Ich finde es immer wieder überraschend wie sehr Apple und jetzt auch QC bei ihren Performance-Kernen Nägel mit Köpfen machen. 400+ Register für je INT und FP, 650+ ROB, 224-entry L1-TLB, 96kB L1D- und L1I-Cache ... das ist alles deutlich mehr als ausgewachsene Zen-5-Kerne haben bei wahrscheinlich mal wieder deutlich weniger Verbrauch. Aber das werden wir dann sehen, wenn es so weit ist.
Das einzige, wo die Kerne deutlich hinter Zen 5 zurückliegen ist die Breite der FPU. Die ist bei AMD mal sage und schreibe 4x so breit, weswegen aber auch die ganzen Register 4x so breit sein müssen, die Cache-Anbindung 4x so breit sein muss und 4x so viele Leitungen gelegt werden müssen, um das alles zu verbinden. Insofern ist die Größe und der höhere Verbrauch von Zen-5-Kernen irgendwo gerechtfertigt, aber abseits von Data-Centern und ML laufen die allermeisten Anwendungen durch diese ultrabreiten FPUs nicht schneller. Währenddessen kommt AMD bei den oben genannten Stats nicht so richtig vom Fleck und muss sich nach Apple womöglich auch QC geschlagen geben, was die Peak-Leistung der Kerne angeht. Intel klammere ich gerade bewusst aus, weil die seit längeren neben der Spur sind. Ich hoffe, dass die ganzen ARM-Laptops gut einschlagen und die x86-Fraktion endlich mal dazu zwingt wieder schnelle Kerne für Endanwender zu entwickeln, statt ihnen nur die Krumen zu geben, die bei ihren reinen Server-CPUs abfallen.