Rat bei Backup-Strategie und Tools

Schinken42

Captain
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März 2021
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Hallo zusammen, ich benötige die Schwarmintelligenz.
Prinzipiell bin ich fit mit Servern und Terminal, Linux, Programmablaufplänen, Hardware.
Man könnte mich als bewanderten Laien beschreiben. Nur Erfahrung mit nem HomeLab in der Praxis habe ich kaum, dieses hier ist mein Erstes.
Die Hardware:
Ein Server aus Restbeständen
Ryzen 3600, 8GB Ram*, gtx 1080*, ein Consumerboard aus dem Gaming PC, 3XX Chipsatz, genaues Modell könnte ich nachsehen.
1 SSD fürs OS 512GiB
3 HDDs für Docker/noch nichts/backups (hdd1, hdd2, hdd3) jeweils 2 TiB

Die Software:
OMV (Debian 13) als OS, darauf per Docker Nextcloud AIO, per compose nginx, homarr, immich, pihole, home assistant)

Eigene Domain

Ausserdem im Haushalt:

2 PCs mit Linux (Cachy OS und PopOS).
(Specs kann ich nennen, sollte aber für die Backupstrategie nicht relevant sein)
1 Laptop Cachy OS


Ich hab jetzt viel von Restic, BorgBackup, UrBackup, veemeo etc geleden und bin etwas überfordert.
Was ich möchte:
1. Die OS SSD des Servers und hdd1 als backup auf hdd3
Dabei sollte die wiederherstellung einzelner dateien aber such der ganzen festplatte möglich sein (also datei backups und images nehm ich an, aber das ist eine der fragen)
Insbewondere soll nach defekt oder neukauf ein scjneller workflow existieren das os im vorherigen zustand zurückzuspielen. ob dafpr boot und grub usw mit ins image müssen oder ich das OS nach einem disaster erst neu installiere und dann ein Backup einspiele ist mir egal, aber ich will sicher sein, dass alles relevante wieder ds ist, deshalb tendiere ich zu image backups, nach allem was ich weiss.
2. Backups von hdd1 auf hdd2 bei denen es hauptsächlich um datei backups gejt, soll einzeln oder als ganzes wiederhergestellt wrden können

Ich hätte gern ein idiotensicheres tool 😁. Und möglichst nur eines für alle Backups.
Perdpektivisch sollen auch Backups der PCs und ds Laptops auf hdd3 landen.
Ich weiss, dass der Platz nicht reicht und ich weiss, dass ich noch mindestens ein, besser zwei exteene Backups haben sollte,das kommt aber später. Allein aus Kostengründen.
Alle Backups sollen nach Einrichtung automatisiert ablaufen.

Also, was wären Tools die meine Bedingungen erfüllen? Oder läuft es doch af simple Scripts hinaus?
Übersehe ich ganz viel?

Ist veemeo ein guter Kandidat? Bisher scheinen mir nach oberflächlicher Recherche dieses und UrBackup am besten für meinen Usecase zu passen. Ich bin offen für alle Ideen ausserhalb meines Tellers 🙂.
Wenn ich was vergessen hab reich ichs gern nach, es ist spät.
 
Schinken42 schrieb:
Ich weiss, dass der Platz nicht reicht und ich weiss, dass ich noch mindestens ein, besser zwei exteene Backups haben sollte,das kommt aber später. Allein aus Kostengründen.

Denk als erstes darüber nach, das ein Kopieren von irgendwas intern in einem Gerät auf einen weiteren dort verbauten Datenträger den Namen Backup nicht verdient. Raucht Dir die Hardware ab, kann es jede dort verbaute Hardware erlegen. Intern in einem Gerät die Dateien zusammen sammeln als Vorbackup um sie dann z.B. auf NAS zu verteilen, ja ok. Wenn Du jetzt planst, plane richtig. Wir hier kennen genug Fälle das der Wille zwar da war für die Umsetzung einer Backupstrategie, es doch nicht gemacht wurde und der Nutzer am Ende ohne Daten da stand.

Grob im Überblick brauchst Du nur die Dockercontainer und die /home der PC weg kopieren.
Ein imagen halte ich persönlich für unnötig. @Schinken42

Was Du nutzt zum weg kopieren musst Du für Dich heraus finden.
Ich selbst mache da (für den Linuxkrams/Docker/Vm) immer komplette Kopien ohne Versionierung per rsync. Andere sehen das anders, machen es anders mit anderen Tools.
 
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Sehr komfortabel wird es auf dem Homelab durch eine Metaebene wie proxmox.

