Programmieren mit der KI von Usern, die nichts davon verstehen

Eine weitere Frage wäre aber auch wie lange wir überhaupt noch mit dem Konzept der separaten Apps leben werden. Sicher, für einige ganz spezifische dinge wird es immer noch autonome Apps geben, schon aus sicherheitsgründen.
Aber im ottonormalgebrauch wird es sich wahrscheinlich eher so verhalten wie beim Smartphone das immer mehr "Einzelgeräte" zu sowas wie der Eierlegenden Wollmilchsau verschmelzen.
Kurz, KI wird als sowas wie ein Concierge alles für uns erledigen was digital umsetzbar ist. Ob nun aus eigener kraft oder im Hintergrund dann doch wieder auf spezifische Software zurückgegriffen wird ist dann für den Nutzer ja nicht mehr von belang.
Das bedeutet aber auch das Software in Zukunft in der Masse nicht mehr auf menschliche Usability entwickelt werden muss. Ob das gut oder schlecht ist, sei mal dahingestellt. 🙄
 
Ich bin nur gespannt wie sich das auf dem Arbeitsmarkt auswirkt. Bis jetzt wurde der Arbeitsmarkt von Bootcamp-Weiterbildungs-Entwicklern überschwemmt, jeder der einen Kurs auf Udemy abgetippt hat nennt sich "Webentwickler".

Die nächste Stufe wird dann die Bootcamp-Promter sein :)
 
@User38 Ich hoff so sehr das es irgendwann Jobs als Artificial Intelligence Slop Compliance Officer (KI-Sloptester) geben wird. Dann kann ich mich wenigstens dafür bezahlen lassen, wenn man dem mist eh nicht mehr aus dem weg gehen kann.
Hat der Oppa schon immer gesagt: Mach aus der Not eien Tugend! 🙄 😅

Btw: Diese Jobbezeichnung hat sich ChatGPT ausgedacht. Nebst 10 anderen. Allesammt haben beim Googeln aber ergeben das es sie anscheinend schon wirklich gibt. :(
Ich kann nicht mehr....🤣
 
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OT: der Threadtitel ist interessant formuliert. Ich denke beim Lesen, was daran schlimm ist, eine KI einzusetzen, deren User nichts vom programmieren verstehen. Das ist doch der Sinn davon… Oder auch warum ich eine KI von inbedarften Usern einsetzen soll (und warum hat der Anwender eine Anwendung, die andere unbedarfte User nutzen dürfen…)
 
pajaa schrieb:
Ich denke beim Lesen, was daran schlimm ist, eine KI einzusetzen, deren User nichts vom programmieren verstehen.
Es geht darum Software von Leuten einzusetzen, die vom Programmieren nichts verstehen, weil sie alles von der KI machen lassen.
Nicht darum ob man eine KI nutzt und nicht programmieren kann.
 
Wieso sollte es in der Softwarebranche anders sein als im realen leben?
Wir wählen Politiker in höchste Ämter von denen sie nichts verstehen um Entscheidungen zu treffen für die sie nicht im geringsten Qualifiziert sind. Das gleiche tut die Wirtschaft auch im Management. Leute werden solange nach oben aus dem weg befördert bis sie in keinster weise mehr für ihren Job qualifiziert sind und man sie dann bequem mit deftigen Boni raus befördern kann. 🙄
Leider ist es heute so das Selbstvermarktung wohl eines der wichtigsten Skills im Berufsleben ist.
Was man tatsächlich kann scheint nicht so wichtig wie das was man anderen glauben machen kann das man es kann.😩
C'est la vie...!🤷‍♂️
 
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Ich nutze auch KI zum coden - klappt auch recht gut ... ABER: ich kann den Code auch lesen/verstehen (ich code daher auch nur sprachen die ich kann...) - nicht zwingend jeden befehl/funktion - aber ich weiß warum da eine schleife ist, was die macht usw. Ich merke aber oft das KI auch viel Müll produziert. Viel Code markere ich schon an bevor ich ihn überhaupt getestet habe. Da wird ein array erstellt aber im ganzen Code wird dieses array nicht mehr aufgerufen (häufig). Oder Schleifen die irgendwas schleifen aber nichts was mit dem fertigen Produkt zu tun hat. "$a = $b+10" steht dann in der schleife. Aber die schleife hat keinen bezug zu b - das Teil gibt einen fehler weil $b nicht existiert.

Sicherheitslücken? Gerade wenn man Websachen macht nicht unkritisch - macht Claude, Gemini, ChatGPT liebend gerne - wenn man nicht weiß das es eine doof idee ist, User-Input ungefiltert in eine DB zu schieben, juckt es die KI auch nicht ...

