Ryzen 3000: ein schneller Kern, der Rest ist "langsam" - Dealbreaker?

Zeitkraecker

Ensign
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Hi,

Ich stehe kurz vor dem Kauf eines Ryzen 3000 Systems. Als Laie muss ich mich alle Jahre bei Neukauf von Hardware einlesen und verstehe dabei sicherlich nicht alles. Bisher war ich Intel Kunde und als Gewohnheitstier fällt mir der Umstieg schwierig. Der Hype um den Ryzen und das Verpsrechen weniger Sicherheitslücken verbaut zu haben (und natürlich die modernere Struktur) treiben mich aber Richtung AMD.

Mal davon abgesehen, dass das Abwarten von Kinderkrankheiten immer sinnvoller ist: Gegen ein paar Startschwierigkeiten hätte ich als "early adopter" nichts einzuwenden. Ein erster Nackenschlag war die Geschichte um den Zufallsgenerator. Dann die vielen Kommentare über hohe Temps und hohen Idletakt, die man mit vllt. mit der 7mm Bauweise erklären und mit BIOS Updates (Idle Zeug) verbessern kann.

Auf Tomshardware ist jetzt eine ausführliche Analyse über das Taktverhalten der einzelnen Cores online gestellt worden. Demnach wird die Last softwareseitig hauptsächlich auf einen höher taktenden Kern geladen, während die restlichen Kerne nicht den single core Turbo Boost erreichen. Diesbezüglich wird auch schon über "flase advertising" spekuliert, weil eben nur ein Kern dauerhaft die verkauften Taktraten erreicht. Laut Kommentaren auf deren Seite sei das quasi eine Lotterie, ob der gekauften Ryzen bei den langsamen Kernen 100Mhz, oder mehr unter den erhofften Raten liegt. Seitens AMD gibt es wohl keine Definition bzgl. Mindestleistung. Über die Auswirkung auf Programme, die auf Multicore setzen, könne nur spekuliert werden. Die Ryzens seien trotzdem gute Produkte, nur betrete man bzgl. Fertigung Neuland. Liest sich alles trotzdem merkwürdig. Eine Mischung aus "wir sagen nicht die ganze Wahrheit" und "lasst uns den 7mm raushauen, um vor Intel was auf dem Markt zu haben. Feintuning kommt später".
 
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Anscheinend hast Du gar keine Probleme mit einem AMD Bundle/Kit.
Willst Du denn Probleme mit AMD ? Falsche Forumsecke !
 
Heute wurden seitens AMD neue Chipsatztreiber und ne neue Version des Ryzen Master Tool veröffentlicht. Damit sollen insb. die ausgelesenen Spannungen und Temperaturen laut AMD korrekter ausgelesen werden. Verfolg doch due Community die näcgsten Tage.

Bzgl. Clocks: es zählt doch nur die Leistung die hinten rauskommt. Ob das mit 100Mz weniger auf irgendeinem Kern erreicht wird ist doch völlig wurscht, laß Dich da mal nicht verunsichern.
 
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Zeitkraecker. Das ist extrem abhängig vom BIOS, dem Mainboard (Spannungswandler sowie Chipsatz), den Treibern und natürlich der Kühlung :) Auch ein Intel drosselt wenn er schlecht gekühlt wird!
 
Habe den letzten Satz gelöscht. Wollte das eigentlich nur zur Diskussion stellen, weil ich die Auswirkungen bzw. praktische Relevanz nicht abschätzen kann. "Mainboards und CPU: Fachgespräche" (mal abgesehen von mir) wäre der passendere Bereich gewesen. Hab ich übersehen, sry.

Sprich: "Erkauft" sich der Ryzen die guten Benchmarkwerte mit dem hohen Singlecore und grundsätzlich guter Struktur, könnte aber bei besserem Verständnis des Fertigungsprozesses wesentlich mehr (was vermutlich so oder so der Fall sein wird). Liest sich für mich halbfertig, weil dieses stark unterschiedliche Takten wohl weder,bei Intel, noch bei Ryzen 2000 der Fall ist.
 
Naja bessere Fertigung bringt immer was. Nicht umsonst hat Intel den 14nm Prozess zigmal aufgelegt um überhaupt die Taktraten zu erreichen, das wäre mit dem original 14nm Verfahren ein Ding der Unmöglichkeit gewesen.

Allerdings ist Intel ein Sonderfall, denn sie sind die Produzenten und können bestimmen was gemacht wird. AMD muss fremdfertigen lassen und die Prozesse nehmen die zur Verfügugn stehen. Keiner würde wohl wie Intel den gleichen Prozess 5x neu auflegen. Intel musste das gezwungenermaßen um den Takt nach oben zu bekommen um wenigsten etwas Mehrleistung pro Jahr zu bieten den an der Architektur hat sich nichts getan.
 
Wo ist jetzt das Problem mit dem Ryzen? Angegeben wird zb. ein Turbo von 4.3GHz das gilt für SingleCore Last.. es ist doch nur sinnvoll den Core zu nehmen der die Taktrate am besten verträgt ?! Ich meine bei bis zu 12Kernen oder bald auch 16 Kernen können nicht alles die gleiche Qualität haben ... ist doch eigentlich top, es wird der beste Kern genutzt für die 4.3 GHz und gut und im Multi geht es auf 3,9 oder eben 4.0 GHz was dann alle Kerne vertragen... wo ist jetzt das Problem ? Wo wird was nicht eingehalten?
 
