Proxmox Backup Server virtualisieren

>|Sh4d0w|<

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Hallo,
Ich habe einen Mini Windows PC, auf dem ich viele Robocopy Scripte nutze, um Backups von meinem NAS auf eine große HDD zu erstellen. Dieser bleibt ohnehin bestehen. Meine Idee war, auf diesem PC per HyperV einen Proxmox Backup Server (PBS) zu erstellen.

Als HDD eine separate WD Red 3 TB anschließen und der vhdx erstmal 1 TB zuweisen. Innerhalb des "Backup Storages" würde ich dann einen ZFS Pool erstellen. Somit müsste das besser mit Deduplizierung, effizienterem Speichermanagements von Backups und Snapshots der entfernten VMs funktionieren.
Also innerhalb der vhdx Datei ein Linux Dateisystem und ZFS. Macht das Sinn und ist das eine möglicher, gängiger Weg? Ich weiß nicht, wie realistisch es ist, dass mal so eine vhdx Datei beschädigt wird und dann alles kaputt ist. Oder ob es ab einer gewissen Größe Probleme mit der vhdx Datei gibt oder es sehr träge wird... Es wird sehr unrealistisch sein, dass im Falle eines Backup Restores der PBS nicht läuft, aber lieber versuche ich mir im Vorfeld mal Gedanken darüber zu machen :)

Alternativ per Windows Freigabe auf ein NTFS die Backups vom PBS erstellen, dann jedoch ohne die Vorteile von ZFS?

Ein weiteres PC mit PBS fällt bei mir aus Platzmangel aus...
 
die frage ist, brauchst du den ganzen backupserver? du kannst auch einfach dein nas als storage in proxmox einbinden und die backups direkt darauf ablegen.
 
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>|Sh4d0w|< schrieb:
Backups von meinem NAS auf eine große HDD zu erstellen.

Hat das Teil NAS nicht was Eigenes um auf einen externen Datentraeger zu kopieren?
Bei meiner Terramaster nennt sich das "USB Copy".
 
Sollte so gehen, ob dar ZFS Pool notwendig ist stell ich mal in Frage. PBS dedupliziert schon selber sehr, sehr gut. kA ob sich das nicht sogar mit ZFS dann eher beißt.

VHDX haben AFAIK die "Metadaten" doppelt an Board, einmal am Anfang und am Ende. Bei VHD (ohne X) hat es teils mal die ACLs verlegt, bei VHDX kann ich mich an keine Probleme erinnern, würde ich als robust ansehen (bei VHDs wahrscheinlich auch eher Probleme durch frühere Hyper-V Versionen).
VHDX können bis zu 64TB groß sein, da ist eher eine Frage wenn man die Datei (VHDX) nochmal extra sichert, wie lang die Datei gelocked ist bzw. wie lang es dauert die komplette Datei wiederherzustellen.
Performanceprobleme wird es bei den wenigen TBs denke ich nicht geben, das liegt eher an der Disk auf der die VHDX selber liegt und welche Daten gelesen/geschrieben werden.
Wenn du mehrere vDisks auf der gleichen (einzelnen) physischen Disk hast, ist das tendenziell eher kontraproduktiv wenn der Schreib-/Lesekopf umso mehr zwischen verschiedenen Speicherorten hin- und herspringen muss. Wenn dann nur eine VDHX auf die HDD, und die am Stück im PBS als Storagepool nutzen.
Ergänzung ()

Ps: mein PBS läuft auch als VM auf einem PVE. Ich reiche eine USB-Disk aktuell noch direkt in die VM durch. Wollte ich mal ändern, dass auf der USB-Disk nur eine virt. Disk für den PBS liegt, um nicht den kompletten Platz dem Storagepool zu geben. Funktioniert allerdings zu gut als dass ich da gerade rumdoktoren will 😅
 
Zuletzt bearbeitet:
Meinen alten Windows "PC" als Backup würde ich dann immer nur per WOL aufwecken und dann anschließend die Backups nach Zeitplan starten. Ich probiere gerade auch noch das SMB/CIFS Share ohne PBS aus. Klappt auf Anhieb recht gut, aber habe da keine Langzeiterfahrung und ob der PVE das dann auch gut und effizient abspeichert (Snapshots)

Ich wollte schon ein zweites physikalisches Gerät haben, damit im Worstcase ein Hardwareschaden (Spannungsspitzen?) nicht alle SSDs/HDDs zerschießt etc. Von daher den PBS nicht auf dem gleichen PVE.
 
