News Roboter: Amazon will Arbeit von 600.000 Menschen automatisieren

Marcel55 schrieb:
Aber, ein wirklich erstrebenswerter Karriereweg ist das nicht. Aufstiegschancen gibt es keine und die Arbeit ist monoton.
Sagt wer? Es gibt Leute, die wollen genau das. Die wollen einen einfachen und stabilen Job ohne Firlefanz, Speichelleckerei und nach hinten über biegen. Und es gibt noch jene mit Einschränkungen, die eigentlich nur einfache manuelle Arbeit machen können. Da geht es dann auch gar nicht mehr so großartig um Bezahlung und um so mehr um (sinnvolle) Beschäftigung.

Aber ja, im Alter kann man dem Job vielleicht nicht mehr einfach nachgehen, ähnlich Maurer & Co.
 
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KeinNutzerName schrieb:
Applaus Applaus bis hin zur Rente,
mehr Geld für euch , das ist ne Ente,
Ihr müsst ja wirklich alles haben,
da reichen nicht des Christkinds Gaben,
denn jeder ist sich selbst der Nächste
und niemand will des anderen Dank
stets immer einen vollen Tank
auch wenn der Obdachlose fleht
Ihr seid mit Schuld, wenn die Welt vergeht.
Bis zur Rente ist noch weit,
die nächste Bestellung schon bereit,
was glaubst du wohl, kannst du mir sagen,
wo hat das Christkind her die Gaben?
Der Bezos trägt schon lange Bart
und hat auf seiner Schlittenfahrt
schon viele Kinder reich beschenkt,
und jeden der an andere denkt.

Der Sinn des Lebens ist es nicht,
zu schuften bis der Rücken bricht,
es muss auch anders möglich sein,
gut zu leben, satt und fein. ^^
 
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bL4ckfish schrieb:
Klar, denn der Roboter arbeitet über 10 Jahre ohne Schlaf und Pause. Will dazu keine Gehaltserhöhung und macht im Grunde auch keine Fehler. Steht ja auch im Artikel. Es sind 30 Cent pro Artikel.

Man brauch halt weniger Roboter als man Menschen benötigt, um min. die gleiche Arbeit zu verrichten.
Naja erfahrungsgemäß ist es aber so, dass Wenn das Teil ausfällt, es mehrere Tage dauert, eb da mal ein Techniker kommt, und wenn Ersatzteile gebraucht werden, wird es noch länger dauern eb das Ding wieder läuft.
Und Gehaltserhöhung will der Roboter nicht, das stimmt - aber die Wartungsverträge werden mit der zeit teurer - solche Firmen die sowas anbieten, wollen doch auch was vom Keks abhaben. Und andere Firmen die z. B. Datenbanksysteme anbieten, Lizenz kosten und ebenfalls Wartungsgebühren... Also die "Parasitäre" Firmen die man eigentlich nicht haben will, aber trotzdem muss.
 
Ob das Qualität bringt? Service isr auch nur noch klein geschrieben. Früher war es bei Amazon deutlich einfacher etwas innerhalb der Gewährleistung zu reklamieren.
 
Krik schrieb:
Da geht es dann auch gar nicht mehr so großartig um Bezahlung und um so mehr um (sinnvolle) Beschäftigung.
Wenn etwas mit wenig Aufwand automatisiert werden kann, ist es keine sinnvolle Beschäftigung mehr
 
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Gaming-Opa schrieb:
Denn Roboter können nun mal rein nur das, wofür sie programmiert wurden. Und solche Sachen daß Rücknahmen nur nach Gewicht beurteilt werden, werden bei Robotern viel besser klappen.
das Gegenteil dürfte der Fall sein. Roboter machen GENAU das, wozu sie programmiert wurden. Messen auf den Gramm genau und die KI-Objekterkennung sagt denen, ob das, was drin sein soll, auch drin ist.
Bei Menschen obsiegt sehr oft die Faulheit, da wird nicht genau hingeschaut, Deckel auf, was drin, Haken dran, feddich.
Wenn ich mal zusammenzähle, was ich an falsch deklarierten Retourenartikeln schon bekommen habe (kaufe bevorzugt Retouren!).. das KANN nur besser werden mit Robotern.
 
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Gaming-Opa schrieb:
Also ich rechne eher damit daß die Anzahl der "Amazon Hacks" massiv zunehmen wird. Denn Roboter können nun mal rein nur das, wofür sie programmiert wurden. Und solche Sachen daß Rücknahmen nur nach Gewicht beurteilt werden, werden bei Robotern viel besser klappen.

Ich gehe davon aus, dass in wenigen Jahren ein Roboter Retouren vollautomatisch:

  • Auspackt
  • Optisch bewertet (Kratzer, Schmutz, etc.)
  • Bei elektrischen Geräten via USB diagnostiziert
  • Die Bewertung dokumentiert
  • und im Anschluss vollautomatisch den Abzug durch Nutzung & Wertminderung für den Kunden berechnet.

Das alles 24/7, 365 Tage im Jahr ohne Arbeitnehmerschutz, Betriebsrat oder Gewerkschaft.
 
