Leserartikel CPU und Bios Guide für Ryzen 3000 (und älter)

habe seit kurzem auch einen 3900X auf einem Unify.
Bin soweit sehr zufrieden und muss mich erst mal mit den AMDs befassen, da ich zuvor jahrelang Intelnutzer war.
Ich weiß, dass die Temps, auch mit AiO, bei einem 3900X recht hoch werden, dass jede kleine Aufgabe im Idle zu kurzen Lastspitzen führt usw. So weit bin ich schon ;)
Nun bin ich aber eher der silentfetischist und will aber auch nicht, dass, gerade auch im Sommer, die AiO glüht, weil ich die Lüfterkurve angepasst hab.
So habe ich auch einen Artikel entdeckt, wo der 3900X mit 1.0V fixer Spannung betrieben wird. Das habe ich dann natürlich auch angewand und die Temperaturen sind nun deutlich entspannter, im Idle, beim Zocken, unter Volllast.
Klar verschenke ich damit auch Leistung, aber auch mit einem Volt ist der 3900X noch eine sehr starke Cpu.

Kann ich das bedenkenlos weiter nutzen? Bisher läuft mein System stabil, der Boost geht beim Zocken auch über 4Ghz usw., nur bei Volllast (Cinebench zum Bleistift) habe ich weniger Punkte, was aber klar ist. Aber ich bevorzuge lieber eine kühle Cpu und einen leisen Rechner, als das letzte Quentchen Leistung, höheren Verbrauch usw.
 
matti30 schrieb:
Kann ich das bedenkenlos weiter nutzen?

Nein, leider nicht. Da bleibt sehr viel Leistung unbemerkt auf dem auf dem Tisch.

Es war genau dieser Artikel, der korrektem Undervolting einen schlechten Ruf gegeben hat, da es nur so aussah, als ob die CPU mit sehr viel weniger Spannung immer noch normal hochtakten kann ("Clockstretching").

Wenn du nur sehr wenig Multi Core Performance opfern willst, aber dafür trotzdem eine kühlere CPU willst, dann empfehle ich dir einen Undervolt in Kombination mit einem PPT-Limit zu machen.

Hierbei limitiert man den maximalen Verbrauch (=kühler), aber Single Core oder geringe Lastszenarios wie Spiele bleiben unberührt.

Hier ist ein Beispiel mit -0.1V Undervolt und die CPU limitiert auf 65W anstatt der normalen 142W.
 
Tonks schrieb:
...aber Single Core oder geringe Lastszenarios wie Spiele bleiben unberührt.

...und ebenso die schlechte Effizienz und hohen Temepraturspikes ;)

Wenn ihm ~4 GHz reichen, dann sollte er aber zumindest ein "sauberes" Undervolting mit festem Allcore machen.

@matti30

Geh dafür ins AMD Overclocking Untermenü. Und stelle bei "Manual CPU Overclocking" den Takt und die Spannung ein (in MHz und mV).

Also beispielsweise mal mit "1100" CPU Voltage und "3800" CPU Clock starten. Dann einen Cinebench R20 Run machen und entweder Takt 50 MHz hoch oder Spannung 10mV runter bis R20 nicht mehr komplett durchläuft (Fehlermeldung, Blackscreens, etc) oder der Score sinkt. Ab diesem Punkt dann etwa 40-50mV draufschlagen und es sollte stabil sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
den Eco Mode mit 65W in Verbindung mit dem offset hatte ich auch schon. Richtig, wie TheOpenfield schon sagte, die Spikes im Idle sind dennoch geblieben, damit die verbundenen Temperatursprünge.
Ich müsste dann auf den Energiesparmodus schalten, dass aber kann ich mir mit 1.0V Spannung sparen, wenn ich da einen R20 Run mache, boosten die Kerne laut CPUZ dennoch auf 4.2 Ghz, hab knapp 60° und ein wunderbar leises System. Komm auf ca. 5900 Punkte. Klar, das sind keine 7100 Punkte, aber dafür zieht der Rechner auch nur 160W aus der Dose. Und wie gesagt, beim Zocken boosten die Kerne auch normal.
 
TheOpenfield schrieb:
...und ebenso die schlechte Effizienz und hohen Temepraturspikes ;)

Wieso das denn?

Effizienz wird erhöht, da nur die letzten hundert MHz im Multi Core proportional mehr verbrauchen, was mit einem PPT-Limit verhindert wird.

Und bei geringer Last, also Single Core, wird die CPU so oder so nicht heiß.

Temperaturspitzen bzw. deren Effekt werden mit einer gescheiten Lüfterkurve kompensiert.

Wenn man keine Lüfterkurve einstellen will (Warum?), dann kann man auch gleich einen fixen Takt einstellen, aber das ist genauso übertrieben wie im Energiesparmodus 24/7 zu sein.