>|Sh4d0w|< schrieb:
damit im Worstcase ein Hardwareschaden (Spannungsspitzen?) nicht alle SSDs/HDDs zerschießt

Dann stellt man sich eine USV dahin die das abfaengt.
Sollte man eh haben wenn man ein NAS betreibt.
 
>|Sh4d0w|< schrieb:
Klappt auf Anhieb recht gut, aber habe da keine Langzeiterfahrung und ob der PVE das dann auch gut und effizient abspeichert (Snapshots)
warum soll das auch nicht funktionieren (und ja, hier läuft das schon seit langem so)? was meinst du mit "gut und effizient"? das ist ein ganz normales backup, wie proxmox das nunmal erzeugt. komprimieren tut proxmox das schon (wenn aktiviert), deduplizieren könnte es auch das nas, wenn es denn das kann.

wenn es nur um das ablegen einiger backups geht, dann würde ich mir den extra pbs sparen und einfach das nas einbinden. verringert die komplexität und so ein pbs will ja auch maintained werden.
 
Das NAS ist schon recht voll und darauf wollte ich eher keine Backups ablegen. Dazu fahre ich es nur hoch, wenn ich darauf zugreifen muss/möchte :) Also kein 24/7 Betrieb. Alles vom NAS speichere ich halt wie gesagt schon auf meinen "Backup Windows PC".

Deduplizierung bekomme ich nur mit ZFS oder dem PBS hin oder?

So wie es bisher ausschaut, reicht es wohl erstmal ohne PBS, aber ich wollte mir schonmal Gedanken dazu machen und habe keine Praxiserfahrung dazu.
 
Und kann der PBS das irgendwie anders, effizienter "backuppen", indem er z.B. vorherige Vollbackups vergleicht und dann nur die inkrementiellen Änderungen dazuschreibt über Hashes die er vergleicht? Über den PVE habe ich jetzt mal backups erzeugt und das sind immer Komplettbackups.
 
>|Sh4d0w|< schrieb:
Hallo,
Ich habe einen Mini Windows PC, auf dem ich viele Robocopy Scripte nutze, um Backups von meinem NAS auf eine große HDD zu erstellen. Dieser bleibt ohnehin bestehen. Meine Idee war, auf diesem PC per HyperV einen Proxmox Backup Server (PBS) zu erstellen.

Als HDD eine separate WD Red 3 TB anschließen und der vhdx erstmal 1 TB zuweisen. Innerhalb des "Backup Storages" würde ich dann einen ZFS Pool erstellen. Somit müsste das besser mit Deduplizierung, effizienterem Speichermanagements von Backups und Snapshots der entfernten VMs funktionieren.
Also innerhalb der vhdx Datei ein Linux Dateisystem und ZFS. Macht das Sinn und ist das eine möglicher, gängiger Weg? Ich weiß nicht, wie realistisch es ist, dass mal so eine vhdx Datei beschädigt wird und dann alles kaputt ist. Oder ob es ab einer gewissen Größe Probleme mit der vhdx Datei gibt oder es sehr träge wird... Es wird sehr unrealistisch sein, dass im Falle eines Backup Restores der PBS nicht läuft, aber lieber versuche ich mir im Vorfeld mal Gedanken darüber zu machen :)

Alternativ per Windows Freigabe auf ein NTFS die Backups vom PBS erstellen, dann jedoch ohne die Vorteile von ZFS?

Ein weiteres PC mit PBS fällt bei mir aus Platzmangel aus...

Welchem Zweck sollen die Backups dienen bzw. wie häufig sollen sie erstellt werden?
 
würde die HDD für die backups extern ein binden in den proxmox server, dann sind die daten unabhängig von der VM
 
>|Sh4d0w|< schrieb:
Und kann der PBS das irgendwie anders, effizienter "backuppen", indem er z.B. vorherige Vollbackups vergleicht und dann nur die inkrementiellen Änderungen dazuschreibt über Hashes die er vergleicht? Über den PVE habe ich jetzt mal backups erzeugt und das sind immer Komplettbackups.
PBS Backupped IMMER mit Dedublication und inkrementell. Also schon sehr effizient. Das kann ein direktes Backup von PVE aus nicht, das speichert immer die komplette VM weg,

Prinzipiell geht dein Vorhaben. (Auch wenn ich Hyper-V mit jeder Faser meines Herzens hasse).

Wenn du ej ein Proxmox hast, virtualisiere den PBS dort. Binde dein NAS als NFS Mount in PBS ein, kein SMB/Cifs Grund: NFS arbeitet blockbasierend das sorgt für schnellere Backup Geschwindigkeit. Wenn möglich, ist aber iscsi vorzuziehen (Spoiler: wird mit deinem NAS wohl eher nix).

