News Rekordjahr für deutsche Internet-Singlebörsen

evox9 schrieb:
@RaiseHell

Nö! Kann man anhand von Texten und Fotos ein Level an Sympathie überhaupt erreichen, die der Grundstein für eine Beziehung wären?

Ich denke mal, es kommt auch auf den Anspruch des Einzelnen an, ich habe da einen anderen.

Das ist doch überhaupt nicht der Anspruch herrauszufinden ob der Mensch eine Beziehung wert ist. Man versucht herrauszufinden, ob der Mensch interessant ist. Sollten beide Seiten interesse haben mal 'nen Cafe zu trinken ... dann lernt man sich kennen. Man haette diesen Menschen ohne diese Börse aber eben vermutlich nicht kennengelernt.

Und nochmal: Es ist kein Ersatz!!

Ihr seht das glaube ich alles viel zu engstirnig und zielgetrieben ... dann habt ihr natürlich recht, wenn ihr sagt, dass soetwas nichts für euch ist. Das ist doch viel zu verkrampft.
 
Ich werde meine eigene Internet-Singlebörsen aufmachen, der Kuchen ist wohl größer wie gedacht
 
@muh2k4

Na und mein Anspruch ist der, dass ich den Menschen sehen und ihn hören muss. So kann ich mir ein detailliertes Bild machen. Wenn die Augen beispielsweise nicht lächeln oder die Mimik und Gestik affektiert rüberkommen, sagt dass schon genug über einen Menschen aus, das kann man nun mal schlecht verstellen.

Wenn es allerdings Leute gibt, die sich mit jemand treffen, nur weil er toll schreibt und das Foto nett ist, dann ist in den meisten Fällen der große Reinfall vorprogrammiert.

Ich empfehle dir und allen Anderen auch mal diesen Artikel http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22167/1.html

Ich möchte auch nicht ausschließen, dass es genug Fälle gibt, wo man über z.B. eine Fachcommunity (ich warte immer noch auf eine Zusage von Brigitta muhaha) jemand kennen lernt, sich mit der Person trifft und sich dann was entwickelt. Doch das ist ein anderer Weg, der nicht Partnerschaftsorientiert war.

Ich halte gerade deshalb eine Singlebörse für weniger ehrlich, weil das Ziel von vornherein fest steht und Leute sich wie Gebrauchtwagen anpreisen.

Vielleicht verstehst du mich so besser.
 
Meine Meinung ist so: Wer es im wirklichen Leben nicht schafft, einen Lebensgefährten zu finden, sollte an sich arbeiten. Irgendetwas scheint da dann nicht zu stimmen (Aussehen, Ausdruck, Kleidung, Bildung, Werte- und Moraleinstellungen).

In solchen Börsen verschwinden die Attribute erstmal - tauchen aber irgendwann wieder auf. Mag sein, daß es bei einem klappt und er durch Schrift tatsächlich die Frau fürs Leben findet dort, ich denke aber, persönliche Defizite gleicht das Internet nur kurzweilig aus. Solche Probleme, wenn amn sie so bezeichnen möchte, löst man sicher nicht virtuell. Soll natürlich nicht als Angriff verstanden werden auf diese Personenkreise, denn auch ich hab manchmal einen "an der Waffel" ;)

Viel interessanter empfinde ich aber die Ursachen solcher Booms, vor allem dahingehend, wie sich die Gesellschaft so entwickelt hat die letzten Jahre. Offensichtlich suggeriert die Werbung nicht nur das, was erstrebenswert ist, sondern auch das, was man genau nicht hat. Naja, gäbe wohl eine prima Doktorarbeit :)
 
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Also, die Männer-Frauen-Ratio ist ja noch recht unausgewogen. Ich hab so vage 3:2 im Hinterkopf, kann aber auch falsch sein. Für einen richtigen Nerd ist so eine Börse natürlich klasse und das die ganzen Anbieter jetzt Kohle machen, nachdem sie eine Zeit lang kostenlos waren, ist klar. Mir missfällt aber das System, was sich so eingebürgert hat. Die Angabe von Größe, Gewicht, Aussehen und Raucher/Nichtraucher erleichtert zwar das rasche Suchen, aber es bleibt ein fahler Beigeschmack. Zu haben etwa Frauen mit einem positiven Bild viel bessere Chancen und die weniger Schönen können das nur bedingt durch einen Charakter ausgleichen, was etwa beim Arbeitsplatz-Flirt überhaupt kein Problem ist. Auch Übergewichtige oder zu junge oder zu alte Menschen können bei einer entsprechenden Suche durch ein Raster fallen, was im tatsächlichen Kontakt auf der Straße wohl eher nebensächlich ist.