Dann kannst du dort deine VMs und Container speichern wo du möchtest.

Ich mache es zum Beispiel per Skript auf meinen Rechner, der dann im ganz normalen Backup Programm hängt.
 
Borg für dateibasiertes Backup. Vorta als Client. Backups dann irgendwohin, aufs NAS, auf Hetzner Storage Box etc. Die Repos lassen sich dann von jedem Clienten laden, d.h. man kann dann von jedem Client aus sehen, ob die Repos aktuell sind oder nicht.

Für Systembackup brauch ich dann eher Timeshift oder Clonezilla. Klassisch wie bei Windows gehört die Systempartition bei mir auf eine Partition und alles andere auf eine andere Partition. Dann wird eben das System mit einem Imagingtool geklont und der Rest via Borg.
 
Ich nutze im Homelab ebenfalls Proxmox auf einem Mini-PC. Die VMs werden auf ein Synology DS918+ gesichert auf dem läuft der Proxmox Backup Server.
In einer VM läuft ein Ubuntu-Server mit eingebundener SSD für Filesharing und Immich via Docker. Diese wird via Restic gesicht. Als GUI nutze ich dafür BackRest.

Für Offsite-Backups gibt es noch eine Synology DS120J.

Wenn hdd2 leer ist und hdd3 derzeit für Backups genutzt wird, würd ich die beiden in ein separates Gerät verfrachten und von dort die Daten dann Offsite sichern.
 
Moin,
also ich nutze einfach "SyncFolder" von WS. Hab 2 externe Backup Festplatten die beim anstöpseln automatisch ein Backup machen. Ein Internes Backup auf eine andere Platte und dauerhaft ne Synco mit dem wichtigsten auf ein Stick, der dann wiederum auf dem Laptop ein Backup schiebt . Insgesamt 5 Backups =) vielleicht nen biss'l viel aber, sicher.. und einfach find ich's auch. Man kann Zeiten einstellen, wie und was kopiert wird usw. Vielleicht wär das was. Grüße
 
Schinken42 schrieb:
1. Die OS SSD des Servers und hdd1 als backup auf hdd3
Dabei sollte die wiederherstellung einzelner dateien aber such der ganzen festplatte möglich sein (also datei backups und images nehm ich an, aber das ist eine der fragen)
Nutze Veeam for Linux, wenn es läuft.
Ansonsten vergiss es mit einem automatisierten System-Image-Backup während Linux aktiv läuft.
Meine Erfahrung ist, dass der Linux-Community im Großen und Ganzen die Vorteile von so was unter Windows Selbstverständlichen nicht in den Schädel gehen. 😉

Ansonsten gibt es Clonezilla - das geht aber nur manuell von einem Bootdatenträger, wenn das eigentliche System aus ist.
 
mchawk777 schrieb:
Nutze Veeam for Linux, wenn es läuft.
Ansonsten vergiss es mit einem automatisierten System-Image-Backup während Linux aktiv läuft.
Meine Erfahrung ist, dass der Linux-Community im Großen und Ganzen die Vorteile von so was unter Windows Selbstverständlichen nicht in den Schädel gehen. 😉

Weil Images primär etwas ist was man nur unter Windows benötigt.
Einfach weniger Windows-mässig denken, Windows ist eben nicht mehr als der Inhalt der Platte :-)
Man pinselt ja auch heute nicht mehr mit Tipp-Ex auf der Glotze rum.
 
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foofoobar schrieb:
Weil Images primär etwas ist was man nur unter Windows benötigt.
Danke für die Bestätigung meiner Aussage - das zeigt genau DAS, was ich beschrieben habe. Top! 👍
 
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foofoobar schrieb:
Weil Images primär etwas ist was man nur unter Windows benötigt.
Einfach weniger Windows-mässig denken, Windows ist eben nicht mehr als der Inhalt der Platte :-)
Man pinselt ja auch heute nicht mehr mit Tipp-Ex auf der Glotze rum.
Bevor das hier zu einer Grundsatzdiskussion wird würde ich das gern auf den Boden von Argumenten zurückführen.
Für mich sind Images kein Windows Ding, sondern einfach Images.
Ich find die Vorstellung schon sehr angenehm, die Platte 1:1 wiederherstellen zu können.
Was spricht dagegen?