Wenn es sich lohnt wird es gemacht. Ich glaube uns ist allen klar dass in den nächsten Jahre viele Jobs wegfallen werden. Die Frage ist nur wie schnell welche Jobs wegfallen werden.

In 10-20 Jahren bestimmt 50%. :confused_alt:
 
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Aerobraking schrieb:
Ich finde die Idee einer Robotersteuer gut, womit ausfallende Jobs kompensiert werden.

Aber ich hoffe mal das der demografische Wandel dafür sorgen wird, dass so viele nicht automatisierte(-bare) Jobs unbesetzt werden, dass es nach wie vor genug Jobs geben wird.

Die Idee wäre nicht schlecht.

Am besten so hoch, dass man es sich überlegt, ob man den Job durch einen Roboter ersetzen wird.
 
Moritz Velten schrieb:
Am besten so hoch, dass man es sich überlegt, ob man den Job durch einen Roboter ersetzen wird.
warum? das wär schlecht für die Wirtschaft
 
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Vor einigen Jahrzehnten las ich im Internet über die verschärfte Ausbeutung der Menschen in den USA. Dort würden die armen Hausfrauen und Mütter genötigt, im Schichtbetrieb am Fließband zu schuften, statt sich um die Erziehung ihrer Kinder kümmern zu dürfen.

Und heute?
 
Ich habe 10 Jahre bei Lufthansa aka Austrian Airlines Flugzeuge bzw deren Teile aus Faserverbundstoffen repariert, inkl. EASA Form. Das wird niemals ein Roboter können / dürfen .
Für optische Checks wurde versucht, Dronen einzusetzen um Zeit zu sparen zwischen den Flügen, aber die Drone kann dann den Report nicht unterschreiben und die Verantwortung übernehmen......niemand wollte für die Drone unterschreiben bzw seinen Kopf hinhalten !

Derzeit arbeite ich bei einem Projekt für eine Rennsegeljacht aus Carbon. Dagegen war der Airline Job Kindergarten. 85m langer Mast aus Carbon, gesamtes Rigging, Spreader, Rumpf usw..

Lange Rede kurzer Sinn, es wird immer viele gutbezahlte Jobs für Menschen geben.
 
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KeinNutzerName schrieb:
Provokationsmodus = On

Danke an alle fleißigen Amazon-Besteller, dass Eure Faulheit und Bequemlichkeit Arbeitsplätze schädigt / kostet und lokale Händler schwächt(....)
so berechtigt diese Polemik auch ist: auf Automatisierung in der Breite zu verzichten, weil man ja "Arbeitsplätze sichern" will, ist das Falscheste, was man tun kann. So wird man nämlich irgendwann abgehängt von effektiveren Anbietern. Nur außerordentliche Qualität setzt sich durch gegen den Preisdruck - und in Nischen wird Handarbeit erhalten bleiben. zB bei erzgebirgischer Handwerkskunst, wo wir bald Weihnachten haben. Das KÖNNTE man zwar mit Roboter erledigen, aber das würde kaum einer kaufen.

Und was die lokalen Händler angeht - ich versuche es ständig, aber ich finde kaum was lokal, und das liegt nicht so oft am Preis, sondern auch an der Qualität (Werkzeug, Kleidung) bzw meinem (zugegebenermaßen nicht so massenkompatiblem) Geschmack.
 
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Und das alles nur damit Jeff noch reicher wird - ist ja nicht so als wär er schon reich genug *fg - erinnere mich da noch an Juni zurück als er einfach mal halb Venedig für seine Hochzeit hat absperren lassen - aber so ist das halt, Geld regelt ... Menschen ? Schicksale ? Alles Latte in der Kommerzwelt.
 
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Automatisierung gibt es schon weit über 20 Jahre in den Automobilwerken. Wieviele Arbeitsplätze sind da weggefallen?

Viele haben hier eben keinerlei Ahnung wie Automatisierung ausschaut. Amazon-Lager sind schon jetzt sehr stark automatisiert mit Fördersystemen. Es gibt noch Potenzial, aber das ist auch nicht unendlich möglich.
 
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spw schrieb:
Lange Rede kurzer Sinn, es wird immer viele gutbezahlte Jobs für Menschen geben.
korrekt, bis auf das "viele". es wird EINIGE geben. nicht jeder kann ingenieur sein oder yachten bauen. so viele abnehmer dafür gibt es nicht, um nur die 600.000 Arbeiter von Amazon aufzufangen.
 
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Dann denken wir die Entwicklung doch mal zu Ende.
Roboter zahlen keine Steuer, investieren nicht in die Marktwirtschaft, gehen nicht in den Urlaub oder kriegen keine Kinder, die dann den Kreislauf fortführen.

Das gegenwärtige System braucht Menschen als Konsumenten, will sie aber nicht als Produzenten. Das ist langfristig inkohärent.
Die historische Annahme, dass technologischer Fortschritt automatisch neue Arbeitsplätze schafft, könnte bei KI/Robotik erstmals falsch sein – weil diesmal auch kognitive Arbeit ersetzt wird.

Unternehmen wie Amazon handeln mikroökonomisch rational (Kostensenkung durch Automatisierung), schaffen aber makroökonomisch ein kollektives Selbstzerstörungsszenario.
 
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