News Rechenzentren in Deutschland: Ausgebremst durch Strommangel, Energiepreise und komplexe Regulierung

Hovac schrieb:
Im Artikel steht, das ein dafür geplantes Gaskraftwerk abgelehnt wird.

Ist ja nicht auf Gas beschränkt, Diesel, Pflanzenöl oder Brennstoffzelle, gibt es dafür ja auch noch.
 
Der-Orden-Xar schrieb:
...



Sicher doch.
Siehe Zeit mit Daten von Verivox. Annahme 4 MWh/a, mindestens 12 Monate Preisgarantie, Grundpreis eingerechnet.
https://www.zeit.de/wirtschaft/energiemonitor-strompreis-gaspreis-erneuerbare-energien-ausbau
Gerechnet mit einem Neukundenbonus in irgend einer Region Deutschlands
Der-Orden-Xar schrieb:
Vielleicht weil Spanien das so macht?
Und die Differenz aus Steuermitteln erstattet?

Komischerweise ist dieser resultierende Preis in Deutschland viel öfter so niedrig, das die nun steuerfinanzierte EEG Umlage in 2025 viel höher ausfiel, als die Regierung sie geschätzt hatte.

Planwirtschaft mit noch mehr Planwirtschaft heilen wollen klappt leider nicht.
 
Hovac schrieb:
Gerechnet mit einem Neukundenbonus in irgend einer Region Deutschlands
Nicht in irgendeiner Region, sondern als Schnitt aller Regionen.
Hovac schrieb:
Komischerweise ist dieser resultierende Preis in Deutschland viel öfter so niedrig, das die nun steuerfinanzierte EEG Umlage in 2025 viel höher ausfiel, als die Regierung sie geschätzt hatte.
Behauptest du. Mehr auch nicht.
 
Der-Orden-Xar schrieb:
Nicht in irgendeiner Region, sondern als Schnitt aller Regionen.
Warum drum herum reden:
"Der Preis pro Kilowattstunde enthält den Arbeitspreis sowie den Grundpreis und basiert auf dem deutschlandweit gewichteten Mittel des günstigsten Preises je Postleitzahl. Berücksichtigt werden ausschließlich Neukundentarife mit einer Preisgarantie von 12 Monaten inklusive Boni."
Der-Orden-Xar schrieb:
Behauptest du. Mehr auch nicht.
Könntest du auch prüfen, geht ja heute leicht.
Und da meine Behauptung ist, das es aus Steuern bezahlt wird sogar ohne groß zu suchen, z.B. im Bundeshaushalt.
 
Hovac schrieb:
Könntest du auch prüfen, geht ja heute leicht.
Ich weiß, das nicht die Regierung die EEG Kosten schätzt.
Es gibt die Prognose über die Vergütung der EEG-Umlage, die von den 4 ÜNB erstellt wird.
Für 2026 übrings mit einer höheren geförderten Menge an Strom und dennoch geringeren Kosten insgesamt im Vergleich zu 2025.
 
Zockmock schrieb:
Wie unsere Uschi von der EU schon sagte, wir brauchen mehr SMRs. Wenn wir da technologisch führend werden würden, hätten wir nicht nur saubere Energie sonder evtl. nicht mal mehr das "Problem" mit dem Abfall. Billige Energie und weniger Bürokratie (durch Gesetzeabbau) und es könnte wieder was werden aus uns.
Leute, …
Stanford University > Studie sagt bis zu 5 Mal höhere Abfallrate hoch radioaktiven Materials pro produzierter Energieeinheit und sogar 5-35! Mal höhere Abfallraten bei mittelmäßig radioaktiven Material pro produzierter Energieeinheit (z.B. Megawattstunde).
Die Stufe des radioaktiven Materials bemisst sich dabei an der Strahlenintensität pro Zeiteinheit. Daher wie lang muss ich den Kram in einer Tonne unter der Erde lagern.

Dieses Abfall-„Problem“ ist daher nicht nur sehr konkret sondern potenziert sich in dieser technologischen Frage!

