News Roboter: Amazon will Arbeit von 600.000 Menschen automatisieren

iSight2TheBlind schrieb:
Wie @Pontus schon sagt, wir brauchen Bevölkerungsrückgang, sonst haben wir ein Problem!
Warum brauchen wir einen Bevölkerungsrückgang, wenn durch Roboter die Produktivität pro Person deutlich ansteigt, und damit mehr Leute mit weniger Arbeit versorgt werden können?
 
Als zukünftiger Vermessungsingenieur muss ich schon sagen, dass hier ziemlich viel Unsinn steht.
Wenns nach dem Institut für Arbeitsmarktforschung geht, dann wären da 75% automatisierbar. Wo? Das wissen nur die, die keine Ahnung davon haben. Ja Software macht große Fortschritte. Automatisierung ist aber weder einfach Umzusetzen, noch flexibel bei Bestand und Spezialvermessung. Im Endeffekt verlagert sich das ganze nur durch technischen Fortschritt von der klassischen baubegleitenden Vermessung hin zu Beweissicherung, Laserscannings, Monitorings und anderen Methoden wie Drohnenvermessung. Es verlagert sich und man muss immer was neues lernen. Daran haben sich viele jüngere bereits gewöhnt. Nur die Fabrikarbeiter, die einen Ersetzbaren, automatisierbaren Job pflegen, die aber ansonsten nichts abseits von dem hoch spezialisierten Arbeitsplatz können, ja die werden vielleicht abgeschafft, aber eben nicht durch die böse Automatisierung, sondern vielleicht doch schon früher durch Abwanderung, weil Arbeitskräfte ohne besondere Fähigkeiten, die gibts auch in China.
 
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Meldungen wie diese, sind abgesehen von mehr oder weniger offenen Kriegsandrohungen, bzw. den laufenden Kriegen, die, vor denen ich Angst habe.

Wir stehen hier mir erschreckend grosser Wahrscheinlichkeit kurz vor einer Wirtschaftsrevolution, die sehr viele Arbeiter ploetzlich ohne alles dastehen laesst. Das ist extremer sozialer Brennstoff, vorallem wo die Arbeitsmaerkte in kaum einem westlichen Staat aktuell wirklich gut aussehen.

phanter schrieb:
Die frei werdende Arbeitskraft kann man besser einsetzen.
In einer Welt die nicht von den riesigen Firmen beherrscht werden wuerde, koennte man da zustimmen.
Ist nur leider nicht so. Der Westen, teils erschreckend direkt, oft aber "nur" ueber die grossen Lobbyverbaende, steht ziemlich unter der Fuchtel der grossen Konzerne.

Botcruscher schrieb:
Für die Linken hier: Die DDR hat jeden Roboter als Schritt in den Sozialismus gefeiert.
Weil - so natuerlich nur die Theorie - der Gewinn den der Roboter gegenueber einem menschlichen Mitarbeiter mehr erziehlt haette "sozialisiert" worden waere.

Bei Amazon landet das Geld in der Tasche von Jeff Bezos.

KitKat::new() schrieb:
und damit mehr Leute mit weniger Arbeit versorgt werden können?
Weil das mit der Gier der Oligarchen nicht funktioniert.
 
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novemberkind schrieb:
Beißt sich die Ratte da nicht in den eigenen Schwanz?
Parallelgesellschaften. Ist ja jetzt schon soweit dass quasi jedes neue Produkt nur noch an Millionäre vermarktet wird. Als Normalsterblicher mietet man, geht stehlen oder kauft gebraucht.
 
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Krik schrieb:
Vielleicht werden künstlerische Berufe zukünftig wichtiger als manuelle Arbeit.
Ist ja nicht so, dass die Studios, Musiklabels und Co nicht auch da arbeiten, dass alles aus der Retorte kommt.
 
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Knergy schrieb:
Man hat eher das gegenteilige Problem, es mangelt immer mehr an Personen, die dreischichtig (oder gar rollende Woche) für wenig Geld gute Arbeit abliefern wollen/können.
Bei uns (es gilt der Tarif der IG Metall) gibt es Schichtzuschläge, die von einigen Kollegen gerne angenommen werden. Unsere Fertigung ist ebenfalls teilautomatisiert, aber ohne die "Worker" geht es dennoch nicht. Je komplexer die zu produzierenden Steuergeräte, desto enger die Grenzen für eine echte Vollautomatisierung.
 
...Bis 2033 doppelt so viele Produkte verkaufen?

