"PROTECT" Schutz mit Sony Verstärker und Grundig SM3000

StePH

Ensign
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März 2013
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Hallo zusammen,
ich habe ein kleines Problem und weiß nicht sicher wie ich es lösen kann, hoffe hier auf eine guten Tipp.

Folgendes: Ich habe bei eB.. Kleinanzeigen für für 20€ ein Paar Grundig SM 3000 Lautsprecher gekauft (Technische Daten der SM 3000:
3-Wege geschlossen, Standlautsprecher
Hochtöner: 2,5 cm Textil-Kalotte
Mitteltöner: 5 cm Textil-Kalotte
Tieftöner: 2x 20 cm (beide Tieftöner bekomen hier den gleichen Frequenzbereich)
Belastbarkeit (Nenn-/Musikb.): 120 / 180 Watt
Frequenzgang: 25 - 25.000 Hz
Übergangsbereiche: 1100/4000 Hz
Impedanz: 4 Ohm

und betreibe diese mit einem Sony STR DH100 (Sony STR-DH100 - Stereoreceiver Leistungsstarker Stereoreceiver in neuem Design, 2x 90W, 5x Audio Eingänge, 2x Audio Ausgänge und viele Anschlussoptionen via DMPORT (Walkman, iPod, Bluetooth, WLAN) - Verstärker: - 2 x 90 Watt RMS Stereo (THD 0,09%) an 8 Ohm - DMPORT Anschluss - 5 Audioeingänge und 2 Audioausgänge - 2 A/V-Eingänge - Elektrische Klang- und Balanceeinstellung - Kopfhöreranschluss - Lautsprecherwahlschalter A, B, A+B - Tuner)

Alles angeschlossen funktioniert super, Klang (für die Garage) für den Preis absolut in Ordnung, nur sobald es zu laut wird, setzt der "Protect" Schutz ein... Ich kenne mich mit Hifi auch nicht so gut aus, aber kann das mit den Impedanzen zu tun haben? Wenn ja wie kann ich das Problem lösen ohne neue Geräte anzuschaffen?

Freue mich über Tipps und Ratschläge von euch.
Gruß Stephan
 
Hm, 4 Ohm Boxen an einem 8 Ohm Verstärker... bei höherer Lautstärke ist es da nicht unbedingt verwunderlich wenn der Überlastschutz greift.

Einzige Lösung ohne Neukauf die mir einfällt: nicht weit aufdrehen... oder wenn Mono reicht die 2 Boxen an einem Ausgang in Reihe schalten.
 
ah ok, dann werde ich die beiden LS in Reihe schalten, gibt es da noch etwas zu beachten? Bzgl. nur ein Kanal benutzt wird? Oder könnte ich auch vor den beiden LS einfach ein 4Ohm R vorlöten?
 
Meine Elektronikkenntnisse sind mittlereile n bissl eingerostet... bin mir nicht ganz sicher ob ein reiner Ohmscher Widerstand da passt, die Boxen sind ja induktiv. Andererseits ist der Ausgangswiderstand der Endstufe ja auch nicht induktiv... ich hoff mal das hier noch einer reinschaut der es genauer sagen kann. Es sollte aber auf jeden Fall einer sein der die entsprechende Leistung abkann (die dürfte sich dann ja 50/50 zwischen Boxen und Widerstand aufteilen)


Das einseitige belasten des Verstärkers sollte aber kein Problem sein.
 
das mit dem Widerstand in Reihe würde rein theoretisch so passen wie beschrieben, ABER:
die 50/50 für die Leistungsaufteilung stimmen, d.h. wenn der AVR tatsächlich 80W liefert, dann gehen 40 in den LS und 40 "bleiben am Widerstand hängen". Mein Lötkolben hat 7W, nur mal so zum Vergleich ;)
Man müsste also z.B. 4*1Ohm/10Watt in Reihe hängen.

Außerdem ist dann die Frage, ob es am Ende denn überhaupt lauter wird. Man verbrät ja die Hälfte der Leistung an den Widerständen.