Plane die Backups zu dem dir gelegenen Zeitpunkt. In der Crontab von PVE würde ich dann den PBS 15min VOR Backup beginn starten lassen, dann läuft das Backup, Verify und Prune Job und notiere die Zeit wann PBS alle vorgänge abgeschlossen hat. Kalkuliere großzügig ne Stunde ne Stunde drauf und erstelle weinen cronjob der PBS im anschluss wieder runterfährt. Grund: Das Zeitfenster kann etwas schwanken, mal dauerts etwas länger mal kürzer, je nachdem wieviel der Prune und Verrify Job zu tun haben.Das wäre mein präferierter Weg (so mach ich das jedenfalls).

Wenn der PVE Host aber schon voll ist, dann kannst du PBS auch unter Hyper-V virtualisieren. Aber auch dort sollten die Backups direkt aufs NAS landen und NICHT lokal in einer VHDX. Hyper-V ist unfassbar ineffizient und umständlicjh was das verkleinern einer VHDX Datei betrifft. Das kann nervig werden. Auf ein ZFS Volume in der VM würd ich verzichten, ich sehe da keinerlei Vorteile.

ZFS macht auch nicht per se ein Dedup, das feature muss man aktivieren mit anschließendem Wachstum an RAM bedarf. Aber wie gesagt, ZFS ist hier garnicht notwendig.
 
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In kleinen Setups läuft bei mir der PBS immer virtualsiert, aber auf einem zweiten Proxmox Host!
Das hat einfach den Vorteil, dass wenn der produktive Host ausfällt, du die VMs und LXCs in wenigen Minuten aus dem virtuellen PBS auf den zweiten Proxmox Host wiederherstellen kannst.
Hätte ich PBS nativ auf dem 2. Host, müsste ich erst einen 3. Host einrichten oder den 1. Host reparieren, damit ein Ziel zum recovern habe.

Wenn ein zusätzlicher Host nicht infrage kommt, sehe ich erstmal keine Vorteile in PBS. Da kannst du auch einfach eine HDD an deinen Router anklemmen, das in Proxmox als Speicher einbinden und die Backups da hin blasen.
Wenn man keine Medien sichert, dann sind selbst 3TB einer (heutzutage schon winzigen) HDD verdammt viel Storage für Backups.
 
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h00bi schrieb:
In kleinen Setups läuft bei mir der PBS immer virtualsiert, aber auf einem zweiten Proxmox Host!
Jop. Ich hab für solche totalausfälle nen zweiten PBS auf nem billigen Minipc laufen, wen muss ich im K-Fall nur einhängen und booten.

h00bi schrieb:
Wenn ein zusätzlicher Host nicht infrage kommt, sehe ich erstmal keine Vorteile in PBS. Da kannst du auch einfach eine HDD an deinen Router anklemmen, das in Proxmox als Speicher einbinden und die Backups da hin blasen.
Wenn man keine Medien sichert, dann sind selbst 3TB einer (heutzutage schon winzigen) HDD verdammt viel Storage für Backups.
Dedup und schnellere Backups und damit kleines Zeitfenster. Das ist schon nice to have. HDDs übern Router können meist nur SMB kein NFS, das würd ich mir persönlich nicht antun wollen.
 
>|Sh4d0w|< schrieb:
Und kann der PBS das irgendwie anders, effizienter "backuppen", indem er z.B. vorherige Vollbackups vergleicht und dann nur die inkrementiellen Änderungen dazuschreibt über Hashes die er vergleicht? Über den PVE habe ich jetzt mal backups erzeugt und das sind immer Komplettbackups.
Wie wäre es es mit einem Backup-Tool was das von Haus aus kann, z.b. restic?
 
@foofoobar Weil PBS das kann und restic in jede VM müsste. PBS ist wunderbar in Proxmox integriert, macht dedup, kümmert sich um die Anbindung des Storage, ist easy Planbar ohne irgendwelche Scripts die ich warten müsste. PBS ist hier schon die richtige Lösung für das Problem.
 
Dann schaue ich mir den PBS doch mal genauer an :) NFS werde ich dann nicht nutzen können, da das nur unter Server Editionen aktivierbar ist. Pro/Hime nur NFS Client ?

Backups würde ich wöchentlich machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich meine NFS unter OpenMediaVault aktivieren, und das dann als Storage Ziel in PBS einbinden.
Der PBS greift über NFS drauf zu.
 
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