Sehr spezieller Einplatinencomputer Gesucht

SiliconeSoul

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Hallo,

ich bin momentan auf der Suche nach einem Single Board Computer um Spiele zu spielen.
Damit meine ich keine Triple A games, keine krassen DirectX Anforderungen oder die neueste Shader generation.
Sondern selbst erstellte Spiele.

Hintergrund ist das ich hobbymäßig Spiele entwickel. Das sind kleinere Puzzle games, Jump n'Runs etc.
Mein Sohn liebt die Dinger mindestens so sehr wie ich das Entwickeln liebe.
Was ich jedoch nicht liebe, ist die Tatsache das er permanent an meinem Computer rumhockt mit seinen Freunden um zu Zocken.
Jetzt wäre die eleganteste Lösung natürlich, ihm einfach seinen eigenen PC zu kaufen.

Jedoch ist er dafür meines achtens nach zu Jung und zu unerfahren in der Computerwelt. Besonders im uneingeschränkten Zugang zum Internet (er ist 10). Deswegen hab ich folgenden Plan:

Ich baue ihm einfach seine eigene Spielkonsole, die nix anderes macht als ein Menü zu zeigen auf dem die Spiele erscheinen die ich vorher installiere. Dort klickt er dann drauf und kann los-daddeln.

Die "Konsole" soll bestehen aus: 2-4 USB Anschlüssen (Maus/Tastatur +optionen), einem Netzteil, dem hier gesuchten single board pc, und einer alten AMD Radeon HD 4800 Grafikkarte die hier noch rumfliegt. Dazu eine SSD mit 50GB. Die passende Kühlung dazu werde ich selber bauen.

Das heißt ich suche im Detail:
Einen SBC mit 2-4 USB (ob USB 2 oder 3 is wurscht) Anschlüssen.
Mindestens 1 GhZ Prozessortakt (Meine Games brauchen das nicht, aber die Engine selber ist da gnadenlos)
ARM oder x86 ist ebenfalls unwichtig, ich würde ARM aber vorziehen (bin Linux native), wichtig ist jedoch das ich ein (handelsübliches) Windows oder Linux-Derivat installieren kann, da ich nicht weiß ob in den, auf den SBC zugeschnittenen, Distributionen alles vorhanden ist das ich für die Installation des Grafikktreibers und der Game-Engine benötige. Bzw. ob ich beispielsweise die Suse- oder Debian-Paketquellen hinzufügen kann.
1-2 GB RAM .. mehr is besser aber nich notwendig.
Möglichkeit eine SSD anzuschließen (sprich onboard SATA) wenn die I/O Pins bereits alle belegt sind (Für ein PCIe Modul/Kabel (bin mir nich ganz sicher wie das läuft, meine SBC Kenntnisse sind mehr als begrenzt))
Das Sahnehäubchen wäre natürlich wenn ich ein PC Netzteil Nativ nutzen könnte ohne erst einen Trafo bauen zu müssen (was nur mehr Arbeit bedeuten würde aber kein essentielles Hindernis darstellt).

Meine Suche führte mich jetzt durch unzählige "Fruitboards" (es schein immer mehr davon zu geben) über "LattePanda" bis hin zu Produkten wie diesem. (da dort aber kein Preis dabei steht, wird es vermutlich eine sündhaft teure Bedarfsfertigung sein die vermutlich ehr was für industriellen Betrieb ist). Und ganz ehrlich, ich seh den Wald vor lauter Platinen nicht mehr. Ich hab keine Ahnung in welche Fallen man bei sowas Tappen kann, ob es immer das beste ist den Branchenprimus (schätze das dürfte Rasberry sein) zu kaufen oder ob ich bei der Flut an Möglichkeiten was übersehen hab. Deswegen geht meine Frage an euch, in der Hoffnung das ihr mehr durchblick habt.

PS. Bei dem Projekt geht es natürlich vordergründig um die Bastelei, Testen und optimieren. Ich bin mir durchaus bewusst das ich auch einfach einen Barebone PC nehmen (zusammenstellen) könnte. Ich will nur nicht :D

Liebe Grüße, SiSo
 
Mit 11 war habe ich einen kompletten Rechner zum Geburtstag bekommen,
dieser Erfahrung verdanke ich heute mein Wissen & meine Laufbahn.
1992 war ich zwar noch nicht im Internet unterwegs, das fing eigenständig 1993 an,
ich habe ein 56k Modem benutzt, meine Mutter stand wütend vor mir, mit knallrotem Kopf,
wegen der Einwahl-Kosten von 80 Mark.
 
