News G.Skill-Sammelklage: Vom Millionenvergleich bleiben pro Kläger ~20 Dollar

PhiE

Redakteur Pro
Teammitglied
Registriert
Aug. 2009
Beiträge
2.668
Nach dem Abschluss einer US-Sammelklage hat G.Skill mit der Auszahlung der Entschädigungen begonnen. Vom 2,4 Millionen US-Dollar schweren Vergleich kommen bei einzelnen Käufern allerdings nur rund 20 bis 25 Dollar an. Ein großer Teil der Gesamtsumme ist für Anwälte und die Abwicklung des Verfahrens vorgesehen.

Zur News: G.Skill-Sammelklage: Vom Millionenvergleich bleiben pro Kläger ~20 Dollar
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: BrollyLSSJ
Und die wahren Gewinner sind die Anwälte ^^
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Mhalekith, Blackvoodoo, Vitche und 33 andere
20€, um einw BIOS Option zu ändern finde ich trotzdem ne gute Entlohnung. Angemessen wären eher 0€ aus meiner Sicht.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: stevo6077, Pjack, t3chn0 und 7 andere
An der Aufteilung der Summe sieht man ja sehr schön worum es hier wirklich geht.
Ziel war nie der "Schutz" des Kunden, sondern man hat einfach gesehen dass hier große Summen an Dienstleistung abzugreifen sind für eine kleine Gruppe.

Bin daher was diese Sammelklagen angeht immer sehr skeptisch.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: machiavelli1986, LukS, derohneWolftanzt und 5 andere
Die Kläger argumentierten, weniger erfahrene Käufer könnten die auf Verpackungen und Produktseiten angegebenen Taktraten als direkt nutzbare Geschwindigkeit verstehen. G.Skill habe nicht hinreichend deutlich darauf hingewiesen, dass dafür eine BIOS-Anpassung beziehungsweise eine Form der Speicherübertaktung erforderlich sei.

Weniger erfahrene Käufer sollten auch tunlichst die Finger von Übertaktung lassen und nichts Anderes ist das.
Und es ist ja normal, dass man dafür die Taktraten anpassen muss oder XMP/EXPO verwenden muss.
Das sieht mir eher danach aus, dass ein paar findige Anwälte etwas Geld gerochen haben.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: machiavelli1986, stevo6077, Pjack und eine weitere Person
TheDopeofLife schrieb:
Und die wahren Gewinner sind die Anwälte
Vielleicht ist die Marketing-Abteilung auch um eine wertvolle Erfahrung reicher geworden: Im Zweifel lässt man es, zu "optimistisch" zu werben.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Corpus Delicti, Alphanerd, E1M1:Hangar und 3 andere
Und das Ergebnis ist nicht einmal gut.
Jede "bis zu"-Angabe ist wertlos.
Entweder man gibt die genauen Werte an oder die Mindestwerte.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: h2f, Kuristina und katamaran3060
modena.ch schrieb:
Weniger erfahrene Käufer sollten auch tunlichst die Finger von Übertaktung lassen und nichts Anderes ist das.
Und es ist ja normal, dass man dafür die Taktraten anpassen muss oder XMP/EXPO verwenden muss.
Das sieht mir eher danach aus, dass ein paar findige Anwälte etwas Geld gerochen haben.
Ich sehe es ähnlich wie du. Wenn die Produkte aber den Anschein erweckten, dass die Taktraten eben ohne "Übertaktung" erreichbar sind, dann ist das schon ne Täuschung.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Corpus Delicti und Alphanerd
Das Verfahren wurde damit im Februar ohne ein Urteil darüber beendet, ob der Hersteller gegen US-amerikanisches Recht verstoßen hat.

Zur Erläuterung: Solche Vergleiche werden oft geschlossen, damit diese Klage nicht als Muster für weitere Klagen genommen werden kann. Andere Hersteller müssten dann das selbe Fehlverhalten sofort einstellen. (Unterlassung/Unterlassungsklage).

Es wäre trotzdem im Sinne des Käufers, dass Taktraten auf der Verpackungen stehen, die nach der Erstinstallation anliegen.

Es gibt eine Schätzung eines OEM, dass rund 12% ihrer selbst verkauften Systeme ohne EXPO/XMP laufen, obwohl dies möglich wäre.

1787299307752.png

Hier noch ein Umfrage auf Computerbase von 2022 zu dem Thema https://www.computerbase.de/news/arbeitsspeicher/ram-overclocking-jedec-xmp.80517/

@Wolfgang @Jan Könnte man vielleicht mal wieder erneuern.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: loser und Saint81
Das fällt für mich in die Kategorie "Wenn man sonst nichts zu tun hat im Leben", dann beteiligt man sich an so einer Sammelklage.

