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RAID10 zu langsam, nur 60MB/s sequentielles Lesen!

Bushman

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Hallo an alle!

Ich betreibe in meinem Server ein RAID10 mit 4x Western Digital Raptor 150GB 10.000rpm (WD1500ADFD).
Onboard-RAID-Controller ist der "Intel Desktop/Workstation/Server Express Chipset SATA RAID Controller" des "Intel Server Board S1200BTS".

Auf dem Server läuft Windows Server 2008 R2 mit allen Updates. Treiber des RAID-Controllers sowie die Intel Rapid Storage Software sind laut Intel auf dem neuesten Stand.

Leider schaffe ich laut HDTune nur folgende Leseraten:

- Min: 25,5 MB/s
- Max: 77,1 MB/s
- Average: 64,1 MB/s

Müsste die durchschnittliche sequentielle Leserate beim RAID10 (4 HDDs) nicht nahezu auf RAID0 (2 HDDs) liegen? Eine Raptor alleine schafft ja schon um die 100MB/s...

Habe schon unterschiedliche RAID- und Chipsatztreiber versucht, keine Änderung. Auch das aktivieren/deaktivieren des Write-Back-Cache ändert nichts.

Mir ist aufgefallen, dass der Write-Back-Cache nach einem Neustart wieder deaktiviert ist, vielleicht versteckt sich hier doch irgendwo ein Treiberproblem oder Ähnliches?

Hat jemand vielleicht einen Tipp für mich? Danke...
 
HD-Tune ist nicht geeignet die Leistung representativ zu messen.
was ist bei eigenschaften für eine Blockgröße eingestellt?
Ist aber trotzdem sehr langsam.
Vielleicht ist eine Platte defekt?
zerlege das raid und teste einzeln die Platten.
wie sieht das Ergebnis aus wenn der Cache aktiviert ist?


ps: muss ja mächtig dröhnen deine Kiste :D
 
Zuletzt bearbeitet:
badjack schrieb:
was ist bei eigenschaften für eine Blockgröße eingestellt?

Da es sich um ein Software RAID von Intel handelt, ist die Blockgröße nicht zu beeinflussen.

Bei meinen ASUS X58 Sabertooth und ehemals GA P35DS3P ist es jedenfalls so.
Abhilfe schaft wohl nur ein HW-RAID.
 
Eventuell kann der Onboard raid controller auch nicht mehr? Mal überprüft wie der angebunden ist?

Auch die Fragmentierung der Platten kann hier eine Rolle spielen...

EDIT: Fakeraid, kein Controller verbaut....
 
Welche CPU hast du?
 
badjack schrieb:
zerlege das raid und teste einzeln die Platten.
Ja, mach das mal. Die Werte sind echt seltsam. Ggf. kannst Du mit der Blockgröße spielen, meist sind 32k am erfolgreichsten.

Alternativ (obwohl von MS nicht mehr empfohlen) versuch die HDDs einzeln per AHCI anzubinden. Die Einzelplatten dann als Dynamische Datenträger zum gewünschten RAID formen.
Dann kann man die HDDs weiterhin einzeln testen, bekommen vom OS eigene Caches und je eigene 16stufige NCQ-Befehlsbuffer. Und wenn das Board abfeuert, ist das Stripeset nicht zwangsweise im Eimer, sondern sollte überall an einem ahci-Treiber zu importieren sein.
 
Danke für eure schnellen Antworten :)

Bei HDTune war in den Eigenschaften eine Blockgröße von 64k eingestellt, wie sie auch beim RAID definiert ist.
Es macht beim Lesen keinen Unterschied, ob der Write-Back-Cache aus oder ein ist.

Erster Screenshot ist mit Cache, der zweite ohne:

284143


crystaldiskmark_wbc_aus-jpg.284147


Die Schreibrate ist mit Write-Back-Cache jedenfalls mehr als doppelt so hoch, also der Controller kann somit schonmal mindestens 130MB/s.

@badjack: Mir wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als den Server mal herunterzufahren und die Platten einzeln zu testen, wie du schon sagtest. Vielleicht ist ein schwarzes Schaf dabei, weil 60MB/s sind wirklich ar***langsam...
 

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ergänzend: an meinem alten P45-Chipsatz hängen

Raid0 mit 2x3TB Seagate Baracude (je 130MB/s) und
Raid0 mir 3x2TB Samsung HD207UI (je 120MB/s)

Der alte P45-Chipsatz schafft es, 250 von einem Set zu lesen und aufs andere zu schreiben.
 
@Nitewing: Fragmentierung sollte nicht ins Gewicht fallen, Server ist vor einer Woche frisch aufgesetzt worden. Dass es kein richtiger Hardware-Controller mit eigener CPU ist weiß ich, jedoch sollte doch wenigstens ein bisschen mehr Leistung zu erwarten sein, oder täusche ich mich?

@wahli: CPU ist ein Xeon E31220L, 8GB RAM. CPU Auslastung ist während des Crystal-Tests bei 0-1%.
 
@Bushman:

Hast du denn mal nach dem "frisch"-aufsetzen mal defragmentiert :confused_alt:

Ansonsten wird wohl eine nicht zu verachtende Fragmenterung durch Windows-Update vorliegen die auch erstmal ganz schön an der Performance knabbert.

Das hab ich bei XPx64 auch gestern bemerkt, sobald alle Treiber drauf waren und das XP auf dem stand der Dinge war, erstmal defragmentiert.
Das gab dem Dingen im Hochfahren und Benutzen einen ganz schönen Schub ;)


Gruss Dennis_50300
 
Das Defragmentieren hilft hier überhaupt nicht.

Es liegt auf jeden Fall ein Fehlverhalten vor. Fraglich ist nun wo das herkommt. Ein Port alleine sollte die 100MB/ überschreiten, 2 Stück ergo bei ca. 200MB/s liegen, bei seq. Im 4K wirst du nicht viel mehr Performance bekommen. Raid-1 vom Raid-0 sollte einfach nur spiegeln.

Die Kombo wird vielleicht nur Softwareseitig unterstützt? Aber selbst dann müsste die Prozessorlast höher liegen wenn der Prozessor ackert. Und viel ackern muss er bei 10 oder 01 nicht.

Ich würde einfach auf eine Platte neu installieren und dann jede mal mit HD Tune den Status angucken ob nicht eine Fehlerhaft ist. Aber dann müsste er eigentlich auch meckern. Wenn nicht liegt es entweder am Mainboard oder dessen Treibern.
 
Bushman schrieb:
Bei HDTune war in den Eigenschaften eine Blockgröße von 64k eingestellt, wie sie auch beim RAID definiert ist.
Das zieh' ruhig mal auf, bei RAIDs ruhig aufs Maximum - bei so kleinen Blöcken haben die Platten halt viel mit dem neu positionieren der Köpfe zu tun, das ruiniert natürlich den Datendurchsatz.
Ich habe meine Storagemöhre jetzt nicht in Betrieb, sonst könnte ich mal spaßhalber schauen, wie sich HD Tune dort verhält. Dort brauchte es aber auch recht große Blockgrößen, bis die Ergebnisse zwischen 2 Einstellungen gleich waren.

btw: Die ADFD-Raptor sind doch noch die richtigen 3,5"er? Ich mag mich irren, aber die schaffen doch bei weitem keine 100MB/s, oder?
60MB/s für ein RAID10 wären aber trotzdem zu lahm, ja...
 
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