Wer soll denn den ganzen Krempel kaufen? Für mich schwer vorstellbar bei den Mengen die Amazon derzeit bereits umsetzt
 
AssassinWarlord schrieb:
Was ich mich immer frage - ein einzelner Roboter Kostet doch schon alleine sicherlich wieder 1 Mio Euro, dazu noch die Wartungsverträge...ich kann mir nicht vorstellen, dass es günstiger ist, als ein Menschlicher Mitarbeiter...
Klar, denn der Roboter arbeitet über 10 Jahre ohne Schlaf und Pause. Will dazu keine Gehaltserhöhung und macht im Grunde auch keine Fehler. Steht ja auch im Artikel. Es sind 30 Cent pro Artikel.

Man brauch halt weniger Roboter als man Menschen benötigt, um min. die gleiche Arbeit zu verrichten.
 
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Provokationsmodus = On

Danke an alle fleißigen Amazon-Besteller, dass Eure Faulheit und Bequemlichkeit Arbeitsplätze schädigt / kostet und lokale Händler schwächt. Nur weiter so. Euch kann ja nichs passieren. Könnt Ihr ja nichts dafür, dass Ihr so wenig Geld habt und jeden Mist als Abo abschließen müsst, kann ja gar nicht sein , dass Euch jemand vorschreibt, wie Ihr mit Eurem Geld umgeht. Geiz ist Geil und nach Euch die Sinnflut. Die Eiphones und teure Hardware gibts ja nicht umsonst und irgendwo müsst ihr ja sparen. Weil Euer Gehalt nicht mitsteigt. Tja warum wohl ? grübel ->

Applaus Applaus bis hin zur Rente,
mehr Geld für euch , das ist ne Ente,
Ihr müsst ja wirklich alles haben,
da reichen nicht des Christkinds Gaben,
denn jeder ist sich selbst der Nächste
und niemand will des anderen Dank
stets immer einen vollen Tank
auch wenn der Obdachlose fleht
Ihr seid mit Schuld, wenn die Welt vergeht.

PS: jegliche Korinthereinen werden ignoriert.

:heilig: :p :schluck:
 
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Tici schrieb:
Selber schuld, würde ich sagen. Roboter fangen nicht wegen jeden Müll an zu streiken.
Ja, die Bedingungen sind vielleicht nicht immer optimal bei Amazon, aber es zwingt auch niemand denen den Job dort anzunehmen. Zumindest in Europa/Deutschland nicht.
Und der (Profilierungs-)Müll, den die Verdi mindestens 1x Jahr fabriziert, dient lediglich der eigenen Profilierung.
Als Gewerkschaftsmitglied (IG Metall) kann ich das nicht unkommentiert lassen.
Verdi möchte einfach nur, dass Amazon nicht mehr ausschließlich nach dem Logistik-Tarif bezahlt. Sie bieten mittlerweile die gleichen Dienstleistung an wie Rewe und Co. und sollten ihre Mitarbeiter auch entsprechend nach Einzelhandelstarif entlohnen.

Man streikt nicht wegen "jedem Müll", sondern aus ganz elementaren Gründen, ähnlich wie damals die Streiks, um die 35 Stunden Woche durchzusetzen (das hat in Summe deutlich mehr als 10 Jahre gedauert).
 
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AssassinWarlord schrieb:
Was ich mich immer frage - ein einzelner Roboter Kostet doch schon alleine sicherlich wieder 1 Mio Euro, dazu noch die Wartungsverträge...ich kann mir nicht vorstellen, dass es günstiger ist, als ein Menschlicher Mitarbeiter...
Zunächst einmal ist der Roboter eine bilanzierbare Investition, mit der variable Kosten (Mitarbeiter) schnell gesenkt werden können. Da er 24/7 arbeiten kann, ersetzt er rund 4,5 Mitarbeiter. Selbst bei angenommenen Mindestlohn entspricht das ~150.000 Euro pro Jahr.
Bisher war es immer Amazons Argument, so viele Mitarbeiter zu haben, dass es günstiger ist weil Roboter noch nicht so flexibel sind wie Amazon es benötigt. Es war absehbar, dass sie diese Situation ändern wird.

Was andererseits die Unternehmen nicht bedenken ist, dass jeder Mitarbeiter auch ein Kunde ist. Die Lohnkosten kommen als Umsatz wieder herein.
Das wird eine große Herausforderung der Zukunft werden dafür zu sorgen dass die Menschen genug Geld haben um auch kaufen zu können. Fraglich ob es dazu erst einen großen Knall braucht. Wäre nicht das erste Mal in der Geschichte der Menschheit....
 
Vielleicht sollte Amazon mal ein KI Bot im Aufsichtrat bekommen.

