Selbstbau NAS?

Siri

Lt. Commander
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Bin aktuell noch schwer am überlegen ob ich mir ein NAS selber baue oder eine fertige Lösung nehme. Soll für mich nur als Datensicherung und zur Bereitstellung von Filmen dienen. Habe hier im Forum schon den entsprechenden Thread dafür durchgelesen, leider ist er nicht mehr aktuell, d.h. einige Komponenten gibt es schon nicht mehr. Als fertige Lösung bin ich über den HP ProLiant ML10 v2 gestolpert. Hat das Gerät irgendwelche Einschränkungen oder Nachteile gegenüber einem selbst konfigurierten System?
 
Nun ja in einem selbst gebauten System ist man natürlich freier in der Wahl der Hardware, und man kanns auch so konzipieren, daß es später leicht noch aufrüstbar ist.

Auf der anderen Seite sind die beiden gern genannten HP Server preislich eigentlich auch im Eigenbau nicht zu schlagen. Vor allem bieten sie schon ECC-RAM. Der ML10 v2 bietet immerhin die Möglichkeit, bis zu 6 Platten einzubauen, wenn auch nicht so komfortabel wie beim G1610T.
 
Bei Deinem Anforderungsprofil definitiv ein fertig NAS, da Du deutlich wenioger Wartungsaufwand damit hast.

Aus meiner sicht benötigst Du keinen Server
 
Zuletzt bearbeitet:
Problem ist nur ich brauch Platz für ca. 4 Platten und da sind mir die Fertiglösungen einfach zu teuer.
 
Dann empfehle ich den HP Microserver. Der kann 4 Platten aufnehmen und ist ideal für deine Zwecke.
 
Danke, werde ich mir anschauen
 
Siri schrieb:
Problem ist nur ich brauch Platz für ca. 4 Platten und da sind mir die Fertiglösungen einfach zu teuer.
Das kommt ja auf die Größe der Platten bzw. die benötigte Speicherkapazität an. Klar, wenn du 4 alte 500 GB-Platten (4*500 GB = 2 TB) weiterverwenden willst, brauchst du ein 4-bay-NAS. Besorgst du dir aber stattdessen eine 2 TB-Platte, dann reicht sogesehen auch ein 1-bay-NAS. Die Frage ist also: Warum 4 Platten und wieviel Platz brauchst du?




Rein funktionell kann ich mich der Meinung, dass für dich ein Fertig-NAS ausreicht, eigentlich nur anschließen. Ein Synology funktioniert nach kurzem Setup mehr oder weniger out-of-the-box, während du ein Selbstbau-NAS zusammenschrauben musst und anschließend Betriebssystem nebst Diensten (zB Samba, DLNA, etc) konfigurieren musst. Je nach Kenntnisstand kann das unter Umständen eine Herausforderung sein.

Wenn es trotzdem ein Selbstbau sein soll, dann empfehle ich dir aber ein Betriebssystem, das explizit für NAS-Aufgaben vorgesehen ist. OpenMediaVault, NAS4free, FreeNAS und was es sonst noch so gibt.. Vom nackten Linux/Windows auszugehen, kann anstrengend sein.
 
Raijin schrieb:
...
Die Frage ist also: Warum 4 Platten und wieviel Platz brauchst du?
...

Vielleicht schwebt Siri eine bestimmte RAID-Konfiguration, mit der man min. 4 HDDs braucht, wie RAID10 oder RAID5, vor?
Mit einer Platte hast du trotzdem keine Sicherung der Daten, wenn diese abraucht. Hier wäre das Risko bei einem RAID10 oder RAID5 geringer, dass alle Daten weg sind.
 
Das Risiko kann man mindern, aber das ersetzt trotzdem kein externes / zusätzliches Backup.
 
Dazu kommt das durch seine extrem geringe Anforderungen was die Funktionalität angeht ein Selbstbau imho sogar besser wäre. Von einem Fertig NAS würde er 99% der Funktionen schlicht nicht nutzen.
 
hildegard522 schrieb:
Vielleicht schwebt Siri eine bestimmte RAID-Konfiguration, mit der man min. 4 HDDs braucht, wie RAID10 oder RAID5, vor?
Deswegen ja die Frage. RAID hat aber nichts mit Sicherung der Daten zu tun. Fängt man sich nen Virus ein oder löscht aus Versehen die Urlaubsbilder vom letzten Jahr, sind sie auf allen RAID-Platten weg.

Ich behaupte einfach mal, dass 9 von 10 Leuten privat überhaupt kein RAID benötigen. Das heißt nicht, dass es privat keinen Nutzen hat, sondern eher, dass Verfügbarkeit im privaten Umfeld in der Regel eher nachrangig ist. Kaum jemand wird daheim Daten haben, auf die er zwingend 24/7 Zugriff haben muss. Bei Unternehmen ist das eben anders, denn schon 1 Stunde ohne Daten kann viel Geld kosten, wenn ein paar Hundert Mitarbeiter Däumchen drehen müssen...


