RAID0 Hardware RAID Karte

Riseofdead

Lt. Commander
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Hallo

Da ich Linux und Windows als Dual Boot auf einer RAID0 Platte haben will, hab ich mir gedacht ich schau mal um eine Hardware Raidkarte.

Mein Problem ist das kein einziges Linux mein RAID0 mag. Ich weiss leider auch nicht wieso. Immer steht fehlgeschlagen da ohne Grund.

Jetzt meine Fragen

Hilft ein Hardware RAID eigentlich?
Ich habe diese Karte https://geizhals.at/inline-76614i-a1014303.html?hloc=at&hloc=de gefunden. Taugt die Karte was? Hab 2x 256 GB Samsung 840er SSDs.
Wenn die Karte was taugt, passt die auch auf mein Mainboard? Ich habe ein MSI Z77 MPOWER
 
Die günstigen RAID-Karten laufen alle nur über Treiber, also ists eigentlich kein Hardware RAID.
RAID-Karten mit eigenem Controller kosten dreistellig.
Die von dir ausgesuchte ist nur PCIe 2.0 x1 damit bremst du die SSDs extrem aus.
Lieber kein RAID oder über die Chipsatztreiber, ausser du willst gut geld in eine echte Hardware-RAID-Karte investieren.
 
Die Onboard Intel Raids ignorieren die meisten Distributionen einfach, für die sind das zwei Platten. Die Windows Treiber erkennen im Gegensatz dazu, dass das ein Raid sein soll.a (Onboardreid ist abseits von knackig teuren Servermainboards nur eine Softwarelösung)

Insofern bringt der ganze Spaß dir genau dann etwas, wenn es ein waschechtes Hardwareraid ist, oder aber die Treiberunterstützung passt. Echte Hardwarecontroller erkennt man an dedziertem Ram, Kühlkörpern und einer selbstbewussten preisgestaltung (und am Datenblatt, aber das ist langweilig).


Bei der verlinkten Karte: Die führt 2x eSata nach außen. Wenn beim Entwickeln halbwegs jemand seinen Kopf eingesetzt hat wird ein Raid0 über eSata nicht verfügbar sein (Raids aus Wechseldatenträgern... klingt schon doof).
Zum anderem, bei dem kleinen IC der da auf dem Board ist bezweifle ich, dass das Ding mehr ist als auch eine solchen Softwareraidlösung wie du sie auch schon onboard hast. Nur mit schlechterem Linuxsupport in Sachen Treibern
 
An einer PCIe 2.0 x1 Karte brauchst Du kein RAID 0, da die bei der Anbindung langsamer sind als eine SSD an einem nativen SATA 6Gb/s Port. Wenn dann nimm eine mit einem Marvell 9220 oder 9230 wie die Digitus DS-30104-1, die kann sogar TRIM für SSDs im RAID 0 (mit dem Microsofttreiber) und geht bis etwa 750MB/s.

Mehr zu der Karte und welche Plattformen überhaupt den PCIe x2 Modus unterstützt, findet sich in diesem Thread bei planet3dnow.
 
ok scheint mit meiner Hardware Kompatibel zu sein. Laut https://geizhals.at/msi-z77-mpower-7751-030r-a823426.html#rdat hat mein Board 4x PCIe 2.0 x1 (4x oder 1x jetzt?) Ich habe auch eine Ivy Bridge CPU (i5 3570k)

Bei den Tests habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung. Da wird von TRIM und Sequenzieler lesen gesprochen.
Und was bedeutet "Trim mit Microsoft Treiber". Geht die Karte für Linux auch? Laut Produktbeschreibung unterstützt das Ding Linux 2.6.x und höher. Sogar Debian hat eine höhere Kernelversion also sollte das problemlos mit aktuellen Distributionen laufen?

Jeder PCI-Express 2.0-Kanal bietet bis zu 500 MB/s Durchsatz.

Das heißt mein RAID0 wird dann eh nur maximal 500 MB pro Sekunde schnell sein oder wie soll ich das verstehen? Auf den Bildern wurden ja manchmal über 700 MB/s erreicht. Derzeit erreich ich mit dem Software RAID ca 1-1,2Gigabyte Lese und Schreibrate. Mit 500 MB/s sind eh Megabyte und nicht Megabit gemeint?

Sorry für die ganzen Fragen^^
 
4 Slots mit einer breite von einer Anbindung, welche über den Standard PCIe 2.0 angebundên sind.

tmkoeln
 
warum eigentlich ein Raid 0 fürs OS? für Apps bzw. Spiele verstehe ich es voll und ganz aber beim OS hast du keinerlei Vorteile mit dem Raid 0

Dann hast du das nächste Problem, der Controller muss Trim untestützen damit du keine Performance Probleme bekommst, das wird aufjedenfall teurer da außer Intel derzeit kein pseudo Raid Controller einen Treiber hat der Trim Support bietet, daher musst du wohl oder übel auf einen richtigen Raid Controller ausweichen.