Doch dabei ist Aussehen irgendwann irrelevant und da können die Börsen zwar helfen, dass dieser Schritt übersprungen wird und man gleich zum Kern kommt und schaut, ob da langfristig Potential ist, aber sie halt noch nicht weit genug vorgedrungen. Gutaussehende junge Frauen haben es ebenso wenig nötig wie vermögende ältere Männer.

Obwohl ich am liebsten das Netz heiraten würde, finde ich den zwischenmenschlichen Verkehr über die Börsen zu sehr an eine Datenbank erinnert :-/

Edit: junge, gutaussehende Frauen + wohlhabende ältere Männer kommt aus einer Doktorarbeit über die geschlechtsspezifischen Präferenzen bei der Partnerwahl kommt von Melanie Merswolken ( http://www.tu-dresden.de/phfis/gifa/projekt/pdf/melanie-merswolken.pdf ) - Lesenswert!
 
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Kurz meine bescheidene Erfahrung, ist schon Jahre her und habe nach dem 4. Date damit aufgehört:
Positiv ist dass aus einer Beziehung was Langfristiges hätte werden können.
Andererseits waren mehrere Mädels dabei, die sich mit möglichst wenig Aufwand einen neureichen Mann angeln wollten. Eine schwärmte von Shopping Malls (das Wort "Einkaufszentrum" war ihr wohl auch zu billig), außerdem wollte sie beim Blind-Date wissen was ich (Student!) für ein Auto fahre...
Das Senden/Empfangen von kirzen Nachrichten hat zwar gewissen "you've got mail"-Faktor, sagt aber IMHO oft zuwenig über die Person aus. Niedliche Werbe-Sätzchen kann fast jeder schreiben, ehrliche Info ist halt nicht hip. Kostenpflichtigen SMS-Service usw. würde ich sowieso nie verwenden – könnte Abzocke oder gar Betrug sein. Paar ausführlichere Gratis-eMails austauschen und sich möglichst bald treffen. War nachher öfters froh, zuvor nicht online viele Stunden mit Chat vergeudet zu haben.
Immerhin, bei keinem Treffen habe ich mich je richtig gelangweilt, aber zahlen durfte ich natürlich immer – IMHO eine gebräuchliche Unsitte die ich gern abstellen würde.
Kontaktiert habe ich selbst nur ein bis zwei Mädels - war mir wegen dem Frauenmangel klar dass es wenig bringt. Man wird durchaus von Frauen kontaktiert, die 4x waren halt über einem Zeitraum von ca. einem Jahr.
Ich persönlich lerne lieber Frauen durch weniger direkte Absichten kennen – Sport, Hobby usw. Da hat man definitiv was gemeinsam, Privates nur wenn man Lust hat und fühle mich nicht so als "Bewerber" wie in einem Vorstellungsgespräch.
Grundsätzlich finde ich Online-Dating ne gute Sache, gesunder Menschenverstand (hinsichtlich Abzocke und Marketing) ist anzuraten und es braucht IMHO genausoviel Glück wie bei realen Begegnungen. Dass von vielen tausenden Leuten bei einigen klappt finde ich mathematisch gesehen normal.

P.S.: zu meiner Zeit war tatsächlich noch vieles kostenlos. Und Frauen die sich eintragen um ihr Selbstwertgefühl schnell aufzubessern (sind ja plötzlich so begehrt...).
 
Ich habe meine jetzige Freundin damals im Internet kennengelernt, genauer gesagt bei Parship.
Wie viele in diesem Thread schon geschrieben haben, gibt es vieles das gegen Online-Dating spricht. Da ich aber eher ein schüchterner Typ bin, kam mir das Prinzip gerade recht. Man kann zu Parship und auch zu vielen anderen Partnervermittlungen ja z.B. auf dieser Seite etwas nachlesen.
Negativ finde ich dann allerdings doch, das man als "kostenloses Mitglied" ganz viele Partnervorschläge bekommt. In der Premium-Mitgliedschaft nimmt diese Zahl dann deutlich ab, da war auf jeden Fall etwas faul :(
 
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