Ich empfehle dir die letzte Ausgabe der Colorfoto, dort wurde das Thema richtig gut mit zahlreichen konkreten Produkten durchgenommen und beschrieben.
Auch ich beschäftigte mich spaßeshalber mal mit der Produktfotografie. Allerdings wollte ich nie wirklich viel Geld für eine professionelle Ausrüstung ausgeben. Konnte ich auch nicht, denn ich besaß nur eine Panasonic Lumix FZ38. Ich bin also irgendwann mal auf den sogenannten Styrocube gestoßen, kannst mal danach googlen. Das ist ein Würfel aus Styropor - die bekommst du in verschiedenen Größen recht günstig im Baumarkt. Außerdem einen weißen (es funktioniert auch jede x-beliebige andere Farbe!) Bastelbogen, den man ebenfalls günstig im Bastelladen bekommen. Wirklich 'mehr' braucht man nicht. Du schneidest diese Platten so zurecht, dass sie einzelne Seiten eines Würfels ergeben. Diesen baust bzw. "steckst" du dann mit größeren Nägeln und ggf. Klebeband zusammen. Danach legst du den Bastelbogen so hinein, dass es eine kleine Wölbung gibt - Der Bogen "liegt" praktisch halb gerollt darin, es geht darum, dass die eigentliche Kante "abgerundet" wird. Fertig.
Du legst dein Objekt rein, schnappst dir wenn möglich ein Stativ (ist aber kein muss.), packst deine Kamera darauf, stellst sie möglichst nah heran, klappst den integrierten (ja, den integrierten! Für den Fall, dass man keinen externen zur Verfügung hat.

) Blitz auf, schnappst dir einen kleinen Handspiegel oder einen Spiegelsplitter, hälst ihn so vor/unter den Blitz dass dieser letztlich indirekt blitzt, den Winkel kriegst du durch probieren heraus - und auf gehts. Es hört sich wesentlich komplizierter an als es letztlich ist, allerdings sind die Ergebnisse IMO wirklich sehenswert. Mit minimaler Nachbearbeitung wohl sehr sehr gut!
Hier mal 3 Beispielbilder, das erste ist mit meiner FZ38 geschossen worden, die beiden letzten mit meiner neuen NEX-5N. Unbearbeitet.
Joa. Mach dir selber ein Bild. Ich denke die Ergebnisse sind echt okay. Das Zweite ist mir etwas durch den Wolf geraten, wegen der JPEG-Komprimierung, sorry deswegen.

Anzumerken sei, dass diese Dinger wirklich spontan entstanden sind. Teilweise ohne Stativ, nur aus langeweile - und es passt. Optimiert man das alles, also: Stativ, richtiger Reflektionswinkel des Blitzes, eventuell die letzte Seite des Würfels halb zu, oder auch einen externen Blitz - und schwupp, man hat geniale Ergebnisse.
Das Ding kostet nicht die Welt, der Zusammenbau macht richtig Spaß, und wirklich groß etwas an Ausrüstung braucht man auch nicht. Außerdem kann man die Größe variieren und experimentieren.
