Produktebilder fotografieren

Piktogramm schrieb:
Wenig schön scheint auch, dass die Knöpfe anscheinend nicht mittig sitzen. Wenn man ein Produktfoto präsentiert sollte auf Teufel komm raus kein noch so unbedeutender "Fehler" sichtbar sein. Auch, dass man den Abschluss vom LCD Display (ganz links im Display) sieht sollte nicht vorkommen. Die Farben der Knöpfe kommen auch nicht raus, die wirken ja schon etwas wie zu lange in der Sonne gewesen. Hier sollte an einem brauchbarem Monitor nochmal der Abwedelpinsel angesetzt werden.

Ich muss gerade ein wenig grinsen ...

Nichts gegen dich oder deine Ausführungen (oder das Produkt an sich), aber wenn ich sowas lese dann stell ich mir das ungefähr so vor:

Auf dem Produktbild sieht man ein perfektes Produkt, alles absolut mittig und gerade, keine Unebenheiten, knallige scharfe Farben, ein super Display, das exakt eingesetzt wurde.

Was man dann bekommt:
Ein schlecht verarbeitetes Produkt mit zu kurzem Display und schiefen, blassen Knöpfen.
 
Anno™ schrieb:
Ein schlecht verarbeitetes Produkt mit zu kurzem Display und schiefen, blassen Knöpfen.

Das ist ja leider in den meisten Fällen so. Finde das aber jetzt auch nicht zu verwerflich, solange er das Bild nicht nachbearbeitet ;-)
 
Ich glaube der Fokus stimmt auch nicht. Es sieht unscharf aus. Fokussierst du auch manuell?
Ich würde sogar mit Blitzen arbeiten, falls welche vorhanden sind (am besten entkoppelt).

Du könntest es aber auch mal mit dem integrierten Blitz probieren. Halte mal eine weiße Scheibe(Papier) angewinkelt unter den Blitz, so dass der Blitz dann auf die stehende Tafel abgelenkt wird. Wenn du mit dem Winkel etwas spielst findest du vielleicht eine gute Einstellung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiß das will keiner hören und ganz besonders der TO nicht, aber...
Sucht euch verdammt noch mal einen Fotografen!

Ihr klingt nicht wie ein 5 Leute Unternehmen und wollt dann solche Produktbilder anbieten?! Geht gar nicht!

Ansonsten, sei dir folgendes ans Herz gelegt:

Als erstes lernst du bitte mal die Grundlagen:
http://fotolehrgang.de/

Dann bitte weiches Licht! Du hast einen Gegenstand, der sich nicht bewegt = ISO runter, Blende zu und Belizeit hoch. Stativ ist schon mal sehr gut. Wenn du kein Budget hast kannst du es bei den Leuchtstoffröhren lassen und das beste versuchen, z.B. ein großes weißes Laken davor (so wird Licht weich).

Achte auf Verzerrungen deines Objektives, ich nehme an du hast das Standard Kit, stelle es einfach auf 50mm, dann sollten die geringsten Verzerrungen auftreten.

Ihr fertigt Produktbilder an? Dann sind solche Aufnahmen vollkommen ok, aber wie wäre es mit noch ein paar "Praxis-Aufnahmen"?! Beschäftige dich mit Bildaufbau, Komposition und Produktbildern.

Und nimm Photoshop o.ä. Programme! Warum?
Bei solchen Bildern, geht es gar nicht um Korrekturen eines einzelnen Bildes, sondern z.B. um Sachen, wie einen nachträglichen Weißabgleich, Lichtkorrekturen und vor allem ums nachschärfen! (und das geht als Batch!)

Noch Fragen? ;)
 
Ich empfehle dir die letzte Ausgabe der Colorfoto, dort wurde das Thema richtig gut mit zahlreichen konkreten Produkten durchgenommen und beschrieben.
Auch ich beschäftigte mich spaßeshalber mal mit der Produktfotografie. Allerdings wollte ich nie wirklich viel Geld für eine professionelle Ausrüstung ausgeben. Konnte ich auch nicht, denn ich besaß nur eine Panasonic Lumix FZ38. Ich bin also irgendwann mal auf den sogenannten Styrocube gestoßen, kannst mal danach googlen. Das ist ein Würfel aus Styropor - die bekommst du in verschiedenen Größen recht günstig im Baumarkt. Außerdem einen weißen (es funktioniert auch jede x-beliebige andere Farbe!) Bastelbogen, den man ebenfalls günstig im Bastelladen bekommen. Wirklich 'mehr' braucht man nicht. Du schneidest diese Platten so zurecht, dass sie einzelne Seiten eines Würfels ergeben. Diesen baust bzw. "steckst" du dann mit größeren Nägeln und ggf. Klebeband zusammen. Danach legst du den Bastelbogen so hinein, dass es eine kleine Wölbung gibt - Der Bogen "liegt" praktisch halb gerollt darin, es geht darum, dass die eigentliche Kante "abgerundet" wird. Fertig.
Du legst dein Objekt rein, schnappst dir wenn möglich ein Stativ (ist aber kein muss.), packst deine Kamera darauf, stellst sie möglichst nah heran, klappst den integrierten (ja, den integrierten! Für den Fall, dass man keinen externen zur Verfügung hat. ;)) Blitz auf, schnappst dir einen kleinen Handspiegel oder einen Spiegelsplitter, hälst ihn so vor/unter den Blitz dass dieser letztlich indirekt blitzt, den Winkel kriegst du durch probieren heraus - und auf gehts. Es hört sich wesentlich komplizierter an als es letztlich ist, allerdings sind die Ergebnisse IMO wirklich sehenswert. Mit minimaler Nachbearbeitung wohl sehr sehr gut!
Hier mal 3 Beispielbilder, das erste ist mit meiner FZ38 geschossen worden, die beiden letzten mit meiner neuen NEX-5N. Unbearbeitet.

