Defekte Sektoren kommen nicht wieder, denn sie werden durch Ersatzsektoren ersetzt und eine aktuelle Disk hat davon tausende, es leidet also nicht einmal die Kapazität. Der Vorgang des Ersetzen der Sektoren nennt sich Sparing oder auch Reallocation. Dafür ist das S.M.A.R.T.-Attribut #05 'Reallocation Sector Count' da, um dies festzuhalten.
Wenn man Probleme mit einer Disk hat, die auf def. Sektoren hindeuten, sollte man das S.M.A.R.T.-Log auch immer wieder aufrufen, um Veränderungen zu erkennen. Wenn das oben genannte Attribut ansteigt oder auch #197 'Current Pending Sector Count' hochgezählt wird schreitet u. U. ein Fehler fort, der ein nahes Ableben der Festplatte ankündigt. 'Current Pending Sector Count' sind anstehende Spareoperationen, die noch nicht ausgeführt wurden.
Ich arbeite übrigens mit einer 30GB Disk, die bereits 62 Fehler in der G-List (Growing Defect List)
Selbst eine neue Disk 'aus dem Regal', kann bereits viele def. Sektoren haben, man 'sieht' sie normalerweise nicht, Hdat2 kann sie sichtbar machen. Sie sind in der P-List (Primary Defect List) eingetragen (Menüpunkt in Hdat2).
Nutzt man die
Smartmontools, sieht man am Ende des Logs die physikalische Adresse einen Defekts und man kann auf einen Head oder Platter schließen. Die Smartmontools sind zwar sogen. Consolenanwendungen, binden sich aber komfortabel in das Kontextmenü ein und können per Rechtsklick auf das Laufwerk aufgerufen werden.