Die Energiepolitik ist bezeichnend, keine Frage. Es ist aber ebenfalls gleichermaßen immer wieder irritierend, wie die Atomkraft (in der Diskussion um die letzten 3 Meiler) sowie jetzt auch bei den Mini-AKWs von einigen Menschen als Option hochgehalten wird.
Eine Technologie zu deren hoch gefährlichen Abfällen uns Menschen Zeit ihres (der Technologie) Bestehens nichts Besseres eingefallen ist, als den Müll unter der Erde zu vergraben.

Hinzu kommt, dass sich die großen Energieversorger und potenziellen AKW-Betreiber durch den KENFO-Fond frei gekauft haben.
Der Deal, der Fond wird initial von den Versorgern finanziert. Ging dann in die Hände des Bundes und muss nun für künftige Einlagerungen reichen.
Wenn die Kosten dafür (Einlagerungen inkl. allem was da Operativ dran hängt) aber um oben genannte Faktoren steigen? Wer reibt sich da die Hände? Hat Uschi vllt. einfach einen guten „Draht“ zu dieser Interessensgruppe?
 
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https://www.powermag.com/chinas-advanced-nuclear-efforts-are-pushing-frontiers/


Naja so einfach ist das halt nicht. CHina hat auch extrem günstige Kernkraftwerkskosten wiel die in Seri bauen ~ 2000 USD/ kw.


Die Welt bekommt natürlich den wirtschaftlichen Niedergang Deutwschlands mit und dass dort die Industrie auch wegen der Energiepreise wegzieht oder wegziehen muss um nicht insolvent zu gehen. Wer nicht mal die halten kann die da sind wird erst recht keine neuen anlocken bei denen Energiepreise noch wichtiger sind.

Ich kann mir das nicht vorstellen dass jemand ohne staatliche Subvention in so was extrem energieintensives wie Datacenter in D investiert das macht einfach 0 Sinn. Strom/Energie ist teuer und Mangelware die MINT Ausbildung in D ist eher unterdurchschnittlich (siehe PISA) die Bürokratie hoch die Steuern und Abgaben sind hoch, die möglichen lokalen Nutzer - vor allem die Industrie - ist im Abbau.

Wenn Claude 20% oder 50% günstiger ist weil in USA gehostet sind doch jedem die 0,0001% langsameren Antworten aufgrund der höheren Laternzzeiten eh egal.

Nicht jeder Standort ist halt für alles geeignet - alles was viel Energie rund um die Uhr braucht ist halt D maximal ungeeignet.
 
Zuletzt bearbeitet: (dsd)
Tja, liegt wohl dran das in DE unterm Strich gar nichts günstig ist - egal um was es geht, überall liegt man proportional über anderen Ländern. Das ist nicht nur für die Konsumenten ein Riesenproblem sondern auch für Projekte wie dieses hier.

Dann noch dazu der Regulationswahn deutscher Behörden - es wird einem hier wirklich gar nichts leicht gemacht - ich muss immer lachen wenn ich mir z.B. Trump anschaue - er genehmigt was, nen Tag später wird gebaut - völlig unkompliziert und selbstverständlich. Da kann man in DE nur von träumen ... :freaky:
 
Die Rechen und Datacenter in USA und Co wie Amazon AWS sind doch auch super oder wenn man sich ansieht was google hostet das schon krass. Und bei der neuen Generation von Rechenzentern - den AI Rechenzentren - ist der Abstand doch um ein Vielfaches gewachsen.

Es bringt doch auch nichts auf Gewalt unabhängig sein zu wollen, wenn man halt in dem Bereich nicht gut ist?

Lieber nutze/miete ich wenn ich was umsetzen und erreichen will ein erstklassiges fremdes Top of the Line System als ein minderwertiges eigenes zu nutzen von dem ich weiss, das ist extrem unterlegen.

Data und Rechenzentren sind am Ende Werkzeuge für Software und wer minderwertiges Werkzeug nutzt der hat eh eigentlich zu 99,99% schon verloren bevor er losgelegt hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oh man eyh. Wahrscheinlich wird wieder dramatisiert und übertrieben in der Darstellung. Ich meine, warum kostet Strom überhaupt etwas?