Daher kann ich mir nur schwer vorstellen wie leute die angeblich KEINE Ahnung haben (ich rede jetzt wirklich von KEINE ... also Hello World -> wie macht man das?!), fertige Programme/Scripte/Seiten geschrieben bekommen. Gelingt mir bei shell-scripten, bei ps-scripten ... aber bei php? Noch nicht einmal gelungen - ohne das ich was korrigieren muss.
 
Kann ich nicht nachvollziehen. Habe mehrfach ein php Skript von Claude erweitern lassen, das hat sofort funktioniert.


WulfmanGER schrieb:
Aber die schleife hat keinen bezug zu b - das Teil gibt einen fehler weil $b nicht existiert.
Auch sowas ist schon ewig nicht mehr passiert. Vor einem halben Jahr war das noch üblich, heute passt es sofort
 
Ich habe viel mit SQL gemacht weil ich dachte, das diese KI doch bestimmt schneller geht als wenn ich es schreibe und wenn man weiß, was man möchte ist das gar nicht so schwer. Am Anfang natürlich Fehler gehabt, aber durch korrigieren und hartnäckigen Nachfragen geht das heute eigentlich ratzfatz.

Und Ratzfatz ist wirklich Ratzfatz

Das einzige wo ich mir Gedanken machen werde sind die Viren, denn die könnten am Fließband produziert werden. Deshalb denke ich, das Virenprogramme und co. noch sehr wichtig werden.
 
Micha- schrieb:
Kann ich nicht nachvollziehen. Habe mehrfach ein php Skript von Claude erweitern lassen, das hat sofort funktioniert.
...
Auch sowas ist schon ewig nicht mehr passiert. Vor einem halben Jahr war das noch üblich, heute passt es sofort
Kann ich unterschreiben.

Was ich mittlerweile hier bei Claude gemacht habe, ist ihm als Projekt-Anweisung gesagt, dass er nicht einfach irgendwas ungefragt bauen oder fixen soll. Ich diskutiere da mit Claude, und manchmal fing er da einfach ungefragt an zu arbeiten, hat mich am Anfang richtig genervt.
 
Mal interessehalber an die eingefleischten Coder gefragt.
Arbeitet ihr auch schon mit lokaler KI produktiv beim Coding oder kann man das bisher noch vergessen ohne bezahlte Tokens online zu verbraten?

Edith: Eigentlich sollte man ja ein lokales Modell ganz gut auf bestimmte programmiersprachen eindampfen können um sie lokal auf Consumer Hardware laufen zu lassen!?
Gerade beim Coding hätte ich Anwendungsspezifische lokale Modelle am ehesten erwartet!
 
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samuelclemens schrieb:
Arbeitet ihr auch schon mit lokaler KI produktiv beim Coding oder kann man das bisher noch vergessen ohne bezahlte Tokens online zu verbraten?
Dafür braucht man schon ordentlich potente Hardware, da die Modelle dann ja auch komplett in den RAM geladen werden müssen. Da können selbst 32GB oft schon knapp werden.
Ich trau der KI auch noch nicht, um sie da auf meinem PC arbeiten zu lassen.
 
"KI demokratisiert die Umsetzung – nicht die Expertise. Wer weiß, was er tut, wird damit nur verdammt viel schneller." Siehe hier.
 
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hier mal ein "kleiner" Erfahrungsbericht.

Ich bin für die Firma gerade so ein 4/5 Vibe-Coder.
zu mir: Ich bin bei uns Projektleiter für unseren Fachbereich Technischer Service am Kunde.

Daher stoße ich an & prüf SAP-Entwicklungen, Verwalte verschiedene digitale Plattformen, Erstelle Arbeitsanweisungen, verwalte die Telefonlogik für unsere Mitarbeiter, bin Ansprechpartner für verschiedene Externe Dienstleister die für uns was umsetzen sollen, Fachbereichsbezogene Themen von Legal / QM / OCS, etc. und grundsätzlich Mädchen für Alles.

Kann aber Nicht selbst programmieren, maximal wie eine schlecht gelernte Fremdsprache in der Gesamtschule dieses Lesen.

Ich kann aber STRUKTUR & Logik :-)

Ich Vibe code gerad eine Excel Vertragserfassungstool in eine Website um mit SSO Login damit man Sie auf jedem Gerät nutzen kann. Und das ist erschreckend gut geworden mit ChatGPT in der Enterprise Edition.
die 70 Stunden die ich aktuell im Projekt versenkt habe mit Chaty (mein Kosename für chatgpt), hätte ich ansonsten vorher fast nur gebraucht um einem Entwickler zu erklären was ich brauche. Ohne die Probleme der Kommunikation, was sag ich, wie versteht das mein gegenüber. Und was kostet das ganze....

