RAW zu png exportieren

B

buffybiter

Gast
Hallo zusammen,

ich fotografiere ja in RAW (bei Canon ist das .cr2). Sobald ich meine Fotos dann in Affinity Photo bearbeitet habe, muss ich diese logischerweise exportieren. Ich habe da aktuell das verlustfreie png-Format im Blick.

Haben meine Fotos bei dem Format die gleiche Qualität wie bei RAW oder nimmt diese ab? Bei jpeg ist es glaube ich auch so, dass Bilder beim hin- und herkopieren immer wieder komprimiert werden; ist das bei png genauso?

Welches Format empfehlt Ihr für den Export? Vielleicht tiff?
 
Von hin und herkopieren werden die Bilder nicht schlechter.
jpg und ähnliches wird erst beim speichern schlechter. Solange man die qualität auf 90-95 läst kann man mit jpg sehr gut leben.
 
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PNG ist nicht verlustfreie und ist gut für Vektoren geeignet.

Du meinst hoffentlich DNG. Da ist alles gut.
 
@NighteeeeeY .png ist doch auch ein Verlustfreies Format zumindest steht das überall im Internat.

@strempe Ich fotografiere doch nicht ohne Grund im raw-Format. Da kann ich ja gleich das Bearbeiten der Bilder sein lassen. jpeg-Dateien kann man nicht so gut bearbeiten, da in diesem Format kaum Bildinformationen gespeichert werden. Im raw-Format werden alle Bildinformationen gespeichert, also höhere Qualität und besser zum Bearbeiten.

Was ist DNG?

Was ist die Besonderheit von TIFF?
 
Kommt drauf an, was du mit den Files machen willst. Wallpaper fürn Desktop, 10x15 Print für die Omma oder für Web/Social? JPG, alles andere ist Blödsinn oder Overkill.

Hab letztes Monat ein paar Urlaubsbilder gedruckt bzw. drucken lassen und da hab ich der Bude TIFFs gegeben - bei 60x40 wahrscheinlich auch noch egal, aber sicher ist sicher.

Ausserdem ist das wichtige eh das bearbeitete RAW, wo du auch in 20 Jahren noch nach Bedarf das richtige Format rausexportieren kannst.
 
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Hm, nein, RAWs behalte ich um sie später nochmal für andere Gelegenheiten und Projekte zu haben. Fertige Bearbeitungen speichere ich im jpg Format.
 
Also Moment ^^

die Bilder, welche du in RAW erstellst, haben eine sehr hohe Farbtiefe und sollten eben die direkten Sensordaten sein. - Sei dir bewusst, dass dein Sensor keine RGB sonder neben eine Bayer-Matrix hat. Für das sog. DeBayering muss ein Bild entwickelt werden.
Wenn du Bilder nun zum alltäglichen Ansehen haben möchtest, musst du diese eben in ein umgänglicheres Format entwickeln - das hast du richtig erkannt.

Ich selber entwickele meine Bilder in JPEG 95% im AdobeRGB colorspace - das ist eine sehr gute Qualität.
Hat es die Qualität eines RAW ... kommt darauf an was du meinst ^^

Komprimierung etc sind nicht sichtbar. Es hat jedoch nicht die selbe Farbtiefe wie ein RAW Bild (JPEG -> 8bit pro Farbkanal).

Nun ist es so, dass die meisten Monitore ein 8bit Panel haben - das bedeutet, sie können 8bit pro Farbkanal anzeigen. Jedoch werden sog. 10bit Panel immer häufiger und auch günstiger.
Ein Bildformat, welches nun 10bit oder mehr anzeigen könnte, wäre nun echt schön :)
Auch kann JPEG nichts mit HDR oder dergleichen anfangen.
Es gibt solche neuen Bildformate, welche jedoch noch einige Jahre benötigen um sich durchzusetzen - z.B. HEIF oder AVIF.

Meine Empfehlung ist, dass du in JPEG 95% entwickelst.
Die Bilder können auf quasi jedem Endgerät angeschaut werden.
Quasi jede Software kann sie dir anzeigen
Und JPEG Bilder können schon seit Jahren in Hardware Dekodiert werden, deswegen können sie auch besonders schnell angezeigt werden.

Wenn die Bildformate HEIF oder AVIF große Marktdurchdringung erreicht haben, und du ggf. selber Displays hast, welche 10bit und mehr anzeigen lassen können, dann könntest du erneut entwickeln (die RAWs nie wegwerfen!).

Du merkst, ich könnte abendfüllend von solch einem KRam erzählen, und ich versuche es krass runterzurechen. Mit zwei Irrtümern möchte ich jedoch aufräumen.
JPEGs verlieren nicht an qulität durchs kopieren - NIE - es sind digitale Daten. Durch das neue Konvertieren jedoch schon.
PNG eignet sich nicht für Fotos, sondern ist für Grafiken. - Testweise kannst du ja ein bild mit PNG und eines mit JEPG 95 entwickeln und pixel für pixel vergleichen ;) - du wirst feststellen, dass das JPEG um ein vielfaches kleiner ist, und sogar schneller aufgebaut wird.
Mehr Farbtiefe (10Bit z.B.) bedeutet nicht, dass du blaueres Blau oder röteres Rot siehst. Sondern, die Abstufungen zwischen den Farben sind etwas detailreicher.