1761145826427.png

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/albanien-ki-ministerin-100.html
 
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@Krik Die USA ist gerade damit beschäftigt nicht das Dritte Reich zu reenacten, die können froh sein wenn sie keine Arbeitslager für Demokraten-Wähler kriegen, irgendeine Verbesserung der Arbeitsbedingungen ist dort gerade vollkommen utopisch!

@KitKat::new() Weil es nichts bringt wenn Kartoffeln dank Robotererntern günstiger werden, die früheren Erntehelfer aber nun arbeitslos sind und in den USA einfach gar kein Geld mehr haben! 30% günstigere Kartoffeln bei 100% weniger Gehalt bleibt immer etwas was nicht zusammenpasst!
Soziale Absicherung gilt in den USA als Kommunismus und ist gerade so wenig akzeptiert bei den Regierenden wie wohl nie zuvor!
Die beglückwünschen sich zu ihrer Empathielosigkeit noch!
Wer kein Golfbuddy von Trump ist zählt für ihn nichts und andere in der Regierung sind noch direkter Menschenfeinde, da kannst du nicht darauf vertrauen dass man sich um Menschen für die einfach keine Erwerbsarbeit mehr existiert (!) kümmern wird.
 
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ButterDieb schrieb:
Wer soll denn den ganzen Krempel kaufen? Für mich schwer vorstellbar bei den Mengen die Amazon derzeit bereits umsetzt
Einfach mehr Werbung ausliefern, dann wird das schon 👍
 
Auch Amazon wird irgendwann lernen das Menschen die keine Arbeit haben (weil überflüssig gemacht) weniger bis nicht konsumieren. Vielleicht kaufen ja andere Roboter dann von den Amazonrobotern.
 
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Sind wir mal ehrlich, die Arbeit da im Lager macht doch niemand weil er sie gerne macht, sondern weil es halt Jobs sind die gemacht werden müssen, die Bezahlung ist nicht zu schlecht und man muss nicht viel Ahnung von irgendwas haben um da rein zu kommen.

Aber, ein wirklich erstrebenswerter Karriereweg ist das nicht. Aufstiegschancen gibt es keine und die Arbeit ist monoton. Abgesehen davon dass man das nicht bis ins Rentenalter machen will werden viele es auch gar nicht so lange machen können, weil es trotz optimierter Wegfindung auch viel Laufarbeit ist.

Von daher aus meiner Sicht ein Job, den man gut wegautomatisieren kann. Die Menschen die so einen Job machen werden auch was anderes finden, denn Arbeitskraft brauchen wir eigentlich immer noch mehr als genug.
 
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KitKat::new() schrieb:
Warum brauchen wir einen Bevölkerungsrückgang, wenn durch Roboter die Produktivität pro Person deutlich ansteigt, und damit mehr Leute mit weniger Arbeit versorgt werden können?
Weil die Menschen mindestens genau so viel Ressourcen wie vorher verbrauchen und die autonome Robotik nochmal einen ganzen Schwung oben darauf - es wird widerum mehr von allem verbraucht und nicht weniger!

Und an wen die Wirtschaft ihre Podukte verkaufen will, das hat sie auch noch nicht durchdacht, wenn dann überall die Einkommen zusammenbrechen...
 
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Marcel55 schrieb:
denn Arbeitskraft brauchen wir eigentlich immer noch mehr als genug.
"brauchen"

Wenn du mich für 1 Euro pro Stunde bekochst, "brauche" ich dich auch.
Ergänzung ()

Norebo schrieb:
Weil die Menschen mindestens genau so viel Ressourcen wie vorher verbrauchen und die autonome Robotik nochmal einen ganzen Schwung oben darauf - es wird widerum mehr von allem verbraucht und nicht weniger!
wenn dem so wäre, würde es sich für Amazon nicht rentieren
 
Weyoun schrieb:
Und mit wessen Geld soll das dann an alle ausgezahlt werden, wenn keine Lohnsteuereinnahmen mehr existieren ...
Bekannt ist es unter "Robotersteuer", der Fachbegriff ist wohl "Wertschöpfungssteuer" bzw. -Abgabe.

Wenn ich das richtig in Erinnerung habe:
Man sagt "Waren im Wert von x€ gehen rein in den Standort, Waren im Wert von y€ gehen raus vom Standort und auf diese Differenz erheben wir Steuern".
Die Steuer wird also im Wertschöpfungsprozess erhoben, und nicht erst ein Jahr später nach Abschreibungen, Buchhaltungskniffen etc. auf Konzernebene.

Je nach Ausgestaltung kann man damit die Automatisierung auch verlangsamen. Je höher die Steuern, desto länger den Break-Even für den Invest in Roboter, desto unattraktiver für Unternehmer.
 
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