Raspberry Pi 5 oder Mini PC für kleines Homelab?

_TR_

Lieutenant
Registriert
Aug. 2012
Beiträge
631
Guten Morgen,
ich möchte mir meinen ersten kleinen Homelab aufbauen und bin relativ neu in dem Bereich.
Geplant sind: Pi Hole, Unbound, Vaultwarden, bisschen mir Proxmox zum lernen und möchte für die Zukunft nichts ausschließen.
Wichtig ist mir: leiser Betrieb, möglichst kompakt, geringer Stromverbrauch, und dennoch genügend Leistung für die nächsten Jahre
Budget: wollte eigentlich nicht mehr als 250-300 Euro ausgeben, gerne weniger.

Ursprünglich war ein Raspberry Pi 5 mit 8GB gedacht, und wenn ich da noch SSD, Case, eventuell Kühler, Netzteil mit einberechne bin ich da schnell bei 300 Euro angekommen.

Hab bisschen recherchiert, da wäre wohl ein n100 oder n150 Mini PC die bessere Wahl.
Aber davon habe ich überhaupt keine Ahnung, welches Modell welcher Hersteller, gibt ja auch nicht viel Auswahl irgendwie und blicke nicht mehr durch.
Eventuell ein Prodesk oder Elitedesk?
Falls ja, sind die denn auch so kompakt und ist auch mit denen ein leiser Betrieb möglich?
gebraucht sind einige zu finden.
wäre über jede Hilfe dankbar.
 
Guten Morgen, ja ich hatte ein Raspberry 5/8Gb mit Pi Hole laufen. Habe eine Weile gebraucht um mich damit zurecht zu finden. Alles gut, aber dann hat die Speicherkarte den Geist aufgegeben. Irgendwie klemmte da auch die Säge mit einer neuen Speicherkarte. Kurz, ich bin auch auf dem Umstieg zu einen Mini PC mit N150. Aber da ist Debian drauf, man muss einen Docker installieren. Und dann das Pi Hole drauf. Soweit bin ich noch nicht gekommen. Auf jeden Fall ist es radikal Neuland. Ich werde die Sache mal hier beobachten. Bin mal gespannt was andere User zu dem Thema berichten und Tipps geben können.
lg Falk
 
Ich habe Proxmox auf einer alten Workstation mit Ryzen 7 1700 + 32 GB RAM bei mir im Keller laufen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: _TR_
Es gibt genügend gebrauchte Mini PCs, die für genau deinen Anwendungsfall genutzt werden.
Auf mydealz findest du dazu etliche Deals.

Ich habe selbst einen kleinen Fujistu MiniPC seit 3 Jahren dauerhaft mit Proxmox und mehreren LXC Container laufen.
Im Vergleich zum RPi davor, find ich die Lösung viel eleganter.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: _TR_, cunlean und ququ
Ich würde auch eher einen MiniPC empfehlen. Wie mein Vorredner schon sagte, ist der x86-Prozessor eines Mini-PCs ist wesentlich schneller als die ARM-CPU. Gerade bei Pi Hole ist das als Vorteil zu sehen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: _TR_
Seit Jahren habe ich den Raspi 4 mit 4GB im Einsatz. In einem Gehäuse mit einer M.2 auf dem die Syncthing Backups landen. Ich starten den Raspi von einer SSD die ich hin und wieder sichere. Weiterhin läuft PiHole drauf. Eine SD ist noch nie gestorben. Und wenn hätte ich ein Image. Von der Syncthing und PiHole Konfiguration habe ich ebenfalls Backups....
Mit der M2 verbraucht der Raspi ca. 5W
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: _TR_
_TR_ schrieb:
Geplant sind: Pi Hole, Unbound, Vaultwarden, bisschen mir Proxmox zum lernen und möchte für die Zukunft nichts ausschließen.
Proxmox gibt es offiziell nicht für ARM-basierte Systeme, ausserdem benötigst du für den VM-Betrieb relativ viel RAM (in jeder VM läuft ja ein eigenes OS samt Software). Rechner mit AMD64 (Intel/AMD) Architektur eignen sich dafür besser. Für den Produktivbetrieb eignen sich Raspis m.E. nur wenn man auf die Speicherkarte verzichtet und das OS per HAT auf eine SSD packt.