Wie nutze ich ChatGPT?
Ich nutze eine Mischung aus SOFORT (Was in Enterpise keine zusatzkosten verursacht) Hoch und PRO. Je nach aktuellem Thema:
Kleinere Umsetzungen in Sofort. daher fehler in Formatierungen, einzelthemen, Dropdowns, etc.

Wenn ein strukturelles Thema auffält, nutzt ich Hoch oder Pro, da diese bei OpenAI zusätzliche Credit-kosten verursachen, und ich "nur" 2500 Credits pro Monat zur Verfügung habe.
1x Pro = 50 Credits - egal ob ich Frage wie ist das Wetter oder bau mir mal den PDF-Renderer von 0 an um und analysier die vorhandene Struktur. und er dann 120 Minuten in eine Denkphase verfällt.

Dieses Vertragserfassungstool ist etwas komplexer, wer Details lesen möchte siehe weiter unten.

Aber ich verlasse mich hier nicht nur auf das Vibecoding, ich habe ein mehrstufiges System hochgezogen. Ich Vibecode, wenn ich auf einem Test-Stand bin wo ich sage "so gehts", geht der Code an einen externen Dienstleister von uns und der macht einen Code-Review und korrigiert und dann wird die Released. Weiterhin erhalte ich dann den korrigierten Code zurück um dann mit Chatty weiter zu viben und dann wieder nach x-monaten weitere Features prüfen und releasen zu lassen.

Und es macht akut süchtig, fast wie Zocken. Ich muss mich ausbremsen, nur noch dies und jenes, ach hier nochmal ein Test und schon hab ich von 6:30 uhr bis 20:30 uhr dran gesessen, mit "leichten" Unterbrechungen durch normales Tagesgeschäft.
Eben gerade habe ich auch nur mal schnell was nachgezogen was ich gestern nicht mehr geschafft hatte ;-)


Fazit:
Ich war anfangs echt skeptisch als die Idee an mich herangetragen wurde, ob wir unsere Excel nicht auf eine Website heben. Aber als ich da einfach mal angefangen habe rumzuprobieren und irgendwie ganz schnell Resultate erzielen konnte, war ich heiß wie Frittenfett geworden.

Wenn man aber keine Ahnung hat, der KI sachen nicht richtig erklärt, oder selbst auf dem Holzweg ist von seiner gedachten Logik -kann sehr viel ganz falsch laufen. im besten Fall hat man nur Geld und Arbeitszeit verbrannt, im schlimmstenfall ist man zu Gutgläubig und verlässt sich auf falsche Tatsachen und Ergebnisse.

Details zur Kompexität (wen es interessiert lesen, ansonsten ignorieren)
Wir haben eine von mir gebaute Excel zur Erfassung von überkomplexen Wartungsverträgen für m:n Geräte/Dienstleistung mit unterschiedlichsten Gerätetypen und Wartungszyklen.
Um das mal darzustellen von der Mannigfaltigkeit mit normalen Geräten: Vom Toaster, Waschmaschine, Heizungsanlage, Solaranlage, Auto, etc. alle möglichen Geräte mit n Dienstleistungen, mit jährlichen, 2 jährlichen,1,3,4,5 etc. Wartungszyklen, analog zum Auto mit einer entweder alle 2 Jahre oder alle x-tausend Läufe. Vertragslaufzeiten 1-5 Jahren, etc.. Und das ganze im Medizinbereich mit Kritischen Systemen (Auch Strahlung, etc.)

Der Vertrag kann aus einer Kombination von rund 1.000 verschiedenen Geräten bestehen.
Dem entsprechend komplex ist diese Excel, der Anwender sieht nur den Bereich "Kundendaten", eine Seite mit der Geräteerfassung und der DIenstleistungen,wann diese Stattfinden müssen.

Im Hintergrund sind aber eigene Datenblätter die Preise, Zyklenanzahl, Logikprüfungen, Gerätetabellen, Dienstleistungstabellen, Preissteigerungsfaktoren, etc. berücksichtigt.

