Raspberry Pi 5 oder Mini PC für kleines Homelab?

kartoffelpü schrieb:
pihole braucht doch fast keine Leistung, nur dafür sehe ich keinen Vorteil in einer x86-CPU.
Aber da der TE ja noch ein paar andere Sachen probieren möchte, würde ich auch eher auf nen refurb MiniPC von Dell, HP, Lenovo zurückgreifen. Klar, wird etwas mehr Leistung brauchen als ein Raspi5, aber man ist auch deutlich flexibler, falls z.B. mal mehr RAM benötigt.
Für den Normalbetrieb bin ich da auf jeden Fall bei dir. Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht,dass die CPU Last für einen Raspi zu hoch wird, wenn es zu DNS Loops kommt. Und das passiert bei mir bspw relativ oft. Das ist eine x86 sehr hilfreich
 
Wenn der Platz da ist, würde ich eher zu einem 'Refurbished' PC raten. Sehr günstig und top erweiterbar.

Habe selbst einen Fujitsi ESPRIMO P920 für 70 EUR von ebay am laufen. Nexctcloud, Backup-Server, ...

Und das schöne daran: Es laufen keine Lüfter! Werder CPU noch Netzteil. Die gehen wohl erst an, wenn mehr Last anliegt
 
Gebrauchten deskmini, da kannst du wenigstens leise Kühlung einbauen und CPU tauschen falls Mal nötig 😅
 
Dell Optiplex 5050 im 3D gedruckten Gehäuse mit i5-7400, 4TB 3,5 Zoll HD, 120 GB SSD als Cache und 32 GB SSD für OMV (Docker/Container Paperless-ngx und Jellyfin). Mit Spass am Basteln lässt sich einiges machen.
 

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Guten Morgen, ich hab nun mal auch gemessen, ja der Raspberry ist mit ca 5.6W sehr gut dabei, aber ich wollte weg von der SD Karte und hab den Mini Pc mit Linux Mint genommen. Darauf das Pi Hole. Beides auch in Deutsch. Nachteil, der Mini PC ist mit 13W dabei. Schönen Sonntag, lg Falk.
 
Falk-Verena schrieb:
aber ich wollte weg von der SD Karte und hab den Mini Pc mit Linux Mint genommen. Darauf das Pi Hole. Beides auch in Deutsch. Nachteil, der Mini PC ist mit 13W dabei.
Nur um Pihole zu nutzen braucht es kein Linux Mint und auch kein anderes Linux-System mit Desktop. Da reicht ein Debian mit den Standard System Utilities und SSH Server. Ich denke das die Leistungsaufnahme ohne Desktop niedriger sein wird.
Für PiHole ist der Raspi gut geeignet und man kann das Teil auch mit einer kleinen externen SSD im USB-Gehäuse oder einen USB-Stick betreiben. Eine SD Karte muss nicht sein. Ein MiniPC allein für PiHole ist überdimensioniert. Ein Dell Wyse 3040 (kleiner ThinClient mit Atom x5 Z-8350) würde auch reichen. Da lief das bei mir jahrelang drauf.
 
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also ehrlich gesagt dachte ich, ich bräuchte Proxmox für Unbound, pi hole, Vaultwarden usw.
Aber ich fange jetzt mit Debian an.
Hab ein gebrauchtes Optiplex 7060 gekauft, mit i5-8500 und 16 GB RAM.
Ja ich weiß, TDP liegt bei 65W. Aber ist ja nicht so, dass die CPU unter Dauerbelastung steht wenn ich die oben genannten Sachen Laufen lasse, oder? Heißt ja dann, dass der Stromverbrauch eigentlich nicht signifikant hoch wäre im Gegensatz zu i5-8500T oder?
Ich dachte alle Optiplex Mini PC hätten i5-8500T, aber dem ist anscheinend nicht so.
Außerdem hatte ich ihn mir kleiner vorgestellt, ist aber schon ein Klopper.
 
