realisingripped
Cadet 2nd Year
- Registriert
- Dez. 2024
- Beiträge
- 25
Hallo,
mit der Fragestellung nehme ich vielleicht schon etwas vorweg, denn immerhin deutet diese schon daraufhin, dass technologischer Fortschritt eine Illusion wäre. Zumindest mir selbst erscheint das immer öfter so, wobei das auch die Möglichkeit einer Illusion meinerseits beinhaltet. Denn während ich in meinen jungen Jahren noch gerne und viel herumprobierte, bin ich mittlerweile komplett ermüdet durch die marktschreierischen Versprechungen der Elektronikindustrie und verbrannt durch die Erfahrungen von Fehlanschaffungen.
Natürlich habe ich mich lange dafür interessiert, was sich an Neuheiten auftut, hatte sogar schon mal eine Smart Watch, einen smarten Lautsprecher und ein Tablet, aber wirklich eine Bindung habe ich zu diesen Technologien nie aufgebaut. Manchmal habe ich die Geräte so lange genutzt wie möglich und dann nichts mehr dergleichen neu angeschafft, aber auch gelegentlich schon frühzeitig wieder weggegeben. Seit etwa 5 Jahren bin ich im Grunde komplett raus aus diesem Probierzyklus und nutze nur noch ein Notebook, welches zuverlässig läuft und ein Smartphone, welches zwar leider nur wenige Updates erhielt, aber komplett zuverlässig funktioniert. Ich wüsste letztlich nicht, warum ich auf ein aktuelles Gerät upgraden sollte.
Letztendlich führt dieses immer stärker werdende Desinteresse aber auch dazu, dass ich viele Themen gar nicht mehr verstehe. Ich nicht nur hier schon viele Neuigkeiten nicht mehr nachvollziehen, sondern schon grundsätzliche Technologien (Elektroauto, Wärmepumpe) gar nicht mehr einordnen. Für mich ist das im Grunde oft nebulös, was sich hinter den Versprechungen und Konzepten verbirgt und warum diese Technologien das Leben der Nutzer so vereinfachen. Ich bin gerade Mitte 30 und habe immer öfter den Eindruck hier komplett abgehängt zu sein, jenseits einer sich - wie auch immer zu bezeichnenden - Kluft, die sich in der Gesellschaft vielleicht auch traditionell immer auftat. Ich bin wirklich an einem Punkt, an dem ich ansatzweise verstehe, warum mein Großvater nie dazu kam überhaupt ein einziges mal das Internet zu nutzen, obwohl er ganze Maschinen reparieren konnte. Die Vorstellung von Fortschritt wird immer abstrakter und meine Zufriedenheit mit etablierten Basistechnologien ist mir ausreichend. Gelegentlich muss ich dabei immer an das sinngemäße Sprichwort denken, dass man entweder mit der Zeit geht oder mit der Zeit geht, also sein Denken immer wieder herausfordert und aktualisiert oder letztlich auf der Strecke bleibt, ein Artefakt seiner eigenen prägenden Jahre wird.
Geht es hier manchen auch oft so? Was sind eure Erfahrungen und Geschichten dazu? Was hingegen begeisert euch trotzdem immer wieder?
mit der Fragestellung nehme ich vielleicht schon etwas vorweg, denn immerhin deutet diese schon daraufhin, dass technologischer Fortschritt eine Illusion wäre. Zumindest mir selbst erscheint das immer öfter so, wobei das auch die Möglichkeit einer Illusion meinerseits beinhaltet. Denn während ich in meinen jungen Jahren noch gerne und viel herumprobierte, bin ich mittlerweile komplett ermüdet durch die marktschreierischen Versprechungen der Elektronikindustrie und verbrannt durch die Erfahrungen von Fehlanschaffungen.
Natürlich habe ich mich lange dafür interessiert, was sich an Neuheiten auftut, hatte sogar schon mal eine Smart Watch, einen smarten Lautsprecher und ein Tablet, aber wirklich eine Bindung habe ich zu diesen Technologien nie aufgebaut. Manchmal habe ich die Geräte so lange genutzt wie möglich und dann nichts mehr dergleichen neu angeschafft, aber auch gelegentlich schon frühzeitig wieder weggegeben. Seit etwa 5 Jahren bin ich im Grunde komplett raus aus diesem Probierzyklus und nutze nur noch ein Notebook, welches zuverlässig läuft und ein Smartphone, welches zwar leider nur wenige Updates erhielt, aber komplett zuverlässig funktioniert. Ich wüsste letztlich nicht, warum ich auf ein aktuelles Gerät upgraden sollte.
Letztendlich führt dieses immer stärker werdende Desinteresse aber auch dazu, dass ich viele Themen gar nicht mehr verstehe. Ich nicht nur hier schon viele Neuigkeiten nicht mehr nachvollziehen, sondern schon grundsätzliche Technologien (Elektroauto, Wärmepumpe) gar nicht mehr einordnen. Für mich ist das im Grunde oft nebulös, was sich hinter den Versprechungen und Konzepten verbirgt und warum diese Technologien das Leben der Nutzer so vereinfachen. Ich bin gerade Mitte 30 und habe immer öfter den Eindruck hier komplett abgehängt zu sein, jenseits einer sich - wie auch immer zu bezeichnenden - Kluft, die sich in der Gesellschaft vielleicht auch traditionell immer auftat. Ich bin wirklich an einem Punkt, an dem ich ansatzweise verstehe, warum mein Großvater nie dazu kam überhaupt ein einziges mal das Internet zu nutzen, obwohl er ganze Maschinen reparieren konnte. Die Vorstellung von Fortschritt wird immer abstrakter und meine Zufriedenheit mit etablierten Basistechnologien ist mir ausreichend. Gelegentlich muss ich dabei immer an das sinngemäße Sprichwort denken, dass man entweder mit der Zeit geht oder mit der Zeit geht, also sein Denken immer wieder herausfordert und aktualisiert oder letztlich auf der Strecke bleibt, ein Artefakt seiner eigenen prägenden Jahre wird.
Geht es hier manchen auch oft so? Was sind eure Erfahrungen und Geschichten dazu? Was hingegen begeisert euch trotzdem immer wieder?