Das Gesamtpaket von Undervolting und PPT-Limit mit einer gescheiten Lüfterkurve ist hier die bessere Lösung.

matti30 schrieb:
den Eco Mode mit 65W in Verbindung mit dem offset hatte ich auch schon. Richtig, wie TheOpenfield schon sagte, die Spikes im Idle sind dennoch geblieben, damit die verbundenen Temperatursprünge.

Dann warst du ja fast am Ziel. Nur noch die Lüfterkurve anpassen und du hast es geschafft. Die Spitzen sind so schnell vorbei, dass das aufdrehen des Lüfters sowieso keinen Unterschied für die Temperatur macht, also keine Sorge um die CPU.
 
Ein PPT von bspw. 65W ändert nichts an daran, dass weiterhin maximal hoch (und ineffizient) bei Singlethread-Belastung geboostet wird (bis ~15W auf einem Kern). Einfach zu testen mit dem R20 Single Core (und per Windows auf einen Kern festsetzen). Ich persönlich finde es nicht übertrieben, auf ~15% Leistung im reinen Singlethread zu verzichten, und dafür immer in einem deutlich effizienteren Arbeitsbereich (~1,0-1,1V) zu bleiben.

(aber ja, die Temperatursprünge selbst sehe ich bei korrekter "Handhabung" auch nicht problematisch, verhindern lassen sie sich dennoch).
 
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@Tonks
du meinst also, es macht der AiO und dem Wasser nix, wenn bei 60° Last die Lüfter mit nur 600rpm drehen?
Wird dann schon kuschelig warm, gerade jetzt, wenn es wieder heißer wird ;)
Ich hätt die Kurve dann nämlich so gebastelt, bis 60° um die 600rpm, bis 75° mit 800rpm, vielleicht auch 900rpm und erst ab 80° dann über 1000rpm.
 
die Punkte sind mir herzlich egal. LEISE in jeglicher Hinsicht ist meine Prämisse ;) aber dabei will ich auch nix grillen oder so.
Und ja, die Pumpe ist auf 7V nahezu unhörbar, ebenso die Red Devil mit Silent Bios.
 
@TheOpenfield

Diese 15W sind weder eine hoher Verbrauch noch sind liegen die lange auf einem Kern an, sofern man das nicht künstlich erzwingt. Im Normalfall werden diese 15W sowieso auf 2 Kerne verteilt, und wenn du meinst dass das jetzt ein Problem für die CPU ist...

@matti30

Sollte kein Problem sein.

Meine Kurve geht auch erst ab 60°C höher und läuft darunter gerade auf der höchsten RPM, wo ich sie nicht hören kann.

Meine Temperaturespikes sind von 3X°C auf 4X°C, also weit unter der Schwelle. Wenn du 60°C im Idle oder unter geringer Last hast, dann stimmt da womöglich was anderes nicht.

(Zum Beispiel zu viele Hintergrundprogramme, daher nicht wirklich Idle. Oder eventuell ungenügender Luftstrom im Gehäuse etc.)
 
Wie gesagt, Clock-Stretching lässt sich einfach verhindern und dennoch bleibt die CPU genauso sparsam. Einfach sauber ausloten (sollte keine 15min dauern).
Ergänzung ()

Tonks schrieb:
@TheOpenfield

Diese 15W sind weder eine hoher Verbrauch noch sind liegen die lange auf einem Kern an, sofern man das nicht künstlich erzwingt. Im Normalfall werden diese 15W sowieso auf 2 Kerne verteilt, und wenn du meinst dass das jetzt ein Problem für die CPU ist...

Ich schreibe nichts davon, dass es ein Problem für die CPU ist. Ich schreibe im wesentlichen, dass >1,2V oder gar >1,4V weit entfernt von einem effizienten Betrieb sind - egal wie lange die CPU diese Spannungsniveaus nutzt.
 
TheOpenfield schrieb:
Ich schreibe nichts davon, dass es ein Problem für die CPU ist. Ich schreibe im wesentlichen, dass >1,2V oder gar >1,4V weit entfernt von einem effizienten Betrieb sind - egal wie lange die CPU diese Spannungsniveaus nutzt.

Mit welchem Kriterium hast du das entschieden? Nur weil die Spannung hoch für dich aussieht?

Zum Glück haben wir doch bereits eine Einheit dafür: Watt. Und kurze Spitzen auf 15W sind doch so was von kein Problem in der Effizienz, vor allem wenn man berücksichtigt das die 15W sowieso auf zwei Kerne verteilt wird.

Bei Multi Core wo jeder Kern theoretisch 15W saugen dürfte könnte ich dir eventuell recht geben, aber auch das passiert nicht wenn man ein PPT-Limit setzt. Und auch stock mit bei 3900X passiert so etwas nicht, da das maximum pro Kern bei 12W liegt (142W:12 Kerne).