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_TR_ schrieb:
also ehrlich gesagt dachte ich, ich bräuchte Proxmox für Unbound, pi hole, Vaultwarden usw.
Da müsste man wissen was "usw." ist. Ansonsten braucht es eigentlich nur Debian und Docker.
Der Vorteil von Proxmox ist die einfache Erstellung und Wartung von LXC's und VM's. Die sehr guten Backup-Möglichkeiten von VM's und LXC's. Die Nachteile: zusätzliche Schicht und damit Performance Verluste, höherer Ram-Verbrauch, keine direkte Docker-Unterstützung (Docker in einer VM nutzbar), wahrscheinlich etwas höhere Leistungsaufnahme (?). Bei 16 GB Ram und einen i5-8500 hat man mit Proxmox und den genannten Anwendungen keine Probleme! Proxmox ist wesentlich einfacher zu "händeln" als ein blankes Debian mit Docker im Terminal.
_TR_ schrieb:
Hab ein gebrauchtes Optiplex 7060 gekauft, mit i5-8500 und 16 GB RAM.
Der müsste für die genannten Anwendungen mehr als ausreichend sein.
_TR_ schrieb:
Ja ich weiß, TDP liegt bei 65W. Aber ist ja nicht so, dass die CPU unter Dauerbelastung steht wenn ich die oben genannten Sachen Laufen lasse, oder? Heißt ja dann, dass der Stromverbrauch eigentlich nicht signifikant hoch wäre im Gegensatz zu i5-8500T oder?
Nein, der Stromverbrauch ist im normalen Betrieb und im Leerlauf mit genannten Anwendungen nicht höher als beim i5-8500T. Beim 8500T ist die Taktfrequenz nach oben begrenzt. Meist "dümmpelt" die CPU bei genannten Anwendungen mit einer Taktfrequenz unter 1GHz so vor sich hin. Mit dem normalen 8500ter benötigst du im Gegensatz zum 8500T (90 Watt) ein 130 Watt Netzteil. Da geht dann etwas mehr Leistung verloren (vielleicht 1...2 Watt, ich weis es nicht, ist aber vernachlässigbar). Ein 130 Watt NT hat bei dem dahin "dümmpeln" mehr Leistungsverlust als ein 90 Watt Netzteil des selben NT Herstellers. Die Taktfrequenz der CPU kannst du in Linux begrenzen. Dann ist die maximale Leistungsaufnahme der normalen CPU genauso hoch wie bei der T-Version. Ist nur sinnvoll wenn man nur ein 65/90 Watt NT zur Verfügung hat. Ansonsten ist meiner Meinung nach eine T-CPU eine CPU die die max. Taktfrequenzen einer normalen CPU nicht geschafft hat und von Intel trotzdem für den selben Preis wie eine normale CPU verkauft wird. Vielleicht werden nach Marktlage auch CPU's begrenzt um genügend T-Prozessoren zur Verfügung zu haben. Die Hersteller von miniPC hatten ja früher genug davon geordet.
_TR_ schrieb:
Ich dachte alle Optiplex Mini PC hätten i5-8500T, aber dem ist anscheinend nicht so.
Außerdem hatte ich ihn mir kleiner vorgestellt, ist aber schon ein Klopper.
Der Dell Optiplex micro (MicroFormFactor=MFF) ist kein Klopper (181mm x187mm x 38mm, siehe mein Bild mit gedruckten NAS-Gehäuse) und wird normalerweise mit T-Prozessoren und externen Netzteil ausgeliefert. Laut Handbuch werden auch normale CPU's unterstützt. Kann es sein das du ein SFF anstatt eines Micro's (MFF) gekauft hast? Der SFF dürfte ein internes Netzteil (250 Watt (?)) haben und ist nicht nur wegen der Größe des Netzteils vor allem im Leerlauf ineffizienter als ein Micro mit externen 90 Watt NT. Normalerweise läuft ein MFF je nach verbauten Laufwerk und RAM bei 10 Watt oder weniger im Leerlauf. Die MiniPC's von Fujitsu und Lenovo und die ThinClients Wyse 5070/Futro S740/S940 sind noch effizienter.
Die chinesischen MiniPC's sind noch kleiner und oft mit Notebook-CPU's ausgestattet.
 
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@mischa2
danke für die aufschlussreichen Worte.
ich habe mal den Mini PC gemessen, ca. 19x19x10 cm.
Hier ist ein Foto vom Netzteil.
Hmmm also habe ich das "falsche" Modell gekauft, wegen der Effizienz?
 

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Viel Unterschied wird es da nicht im Idle geben, vielleicht 2-3 W.
Von klein nach groß (zumindest damaliges Schema): micro, USFF, SFF, Tower bzw Desktop.
Deiner wird dann USFF / Ultra Small Form Factor sein, micro ist es mit internem NT definitv nicht.
 
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_TR_ schrieb:
Hmmm also habe ich das "falsche" Modell gekauft, wegen der Effizienz?
200 Watt Netzteil (80+ Bronze) ...5 Watt mehr im Leerlauf...die wirst du wohl noch verkraften können . .-) Die stürzen einem nicht mal in Deutschland in die Armut. Sieh es positiv...dafür hast du mehr Möglichkeiten und eine bessere Kühlung.
 
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alles klar danke euch beiden.
Ja da habt ihr Recht. als ich das Wort ineffizient gelesen habe, habe ich nicht viel darüber nachgedacht 😄

noch eine Frage @mischa2
also soll ich direkt mit proxmox anfangen statt Debian. hab noch keine Erfahrung und wollte mich im Internet bisschen umschauen nach Anleitungen.
 