Die größte Tabelle, diese wo die Mitarbeiter die Geräte erfassen, hat rund 150 Spalten von denen der Mitarbeiter nur rund 15 sehen und bearbeiten muss. Der Rest sind Logikprüfungen, Indirektverweise auf Felder, Sverweise (heute würde ich Xverweise nehmen); die sich wieder aus den Indirektverweise beziehen, etc. da stehen dann so schöne Kombinationen drin wie "=WENNFEHLER(VERKETTEN("Datenbasis!";SVERWEIS([@ID];Artikelstamm[[ID]:[Zellenposition-Ende]];2;FALSCH);":";SVERWEIS([@ID];Artikelstamm[[ID]:[Zellenposition-Ende]];3;FALSCH));"")"

Dazu kommen noch Makros um den Vertrag dann aus den erfassten Daten zusammenzustellen und daraus 8 verschiedene Versionen des Vertrags mit Anlage der erfassten Geräten, wann Leistungen stattfinden, in welchem Jahr etc.. Den Code für die Makros habe ich mir vor 3-4 Jahren hart zusammengestottert aus Internetquellen und rumprobieren.

Dann zu meinem vorgehen in ChatGPT
Ich hab initial 5-7 Stunden ChatGPT jede Tabelle erklärt, weil er die Excel ohne Kontext gar nicht verstehen kann, manuell Screenshots gemacht, Formeln dazu geliefert, erklärt was das Grund war und was das Resultat, etc. immer unter der Prämisse ich musste in Excel "basteln".


Resultat nach rund 70 Stunden:
Admin Bereich
  • User Login mit Rollenmanagement (Verträge ist nur der 1. Teil davon), aktuell ein simples, später ersetzt durch SSO Anbindung.
  • Datenbank mit Tabellen und UI zu Geräte, Produktkategorien, Dienstleistungen, Hersteller, Rabattsystem, etc.
  • inkl. einer Validierung dass nichts gelöscht werden kann was irgendwo genutzt wird.
  • in jeder dieser Tabellen sind dementsprechend viele Definierbare Felder, z.B. kann ich Geräte per Multi-Choice die anzubietenden Dienstleistungen auswählen, Andruckbare *Hinweise, etc.
  • Kalkulationsschema (Variable anpassbar mit hinzufügbaren Rabatten in €/% mit Kalkulationsreihenfolge, etc.)

Erfassungsbereich für den Anwender
Workflowsystem hochgezogen mit Prüfung auf konsistenz:
  • Kunden & Vertragsdaten (laufzeit, Grundsätzliche Rabatte, Anfahrtspauschalen, etc.)
  • Gerätererfassung mit den ganzen Sonderlocken, Buttons wo man sich Interne Hinweise oder die Beschreibung der Leistungen als Pop-Up anzeigen lassen kann, Kopierfunktion wenn es das Gerät mehrfach gibt, Seriennummerprüfung auf unique innerhab des selben Gerätes, aber nicht über mehre Geräte, etc., Klappmenü das man ein Gerät (und untergegliederten Leistungen und Details) als ganzes auf- und zuklappem kann, eine dann erscheinende Zusammenfassung im Gerätekopf, einer Prüfung ob er sich alle Leistung zumindest mal "angeschaut" hat, etc.
  • Vertragsübersicht, wo nochmal alle erfassten Geräte mit Dienstleistung aufgeführt sind, die sich ergebenen Einzel- & Gesamtpreise, etc.
Dann ein PDF Renderer der aus den angebenen Informationen ein Vertrag entwirft mit Anlage der Gerät, welche Dienstleistungen, etc.

Das alles hoch variabel, daher habe ich alle Themen in der Verwaltung so aufgebaut, dass Sie dort gesteuert werden können und nicht Hardcoded im Code liegen. Selbst solche Themen wie lang eine Gerätebezeichnung sein darf habe ich als variable schreiben lassen.
1787388447420.png


Für die erstellung der .PDF sind dementsprechend zentrale Typografiemöglichkeiten hinterlegt in Rich-Text für Höhen, Schriften, Bolt/Kursiv.
Inhalte z.B. Pragraphen können ergänzt, umbenannt, umgeschrieben weden.
Mit Variablen die man einfügen kann z.b "dein Kleinanzeigen {{letzter_preis}} ist...".

Und das alles in 3 Ländervarianten (D-A-CH) per Rollemanagement default gezogen oder direkt im Vertragskopf auswählbar.

Ich bin gerade am Feinschlief für die .PDF Erstellung, die nächsten Themen werden sein: Speicherort der erfassten Verträge, Freigabeprozesse, etc. und ich glaub das wird easy ;-)

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Zuletzt bearbeitet:
e-hahn schrieb:
dass er nicht einfach irgendwas ungefragt bauen oder fixen soll.
Ja das macht der Copilot auch gerne. Grundsätzlich kann man es aber verbieten und er hält sich auch daran.


Trotz allem eine spannende Entwicklung und früher oder später werden wir ein neues ABO haben oder dies lokal nutzen.
 
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