Seitenwand lüftung

@ tza:

Mittig am Seitenteil plazierte Lüfter erzeugen Staunischen, in welchen sich die warme Luft sammelt und nicht abtransportiert werden kann. Der Luftstrom wird vollständig gestört, da sich dieser mittig bricht; er DARF sich aber eben nicht brechen, um eine optimale Wärmeabfuhr zu gewährleisten.

Seitenlüfter machen ausschließlich in sehr wenigen, speziell hierfür konzipierten Gehäusen Sinn. Ein gutes Beispiel hierfür ist das A-Plus CS WindTunnel-Gehäuse. Hier funktioniert der Luftstrom von unten nach oben störungsfrei, da die beiden Lüfter über die gesamte Gehäusebreite reichen und sich zudem weit unten befinden.

Bei anders konzeptionierten Gehäusen empfiehlt sich die Belüftung von vorne nach hinten (1 Lüfter in der Front, einblasend; 1 Lüfter auf der Rückseite, absaugend).

MfG,
Dominion1.
 
Zuletzt bearbeitet:
Solange ich ohne die seitenlüfter höhere Temps an GK, NB, CPU und HDD hab lass ich se drinn...ist theretisch vielleicht störend in der Praxis aber offensichtlich funktionabel, oder?
 
Die Temps geben der Anordnung recht,nur das ist wichtig.....:cool_alt:
 
Die Staunischen befinden sich nicht im unmittelbaren Luftstrom der Seitenlüfter, sondern bilden sich im unteren und oberen Teil des Gehäuses. Während sich bei den meisten Gehäusen im oberen Teil noch Luftauslässe befinden, ist dies unten häufig nicht der Fall. Dies erhöht - dauerhaft gesehen - die Innentemperatur. Sind oben keine Luftauslässe, bekommt die PSU (sofern oben liegend) den Wärmestau zu spüren.

Sofern der Rechner aber nicht 24/7 betrieben wird, ist der Unterschied jedoch eher marginal.

MfG,
Dominion1.
 
Also hier muss ich Dominion widersprechen und mich eher auf dei Seite von Piepsi stellen, ein Seitenlüfter bringt sehr wohl etwas, selbst wenn er "Luft verwirbelt".....

Das beste Beispiel ist das Coolermaster HAF 932 Gehäuse, das an der Seitenwand einen 230mm Lüfter hat, und damit das (von Haus aus) am besten kühlende Gehäuse überhaupt zur Zeit auf dem Markt darstellt.
 
Hab das CM Storm, das das gleiche Prinzip nutzt. Das NT ist unten und saugt kalte Luft von draussen an und sit so am KReislauf garnicht beteiligt. Oben befindet sich ein 200mm Lüfter...Luftstaus sind da eher nicht drinn ;)
 
@ Abzug86:

Meine Aussage bezieht sich ausschließlich auf physikalisch berechenbare Eigenschaften, die abhängig von bestehenden Druckverhältnissen sind.

Du / Ihr habt schon Recht, alles, was sich im Luftstrom des Seitenlüfters befindet, wird auch gekühlt. Doch es entstehen Bereiche innerhalb des Gehäuses, in der sich Stauwärme sammelt. Die Konzeption der Belüftung sollte daher schon abgestimmt sein. Je nach Gehäuse kann das mehr oder weniger ins Gewicht fallen. Wenn eine solche Staunische sich zB unmittelbar in PSU-Nähe befindet, ist das sehr unvorteilhaft, denn gerade die PSU braucht eine sehr effiziente Kühlung.

Jede Staunische, in der sich warme Luft sammeln kann, erhöht auf Dauer gesehen die Innentemperatur des Gehäuses. Hauptsächlich mag das eher theoretischer Natur sein. Ein 24/7-Rechner sollte aber absolut staunischenfrei sein (-> Lebensdauer). Gleiches gilt, wenn etwa Geräte vorhanden sind, die eine große Abwärme ins Gehäuse ablassen (zB Grakas, die nicht über ein Kühlkonzept verfügen, welches die Abwärme direkt aus dem Gehäuse leitet).

Ist zB ein mittig platzierter Seitenlüfter vorhanden und sind im unteren Teil des Gehäuses keine Luftauslässe vorhanden, sondern nur im oberen Teil, dann zirkuliert der größte Teil der warmen Luft im unteren Teil ständig hin und her, ohne abtransportiert werden zu können. Nur im oberen Teil wäre ein Luftaustausch gegeben. Dies resultiert daraus, dass ins Gehäuse eingeblasene Luft in dem gleichen Maße, in dem sie eingebracht wird, zwingend auch wieder entweichen muss. Da sich Luft - ebenso wie Wasser - immer den leichtesten Weg sucht, entweicht sie gleich nach oben, während sich im unteren Teil des Gehäuses ein geringfügig höherer Druck aufbaut, der den Luftaustausch verhindert. Unten rotiert also die warme Luft ständig hin und her.

Hoffe, das Beispiel war anschaulich. ;)

MfG,
Dominion1.
 
Ich habe mit meinem Armor+ der ja auch einen 230er Seitenlüfter hat einige Test gemacht.
Habe den Seitenlüfter an meine Lüftersteuerung gehangen, damit ich den regeln kann.

Wenn der Seitenlüfter reingeblasen hat, dann gab es nur minimale Vorteile im Bereich 1-2°C.
Der große Nachteil ist, dass der 230er keinen Staubfilter hat und das System mit der Zeit verdreckt.

Habe dann den Seitenlüfter gedreht so dass der rausblaest. Da ich einen Überdruck im Gehäuse habe (4 x140er blasen über Filter rein) nehme ich dem CPU Kühler keine Luft weg.
Der Vorteil ist, dass die warme Luft der Grafikkarte teilweise direkt rausgefördert wird und nicht erst über den CPU Kühler geht.
Es kommt kein Staub rein.
Ich lasse den Seitenlüfter mit 5V laufen und dann ist der leise.
Bei Spielen (heiße Grafikkarte) bringt es an der CPU ca. 2°C bei 5V und 3°C bei 12V.


MfG Mikel
 
@ MikelMolto:

Gute Idee, den Seitenlüfter zu drehen. Hierdurch wird der Airflow zudem weit weniger gestört als mit einblasendem Lüfter. Und das Zustauben vermieden.

MfG,
Dominion1.
 
Hallo,

ich habe insgesamt 4 120mm Lüfter drin. Einen vorne, der reinbläst und hinten einen, der rausbläst plus 2 in der Seitenwand im hinteren Teil, die ebenfalls rauspusten. Alles getrennt regelbar und funktioniert sehr sehr gut!

Viele Grüße
 
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