Wenn du deine RAWs und DNG oder TIFF entwickelst, kannst eig. auch gleich dein RAW behalten. - Denn ich denke, du willst es auf einer breiten Fläche von Geräten anschauen können, oder ggf. ins Internet hochladen.
 
@Tamron: Seit wann kann *.PNG Vektoren?

atari2k
 
Okay, wohin soll ich jetzt exportieren? jpeg oder tiff? Ich will die bestmögliche Qualität die man haben kann.

@rony12 Danke für die umfangreiche Erklärung, aber wieso 95% und nicht 100%?
 
buffybiter schrieb:
Ich fotografiere doch nicht ohne Grund im raw-Format. Da kann ich ja gleich das Bearbeiten der Bilder sein lassen. jpeg-Dateien kann man nicht so gut bearbeiten, da in diesem Format kaum Bildinformationen gespeichert werden.
Du fotografierst in RAW, um mehr Möglichkeiten bei der Bearbeitung zu haben. Nach der Bearbeitung brauchst du diese zusätzliche Information nicht mehr und exportierst die Bilder als JPEG.
PNG hätte diesbezüglich auch keine Vorteile, würde exakt genauso aussehen wie JPEG (mit einer ausreichend hohen Qualitätsstufe), aber deutlich größer sein. Deswegen ist PNG für Fotos relativ sinnlos.
 
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buffybiter schrieb:
Okay, wohin soll ich jetzt exportieren? jpeg oder tiff? Ich will die bestmögliche Qualität die man haben kann.

@rony12 Danke für die umfangreiche Erklärung, aber wieso 95% und nicht 100%?

ich habe es selber über Jahre mit 100% gemacht.
die Größe, welche dann ein JPEG benötigt, steht aber in keinem Verhältnis zu dem "plus" an Qualität - welche eher nur noch theoretischer Natur ist.
Es ist nicht mehr sichtbar.

Wenn du z.B. ein Bild in der Windows Foto anzeige anschaust (also in dem normalen Bildbetrachter) erhälst du eine kleiner, auf deine Monitorauflösung angepasste Version des JPEG - erst wenn du es in 1zu1 anzeigen lässt, gibt dir auch Windows die volle Auflösung.
Das machen viele Endgeräte so - z.B. auch Smartphones. Denn häufig ist den Benutzern, das schnelle wechseln zwischen Bildern wichtiger, als pixelgenaue anzeige.

die 5% zu den 100 benötigst du einfach nicht :)
Viele Fotografen exportieren sogar eher mit 90 oder gar 85%.

Aber du musst auch meinen Worten keinen glauben schenken und exportiere einmal das bild in 95% und einmal in 100% und vergleiche. :)

um deine erste Zeile zu beantworten. JPEG, wenn du Bilder in guter Qualität haben willst, und sie mit Alltagsgeräten betrachten möchtest.
Ein TIFF wird schnell mal 250-300MB groß
 
buffybiter schrieb:
Okay, wohin soll ich jetzt exportieren? jpeg oder tiff? Ich will die bestmögliche Qualität die man haben kann.

Dann als 16 Bit TIFF, bitte nur halt nicht wundern, wenn ein File 150-300MB hat.

Ich glaube, ohne das böse zu meinen, dass es hier ein wenig an Grundlagenwissen fehlt. Jeder RAW-Konverter mit angeschlossenenem DAM (Digital Asset Management), wie Lightroom, Capture One, Darktable etc. funktioniert grundsätzlich so, dass die RAW-Files nie manipuliert werden, sondern lediglich die Bearbeitungen dazu abgespeichert werden. Beim Export erstellst du ja nur eine Version dieses Bildes für die weitere Verwendung (im Web, für Drucke, für was auch immer), weil du auf einer Website mit dem RAW-File an sich ja nix anfangen kannst. Das RAW bleibt dir aber so oder so immer erhalten.

Ich schicke meinen Kunden auch meistens JPGs, weil der Qualitätsgewinn eines TIFF in keiner Relation zum Usecase steht. Ich hatte auch schon Kunden, die wollten spezifisch nur 1200x800 Pixel oder sowas haben, weils für ihre Website so benötigt wurde. Die Originalfiles habe ich sowieso immer noch, wenn also später mal notwendig werden sollte, eine andere Qualität rauszuspielen, kann ich das immer noch machen.
 
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Wie sieht es da eigentlich bei Gimp aus?
Was muss ich machen, um direkt in Gimp RAW zu öffnen?
Bisher, wenn nötig, gehe ich den Weg über Darktable
 
@andi_sco ich glaube Gimp kann von Haus aus nicht mit RAW umgehen. Daher ist wahrscheinlich der einfachste Weg, über Darktable oder RawTherapee zu gehen.
 
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