Ich verstehe, dass ich im Prinzip auch "nur" die wichtigen Dateien sichern kann um später das OS neu zu installieren und die Dateien dann wieder reinwerfen.
Allerdings bleiben dann noch Probleme mit Pfaden, Partitionstabellen, Grub. Ausserdem sind die Ansichten sehr verschieden was alles wichtig ist. Zudem kann sich bei Updates etwas ändern und plötzlich ist ein Pfad wichtig, der es vorhernicht war. Warum also nicht images oder wie mn es dann nennen mag nutzen um diese Probleme zu vermeiden? Das ist keine rhetorische Frage, es wird ja Gründe geben oder ich hab falsche Vorstellungen oder oder oder. Korrigiert mich gern wenn meine Annahmen nicht zutreffen.

Oben meinte jemand, ich müsse nur home sichern und das wärs.
Mir würde das nicht reichen. Mit root bei 0 anfangen, alle OS Einstellungen neu machen?
Keine Option, ich will mein Gerät einfach genau so zurück wie es war.

Mir ist aber auch aufgefallen, dass Images unter Linux tatsächlich kaum benutzt werden. Auch deswegen frage ich ja hier im Thread wie ihr das angehen würdet.
Ich bestehe keineswegs auf Images, aber ich bestehe auf der Sicherheit, meine Systeme bei Festplattendefekt schnell wieder in ihren Zustand zurückversetzen zu können.


Mir ist auch die 3-2-1 Regel klar und ebenfalls, dass ich externe Backups brauche, schrieb ich initial auch. Ändert halt nichts an meiner Frage nach Tools und Strategie.

Ich kenne auch Clonezilla/Rescuezillaund ja, das ist natürlich ne Lösung. Wenn man alles händisch machen will.
Will ich nicht. Wir haben 2026, ich hab mehrere Systeme und mit fast 40 keine geistige Kapazität im Kopf zu tracken wann ich welches Backup machen muss. Also will ich die Backups automatisiert. Nennt mich faul, ist ok 😁. (Ja, minimaler Aufwand ist später für externe Backups quasi unvermeidlich, aber mehr als ne externe HDD anschliessen, automatisches Backup abwarten und Festplatte wieder in den Schrank legen werd ich da auch nicht machen (wollen).)

Ansonsten schonmal vielen Dank für euren Input, ich werd weiterlesen und ggf. Fragen beantworten die ich jetzt noch übersehen habe.
Ergänzung ()

BFF schrieb:
Denk als erstes darüber nach, das ein Kopieren von irgendwas intern in einem Gerät auf einen weiteren dort verbauten Datenträger den Namen Backup nicht verdient. Raucht Dir die Hardware ab, kann es jede dort verbaute Hardware erlegen. Intern in einem Gerät die Dateien zusammen sammeln als Vorbackup um sie dann z.B. auf NAS zu verteilen, ja ok. Wenn Du jetzt planst, plane richtig. Wir hier kennen genug Fälle das der Wille zwar da war für die Umsetzung einer Backupstrategie, es doch nicht gemacht wurde und der Nutzer am Ende ohne Daten da stand.
Natürlich. Ich hab extra gesagt: Ich weiss, dss ich noch externe Backups brauche.
Also wenn du ein Tool empfehlen kannst, immer her damit. Ansonsten bitte bei dem bleiben was ich schrieb, dankeschön 🙂.
BFF schrieb:
Grob im Überblick brauchst Du nur die Dockercontainer und die /home der PC weg kopieren.
Ein imagen halte ich persönlich für unnötig. @Schinken42
Um dann beim wiederherstellen ne Heidenarbeit zu haben den Rest wieder einzurichten, Pfade neu zu setzen etc. oO?
Oder überseh ich den Trick?
BFF schrieb:
Was Du nutzt zum weg kopieren musst Du für Dich heraus finden.
Ich selbst mache da (für den Linuxkrams/Docker/Vm) immer komplette Kopien ohne Versionierung per rsync. Andere sehen das anders, machen es anders mit anderen Tools.
Wenn du mir ein paar 8TiB Platten rüberschickst gerne, bis dahin muss ich leider Geld und Platz sparen :).
Ergänzung ()

mchawk777 schrieb:
Nutze Veeam for Linux, wenn es läuft.
Scheint tatächlich meine Bedingungen zu erfüllen, die komplexe installation und Einrichtung haben mich dnn aber stutzig gemacht. Nicht abgeschreckt, aber stutzig gemacht.
Prinzipiell sollte es aber auf Debian 13/OMV laufen sagt das Internet.

Scheint mir halt nen Fokus auf Windows Geräte zu haben. Ohne nen speziellen Grund dafür zu haben, wäre mir aber wohl eine Lösung lieber eie für Linux nicht nur "auch" läuft.
Esseidenn ihr sagt, das macht keinen Unterschied, Veeam macht was es soll und ist sicher 😁.
 
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