Als Niedersachse muss ich ja sagen unser MP ist nicht besonders clever und hat leider auch nicht so ne große Klappe wie der aus Bayern, aber es würde ja nun wirklich Sinn machen diese Dinger in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mac Pom zu bauen.
Wir haben in NS Platz bis nach Meppen (da steht noch ein Atomkraftwerk :-)), genügend Wasser, hier ist alles flach (Baugrund), Windräder so viele wie Sterne am Himmel und einige Industriebrachen. Als 2 Knotenpunkt könnte man Hannover ausbauen und verstärkt mit Frankfurt verbinden.
Kommt zu uns Fischköppen, auch in anderen Branchen. Da wir (die anderen 15 Bundesländer) ja von dem Clown aus Bayern ständig beleidigt werden, wäre es vielleicht mal angebracht wenn unser Ministerpräsi mal die Tour fährt "The Fischköppe strikes back".
 
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Wo grossen Rechenzentren gebaut werden - also nicht staatlich finanzierte wie an Unis - das ist nicht wo baut man das in Deutschland sondern welches Land auf der Welt eignet sich dafür. Meinst Du Niedersachen kann da global mithalten?

Das vielleicht innerhalb von D ganz vorne - aber D insgesamt ist halt auf Platz 30 oder 40 als Standort.
 
Dr.Death schrieb:
Solange die Blase nicht platzt, halte ich es für sinnvoll, dass man nicht stumpf alles mit KI macht, nur weil es ein Tool dafür gibt - sondern man KI gezielt da einsetzt, wo sie einen echten Mehrwert bieten kann.
Kannst du vergessen. Solange es für die Leute nur ein Klick ist und die Auswirkung nicht spürbar, juckt die das nen Dreck. Strom kommt schließlich aus der Steckdose. Selbe Diskussionen schon gehabt mit Verpackungsmüll, deren Auswirkungen irgendwo am Arsch der Welt sichtbar werden, aber eben nicht hier vor dem eigenen Haus. Selbes mit Fleisch. Man kauft ja nur bereits sauber verpackte Mortadella. Würde man jedem Fleischesser ein Messer in die Hand drücken und ihn vor das Tier stellen, wären 95% von heute auf morgen Vegetarier.

Aber es ist alles so herrlich weit weg, so schön unsichtbar und versteckt. Ich muss mir das was ich anrichte nicht ansehen. Hach, herrlich bequeme Welt.
 
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Termy schrieb:
Es ist ja nun auch maximal hirnverbrannt, Rechenzentren ausgerechnet in ein Ballungsgebiet zu pflanzen, anstatt diese z.b. im dünner besiedelten, dafür aber mit ungleich mehr erneuerbarer Energie gesegneten, Norden anzusiedeln... :freak:
Die Ausrede mit der Abwärme lasse ich da auch nicht so ohne weiteres gelten - zum einen findet man ja sonst auch für alles Schlupflöcher, zum andern muss diese Wärmenutzung ja (Spekulation, lasse mich gerne belehren) nicht zwingend für Fernwärme genutzt werden.

Davon abgesehen ist es vielleicht gar nicht so verkehrt, etwas verhaltener auszubauen, anstatt voll auf der Hypewelle mitzuschwimmen und dann, wenn sich das Ganze normalisiert (was sich ja so langsam endlich beginnt, anzudeuten), mit massiven Überkapazitäten dazustehen ;)
Ohne es böse zu meinen, du weißt aber schon das die Börse in Frankfurt steht ? Dazu kommt der größte Internet Knotenpunkt, logisch das da jeder hin will.... vielleicht hat die Börse jetzt nicht direkt was mit KI zu tun, aber im großen und ganzen wird es schon um Latenzen gehen.
 
lokii schrieb:
aber im großen und ganzen wird es schon um Latenzen gehen.
Die Mechanismen, wo es an der Börse tatsächlich um Latenzen im Millisekundenbereich geht, sind gesamtgesellschaftlich sowieso höchst schädlich - dem Mist sollte man also definitiv keinerlei Priorität einräumen, wenn man sich schon nicht dazu durchringen kann, es gleich ganz zu verbieten...
 
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Naja aber bei AI Zentren und das sind ja die grossen Rechenzentren die gebaut werden ist die Latenz der netzwerkverbindung halt komplett egal.

Die US Rechenzentrem werden im wichtigen Teil der AI Netzdurchlaufes immer massiv schneller sein und vermutlich auch qualitativ wesentlich besser sein von der AI Netzgrösse und qualität. Das spart viele Sekunden, mit Latenz eines vor Ort Servers spart man im ms Bereich - das komplett belanglos.

