Nscale schrieb:
… Das Berufsbild des Elektrikers gibt es seit 2008 nicht mehr und wurde durch das des Elektronikers abgelöst. Das Berufsbild des Elektronikers ist deutlich umfangreicher, weshalb hier fachlich auch eine Trennung erfolgen muss …
Wir hatten noch nie eine zentralisierte Energieerzeugung. Das ist nur eines dieser Buzzwords um für oder gegen den Ausbau der Netze zu sein.
Über Jahrzehnte speisten wenige Großkraftwerke (Kohle, Kernkraft, große Gas- und Wasserkraft) den überwiegenden Teil der elektrischen Energie ein. Das Übertragungsnetz war hierarchisch von diesen Erzeugungsstandorten zu den Verbrauchszentren ausgelegt – in der Energiewirtschaft wird diese Struktur als zentrale Erzeugung bezeichnet, kein „Buzzword“.
Dieser historische Aufbau ist als fester Bestandteil in den Rahmenlehrplänen der Elektroniker-Ausbildung verankert (u. a. Fachrichtungen Energie- und Gebäudetechnik, Betriebstechnik) sowie in den Modulhandbüchern einschlägiger Studiengänge der Elektrotechnik, Energiewirtschaft und Versorgungstechnik. Die daraus folgenden Anforderungen an moderne Netze – Smart Grids, bidirektionale Lastflüsse, Integration dezentraler Erzeugung und Elektromobilität – werden in beiden Bildungswegen als zentraler Wandel von der ursprünglich zentralen hin zur dezentralen Struktur behandelt.
Das ist mit dem Anspruch auf fundierte Fachkenntnisse nicht vereinbar. Und ich bin weder Elektriker noch Elektroniker.
Nscale schrieb:
… Der Strommangel existiert faktisch dennoch nicht, es besteht nur ein Mangel an Transportkapazität und Planbarkeit. Insbesondere letzteres mit immer größer werdenden, nicht zu kalkulierenden Lastgängen belasten die Netze enorm und sind kein Problem der Angebotseite …
Aus wirtschaftlicher Sicht ist diese Trennung künstlich – auch weil Erzeugung und Transport faktisch oft aus gleicher Hand stammen (trotz regulatorischer Entflechtung). Für den Abnehmer zählt allein, was an der Steckdose ankommt. Wenn durch das Stromangebot der Standort nicht wettbewerbsfähig bleibt, liegt aus volks- und betriebswirtschaftlicher Sicht ein Mangel an wettberbsfähigen Strom vor.
Ein Mangel an Transportkapazität führt bei einem nicht lagerfähigen Gut de facto zu einem Versorgungsmangel. Fehlende Netze verursachen Redispatch-Kosten und höhere Netzentgelte, die alle Abnehmer finanzieren. Die technische Unterscheidung zwischen Erzeugungs- und Transportengpass mag für Ursachenanalysen taugen, entkräftet aber nicht das ökonomische Problem:
Wenn Strom nicht regionunabhängig, in ausreichender Menge, zu wettbewerbsfähigen Preisen angeboten wird, liegt aus ökonomischer Sicht ein Strommangel vor.
Nscale schrieb:
Einen systematischen Mangel haben wir in Deutschland dennoch genauso wenig wie eine hohe Blackoutgefahr durch Wind- und PV-Anlagen. Anderswo in Europa sieht das konsequenterweise ganz anders aus … Das ungarische und slowakische Niederspannungsnetz zum Beispiel pfeift aus dem letzten Loch, genauso wie die Mittelspannungsebene in Spanien.
Wer Ungarn und die Slowakei als Vergleich für Deutschland heranzieht, führt nicht vor, dass es hier keinen Mangel gebe – sondern zeigt, wie Energieabhängigkeit von Russland gezielt als politisches Instrument gegen die eigene Union eingesetzt wird. Dass deren Netze marode sind, ist kein Argument gegen deutschen Handlungsbedarf, sondern ein Beleg für eine energiepolitische Fehlentscheidung, die andere EU-Länder längst korrigiert haben.
Beide Länder haben weniger Einwohner und Industrieleistung als NRW! Und beide Länder benutzt Moskau, um wichtige Entscheidungen zu blockieren, uns alle zu Schwächen. Also 2 Länder geben Moskau, dank ihrer schlechten Netzten und Energieabhängkeit, mit weniger Einwohnern als NRW, Moskau soviel macht, das sei entscheidungen zu ungunsten 250 mil europäischer Bürger, zu gunsten Rus lenken könne. Und das ist ihre Blaupause?! Ein weiterer Russenbot 2025 der sich in unserer Technikforum verirrt hat würde ich am liebsten schreiben, (stünde da nicht 2014 in der registrierung....)

Was das Brainwashing ja noch schlimmer macht.
Aber liebe Mods, ich sehe schon welchen Zweck das dient. Man will soweit vom Kernthema ablenken, damit das möglichst schnell im Aquarium landet und die Kerndiskusion erstickt. Daher lasst uns bitte den "Stumpfsinn" vergessen, und wieder zurück zu Datencenter in Europa zurückkehren. Gerade wen Moskau damit ein Problem hat.