11w7wm.jpg

2zf74k.jpg

3ql7nk.jpg


Joa. Mach dir selber ein Bild. Ich denke die Ergebnisse sind echt okay. Das Zweite ist mir etwas durch den Wolf geraten, wegen der JPEG-Komprimierung, sorry deswegen. :D Anzumerken sei, dass diese Dinger wirklich spontan entstanden sind. Teilweise ohne Stativ, nur aus langeweile - und es passt. Optimiert man das alles, also: Stativ, richtiger Reflektionswinkel des Blitzes, eventuell die letzte Seite des Würfels halb zu, oder auch einen externen Blitz - und schwupp, man hat geniale Ergebnisse. ;)

Das Ding kostet nicht die Welt, der Zusammenbau macht richtig Spaß, und wirklich groß etwas an Ausrüstung braucht man auch nicht. Außerdem kann man die Größe variieren und experimentieren. :)
 
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Super

glaube hier bin ich richtig. Habe vor einiger Zeit selbst eine Menge zum Styrocube und Produktfotografie gelesen und sitze heute wieder an meinen Versuchen mit ner NEX 3N Sony.

Ich nutze ne Hohlkehle mit weißer Bastepappe (habe auch andere Farben und BühnenMolton). Links, rechts, in je 45 Grad auf Objekthöhe uwei Tageslichtlampen (kosteten unter 50 EUR und sind wohl mist).

Mein Problem sind nicht die nun relativ harten Schatten, da ich weiß, wie ich die wegbekomme, sondern dass bei korekter Beleuchtung (gebe 1.5 bis 1.7 Blenden Belichtungskorektur hinzu) geschossen im Blendenmodus (Blende 8 bis 11 nehme ich bei 55mm Objektiv meiner NEX). Entfernung zum Objekt ist so, dass es bei der Brennweite gut reinpasst. Objekte sind Stofftiere und Verpackungen 30cmx50cm oder so und Modellautos).
Nein, das Problem ist, dass ich es einfach nicht schaffe den Hintegrund 255,255,255 reinweiß zu bekommen!!

Abhilfe bisher, komplettes Freistellen des Objektes mit Photshop und dann eine reinweiße HG Ebene druntergelegt. Geht fix, es sei es sind helle! Stofftiere (Farbsäume bei fargbigen HG, oder kein Kontrast bei weißer Bastelpappe in der Hohlkehle).

Da brauche ich Hilfe. Ich lese immer, beim Shot sei der HG halt nicht hell genug. ABER wie soll ich es machen? Ich arbeite ohne Blitz, da sonst die Objekte nicht gut aussehen (überbelcihtet oder Reflexe).
Geht es daher nicht so wie ich brauche ohne Blitz bzw. nur mit anderem BLitzsetup?

Ich habe sonst gerstern mal versucht eine halbgraue Füllebene zuunterlegen und dann am Rand mit weißem Pinsel wenig Deckkraft gearbeitet.
Ziel: Jedes Produktbild wird im Shop vor weißem HG gezeigt, daher müssen die Bilder am Rand auch reinweiß sein, sonst sieht es doof aus.


ALSO:
Meine Bilder sind leider so, dass der HG immer Grautöne aufweist. Das Problem liegt daher an der Beleuchtung wahrscheinlich. Aber da kann ich zur Zeit nichts ändern. Da ich aber Photoshop CS6 und eine Sony NEX3N und vor weißer Bastelpappe in der Hohlkehle fotografiere in RAW, dachte ich, es via RAW Import und guten Tipps von Euch einen brauchbaren und vom Zeitaufwand akzeptablem workflow zu entwickeln.

Das wäre ich sehr dankbar drum!

Am coolsten wäre eine Funktion, die das Objekt, welches ja schon vom HG unterscheidet und wenn mal nicht in Tonwerten, dann im Focus (auch ein weißes Stofftier mit Härchen sollte sich vom HG abheben), einfach mit einer Schutzmaske umgibt in einem Abstand von 5-10% Pixel und von dort an hin zum Rand des Bildes gradiell immer weißer wird! Quasi ein Farbverlauf, der fast am Objekt beginnt. Fast deshalb, so dass es natürlich aussieht und leichte Schatten erhalten bleiben.

Danke sehr für jeden Tipp und Leseverweis!
 
Mit dem Aufsteckblitz nicht direkt blitzen, sondern indirekt. Lässt sich der Blitz nicht neigen/schwenken, musst du über Spiegel oder Pappe indirekt indirekt blitzen, was natürlich noch mehr Leistung kostet.
 
Mh

werde es testen. Habe bisher ohne Blitz gearbeitet, da ich zwei Tageslichtlampen habe. Aber die sind wohl xxx. Sind von Pearl oder so und haben keine Leistung :(

Das mit dem Blitz sollte ich hinbekommen. Mal sehen, ob der HG dann weiß wird.

Belichtungsmessung mache ich wie gesagt Sport oder MitteZentriert auf helle Fläche des Objekts.
 
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