Ein schnellerer US Server spart dann in der Realität irgendwas zwsichen 30 sekunden oder bei grösseren Sachen auch mal viele Stunden und verliert vielleicht 0,05s durch den weiteren Netzwerkweg.

Der allergösste Teil des Hochfrequenzhandels wird doch eh der Wallstreet stattfinden - das macht Rechenzentren und Server in D für den Zweck zusätzlich sinnlos.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nscale schrieb:
… Das Berufsbild des Elektrikers gibt es seit 2008 nicht mehr und wurde durch das des Elektronikers abgelöst. Das Berufsbild des Elektronikers ist deutlich umfangreicher, weshalb hier fachlich auch eine Trennung erfolgen muss …
Wir hatten noch nie eine zentralisierte Energieerzeugung. Das ist nur eines dieser Buzzwords um für oder gegen den Ausbau der Netze zu sein.
Über Jahrzehnte speisten wenige Großkraftwerke (Kohle, Kernkraft, große Gas- und Wasserkraft) den überwiegenden Teil der elektrischen Energie ein. Das Übertragungsnetz war hierarchisch von diesen Erzeugungsstandorten zu den Verbrauchszentren ausgelegt – in der Energiewirtschaft wird diese Struktur als zentrale Erzeugung bezeichnet, kein „Buzzword“.
Dieser historische Aufbau ist als fester Bestandteil in den Rahmenlehrplänen der Elektroniker-Ausbildung verankert (u. a. Fachrichtungen Energie- und Gebäudetechnik, Betriebstechnik) sowie in den Modulhandbüchern einschlägiger Studiengänge der Elektrotechnik, Energiewirtschaft und Versorgungstechnik. Die daraus folgenden Anforderungen an moderne Netze – Smart Grids, bidirektionale Lastflüsse, Integration dezentraler Erzeugung und Elektromobilität – werden in beiden Bildungswegen als zentraler Wandel von der ursprünglich zentralen hin zur dezentralen Struktur behandelt.
Das ist mit dem Anspruch auf fundierte Fachkenntnisse nicht vereinbar. Und ich bin weder Elektriker noch Elektroniker.

Nscale schrieb:
… Der Strommangel existiert faktisch dennoch nicht, es besteht nur ein Mangel an Transportkapazität und Planbarkeit. Insbesondere letzteres mit immer größer werdenden, nicht zu kalkulierenden Lastgängen belasten die Netze enorm und sind kein Problem der Angebotseite …
Aus wirtschaftlicher Sicht ist diese Trennung künstlich – auch weil Erzeugung und Transport faktisch oft aus gleicher Hand stammen (trotz regulatorischer Entflechtung). Für den Abnehmer zählt allein, was an der Steckdose ankommt. Wenn durch das Stromangebot der Standort nicht wettbewerbsfähig bleibt, liegt aus volks- und betriebswirtschaftlicher Sicht ein Mangel an wettberbsfähigen Strom vor.
Ein Mangel an Transportkapazität führt bei einem nicht lagerfähigen Gut de facto zu einem Versorgungsmangel. Fehlende Netze verursachen Redispatch-Kosten und höhere Netzentgelte, die alle Abnehmer finanzieren. Die technische Unterscheidung zwischen Erzeugungs- und Transportengpass mag für Ursachenanalysen taugen, entkräftet aber nicht das ökonomische Problem: Wenn Strom nicht regionunabhängig, in ausreichender Menge, zu wettbewerbsfähigen Preisen angeboten wird, liegt aus ökonomischer Sicht ein Strommangel vor.