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Hauptvorteil vom Raspberry Pi ist eigentlich nur der Preis und die riesige Community.

Die nächst höhere Preis- und Feature-Stufe dürfte ein Odroid sein (zb: https://www.pollin.de/p/odroid-xu4-einplatinen-computer-samsung-exynos-5422-2-gb-2x-usb-3-0-810409)

Deutlich schnellerer Prozessor und mehr RAM.
Hat zwar kein SATA, dafür können MMC Module verwendet werden. Bedeutet auch einen massiven Geschwindigkeitsvorteil ggü. SD-Karten wie beim Pi. USB3 und echtes Gigabit Ethernet. Community ist am wachsen. Hat Potential!
Distributionen:
Ubuntu 16.04 + OpenGL ES + OpenCL on Linux Kernel 4.14 LTS
Android 4.4.2 on Kernel LTS 3.10
Android 7.1 is available as a community driven OS development.

Als Alternative gebe es dann noch den BananaPi wenn du wirklich viel wert auf SATA legst:
https://www.pollin.de/p/joy-it-banana-pi-m2-ultra-2-gb-810650

Und wie ich grade feststelle hat das Ding inzwischen eine sehr ähnliche Ausstattung zum Odroid :D Ansonsten kann man nur sagen das die BananaPi Boards immer sehr auf Kompatibilität zum Raspberry gelegt haben.

Ansonsten bleibt nur der Schritt Richtung x86 und ein kleines ITX zusammen schrauben. Aber generell können Kids (auch in dem Alter!) sehr viel schneller mit der Technik umgehen als wir Erwachsenen. Meinen ersten (neuen!) PC hab ich zum 10ten Geburtstag bekommen. Der Anfang vom Untergang ;) Die Überredungsversuche haben schon eine ganze Weile früher gestartet.

Kannst ja die Kiste mit ihm zusammen bauen. Vater Sohn Projekt. Wenn er sich dafür interessiert dann wird ihm auch nicht langweilig dabei. Wenn er sich nicht dafür interessiert ... wird nicht die letzte Arbeit sein die er liegen und lieber Papa zu Ende bauen lässt. ;)
 
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Morgen,

wenn du Wert darauf legst das es kein großer Desktop werden soll und auch kein kleiner dann werde ich mal einen Nettop/NUC (gebraucht von eBay etc.) in den Raum.
Diesen dann in eine Art Kioskmodus oder Steam BigPictureMode versetzten und los geht es.

Da quasi keine Anforderungen vorhanden sind außer Linux/Windows als Basis wird das ganze relativ billig und kann hinter den TV/Monitor geschraubt werden.
 
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SiliconeSoul schrieb:
Das sind Industrie-PC Formate mit entsprechenden Features (RS-232 & RS-422/485), zu teuer und nicht so geeignet für dein Vorhaben.

SiliconeSoul schrieb:
Linux-Derivat installieren kann, da ich nicht weiß ob in den, auf den SBC zugeschnittenen, Distributionen alles vorhanden ist das ich für die Installation des Grafikktreibers und der Game-Engine benötige. Bzw. ob ich beispielsweise die Suse- oder Debian-Paketquellen hinzufügen kann.
SiliconeSoul schrieb:
Und ganz ehrlich, ich seh den Wald vor lauter Platinen nicht mehr.
In einem anderem Thread habe ich etwas über Linuxunterstützung von SBCs geschrieben und wie die Distributionen oft bei den Fruitboard-Varianten aufgebaut sind. Ein Raspi mit Noobs bzw. PINN ist beim Zeigen von verschiedenen Systemen etwas einfacher - vlt. auch bei Sensor-Anwendungen / Mikrocontroller
während
SiliconeSoul schrieb:
unter Linux die Treiberunterstützung in Mainline und Windows "nativ" läuft.

