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NewsG.Skill-Sammelklage: Vom Millionenvergleich bleiben pro Kläger ~20 Dollar
Nach dem Abschluss einer US-Sammelklage hat G.Skill mit der Auszahlung der Entschädigungen begonnen. Vom 2,4 Millionen US-Dollar schweren Vergleich kommen bei einzelnen Käufern allerdings nur rund 20 bis 25 Dollar an. Ein großer Teil der Gesamtsumme ist für Anwälte und die Abwicklung des Verfahrens vorgesehen.
An der Aufteilung der Summe sieht man ja sehr schön worum es hier wirklich geht.
Ziel war nie der "Schutz" des Kunden, sondern man hat einfach gesehen dass hier große Summen an Dienstleistung abzugreifen sind für eine kleine Gruppe.
Bin daher was diese Sammelklagen angeht immer sehr skeptisch.
Die Kläger argumentierten, weniger erfahrene Käufer könnten die auf Verpackungen und Produktseiten angegebenen Taktraten als direkt nutzbare Geschwindigkeit verstehen. G.Skill habe nicht hinreichend deutlich darauf hingewiesen, dass dafür eine BIOS-Anpassung beziehungsweise eine Form der Speicherübertaktung erforderlich sei.
Weniger erfahrene Käufer sollten auch tunlichst die Finger von Übertaktung lassen und nichts Anderes ist das.
Und es ist ja normal, dass man dafür die Taktraten anpassen muss oder XMP/EXPO verwenden muss.
Das sieht mir eher danach aus, dass ein paar findige Anwälte etwas Geld gerochen haben.
Weniger erfahrene Käufer sollten auch tunlichst die Finger von Übertaktung lassen und nichts Anderes ist das.
Und es ist ja normal, dass man dafür die Taktraten anpassen muss oder XMP/EXPO verwenden muss.
Das sieht mir eher danach aus, dass ein paar findige Anwälte etwas Geld gerochen haben.
Ich sehe es ähnlich wie du. Wenn die Produkte aber den Anschein erweckten, dass die Taktraten eben ohne "Übertaktung" erreichbar sind, dann ist das schon ne Täuschung.
Zur Erläuterung: Solche Vergleiche werden oft geschlossen, damit diese Klage nicht als Muster für weitere Klagen genommen werden kann. Andere Hersteller müssten dann das selbe Fehlverhalten sofort einstellen. (Unterlassung/Unterlassungsklage).
Es wäre trotzdem im Sinne des Käufers, dass Taktraten auf der Verpackungen stehen, die nach der Erstinstallation anliegen.
Es gibt eine Schätzung eines OEM, dass rund 12% ihrer selbst verkauften Systeme ohne EXPO/XMP laufen, obwohl dies möglich wäre.
Das fällt für mich in die Kategorie "Wenn man sonst nichts zu tun hat im Leben", dann beteiligt man sich an so einer Sammelklage.
Nichts gegen Sammelklagen an sich, aber es gibt weitaus wichtigere Themen und Gründe zu klagen.
Aber ist mal wieder typisch. In den USA kann man sich ja darauf zurückziehen, den eigenen Verstand nicht gebrauchen zu müssen (da oftmals leider auch nicht vorhanden). Dann kommt sowas bei raus.
Dass die Hersteller das so ggf. nicht korrekt angeben mit den Taktrate, finde ich jetzt nicht ganz so dramatisch.
Bei Lebensmitteln finde ich es weitaus schlimmer, wenn bestimmte Inhaltstoffe nicht ordentlich deklariert sind und Menschen dadurch wirklich Schaden nehmen könnten.
Weniger erfahrene Käufer sollten auch tunlichst die Finger von Übertaktung lassen und nichts Anderes ist das.
Und es ist ja normal, dass man dafür die Taktraten anpassen muss oder XMP/EXPO verwenden muss.
Eben darum ging es ja. Es ist eben nicht ersichtlich, dass die beworbenen Taktraten nur durch Übertaktung erreichbar sind. Übertaktung ist auch eigentlich der Betrieb außerhalb der Spezifikationen. Davon sollte also nirgendwo was auf der Packung stehen.
Aber ein bis zu ist immer Schwachsinn. Solche Angaben sind komplett wertlos. Sollte eigentlich generell verboten werden, weil es die Käufer unangemessen benachteiligt. "Bis zu 10.000" kann alles zwischen 1 und 10.000 sein und damit kann man einfach nichts anfangen. Sich so aus der Verantwortung zu ziehen sollte nicht möglich sein.
@Raptor85
Auch aus vielen unwichtigen Themen und Gründen entsteht eine bessere Welt.
Oft haben viele Kleinigkeiten eine größere Bedeutung als wenige große Dinge.
Ansonsten gibt es doch auch nur Verlierer eigentlich: G.Skill, weil sie blechen müssen; und die Kläger, weil sie Lebenszeit mit dem Scheiß verschwendet haben, der ihnen am Ende 20€ gebracht hat.
An der Aufteilung der Summe sieht man ja sehr schön worum es hier wirklich geht.
Ziel war nie der "Schutz" des Kunden, sondern man hat einfach gesehen dass hier große Summen an Dienstleistung abzugreifen sind für eine kleine Gruppe.
Bin daher was diese Sammelklagen angeht immer sehr skeptisch.
@Clanker Selbstverständlich. Aber dann konzentriere ich mich erstmal auf gefühlt 100 andere Missstände auf dieser Welt, die auch wirklich Schaden anrichten, bis ich dann zu so etwas wie hier komme.
Das Schlimmste, was einem unbedarften User hier passiert, ist dass der RAM unbemerkt zu langsam läuft.
Ist der User getäuscht worden? Ja, sicher.
Ist das wirklich schädlich für ihn bzw. wurde er in irgendeiner Weise wirklich geschädigt? Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht.
Ziel war nie der "Schutz" des Kunden, sondern man hat einfach gesehen dass hier große Summen an Dienstleistung abzugreifen sind für eine kleine Gruppe.
Natürlich nicht. Das unterstreicht die "außergerichtliche" Einigung.
Wo kein Urteil gesprochen wurde kann man sich später auch auf keines berufen.
Es ist also alles geblieben wie vorher.
G.Skill hat seine Marge ein bisschen nach unten korrigiert, die Anwälte haben ihr Einkommen aufpoliert und der Kunde bekam ~20USD als kleines Bonbon.