Mir sind nur wenige Raid Controller bekannt die auch unter Linux laufen LSI/Adaptec bietet einige an die sind aber nicht günstig, habe einige Zeit z.b. einen Smart Array P410 betrieben mit Cache bekommst den bei ebay für ca. 70€ der unterstützt SUSE und REHAT, das Array sollte aber auch auf Debian Distributions funktionieren.
 
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Exynos4412 schrieb:
ok scheint mit meiner Hardware Kompatibel zu sein. Laut https://geizhals.at/msi-z77-mpower-7751-030r-a823426.html#rdat hat mein Board 4x PCIe 2.0 x1 (4x oder 1x jetzt?)
In einen PCIe 2.0 x1 Sloot passt eine PCIe 2.0 x2 Karte natürlich nicht.

Exynos4412 schrieb:
Und was bedeutet "Trim mit Microsoft Treiber". Geht die Karte für Linux auch?
Das sollte sie, aber ob TRIM da wirklich geht, kann ich nicht versprechen, vermutlich dürfte es gehen, weil die Karte das RAID ja nach außen wie eine AHCI Platte zeigt, sonst könnte der Microsoft AHCI Treiber auch nicht damit laufen.

Exynos4412 schrieb:
Jeder PCI-Express 2.0-Kanal bietet bis zu 500 MB/s Durchsatz.
Theoretisch, aber praktisch geht noch der Overhead der ganzen oberen Protokolllayer ab, so dass kaum mehr als 360 bis 380MB/s erreicht werden.

Exynos4412 schrieb:
Auf den Bildern wurden ja manchmal über 700 MB/s erreicht.
Etwas über 700MB/s ist was am Ende nach allen Overheads bei PCIe 2.0 x2 von dem theoretischen 1GB/s übrig bleibt, was man auch in allen Reviews entsprechender SSDs wie der Plextor M6e sehen kann.
Exynos4412 schrieb:
Derzeit erreich ich mit dem Software RAID ca 1-1,2Gigabyte Lese und Schreibrate.
1.2GB/s wohl nicht, aber über 1GB/s sind bei einem RAID 0 mit zwei SSDs an dem Chipsatz realistisch, aber hast Du wirklich ein SW-RAID oder ist es ein Fake- bzw. Chipsatz RAID? Ein SW-RAID (also nur von Windows) würde unter Linux nicht gehen, aber ein Chipsatz RAID von Intel könnte klappen, da LINUX md auch die Intel RAID Metadatenstruktur unterstützt.
Exynos4412 schrieb:
Mit 500 MB/s sind eh Megabyte und nicht Megabit gemeint=
MB ist Megabyte (1000^2Byte), Mb ist Megabit und MiB ist Mebibyte (1024^2Byte).

Exynos4412 schrieb:
Sorry für die ganzen Fragen^^
Kein Problem, aber es zeigt wie wenig Ahnung Du hast und daher würde ich mir an Deiner Stelle mal überlegen ob es nicht sinnvoller wäre das RAID aufzulösen und jede SSD für ein Betriebssystem zu verwenden.

Benji18 schrieb:
Dann hast du das nächste Problem, der Controller muss Trim untestützen damit du keine Performance Probleme bekommst, das wird aufjedenfall teurer da außer Intel derzeit kein pseudo Raid Controller einen Treiber hat der Trim Support bietet, daher musst du wohl oder übel auf einen richtigen Raid Controller ausweichen.
Offenbar hast Du meinen letzten Beitrag nicht gelesen oder Dir den Preis der Digitus nicht angesehen, oder findest Du 40€ wirklich teuer? Ja der Marvell 9230 unterstützt TRIM für SSDs im RAID 0, sofern man nicht den Treiber von Marvell installiert!
 
Holt schrieb:
Etwas über 700MB/s ist was am Ende nach allen Overheads bei PCIe 2.0 x2 von dem theoretischen 1GB/s übrig bleibt, was man auch in allen Reviews entsprechender SSDs wie der Plextor M6e sehen kann. 1.2GB/s wohl nicht, aber über 1GB/s sind bei einem RAID 0 mit zwei SSDs an dem Chipsatz realistisch, aber hast Du wirklich ein SW-RAID oder ist es ein Fake- bzw. Chipsatz RAID? Ein SW-RAID (also nur von Windows) würde unter Linux nicht gehen, aber ein Chipsatz RAID von Intel könnte klappen, da LINUX md auch die Intel RAID Metadatenstruktur unterstützt. MB ist Megabyte (1000^2Byte), Mb ist Megabit und MiB ist Mebibyte (1024^2Byte).