Weiterhin macht man sich den Dämpfungsfaktor "kaputt". Man schaltet keine Widerstände vor Bass-Treiber (die runter bis zu ihrer Resonanzfrequenz betrieben werden), bei Mittel oder Hochtönern ist das etwas anderes.

Ich würde mal jeden der LS einzeln probieren, vielleicht hat auch eine der Weichen einen Schuss?!?
 
Arg viel leiser dürfte es aber auch nicht werden, aktuell läuft die Endstufe ja nicht mit Leistungsanpassung, d.h. man verliert Leistung weil die Spannung zusammenbricht (und heizt damit den Verstärker auf). Aber ja: der Widerstand wird bei der Reihenschaltung sehr gut heizen ;-) weiß gar nicht ob man so ohne weiteres 40W Widerstände bekommt... vermutlich nur mit extra großem Kühlkörper.


20W ist schon n rechter Klotz: http://www.lautsprecher.de/boxenbau...543/widerstand-20watt-axial-wert-3-9-ohm.html
 
Hallo,

der Sony hat pro Kanal ein Sanken MP1620 + MN2488 Paar, 12k Siebung gesamt und ein doch ausreichenden Trafo, für diese Klasse. Die Frage ist, was heißt laut? Ist es dann schon sehr laut?

Die Lautsprecher sind nicht defekt?
Für 20€ zwei intakte SM 3000er zu bekommen, das halte ich für unrealistisch oder großes Glück.

EDIT1:

Welche Quelle nutzt du und wie schließt du sie an?
Die Lautsprecher sind richtig angeschlossen? Beide an Speaker-Out A, Polung ist korrekt?
Wird der Verstärker warm, heiß?
Die Lüftungsschlitze des Verstärkers sind nicht verdeckt?

Ansonsten:
Mickey Mouse schrieb:
Ich würde mal jeden der LS einzeln probieren...

Nur sicherheitshalber:

Die Muting-Taste ist nicht gedrückt?
Bevor der Verstärker ins protect fährt, kannst du da ein unsauberes Klangbild, Verzerrungen feststellen?

EDIT2:
Jesterfox schrieb:
Hm, 4 Ohm Boxen an einem 8 Ohm Verstärker...

http://www.sengpielaudio.com/Rechner-VerstaerkerLautsprecherUndOhm.htm

;)

Kann sein das dass ein ziemlich dämliche Frage ist:
Wie soll es lauter werden, wenn er einen Vorwiderstand nutzt?


Es ergibt sich ein höherer "Lastwiderstand" (besser Scheinwiderstand) für den Verstärker.
Der Verstärker hat an hohen "Lastwiderständen" weniger Leistung?
"Leistung" wird am Widerstand verbraten?

Je nachdem, wie die internen passive Weiche beschalten ist, kann ein Vorwiederstand in reihe auch große Auswirkungen auf den Klang haben. Der LSP ändert seinen Widerstand nach f, der Festwiderstand aber nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also angeschlossen Kanal A, keine Verpolung, plus Minus alles iO, keine Muting. Verstärker hatte "normale" warme Temperatur nach ca.3 Stunden Fußball und anschließender Party. Nein die Musik ging ohne Verzerrungen aus, da "Protect" eingesetzt hat.
Ich habe die LS nun in Reihe laufen und mal ca. 80% aufgedreht und paar Minuten spielen lassen. Es war in Ordnung - Verstärker ist nicht ausgegangen.
Zu den LS für 20€, Kleinanzeigen hatte jemand aufgeräumt, wollte eig nen altes Radio von ihm haben und da habe ich die LS gesehen und gefragt was er dafür haben will, also 20€ denke gutes Geschäft gewesen :-)
Also klanglich super, defekt weiß ich nicht, kenne mich mit dem Innenleben nicht aus. Aber bis zu einer bestimmten Lautstärke lief ja alles.

Naja nun halt in Reihe, aber Mono ist natürlich auch nicht der Hit.
Ergänzung ()

ps.: Quelle Notebook/Handy von Klinke auf Cinch Eingang des Verstärkers. Eingang BD, aber denke ist irrelevant oder?
 