An deiner Stelle würde ich mich zum Anfang nach einem einfachen (!) gebrauchten mATX-Board mit Intel-Sockel LGA 1200 umsehen (z.B. H410, B460) und eine Intel-CPU mit iGPU (z.B. einen gebrauchten Core i3-10100) draufpacken. Auf genügend SATA-Ports (4-6) und vier DIMM-Slots achten (findet sich nur bei mATX). Preislich ist das als Gebrauchtkauf überschaubar und das System kann bei Bedarf wachsen.

Klar kann man auch Mini-PCs oder N100/N150-basierte Systeme nehmen, aber da kommt man bei einem späteren Wunsch nach mehr RAM oder SATA-Platten (wenn einem der Platz auf der SSD ausgeht) schnell an Grenzen und darf dann nochmal neu kaufen...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: _TR_
Naturtrüb schrieb:
Klar kann man auch Mini-PCs oder N100/N150-basierte Systeme nehmen, aber da kommt man bei einem späteren Wunsch nach mehr RAM oder SATA-Platten (wenn einem der Platz auf der SSD ausgeht) schnell an Grenzen und darf dann nochmal neu kaufen...
Naja, kommt darauf an, welche Grenzen man hat.

hab seiner Zeit dieses Board mit N100 für etwa 100€ bekommen. Hat zwar nur 2 Sata, aber per PCI-E x1 slot kann man ja wunderbar einen sata controller nachrüsten. Auf dem x2 Slot läuft bei mir jetzt schon eine zusätzliche SSD.

Auch sehr sehr sparsam das teil.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: _TR_
Ich habe vor 5 Jahren mit einem Raspi 4 als NAS mit OMV angefangen. Das habe ich schnell sein lassen. Mit einem Raspi 5 würde ich das dank PCIex-Schnittstelle eventuell anders sehen. Aber auch nur zu Bastelzwecken. Allerdings sind die Teile mit 8 GB bzw. 16 GB Ram verdammt teuer geworden. Zu teuer zum basteln. Mit dem Raspi alleine ist es nicht getan. Gehäuse könnte ich mir eventuell drucken. Jetzt verwende ich gebrauchte MiniPC von Fujitsu (Esprimo Q556/2) und Dell (Optiplex 3050 und 5050) für NAS-Systeme, nicht für Proxmox. Die Teile sind ausgereift, sehr gut und werden teilweise jetzt noch mit neuen Bios-Versionen versorgt. Man merkt welche Firmen dahinter stehen. Bei den chinesischen MiniPC gibt es im Gegensatz dazu selten oder nie neuen Bios-Versionen. Der Verbrauch im Leerlauf liegt um die 10 Watt (Fujitsu etwas weniger als Dell) . Dazu kommt Autoshutdown und WOL (mit Raspi nicht möglich) unter OMV. Das NAS läuft nur wenn es gebraucht wird. Letztendlich wird der Stromverbrauch übers Jahr nicht höher sein als mit einem Raspi 5. Und wenn er höher wäre ist mir das auch egal. Die Möglichkeiten eines x86-Rechners gegenüber eines Raspi's mit Arm wiegt das locker auf. Um 3,5 Zoll Festplatten zu benutzen habe ich mir ein Gehäuse gedruckt in dem der Dell Optiplex 5050 optimal eingepasst ist. Ein Sata auf NVME-Adapter mit 5 Sata-Schnittstellen (Ali...) und eine WLan auf Lan 2,5 Gbit Karte (A+E-Key auch von Ali...) vervollständigen das ganze. Wenn man etwas bastel möchte macht sich auch ein Dell Wyse 5070 mit J5005 CPU ganz gut. Ist zwar verhältnismäßig schwach, bietet aber trotzdem mehr Möglichkeiten als ein Raspi. Den ThinClient bekommt man manchmal schon unter 70 Euro. Mit einer m.2 Sata- und einer m.2 WLan-Schnittstelle ist er nicht üppig bestückt. Dank Sata-Adapter Platinen lässt sich da aber auch einiges machen. Zur Not kann man wie beim Raspi Festplatten im USB-Gehäuse an den USB3 Buchsen anschließen. Intern hat der Wyse auch noch einen USB3/USB2 - Anschluss.
Für den Raspi gibt es eine inoffizielle Proxmox-Version die gepflegt wird. Mir würde es im Traum nicht einfallen einen Virtualisierer wie Proxmox auf einem Raspi zu betreiben.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: _TR_
Garrus schrieb:
Gerade bei Pi Hole ist das als Vorteil zu sehen.
pihole braucht doch fast keine Leistung, nur dafür sehe ich keinen Vorteil in einer x86-CPU.
Aber da der TE ja noch ein paar andere Sachen probieren möchte, würde ich auch eher auf nen refurb MiniPC von Dell, HP, Lenovo zurückgreifen. Klar, wird etwas mehr Leistung brauchen als ein Raspi5, aber man ist auch deutlich flexibler, falls z.B. mal mehr RAM benötigt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: _TR_
_TR_ schrieb:
Pi Hole, Unbound, Vaultwarden, bisschen mir Proxmox