Ich wunder mich grad wegen der Aufregung:
der Ryzen hat wie auch alle i5 / i7 / i8 einen Maximal Clock der erreicht werden kann und sowohl bei AMD als auch bei Intel war es schon fast immer so das in den Multicore Systemen der Maximal Takt ( ohne Manuellen Eingriff ) meistens nur von einem oder maximal 2 Kernen erreicht und gehalten wird ... und der Rest halt drunter liegt ... das ganze nennt sich Single Core Boost bzw. Multi Core Boost ... und ist hinlänglich dokumentiert.

Der einzige Unterschied ist das die Ryzen 3000 er insgesamt höher Takten können ( All Core) ( sofern das Thermische Budget der Kühlung des Gesammtsystems es zumindest hergibt ) ... als es im Vergleich vorher möglich war. Da PBO ziemlich gut das maximale Taktniveau auslootet.
 
Ich kanns leider nicht genauer beurteilen. Der Author in dem Artikel schreibt eben, dass nur ein best. Kern überhaupt die single core boost freq. erreichen kann. Der Rest sei dazu (rein physikalisch?) nicht in der Lage. Beim Ryzen 2000 und nach Auskunft von Intel sei das nicht so. Demnach müsste softwareseitig "mehr" geregelt werden, damit immer der richtige Kern belastet wird.

Ist bei Intel bzw. Ryzen 2000 zufällig (?) immer ein anderer Kern am höchsten geboostet? Also je nach Bedarf und nicht nach den physikalischen Möglichkeiten?
 
Das ist beim Ryzen 3000 identisch zum 2000 und 1000 ... es boostet immer nur ein kern auf max, dieser ist jedoch zufällig.

Da ist nicth ein ausserordentlich guter und sonst nur Schrottkerne bei ;)
 
"Only one core on our Ryzen 5 3600X processor will hit AMD's rated boost frequency. AMD confirmed some cores in Ryzen 3000-series processors are faster than others, which is denoted in Ryzen Master. That means that not all cores on can hit the single-core turbo frequencies. Instead, there are a mix of fast and slow cores.

Previous-gen Ryzen processors can reach boost frequencies on all cores. Intel also says its processors can reach the turbo frequency on all cores."


Dort wird es nach meinem Verständnis etwas anders dargestellt.
 
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Bei Intel gab es aber auch schon Tabellen, die die maximalen Boosttsktraten abhängig von der Anzahl der aktuell hoch geforderten Kerne angegenen haben. Auch ein i9 9900k schafft keine 4,8(?) GHz auf allen Kernen gleichzeitig. Neu ist aber gemäß deinem Artikel, dass AMD den beworbenen Boosttakt auch bei Belastung eines einzelnen Kernes nicht auf allen fahren kann. Aber was heißt das in der Praxis? Statt 4,4 GHz hast du halt dann 4,3 o.ä....

Aber schau dir die Benchmarks an. Ryzen bringt seine Leistung auf die Straße. Was ist also jetzt das Problem?
 
Man darf auch nicht vergessen, dass es sich in den Tests um die erste Charge der 7nm-Fertigung von TSMC handelt (beim CPU-Part, während I/O afaik noch in 12nm von Global Foundries geliefert wird). Dass da noch nicht sehr viel OC-Potenzial drin steckt, sollte klar sein. Das dürfte mit kommenden Auslieferungen weiter optimiert werden und lässt auch bald auf noch höher getaktete Modelle hoffen...
Außerdem holt der Matisse einen großen Teil der Performance neben den höheren Taktraten ggü. Pinnacle Ridge aus dem deutlich vergrößerten Cache und der besseren Speicheranbindung.
Takt alleine ist nicht Alles im CPU-Bereich. ;)
 
@Zeitkraecker
Als Laie machst du dir soviele gedanken, als ob du einen OC Rekord brechen wolltest.
Was bringen ein paar mhz mehr oder weniger im Endeffekt als Leistung
Nur meine Meinung
 
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Ryzen kaufen und glücklich sein. Mach dir nicht zu viele Gedanken. Unsere Lebenszeit ist begrenzt und würde die nicht durch solche Sorgen belasten. Kauf dir einen und du wirst es sicher nicht bereuen :-)
 
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Zeitkraecker schrieb:
"Only one core on our Ryzen 5 3600X processor will hit AMD's rated boost frequency. AMD confirmed some cores in Ryzen 3000-series processors are faster than others, which is denoted in Ryzen Master. That means that not all cores on can hit the single-core turbo frequencies. Instead, there are a mix of fast and slow cores.

Previous-gen Ryzen processors can reach boost frequencies on all cores. Intel also says its processors can reach the turbo frequency on all cores."


Dort wird es nach meinem Verständnis etwas anders dargestellt.

Und genau das ist halt Blödsinn ansonsten würde das hier nicht funktionieren:



Hier laufen alle Kerne auf dem Turbotakt. Problem ist, du brauchts dafür sehr viel Strom und daher limitiert meist vorher was anderes (Insbesondere die Temperatur) und lohnt daher auch nicht wirklich. Beispiel 3900X. Völlig unmöglich alle Kerne auf 4,6Ghz laufen zu lassen. Der Strombedarf und die Hitzeentwicklung sind nicht machbar. Wegen den 7nm bleibt die Hitze auf einer sehr kleinen Fläche. Physik kannst du nicht umgehen.
 
Danke für die Antworten. Etwas verwirrend, wenn man das nicht selbst bewerten kann.
 
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