Nscale schrieb:
Einen systematischen Mangel haben wir in Deutschland dennoch genauso wenig wie eine hohe Blackoutgefahr durch Wind- und PV-Anlagen. Anderswo in Europa sieht das konsequenterweise ganz anders aus … Das ungarische und slowakische Niederspannungsnetz zum Beispiel pfeift aus dem letzten Loch, genauso wie die Mittelspannungsebene in Spanien.
Wer Ungarn und die Slowakei als Vergleich für Deutschland heranzieht, führt nicht vor, dass es hier keinen Mangel gebe – sondern zeigt, wie Energieabhängigkeit von Russland gezielt als politisches Instrument gegen die eigene Union eingesetzt wird. Dass deren Netze marode sind, ist kein Argument gegen deutschen Handlungsbedarf, sondern ein Beleg für eine energiepolitische Fehlentscheidung, die andere EU-Länder längst korrigiert haben.
Beide Länder haben weniger Einwohner und Industrieleistung als NRW! Und beide Länder benutzt Moskau, um wichtige Entscheidungen zu blockieren, uns alle zu Schwächen. Also 2 Länder geben Moskau, dank ihrer schlechten Netzten und Energieabhängkeit, mit weniger Einwohnern als NRW, Moskau soviel macht, das sei entscheidungen zu ungunsten 250 mil europäischer Bürger, zu gunsten Rus lenken könne. Und das ist ihre Blaupause?! Ein weiterer Russenbot 2025 der sich in unserer Technikforum verirrt hat würde ich am liebsten schreiben, (stünde da nicht 2014 in der registrierung....) :freak: Was das Brainwashing ja noch schlimmer macht.

Aber liebe Mods, ich sehe schon welchen Zweck das dient. Man will soweit vom Kernthema ablenken, damit das möglichst schnell im Aquarium landet und die Kerndiskusion erstickt. Daher lasst uns bitte den "Stumpfsinn" vergessen, und wieder zurück zu Datencenter in Europa zurückkehren. Gerade wen Moskau damit ein Problem hat.
 
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Mal geordnet von oben CO2 Klimasünder nach unten CO2 Klimaenegel.

Deutschland 2025 328 g CO2eq/kWh 62% renewable
Ungarn 2025 170 g CO2eq/kWh 27% renewable
Spanien 2025 113 g CO2eq/kWh 59% renewable
Frankreich 2025 27 g CO2eq/kWh 27% renewable

https://www.nowtricity.com

da sollte man doch aus Klimaschutzsicht eigentlich extrem froh sein, wenn in Deutschland so wenig wie möglich an sehr energiehungrigen Rechenzentren entsteht?
 
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Uzer1510 schrieb:
Deutschland 2025 328 g CO2eq/kWh 62% renewable
Das liegt daran, dass Strom aus Polen importiert wird.

Screenshot_2026-03-27-13-51-03-906_com.android.chrome-edit.jpg

Irgendwie ist deine Liste unvollständig. War das Absicht?
Screenshot_2026-03-27-13-54-04-071_com.android.chrome-edit.jpg
99% renewable
 
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lynx007 schrieb:
Über Jahrzehnte speisten wenige Großkraftwerke (Kohle, Kernkraft, große Gas- und Wasserkraft) den überwiegenden Teil der elektrischen Energie ein. Das Übertragungsnetz war hierarchisch von diesen Erzeugungsstandorten zu den Verbrauchszentren ausgelegt – in der Energiewirtschaft wird diese Struktur als zentrale Erzeugung bezeichnet, kein „Buzzword“.
Richtig. Kraftwerke lagen und liegen aber nicht zentral, sondern wurden schlicht aus historischen Gründen dort neu gebaut oder erweitert, wo die Abnehmer waren bzw. haben sich umgekehrt die Unternehmen dort angesiedelt, wo sie einfachen Zugang erhalten haben. Das ist ein großer Unterschied zu einem zentralen System. Vielfach waren das bis vor wenigen Jahrzehnten auch noch Inselnetze, gerade im Osten.
lynx007 schrieb:
Dieser historische Aufbau ist als fester Bestandteil in den Rahmenlehrplänen der Elektroniker-Ausbildung verankert (u. a. Fachrichtungen Energie- und Gebäudetechnik, Betriebstechnik) sowie in den Modulhandbüchern einschlägiger Studiengänge der Elektrotechnik, Energiewirtschaft und Versorgungstechnik. Die daraus folgenden Anforderungen an moderne Netze – Smart Grids, bidirektionale Lastflüsse, Integration dezentraler Erzeugung und Elektromobilität – werden in beiden Bildungswegen als zentraler Wandel von der ursprünglich zentralen hin zur dezentralen Struktur behandelt.

