@JP-M:
Nicht falsch verstehen, ich habe auch "reine Informatik" studiert, und dort ist bis auf die Algorithmen, Datenstrukturen, Patterns und theoretischer Informatik und dem großen Gebiet der Software Engineering vieles theoretisch und als Einführung zu sehen.
Aber Fachhochschulen bieten in der Regel durch Wahlpflichtvorlesungen oft mehr Praxis darüber hinaus, man muss es nur irgendwie einbinden können ;-)
Ob man als Fachinformatiker mit Ausbildung dann der bessere Programmierer ist, oder man es mit Studium leichter hat? Eine endlose Diskussion ;-) Ich habe vor dem Studium FISI gelernt und nach verkürzung mit lächerlichen 98% abgeschlossen, der IHK einen Brief über die Lächerlichkeit der Ausbildung geschickt und studiert. Das was dort gemacht und in den Prüfungen abgefragt wurde, kann ich auch in 1 Jahr Vollzeit vermitteln, ist aber nichts was in meinen Augen auch nur annähernd groß qualifiziert. Das kann auch jeder der sich ernsthaft mit den dort vermittelten Themen beschäftigt.. Verständnis und tieferes lernt man in meinen Augen erst im Studium, weshalb es auch nach meinen Erfahrungen mehr Gründe für das Studium gibt. Von Anwendungsentwicklern im Studium habe ich oft die Aussage bekommen, dass man zwar zum "Programmierer" getrimmt wird (bei entsprechender Firmenunterstützung und Einbindung), aber eben doch vieles auf der reinen Implementation fertiger Vorgaben basiert. Spannend für einen Software Engineer, und das bin ich beruflich auch, ist doch vor allem die Problemlösung, Algorithmik und mit Mathematik bei schwierigen Aufgaben um sich schmeißen bis man mit Konzept und Lösung fertig ist. Das runterschreiben von Code nach Diagrammen und Vorgabe ist doch nicht spannend an dem Beruf.