Nichts gegen Sammelklagen an sich, aber es gibt weitaus wichtigere Themen und Gründe zu klagen.

Aber ist mal wieder typisch. In den USA kann man sich ja darauf zurückziehen, den eigenen Verstand nicht gebrauchen zu müssen (da oftmals leider auch nicht vorhanden). Dann kommt sowas bei raus.

Dass die Hersteller das so ggf. nicht korrekt angeben mit den Taktrate, finde ich jetzt nicht ganz so dramatisch.
Bei Lebensmitteln finde ich es weitaus schlimmer, wenn bestimmte Inhaltstoffe nicht ordentlich deklariert sind und Menschen dadurch wirklich Schaden nehmen könnten.
 
modena.ch schrieb:
Weniger erfahrene Käufer sollten auch tunlichst die Finger von Übertaktung lassen und nichts Anderes ist das.
Und es ist ja normal, dass man dafür die Taktraten anpassen muss oder XMP/EXPO verwenden muss.
Eben darum ging es ja. Es ist eben nicht ersichtlich, dass die beworbenen Taktraten nur durch Übertaktung erreichbar sind. Übertaktung ist auch eigentlich der Betrieb außerhalb der Spezifikationen. Davon sollte also nirgendwo was auf der Packung stehen.

Aber ein bis zu ist immer Schwachsinn. Solche Angaben sind komplett wertlos. Sollte eigentlich generell verboten werden, weil es die Käufer unangemessen benachteiligt. "Bis zu 10.000" kann alles zwischen 1 und 10.000 sein und damit kann man einfach nichts anfangen. Sich so aus der Verantwortung zu ziehen sollte nicht möglich sein.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: katamaran3060
@Raptor85
Auch aus vielen unwichtigen Themen und Gründen entsteht eine bessere Welt.
Oft haben viele Kleinigkeiten eine größere Bedeutung als wenige große Dinge.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Anullu, Claus1221 und Kaulin
Hat sich ja richtig gelohnt für die Kläger.....
Aber gut in den Staaten wird sowas ja gerne mal probiert um an Kohle zu kommen :D
 
Und jetzt der große Schock:

Es sind gar keine MHz, sondern MT/s. Wird auch hier im Artikel falsch verwendet. Bitte einmal Sammelklage gegen Computerbase - Spaß. ;)

TheDopeofLife schrieb:
Und die wahren Gewinner sind die Anwälte ^^

Ansonsten gibt es doch auch nur Verlierer eigentlich: G.Skill, weil sie blechen müssen; und die Kläger, weil sie Lebenszeit mit dem Scheiß verschwendet haben, der ihnen am Ende 20€ gebracht hat.
 
eRacoon schrieb:
An der Aufteilung der Summe sieht man ja sehr schön worum es hier wirklich geht.
Ziel war nie der "Schutz" des Kunden, sondern man hat einfach gesehen dass hier große Summen an Dienstleistung abzugreifen sind für eine kleine Gruppe.

Bin daher was diese Sammelklagen angeht immer sehr skeptisch.
Das ist quatsch. Du hast nicht verstanden wie unsere Welt funktioniert.
 
@Clanker Selbstverständlich. Aber dann konzentriere ich mich erstmal auf gefühlt 100 andere Missstände auf dieser Welt, die auch wirklich Schaden anrichten, bis ich dann zu so etwas wie hier komme.

Das Schlimmste, was einem unbedarften User hier passiert, ist dass der RAM unbemerkt zu langsam läuft.
Ist der User getäuscht worden? Ja, sicher.
Ist das wirklich schädlich für ihn bzw. wurde er in irgendeiner Weise wirklich geschädigt? Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht.
 
Bei den derzeitigen RAM Preisen war die Zahlung für den Hersteller wie einmalig 35.000€ Zahlen.
 
eRacoon schrieb:
Ziel war nie der "Schutz" des Kunden, sondern man hat einfach gesehen dass hier große Summen an Dienstleistung abzugreifen sind für eine kleine Gruppe.
Natürlich nicht. Das unterstreicht die "außergerichtliche" Einigung.

Wo kein Urteil gesprochen wurde kann man sich später auch auf keines berufen.

Es ist also alles geblieben wie vorher.
G.Skill hat seine Marge ein bisschen nach unten korrigiert, die Anwälte haben ihr Einkommen aufpoliert und der Kunde bekam ~20USD als kleines Bonbon.

Besser konnte es für die Wirtschaft nicht laufen.
 
Zurück
Oben