SiliconeSoul schrieb:
Jedoch ist er dafür meines achtens nach zu Jung und zu unerfahren in der Computerwelt. Besonders im uneingeschränkten Zugang zum Internet (er ist 10).
Wegen #Digitalisierung und #Schule gibt sehr Industrie-nahe (Google, SAP) Projekte für "Computer" in Schulen: Calliope - das sieht didaktisch sehr anders aus (eher Mikrocontroller); vgl zur Herangehensweise beim BBC Micro (eher PC). Schau dir mal das Alter und die Projekte da an.

SiliconeSoul schrieb:
Hintergrund ist das ich hobbymäßig Spiele entwickel. Das sind kleinere Puzzle games, Jump n'Runs etc.
Naja sowohl unter Linux als auch unter Windows gibt es mächtige Emulationsprojekte auf denen "Homebrew" laufen könnte: Mame, MESS , UAE , dosbox oder ScummVM ( bzw. FAQ/Fangames ) haben extrem große Spieldatenbanken und sehr verschiedene Genres. Zusammen mit "Bildungsapps" können da immer Anknüpfungspunkte an irgendwelche didaktischen "Ziele"/ Lehrpläne der Schule vermittelt werden.
So etwas wie Winfunktion Mathe u.a. gibt es schon sehr lange - aber unter Linux könnte man vieles auch "per Hand" nachbauen ...
 
das klingt mir hier irgendwie nah einer Fake Antrage...
auf der einen Seite entwickelt da jemand angeblich Spiele selber aber hat auf der anderen absolut gar keine Ahnung und gibt die eigentlichen Informationen nicht preis?!?
die wichtigsten Fragen wären doch:
- in welcher Programmiersprache/Umgebung wird entwickelt?
- welche Grafikbibliothek/Schnittstelle wird benutzt?
- wie passt die genannte HD4800 in das Konzept der PCIe losen PC oder gar "Fruit" Systeme?
 
doof123 schrieb:
Mit 11 war habe ich einen kompletten Rechner zum Geburtstag bekommen,
dieser Erfahrung verdanke ich heute mein Wissen & meine Laufbahn.
1992 war ich zwar noch nicht im Internet unterwegs, das fing eigenständig 1993 an,
ich habe ein 56k Modem benutzt, meine Mutter stand wütend vor mir, mit knallrotem Kopf,
wegen der Einwahl-Kosten von 80 Mark.

Digitalzombie schrieb:
Aber generell können Kids (auch in dem Alter!) sehr viel schneller mit der Technik umgehen als wir Erwachsenen. Meinen ersten (neuen!) PC hab ich zum 10ten Geburtstag bekommen. Der Anfang vom Untergang ;) Die Überredungsversuche haben schon eine ganze Weile früher gestartet.

Kannst ja die Kiste mit ihm zusammen bauen. Vater Sohn Projekt. Wenn er sich dafür interessiert dann wird ihm auch nicht langweilig dabei. Wenn er sich nicht dafür interessiert ... wird nicht die letzte Arbeit sein die er liegen und lieber Papa zu Ende bauen lässt. ;)

Hehe..
Ja bei mir war es ein C64 und ein Akustik-koppler.
Und auch bei mir hat es praktisch mein Leben bestimmt. Aber man will ja nicht zwangsläufig das selbe für seinen Nachwuchs. Meine Frau ist Floristin, mit Herz und Seele, wenns nach ihr ginge hätten wir garkeine Computer im Haus.
Ich will das ganze einfach etwas unter Kontrolle haben auch wenn er der letzte 10 jährige ohne iPhone und angesagtestem CounterStrike-Skin bleibt.

Ich danke jedenfalls allen für eure Tips. Die werde ich mir zu Herzen nehmen.


Mickey Mouse schrieb:
das klingt mir hier irgendwie nah einer Fake Antrage...
Wieso sollte das jemand tun? Denkst du mir ist langweilig und ich dachte mir ich könnte auch einfach mal seltsame Anfragen in einem Forum stellen?

Mickey Mouse schrieb:
auf der einen Seite entwickelt da jemand angeblich Spiele selber aber hat auf der anderen absolut gar keine Ahnung und gibt die eigentlichen Informationen nicht preis?!?
die wichtigsten Fragen wären doch:
- in welcher Programmiersprache/Umgebung wird entwickelt?
- welche Grafikbibliothek/Schnittstelle wird benutzt?
Das ich von SBC keine Ahnung habe ist ja genau der Grund wieso ich hier schreibe.
Ich hab mich damit bisher nie auseinandergesetzt und find einfach nur die Idee toll sowas mal zu machen.

