absenkst. Sonst würde jeder seinen RAM mit CL2 oder so betreiben. Leuchtet ein, oder? ;)
 
@Banned
Richtig, den RAM. Hat nichts mit dem Speichercontroller zu tun. Die hinterlegten OC Profile schafft der RAM aber immer, wenn er der Takt stabil erreicht.
 
AMD-Flo schrieb:
Richtig, den RAM. Hat nichts mit dem Speichercontroller zu tun.

Hä? Der RAM ist einfach ein Speichermodul. Ob es stabil im Rahmen eines Systems betrieben wird, ist natürlich auch abhängig vom Verhalten des Speichercontrollers. Über die Timings wird die Taktung der Zugriffe des Speichercontrollers auf den RAM bestimmt. Sind die Taktzyklen zu kurz angesetzt, kann es je nach Modul und Timings zu Instabilität kommen.

Der Speichercontroller an sich wird nicht instabil, aber wie der Speichercontroller zugreift (also in welcher Geschwindigkeit) ist natürlich mit entscheidend für die Stabilität des RAM.
 
shaadar schrieb:
Etwas Internet, etwas Office, nichts krasses, keine umfangreichen Spiele, aber Win11.
Hier wäre die Frage, was für Spiele?
Rein für die Officesachen wäre ich bei einem refurbished Intel der 8./9. Gen, die iGPU von den Teilen ist halt relativ schwach, da reden wir dann von sehr anspruchslosen Spielen.

Die im Ryzen sind etwas besser, bestenfalls hat man hier einen Ryzen 4xxx, das wird dann je nach Ausstattung aber schon wieder eng mit dem Budget.

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