Soweit ich weiß kommt es auf die Distribution an. Ubuntu Desktop 14.10 ignoriert es, Fedora soll es angeblich beachten (nicht selbst getestet)
 
also ich hab das RAID im BIOS einstellen müssen. Unter Windows wird es als Intel Raid0 Volume erkannt. Ich hab für Mint mal 100GB in der Datenträgerverwaltung eingestellt. Bin auch schon bis zum Setup gekommen wo ich die 100 GB Partition als ext4 formatiert und / als Einbindungspunkt ausgewählt hab. Danach kam ein Fehler mit lauter Fragezeichen und ich wurde zurückgeworfen ins Menü wo man gefragt wird ob man neben Windows installieren will usw.
 

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Wenn es um Linux geht wäre viel interessanter, wie Linux die Festplatten erkennt. Was die Windows Datenträgerverwaltung aussagt ist dem Pinguin im Zweifelsfall egal.
 
Mint erkennt die Platten so.
 

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Dann scheint er das RAID ja zu erkennen, denn dieser /dev/mapper/isw_eacdfaaahe_SSD scheint ja mit 500GB zu passen und den Win8 Loader findet er doch auch auf der ersten Partition. /dev/mapper/isw_eacdfaaahe_SSD5 passt mit 104,9GB = 97,7GiB auch zu der Partition wo Du Linux installieren willst. Musst nun nur schauen wie Du das mit dem Bootloader machst, der darf natürlich nicht auf /dev/sda, weil das eine einzelne Platte des RAID ist, der muss auch irgendwo auf /dev/mapper/isw_eacdfaaahe_SSD(x) landen, eigentlich müsste er auf /dev/mapper/isw_eacdfaaahe_SSD1 kommen, was aber Probleme mit dem Bootloader von Windows machen könnte. Eigentlich fehlt eine Partition dafür, Du wirst also wohl probieren müssen ihne auf /dev/mapper/isw_eacdfaaahe_SSD5 zu installieren, also direkt in die Linux Installation selbst.
 
hab ich schon versucht. Es kommt dann diese Fragezeichen Fehlermeldung von der ich keine Ahnung hab was sie bedeuten soll^^
 

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Keine Ahnung, vielleicht fehlt einfach die Partition für den Bootloader, vielleicht auch eine für den Swap. Wie gesagt kenne ich Mint nicht, keine Ahnung was die Distribution da erwartet, aber ich würde mal die 100GB Partition löschen und dem Installer das Anlegen der Partitionen überlassen, vielleicht ist auch einfach nur ein falscher Partitionstyp eingetragen.
 
nachdem ich es nicht mal mit bootloader usw hinbekommen habe, würde ich den Fake RAID auflösen und einen Software RAID unter Linux erstellen.

Auf https://www.thomas-krenn.com/de/wiki/Linux_Software_RAID habe ich einen Artikel gefunden wo man unter Linux einen RAID aufziehen kann. Nun die Frage: Funktioniert das dann auch wenn ich Windows installiere? Da Windows ja einen eigenen Bootloader mitbringt kann es sein dass der RAID von Windows sabotiert wird. Kann das passieren?

Ich habe mein Windows mit dd gesichert. Derzeit hab ich das in 3 Teile zerlegt.

1 count á 512 Bytes von /dev/md127
die komplette Partition á 4096 Bytes von /dev/md127p1 (350 MB Bootpartition von Windows)
78643200 counts á 4096 Bytes von /dev/md127p2 (der Rest von Windows + 50 GB freiem Speicher ca.)

Das heißt ich hab 300,35 GB an Backup Dateien^^

Kann ich da jetzt einfach einen neuen Software RAID0 erstellen und dann das ganze wieder mit dd reinkopieren?
 
Natürlich kann ein Linux SW-RAID nicht unter Windows funktionieren, da ja dann kein Linux läuft, ebenso wie ein Windows SW-RAID nicht für Linux funktioniert. Damit das geht, müsste man das eine oder andere machen und das andere Betriebssystem dann als Virtuelle Maschine darunter installieren.
 
so ich habs hinbekommen xD

Workaround:

1. Linux Mint auf einer Platte außerhalb des RAIDs Installieren.
2. Lubuntu auf einem Stick booten und "Lubuntu ausprobieren" auswählen
3. grub-customizer installieren
4. Partition auf dem RAID freimachen. Keine extra Bootpartition oder so
5. Mint von der anderen Platte auf die freigemachte Partition rüberschaufeln. WICHTIG: im Terminal den Befehl cp -rfa benutzen da sonst die Rechte nicht 1:1 übernommen werden.
6. Grub Customizer ausführen und die Platte auswählen die konfiguriert werden muss.
7. Grub mit dem Customizer nach deinem Belieben einstellen und dann auf Save klicken.
8. Reboot


Hoffentlich wird man irgendwann mal ohne solche Tricks ein Linux installieren können. Find das schon doof wenn ein Linux ein Fake LINUX RAID nicht erkennt. Ja es ist ein Onboard Linux RAID laut der Anleitung.

Edit: Jetzt hab ich nur noch das Problem das die Uhr um 1 Stunde hinten ist wenn ich Windows wieder boote aber das werd ich in einem Extra Thread mal fragen wieso das so ist. xD
 

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