Was die Technischen Details betrifft:
Ich arbeite mit GameMaker Studio 2. Das ist eine IDE in der man in einer C-nahen Sprache die Engine samt Spiel praktisch selber schreibt. Aber es gibt hilfen wie z.B. eine volle A* (A-Star) Implementierung. Außerdem ist die verwendete Programmiersprache GML voll auf die Spielentwicklung ausgelegt.

Der Grund wieso ich dabei nicht ins Detail ging ist: Ich hab keine Ahnung was mein Endprodukt am Ende für Mindestvoraussetzungen hat.
Die Games werden mittels der IDE exportiert, dabei sage ich praktisch nicht viel mehr als "Für Windows / Android / Linux".

Wir haben nur 2 Windows Rechner im Haus. Meinen, an dem ich arbeite (i7, 16gb RAM, GTX 980 Ti, Win 10 und Fedora).. da läuft sowieso alles drauf. Und den meiner besseren Hälfte der zur Buchhaltung dient. Darauf kann ich nichts testen sonst verliere ich meinen Kopf.

Bei Linux wird OpenSSH (zur Lizenzprüfung und für Multiplayer) und OpenAL (Für Sound) sowie OpenGL (Grafik) vorausgesetzt.

Die Voraussetzungen für die IDE sind:
  • 64bit Intel CPU
  • 2GB RAM
  • DX11 graphics card
  • Microsoft Windows 7
Aber das gilt ja nicht für die Games die damit entstehen. Aber ich ich will eben nach Möglichkeit ein Ubuntu oder Debian auf dem SBC installieren, und da finde ich sind 1 GhZ nicht zu hoch angesetzt.

Mickey Mouse schrieb:
- wie passt die genannte HD4800 in das Konzept der PCIe losen PC oder gar "Fruit" Systeme?
Na sie liegt halt rum. Und ich würd sie gern irgendwie nutzen. Sie is zu alt um sie zu verkaufen und zu schade zum wegschmeißen. Also dachte ich mir: Wieso nicht?!

Was meinst du mit "PCIe losen PC"? Es wird doch sicher einen Adapter, ein Modul oder sowas geben um einen SBC damit zu verbinden?!

Wie schon erwähnt. Genau deswegen frage ich ja.

Liebe Grüße, SiSo
 
Zuletzt bearbeitet:
SiliconeSoul schrieb:
Die Games werden mittels der IDE exportiert, dabei sage ich praktisch nicht viel mehr als "Für Windows / Android / Linux".
das ist das Ziel OS/Betriebssystem
du musst doch aber auch angeben für welche CPU Architektur exportiert (kompiliert) werden soll...
wenn du ein "C Programm" für eine X86 CPU kompilierst dann kann das natürlich nicht auf einer ARM Architektur laufen.

SBC sagt ja gerade aus, dass alle für den Betrieb des Computers benötigten Module auf einem Board zusammen gefasst sind, so auch die Grafikkarte.
mir sind keine "Adapter" bekannt um eine PCI GraKa z.B. an einen Rasperry/Banana-Pi anzudrahten. Außerdem sind wir dann wieder bei der Architektur. Jede PC Grafikkarte hat ein eigenes BIOS und das kann nur mit einer X86 CPU ausgeführt werden, ein ARM kann damit nichts anfangen.

meiner Meinung nach solltest du versuchen die Anforderungen an das Ziel-System näher auszuloten, das ist eigentlich das wichtigste im Moment!

vielleicht tut es ja schon ein PI Derivat. Allerdings bin ich der Meinung, dass man da schnell in Bereiche kommt, in denen ein kleiner NUC die "vernünftigere" Wahl ist.
ein anderer Weg wäre sich einen gebrauchten PC zu kaufen.
 
Worum geht es dir denn überhaupt? Um Platz/Stromverbrauch scheinbar nicht, sonst würdest du keine externe Grafikkarte verbauen wollen. Wenn du die Leistung einer HD 4800 brauchst, kauf dir doch einfach einen AMD Athlon 200GE mit passendem Board. Die Radeon Vega 3 auf der APU ist sogar einen Tick schneller als die HD 4800.
 
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