Die Lehrpläne kenne ich, danke. Das ändert aber nichts am Buzzword, denn dass das so Verankert ist stimmt nicht. Weder bei der Lehre zum Energie- und Gebäudetechniker, noch bei den Netzbetreibern. Man hat den Sprachduktus lediglich vielfach übernommen, obwohl er fachlich falsch ist. Wie so vieles.
lynx007 schrieb:
Das ist mit dem Anspruch auf fundierte Fachkenntnisse nicht vereinbar. Und ich bin weder Elektriker noch Elektroniker.
Der letzte Satz trifft den Nagel auf den Kopf und erklärt deine Sichtweise und Argumentatsionsversuche.

lynx007 schrieb:
Aus wirtschaftlicher Sicht ist diese Trennung künstlich – auch weil Erzeugung und Transport faktisch oft aus gleicher Hand stammen (trotz regulatorischer Entflechtung). Für den Abnehmer zählt allein, was an der Steckdose ankommt.
Das hat doch mit dem Kernproblem nichts zu tun, dass es eine künstliche Trennung von Erzeugung und Übertragungsnetz gibt - da hinter aber faktisch vielfach die alten Firmengeflechte stehen? Was möchtest Du damit aussagen?
lynx007 schrieb:
Wenn durch das Stromangebot der Standort nicht wettbewerbsfähig bleibt, liegt aus volks- und betriebswirtschaftlicher Sicht ein Mangel an wettberbsfähigen Strom vor.
Was wie schon angesprochen Regional der Fall sein kann, aber nichts ungewöhnliches, seltenes oder unverständliches ist. Am Beispiel Frankfurt, das hier für Serverfarmen mehrfach genannt wurde, bedeutet das schlicht eben einen mangelhaften Ausbau des Leitungsnetzes nach und in Frankfurt Das kann einen überall treffen und hat nichts mit einem allgemeinen Energiemangel zu tun. Eher einer strategischen Fehlkalkulation des Serverfarmbetreibers weil er sich für einen ungeeigneten Standort entschieden hat. Nur neue Erzeugungskapazität zuzubauen würde das Problem nicht beheben. Woher die elektrische Energie schlussendlich kommt spielt dabei aber auch weniger eine Rolle.

lynx007 schrieb:
Ein Mangel an Transportkapazität führt bei einem nicht lagerfähigen Gut de facto zu einem Versorgungsmangel. Fehlende Netze verursachen Redispatch-Kosten und höhere Netzentgelte, die alle Abnehmer finanzieren. Die technische Unterscheidung zwischen Erzeugungs- und Transportengpass mag für Ursachenanalysen taugen, entkräftet aber nicht das ökonomische Problem: Wenn Strom nicht regionunabhängig, in ausreichender Menge, zu wettbewerbsfähigen Preisen angeboten wird, liegt aus ökonomischer Sicht ein Strommangel vor.
Kommt wohl auf die Definition von "Lagergut" an. Elektrische Energie kann und wird gespeichert. Sei es zukünftig in Großakkuanlagen, oder wie bisher in Stauseen, Pumpspeicherkraftwerken oder - wenn die Regulationswut es nicht so schwer machen würde - zukünftig auch in Gasform bei Power to Gas/Liquid Anlagen. Rotationsspeicher und Kompensationsanlagen zur Last- und Blindstromspitzenabfederung und Spannungspitzenpufferung mal außen vor. Fehlender Netzausbau hat auch nicht ausschließlich etwas mit Redispatches zu tun. Da spielen vielfach die Lastgänge im Netz eine große Rolle die so etwas von Nöten machen. Und Strom wird nie rein Regionsunabhängig für Standorte mit großen Leistungsaufnahmen sein. Dafür ist der Bedarf viel zu groß.
lynx007 schrieb:
Wer Ungarn und die Slowakei als Vergleich für Deutschland heranzieht, führt nicht vor, dass es hier keinen Mangel gebe – sondern zeigt, wie Energieabhängigkeit von Russland gezielt als politisches Instrument gegen die eigene Union eingesetzt wird. Dass deren Netze marode sind, ist kein Argument gegen deutschen Handlungsbedarf, sondern ein Beleg für eine energiepolitische Fehlentscheidung, die andere EU-Länder längst korrigiert haben.
Den "Mangel" auf EU-Ebene hast Du selbst mit angesprochen. Deutschland ist aber nicht Vergleichbar mit dem Rest der EU, in dieser Hinsicht sind die wenigsten Länder vergleichbar weil die historischen Entstehungs- und Ausbauwege ganz andere sind bzw. mit anderen Schwerpunkten gelagert waren. Daher ist der Vergleich zu Ungarn und der Slowakei gar nicht so verkehrt, die nicht nur den Netzausbau, sondern auch den Erhalt völlig vernachlässigt haben während wir in Deutschland damit gar nicht so schlecht da stehen. Und auch hier: Mangelhafte Netzinfrastruktur hat erst mal nichts mit Mangel an Energie zu tun. Du verwischst hier ständig die Themenbereiche und möchtest darstellen, dass es irgendwo einen Mangel an Energie gibt, weil nicht überall eine große Umspannstation steht die unbegrenzt Energie übertragen kann. Dann müsste der Analogie folgend auch eine Region mit sehr wenigen Tankstellen an Energieknappheit leiden weil deren Vorräte begrenzt, der Bedarf ggf. mal höher werden und das heranführen aufwendiger/länger dauern könnte.

