Raptor = Non Plus Ultra?

Wir haben auf dem PC zwar kein Multiuser-Betrieb (im Normalfall jedenfalls) aber wir haben Multitasking und Multithreading und das erzeugt auch Zugriffsmuster, die einer Multiuserumgebung schon nahekommen (das AV-Kit im Hintergrund greift auch auf die Disk zu). Die Zugriffe auf die Disk sind nicht so linear wie es nach Deiner Beschreibung schein, laß mal z.B. den Diskmon von Sysinternals.com mitlaufen, da kannst Du recht schön sehen, wieviele Zugriffe stattfinden. SCSI-Disks profitieren sehr gut durch das TCQ, dass im Gegensatz zum NCQ weitaus mehr Commands in die Queue stellen kann (32 zu 64 - 256) und diese auch cleverer verwaltet (High-Priority-Commands, mehr als ein Interrupt per Command etc.), von daher ist die I/O-Rate bei SCSI weitaus höher (kannst Du ja in Deinem Link auch selber sehen) und dies wird bei den aktuellen Windows-Versionen immer wichtiger.
Die Raptor ist zweifelsohne eine gute Disk, doch ich greif dann lieber gleich zu SCSI (habe meine Platten übrigens in den Workstation-Mode geswitched - was den Cache betrifft). Tests sind immer schwer zu beurteilen auch wenn sie gut dokumentiert (was läuft wirklich alles zum Testzeitpunkt?) werden, ich seh mir lieber ein paar davon an und bilde mir dann eine eigene Meinung.
Ich habe hier ein paar PCs (> 3GHz) mit SCSI und ein paar mit mit ATA (mittlerweile und bis hin zu den T166'er Modellen), alle SCSI basierten Systemen 'fühlen' sich einfach flotter an, richtig ausmessen kann ich es aber auch nicht. Ich kann eine Voll-DaSi auf DLT im Hintergrund im Streaming-Mode (fällt nicht auf Start-/Stop-Betrieb zurück) laufen lassen und ohne Probleme Online Gamen, das möchte ich mal auf einen PC mit ATA-Streamer/Disk sehen und hier ist das Multitaskingverhalten aber sicher auch Treiberqualität von Bedeutung.
 
Mueli schrieb:
Die Zugriffe auf die Disk sind nicht so linear wie es nach Deiner Beschreibung schein, laß mal z.B. den Diskmon von Sysinternals.com mitlaufen, da kannst Du recht schön sehen, wieviele Zugriffe stattfinden.
OK. Das ist mir schon klar, dass es nicht ganz so einfach ist, wie ich beschrieben habe, aber ich denke mir doch mal, dass dieser Benchmark, den die auf storagereview verwenden sehr gut die Realität wiederspiegelt. Schließlich werden dort echte Anwendungen zum benchen verwendet und keine synthetischen Tests durchgeführt.

habe meine Platten übrigens in den Workstation-Mode geswitched - was den Cache betrifft). Tests sind immer schwer zu beurteilen auch wenn sie gut dokumentiert (was läuft wirklich alles zum Testzeitpunkt?) werden,
Stimmt. Da hast du natürlich recht. Besonders wenn du zum Beispiel die Modi wechseln kannst und das beim Test nicht dabei steht ist es natürlich schwer das wirklich zu vergleichen.

Trotzdem denke ich, dass die Raptor für den Desktop-Betrieb doch ratsamer wäre, als zum Beispiel eine SCSI Platte. Zumindest für den normalen Anwender sollte das besser geeignet sein und der Preis der Raptor ist sicherlich auch um einiges atracktiver, als der einer SCSI Platte. Zumal man dafür auch noch den passenden Controller braucht, den die meisten nicht haben.
 
noxon schrieb:
Lediglich die Zugriffsgeräusche klingen "härter".
Ich find's aber gut. Da hört man wenigstens die Power die dahinter steckt. :)

Toll, ich habe eine 40MB HDD rumliegen, die hat solche harten Geräusche die müsste dann mit Lichtgeschwindigkeit arbeiten.
Ist noch voll funktionstüchtig, obwohls im Keller mal 1/2 Jahr im Wasser lag. :evillol:

Daten.:
42,8MB formatiert
3600rpm
3 Scheiben // 6 Köpfe
Transferrate 5.0 Mbit/sec
Zugriffzeiten
Track to track 8 ms
Average 40/28 ms
Full stroke 95/70 ms
Average latency 8.33 ms

ISA 8bit Controller.

aog8yh2hbbpbhoyts.jpg
 
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