Du hast doch sicher noch irgendwo einen alten PC/Laptop rumliegen, den du für erste Gehversuche mit Proxmox nutzen könntest. Ich gehe davon aus, dass du die genannten Services unter Proxmox laufen lassen willst. Die dürften auf jedem < 10 Jahre alten System laufen.

Sammle hier Erfahrungen und entscheide dann, was du wirklich an Hardware benötigst.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: _TR_ und Naturtrüb
Ganz klar Mini PC, S740 eignen sich dafür top. Klein, energiesparend und dennoch gut Leistung für einen anfänglichen Proxmox Server. Hatte darauf auch AdGuard Home, Vaultwarden, Home Assistant und MeTube laufen und noch paar kleiner LXC's für die Verwaltung, immer zufrieden. Jetzt ists ein M700 Tiny der für meine weiteren Anwendungen einfach bisschen mehr Power hat.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: _TR_
@Siri Der Fujitsu S740 ist vergleichbar mit der "billigeren" Version vom Dell Wyse 5070 und hat eine J4105 CPU.Für LXC's mag der ausreichen. Die J5005 CPU in der "besseren" Version" des Dell Wyse 5070, vergleichbar mit dem Fujitsu S940, wäre das mindeste was ich verwenden würde. Man muss ja auch nicht Proxmox verwenden.. Man kann auch direkt Docker und dann Container in Debian installieren. Da fällt eine Zwischenschicht weg. Falls man auch noch ein NAS benötigt könnte man sich auch mal MOS ( https://mos-official.net/ ) anschauen. Habe ich gerade zu testzwecken als VM in Proxmox installiert. Macht einen ganz guten Eindruck.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: _TR_
_TR_ schrieb:
Geplant sind: Pi Hole, Unbound, Vaultwarden, bisschen mir Proxmox zum lernen
Die Auflistung ist sehr gespalten - ein humorvoller Vergleich: Zwei Katzen, ein Hund und ein Stall für bisschen Tierhaltung zum lernen.

Da wäre der Pi5 einer der richtigen Ansätze. Proxmox ist eine Plattform für Virtualisierung und für diese genannten Sachen overkill. Ohne das Mehrziel von Proxmox zu kennen, ist viel Spekulationraum vorhanden. Und die 300,- Grenze macht das Ganze für den Einstieg zwar leicht realistisch aber ist im Vollausbau langfristig nicht mehr machbar.

Ein Pi kann auch später genutzt werden als Edge-Router, wenn deine Kenntnisse gefestigt sind und du mehr Durst hast. Wenn die Lernkurve bei Proxmox steigt, wirst du auch an die 32GB Grenze kommen und der Unterbau wird stets anspruchsvoller.

Das Anwendungsprofil und das Budget sind nicht glatt, darum mein versuchter Einwand als Stütze.

Wenn der Gebrauchtmarkt etwas für Dich ist, dann wurden hier schon paar gute Empfehlungen ausgesprochen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: _TR_
erst mal super vielen Dank für die Vorschläge und Antworten.
Also Raspberry Pi 5 wäre die erste Wahl gewesen, aber ich sehe nicht ein wieso, ich ca 190 Euro plus Zubehör zahlen soll. Da kann man sich ja direkt einen Mini PC mit 16 GB RAM und stärkerer CPU Kaufen.
Daher bin ich eher auf Mini PC aus.
Also wäre dort ein Dell Optiplex oder HP Elitedesk die bessere Wahl?
Fujitsu S940 gibt's ja gebraucht für ca. 50 Euro mit 4gb RAM und Pentium silver.
Ist das nicht zu wenig Leistung?
Mini PC mit N100 oder N150 kostet ja alles über 300 Euro mit 16gb RAM.
Da lohnt es sich ja fast ein Elitedesk oder Optiplex oder?
Sind die beiden auch so kompakt und leiser Betrieb möglich?
 