Die Abhängigkeit von Energieimporten ist da auch noch mal ein ganz anderes Problem und Themenfeld und hat mit dem eingangs als Diskussionsauslöser formulierten Satz für Deutschland nichts zu tun.
lynx007 schrieb:
Ein weiterer Russenbot 2025 der sich in unserer Technikforum verirrt hat würde ich am liebsten schreiben, (stünde da nicht 2014 in der registrierung....) :freak: Was das Brainwashing ja noch schlimmer macht.
Verdreh mir das Wort nicht im Mund und bleib bitte beim Thema. Das Brainwashing und vermeintliche Ablenkungsmanöver als Argument ist auch recht schwach, wenn man selbst fachlich keine Basis hat und angeprangerte Ablenkungsmanöver selbst abfeuert. In dem Fall hat sich die Diskussion auch. Der letzte Absatz zeigt ja, wie es bei Dir mit Bereitschaft zur Debatte aussieht sobald es nicht genau nach eigener Auffassung verläuft.



Uzer1510 schrieb:
da sollte man doch aus Klimaschutzsicht eigentlich extrem froh sein, wenn in Deutschland so wenig wie möglich an sehr energiehungrigen Rechenzentren entsteht?
Die Fixierung rein auf den CO2 Ausstoß pro erzeugter kW/h vernachlässigt leider die Probleme und Folgen der Atomkraft. Insbesondere deren Kosten und Gefahren.
 
Ist doch egal woher der hohe CO2 Ausstoss kommt?

Ob Deustchland selber CO2 produziert oder sich entscheided Co2 lastigen Strom von irgendwem zu nutzen?
Beides führt dazu dass Deutschland ein CO2 Klimasünder ist mit dem Strom der dort genutzt wird - und das sollte deshalb so wenig wie möglich sein - vor allem weil es genug bessere Alternativen bzw Standorte gibt

Ich sehe kein sinnvolles Argument - ausser man ist vielleicht ein Kilmawandelleugner und hält CO2 für irrelevant - was aber hoffentlich hier niemand tut?

Man kann trotzdem Rechen und AI Zentren bauen in Europa / in der EU - aber dann dort wo das Klima nicht so extrem geschädigt wird wie in Deutschland - das ist doch vernünftig? Man kann doch aus Deutschland trotzdem dann darauf zugreifen.

Ob irgendwas in D steht oder in einem der EU Länder ist doch komplett egal. Das doch der Vorteil der EU?
Spanien, Frankreich evtl auch Ungarn etc- es gibt so viele klimafreundlichere Alternativen.

Natürlich muss man auch beim Klimaschutz nicht übertreiben und muss auch soziale Aspekte berücksichtigen - aber hier geht es um Neubauten - es wird also niemand was Bestehendes weggenommen. da finde ich sollte man schon dann vernünftig agieren.

Jemand der heute einen Neuwagen für z.B. 80.000 kauft und auch sonst das Fahrprofil Fahrzeuggrösse etc alles passt auch da würde ich sagen der sollte sich idealerwiese ein E-Auto kaufen.
 
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