_TR_ schrieb:
also soll ich direkt mit proxmox anfangen statt Debian. hab noch keine Erfahrung und wollte mich im Internet bisschen umschauen nach Anleitungen.
Wenn du keine Erfahrungen mit Linux und dem Terminal hast ist Proxmox besser. Allerdings wirst du da auch viel lernen müssen. Ist immer eine Frage der Ausdauer und der Lernwilligkeit. Jeder fängt bei 0 an. Proxmox basiert auf Debian mit angepassten Kernel. Bei YouTube gibt es jede Menge Videos zum Einstieg in Proxmox (z.B. von ApfelCast, TechBlog...) . Der große Vorteil sind die super einfachen Backups von VM's und LXC mit denen man in Proxmox arbeiten kann. Erstellen und vor allem auch das Wiederherstellen ist wirklich easy.
Die genannten Anwendungen nativ in Debian zu installieren würde ich nicht. Meistens benutzen die verschiedene WebServer (ngx, Apache...) die die selben Ports für sich beanspruchen. Dann entweder Debian (oder ein anderes "pures" Linux mit Docker und Container oder Proxmox mit LXC und/oder VM's. Eine Debian-VM würde ich für die Verwendung von Docker in Proxmox einrichten. Das ist ein großer Nachteil von Proxmox das man Docker Container nicht direkt nutzen kann. Aber bei einem i5-8500 mit 6 Core und 16 GB Ram braucht man sich wegen der Performance deswegen keinen Kopf zu machen solange man nicht Windows 11 in einer VM in Proxmox ausführt. Da brauchts zum flüssigen Arbeiten etwas mehr verbunden mit einer wesentlich höheren Leistungsaufnahme.
 
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mischa2 schrieb:
Proxmox ist wesentlich einfacher zu "händeln" als ein blankes Debian mit Docker im Terminal.
Du vergleichst Äpfel mit Birnen: Proxmox ist eine Virtualisierungsumgebung und Debian ist ein Betriebssystem das unter Proxmox in VMs betrieben werden kann.
mischa2 schrieb:
Wenn du keine Erfahrungen mit Linux und dem Terminal hast ist Proxmox besser.
Auch hier: Ob er sich mit Debian auf dem Host oder in einer VM beschäftigt ist egal, ohne zumindest rudimentäre Linux-Kenntnisse wird es kaum gehen (ausser er nutzt nur Windows-VMs, aber danach sieht es nicht aus). Proxmox ist doch nur die Umgebung zur Organisation der VMs. Will man etwas mehr als die Standard-Funktionen der GUI, ist man auch dort schnell im Terminal unterwegs...
mischa2 schrieb:
Das ist ein großer Nachteil von Proxmox das man Docker Container nicht direkt nutzen kann.
Nein, ich sehe das als gewaltigen Vorteil. Nirgends lässt sich Docker und Docker Compose so einfach managen wie im Terminal (von Debian VMs). In Zeiten von KI ist es ein Klacks, sich die paar benötigten Befehle anzueignen.
Vor einiger Zeit war ich kurz davor mein NAS mit Unraid aufzusetzen, aber das Getue dort mit Portainer oder irgendwelchen halboffiziellen Plugins war einfach wiederlich. Unter OMV ist es ganz ähnlich: Die GUI belastet mehr als sie nützt.
Daher: Bei minimalen Linux-Kenntnissen gibt es mit KI-Unterstützung kaum etwas unkomplizierteres als ein sauberes Debian, noch nie war das Lernen so einfach...
 
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Naturtrüb schrieb:
Du vergleichst Äpfel mit Birnen: Proxmox ist eine Virtualisierungsumgebung und Debian ist ein Betriebssystem das unter Proxmox in VMs betrieben werden kann.

Das weis ich. Im Grunde genommen hast du recht. In einer VM oder LXC muss man letztendlich auch mit dem Terminal arbeiten. Mir ging es auch mehr um solche Sachen wie die Netzwerkumgebung bei Verwendung von Anwendungen die die selben Ports und Ressourcen für sich beanspruchen. Da gibt bei Verwendung von Proxmox keine Probleme. Dazu noch die Sache mit den Backups. Bei pures Debian mit Docker kann es da schon anderes aussehen. Aber jeder wie er denkt.

Naturtrüb schrieb:
In Zeiten von KI ist es ein Klacks, sich die paar benötigten Befehle anzueignen.
Vor einiger Zeit war ich kurz davor mein NAS mit Unraid aufzusetzen, aber das Getue dort mit Portainer oder irgendwelchen halboffiziellen Plugins war einfach wiederlich. Unter OMV ist es ganz ähnlich: Die GUI belastet mehr als sie nützt.
Ganz so ist es nicht...OMV verwendet seit V7 (?) compose. Das funktioniert einwandfrei. Das GUI ist dort sehr einfach gehalten. Unraid weis ich nicht. Dank derer Lizenzpolitik habe ich mit denen nichts zu tun und werde es auch nicht.
 
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