_TR_ schrieb:
Also wäre dort ein Dell Optiplex oder HP Elitedesk die bessere Wahl?
Fujitsu S940 gibt's ja gebraucht für ca. 50 Euro mit 4gb RAM und Pentium silver.
Ist das nicht zu wenig Leistung?
Mini PC mit N100 oder N150 kostet ja alles über 300 Euro mit 16gb RAM.
Da lohnt es sich ja fast ein Elitedesk oder Optiplex oder?
Sind die beiden auch so kompakt und leiser Betrieb möglich?
Ich weis immer noch nicht so richtig was du machen willst. Um die genannten Container unter Debian ohne Proxmox auszuführen könnten 4 GB reichen. Mit Proxmox als Virtualisierer ist es zuwenig. Zudem sind bei den 4GB nur ein Ram-Modul verbaut ... also nur SingleChannel. Für DualChannel, für etwas mehr Leistung, sollte man sich eh noch ein möglichst baugleiches zweites Ram-Modul besorgen. Offiziell unterstützt der J5005 nur 8GB Ram...inoffiziell läuft der auch mit 16GB stabil.
Dell Optiplex und HP Elitedesk/Prodesk als MiniPC's gibt es in vielen Variationen. Sie sind genauso kompakt wie ein Dell Wyse 5070. Der Fujitsu Futro S940 dürfte größer sein (itx-Mainboard). Bei den HP's die ich in den Händen habe/hatte war der CPU-Lüfter deutlich zu hören. Bei den Dell Optiplex nicht. Dann gibt es ja auch noch die Fujitsu Esprimo Q-Serie. Der Q556/2 für Intel 6./7. Generation hat z.B. zwei Sata-Ports (ein mehr als die Konkurrenz), ein m.2 NVME- und ein m.2 WLan- Steckplatz. Dann gibt es auch noch die Lenovo ThinkCentre (z.B. M710g für Intel 6./7Generation, M720q für Intel 8./9. Generation). Auch sehr kompakt und sparsam.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: _TR_
Hi

Kurze Frage:

Weil du Pihole und unbound geschrieben hast, nehme ich mal an, Du willst dein Heimnetz monitoren und dns verschlüsseln

: Sofern du einen Gamer Rechner oder einen stärkeren Rechner hast, hätte ich nämlich eine Idee, wie du Kosten sparen könntest



Im Grunde könntest du eine ältere/gebrauchte Raspberry kaufen. Auf diese kannst du dann piHole), Unbound und sogar CrowdSEC installieren.

Sofern du einen stärker Rechner hast, kannst du ja ProxMSmox einfach auf einer VM installieren und dir das Wissen dort aneignen. Dadurch würdest du halt einiges an Geld sparen.


Lustigerweise hab ich selbst vor nicht einmal eine Woche genau mich mit einer ähnlichen Thematik beschäftigt. Ich hatte noch eine alte Raspberry 3B plus und wollte mein Heimnetz etwas besser schützen/tracken

Habe Adguard, crowdsec uns unbound installiert und alles zusammen verbraucht bei mir nicht mal 500 MB.
Im Grunde brauchst du nur noch eine alte SSD, ein USB zu Sata Kabel und das Original Netzteil aber alles zusammen zahlst du deutlich weniger als 130 €
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: _TR_
danke für die Antworten.
Ich schaue mir mal die Fujitsu Esprimo Q-Serie, Dell Optiplex und Lenovo Thinkcentre mal an.
Ja also wie gesagt: Pi hole, unbound, vaultwarden, und bisschen in die Welt proxmox eintauchen, Fernzugang aufs Heimnetz, Dokumente archivieren usw und das ist erst der Anfang.
Vielleicht bleibt es vorerst dabei. wenn ich Zeit finde beschäftige ich mich intensiver damit.
Und deswegen möchte ich nicht dass später RAM oder CPU mein Vorhaben ausbremst. RAM aufzurüsten sollte ja mindestens drin sein.
Aber fürs erste die Sachen, die ich genannt habe.
Dabei natürlich auch wichtig, möglichst kompakt und leiser Dauerbetrieb und dennoch genügend Leistung.
Raspberry Pi 5 mit 8 GB liegt ja deutlich über 200 Euro, wenn noch Case, SSD dazu kommt.
Wäre dann in diesem Fall ein Optiplex, Elitedesk, Thinkcentre oder eben Fujitsu Esprimo Q-Serie die bessere Wahl?

Ach und leider habe ich Zuhause keinen Rechner. Im Haushalt sind 3 Laptops, aber alles sind Büro Laptops bzw. alte Business Laptops von dell, HP und Lenovo.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: PhoenixEX
Zurück
Oben