@Zwenner: Meines Wissens gab es zumindest früher auch Verstärker mit Leistungsanpassung. Wie gesagt, mein Wissen ist in dem Bereich auch etwas eingerostet, hab mir schon gedacht das die neueren Verstärker da evtl. anders arbeiten (bei Leistungsanpassung liegt ja der Wirkungsgrad unter 50%). Das es mit Vorwiderstand lauter wird hab ich nicht gesagt, nur das es nicht so viel leiser wird. Das Ganze bezieht sich wieder auf die Annahme dass der Ausgang tatsächlich 8 Ohm hätte und man durch den Vorwiderstand Leistungsanpassung erreichen würde.


Unabhängig davon wird bei 4 Ohm Lautsprechern immer ein höherer Strom fließen als bei 8 Ohm Lautsprechern oder woher sollte ansonsten das ansprechen des Überlastschutzes kommen? (wobei man das auch rechnerisch beweisen kann, bei einer Spannungsanpassung verändert sich ja die Ausgangsspannung nicht großartig durch den anderen Wiedestand womit sich der Strom etwa verdoppelt) Von daher kann man zumidnest annehmen das es schon seinen grund haben wird weshlab der hersteller 8 Ohm Boxen empfiehlt ;-)
 
Statt einem Widerstand/einer Widerstandkette kann man auch eine Impedanzanpassung mit Übertragern machen. Dummerweise sind die Eisen in den Leistungsbereichen hübsch teuer, daß man sich durchaus stattdessen ein paar gute, gebrauchte LS kaufen könnte.

In diesem Sinne wäre es unsinnig, tatsächlich eine Impedanzkorrektur vornehmen zu wollen, die €20 pro Box sind schon eine sportliche Vorgabe.
 
20€ das Paar (-;
Naja dann bleiben die halt in Reihe und mono...
 
Das Problem liegt daran,das die Boxen im Bereich der Resonanzfrequenz mal locker auf 2,5 Ohm abfallen
können und da dreht der Sony im wahrsten Sinne des Wortes ab ! Du hast an dem Teil 2 In-Outputs für Video und Tape.
Da kannst Du einen Equalizer einschleifen. Die Dinger kriegst Du bei Ebay mittlerweile nachgeworfen.Mindestens einen 10-Band holen,dann bei 32 Hz alles raus und bei 60 Hz halb hochdrehen.Das fällt auf Feiern kaum auf und Du kannst deutlich weiter aufdrehen.Oder 400Mikrofarad zwischen Weiche und die Bässe löten,wird aber teurer und ein Mordsgefummel.
 
Zuletzt bearbeitet: (Tippfehler)
marcelkhan schrieb:
Oder 400Mikrofarad zwischen Weiche und die Bässe löten,wird aber teurer und ein Mordsgefummel.

Damit verschiebst Du lediglich die Resonanzfrequenz des Schwingkreises.

Wenn die Last zu hoch ist, ist die Last zu hoch. Punkt.
 
Ich rede hier auch nicht von einer Parallel (da hättest Du recht) , sondern einer Reihenschaltung.
Zwischen dem Ausgang für die Bässe und die Bässe selbst gelötet entsteht bei 400µ und 4 Ohm
eine 6dB-Weiche mit ca. 100Hz Übernahmefrequenz ,die dem Verstärker einen mit sinkender Frequenz
steigenden Nennscheinwiderstand (nicht mehr 2,5 sondern ca. 5 oder 6Ohm) "vorgaukelt".Und genau das
brauchen wir hier. Der Sony "verbrät" also nicht mehr unnötig Strom im kritischen Bereich und man kann
die Lautstärke deutlich erhöhen.Die Überstrom/Überlast-sicherung löst später aus. Nachteil : weniger Tiefbass.
Das ganze funktioniert,ob Du's glaubst oder nicht.Punkt.Punkt.
Das ganze eignet sich auch um kleine "PC-Böller" mit "Badewannenkurve" zu entschärfen.
(Korrekte Berechnung vorausgesetzt)
 
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