Und jetzt mal ehrlich. Der I/O Die vom 3900X alleine verbraucht schon 15W-20W im Idle, wenn man da händisch nicht runterschraubt. Deshalb kann ich es überhaupt nicht verstehen, ein Maximum von bis zu 15W als ineffizient zu bezeichnen.
 
so, ich probier noch mal den 65W Mode mit offset -0.100V.
R20 Run sagt 6600 Punkte bei knapp 60°.
Lüfterkurve hab ich auch so gedreht, dass bis 60° mit 600rpm, ab 75° mit ca. 900rpm die Lüfter drehen. So springt aktuell die Idletemp zwischen 45° und 55°, bei einer Raumtemperatur von 25°.
 
matti30 schrieb:
So springt aktuell die Idletemp zwischen 45° und 55°, bei einer Raumtemperatur von 25°.

Na, das ist doch schon mal was.

Hast du auch mal geguckt, ob dein Idle wirklich Idle ist? Oder ob da Programme im Hintergrund laufen, die du nicht brauchst?

So was wie MSI Dragon Center oder andere RGB Software ist problematisch, da es verhindern kann, dass deine CPU ordentlich runtertaktet bzw. Kerne schlafenlegt.

CPU Core Power unter den HWiNFO-Sensoren kann im richtigen Idle auf unter 1W gehen, kannst ja mal überprüfen, ob das bei dir auch klappt. Ansonsten funkt da eventuell ein Programm dazwischen.
 
ich hab die üblichen Verdächtigen im HG aktiv, afterburner, aida. RGB Software hab ich nur von Powercolor installiert, aber ich glaub nicht, dass die so viel Last erzeugt. Mein Rechner RGB frei. :D
 
Wenn deine Idle Temp springt, hast du Hintergrundprogramme aktiv, die einen Zugriff auf die CPU auslösen.

An erster Stelle wurde ich mich darum mal kümmern.

Da hätten wir Sache wie z.B.

Ausleseprogramme
Game Launcher (egal welcher)
Antivirusprogramm (abseits des Windows internen)

Aktuell ist meine Eisbär auch bei 7v und die 2 140er Lüfter sind auf 550rpm im Durchschnitt gedrosselt, dabei zeigt mein Mainboard (die q-code Anzeige dient als CPU Temp Anzeige) 32 grad an bei 28 Grad Zimmertemperatur.
Und meine CPU läuft Stock. Also alles was die CPU angeht auf Auto, +RAM OC auf 3733 cl16.

Da gibt es keine Sprünge im Idle.
 
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das wär ein Traum, wenn ich temperaturtechnisch da hinkäme. ;)
Antivirus hab ich nur den internen aktiv, Launcher starte ich erst, wenn ich sie brauch. Wie gesagt, das einzige, was im Hg läuft ist aida, afterburner+rivatuner und die Sachen, die für mich relevant sind.
Taskmanager zeigt eigentlich auch alles sehr niedrig an. Firefox geht öfters mal auf mittel.
und auch wenn ich aida und co. beende, sind die Tempsprünge vorhanden.
Energiesparplan hab ich ausbalanciert und die minimale Cpu Last auch auf 5% gesetzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Temperatur Sprünge durch geringe Lasten sind normal, das liegt an der Arbeitsweise vom Ryzen (Race to Idle) also eine Aufgabe so schnell wie möglich erledigen, damit die Kerne wieder schlafen gehen können.

Man kann das ganze durch manipulieren der Schwellwert im powerplan anpassen, siehe dazu den Thread von @sz_cb

Bei meiner Kiste hat der keine Auswirkungen, aber da die Idle Zeiten bei mir eh sehr gering sind ist das auch nicht schlimm.

PS Afterburner und rtss können durch das logging schon an den Sprüngen Schuld sein. Kannst ja mal schauen was passiert wenn du das mal pausieren läßt, oder komplett abschaltest.
 
Tonks schrieb:
Mit welchem Kriterium hast du das entschieden?

Ich habe meine handvoll Spiele ausgepackt und teils ~50% mehr Package Power mit Allcore UV vs PPT 60W. Bei identischen FPS (im GPU Limit) wohlgemerkt. Nochmal die Frage an dich: Wie soll durch eine PPT-Beschränkung bei niedrigen Lasten die Effizienz verbessert werden, wenn es ohnehin nicht erreicht wird?
 
@Verangry

wie gesagt, hatte das schon probiert, ab, aida und co. geschlossen. Hat nix an der Tatsache geändert.
Aber so lange die Sprünge nur bis ca. 55° gehen, stört mich das auch nicht, da die Kiste ja eh leise bleibt.
Hätt aber dennoch gern deine Temps. :D

Und ich hab mal hwInfo aufgemacht, die cpu Core Power gehen auf unter 1W
 
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