@Wanderer: Das ist ein schwieriger Punkt. Einerseits gebe ich dir Recht, aber andererseits auch nicht. Wie so oft wachsen die Begehrlichkeiten schneller als einem lieb ist. Gerade dann, wenn man keine Spezial-Anforderungen hat und keinen vollwertigen Server benötigt, sind Anschließen-Starten-QuickSetup-NAS deutlich einfacher im Aufbau/der Handhabung. Es steht und fällt aber mit den Kenntnissen und Fähigkeiten des Anwenders. Mein Vater könnte ein NAS mit QuickSetup einrichten, aber wohl kaum einen Selbstbau ;-)
 
Sry für OT, aber mir war es klar, dass wieder sowas kommt, dass ein RAID kein Backup auf einen externen Datenträger ersetzt, aber ich habs mir einfach gespart, weil es eigentlich klar ist (sein sollte) und ich dies so auch gar nicht geschrieben habe.

Nichts desto trotz, es gibt einige fertig NAS, die 4 HDDs beherbergen können und nicht allzu teuer sind.
Leider kann ich zu den einzelnen nichts sagen, da müsste man sich Test anschauen. --> https://www.computerbase.de/preisvergleich/?cat=hdxnas&sort=p&xf=1169_4~1176_DLNA#xf_top

Die andere Frage ist aber auch, ob der TE mit dem verlinkten HP Server auch Virtualisierungen machen will, hat er zwar nicht geschrieben, dass es in das Einsatzgebiet fallen würde - kann sich aber ändern.

Edit:
Hier wäre ein Test zwischen dem günstigsten - dem ZyXEL NAS540 (ca. 159€) - und einem etwas höherpresigen NAS - dem QNAP TS-431 (ca. 230€).
https://www.computerbase.de/artikel/storage/zyxel-nas540-qnap-ts-431-nas-test.47105/
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast von "Sicherung der Daten" gesprochen. Sicherung = Backup. Mag sein, dass du Ausfallsicherheit meintest und dich unglücklich ausgedrückt hast. Schwamm drüber.

Wie dem auch sei, es kommt so oder so darauf an was der TE nu will. Evtl. sind das schon 4x 3 TB-Platten, mit/ohne RAID, oder NAS-Hardware + Platten ist zu teuer oder evtl. sollen die 4 Platten ja auch aus rein nostalgischen Gründen weiterverwendet werden *g*
 
Also ich bin auch schon länger am überlegen, mir ein Nas zuzulegen. Bei mir sollte es ebenfalls ein Gerät sein, in welches ich vier Festplatten einbauen kann. Meine Anforderungen sind ähnlich wie die von Siri. Am Anfang werde ich dort Disks einbauen, welche ich hier rumliegen habe (ohne Raid). Diese werden aber nach und nach durch neue WD-Red ersetzt werden.
Geholfen hat mir vor allem das Forum hier von Computerbase und die Seite von Technikaffe (bitte löschen, falls dies nicht erwünscht ist).
Da mir ebenfalls die fertigen Geräte etwas zu hochpreisig sind, werde ich mir eines selber zusammen bauen. Meine bisherige Konfiguration sieht folgendermaßen aus:

1 x AMD Athlon 5350, 4x 2.05GHz, boxed (AD5350JAHMBOX)
1 x Crucial Ballistix Sport DIMM 8GB, DDR3-1600, CL9-9-9-24 (BLS8G3D1609DS1S00)
1 x ASRock AM1B-ITX (90-MXGT50-A0UAYZ)
1 x LG Electronics GH24NSD1 schwarz, SATA, bulk (GH24NSD1.AUAA10B)
1 x Zalman M1, Mini-ITX
1 x be quiet! System Power 7 300W ATX 2.31 (BN140)

Zusammen kostet mich dieses NAS dann etwa 180 €. Der Athlon ist - trotz seiner 'nur' 35 W - recht performant. Mein Vater hat den gleichen Rechner mit anderem Gehäuse als Office- bzw. Internet-PC. Eine 120GB SSD habe ich hier noch liegen, auf welcher das Betriebssystem aufgespielt wird. Als NAS-OS werfe ich auch noch Xpenology ins Rennen. Es soll ein Nachbau vom OS sein, welches Synology verwendet. Werde mich wohl zwischen Xpenology und Openmediavault entscheiden.

Einen Nachteil hat das Motherboard allerdings: Es hat nur vier Sata-Anschlüsse. Da ich jedoch schon zwei durch SSD und DVD belegt habe, fehlen mir zwei Anschlüsse. Da bin ich am überlegen, mir entweder einen PCIE-Controller mit zwei oder vier Anschlüssen zu holen, oder einen gebrauchten SAS-Controller einzubauen. beim SAS-Controller hätte ich dann acht SATA-Ports zur Verfügung. Habe schon welche gebraucht für 10-20 Euro gesehen.

Das Gehäuse hätte noch den Vorteil, dass es einen eingebauten Wechselrahmen besitzt. Man kann also einfach mal eine Festplatte -z.B. für ein Backup - auswechseln.
 
Hallo,

falls der Kauf noch etwas Zeit hat, dann kann ich dir die nächste c't empfehlen (erscheint am 2. April). In der Ausgabe stellt die c't einen Eigenbau mit 10 Watt im idle vor, der zudem günstig und leise sein soll...
Wieviel verbraucht eigentlich so ein HP Microserver? Bin selber seit einer Weile am überlegen, was ich mir in meinen 4 Wänden hinstelle...
 
SevenSeas schrieb:
Zusammen kostet mich dieses NAS dann etwa 180 €. Der Athlon ist - trotz seiner 'nur' 35 W - recht performant. Mein Vater hat den gleichen Rechner mit anderem Gehäuse als Office- bzw. Internet-PC. Eine 120GB SSD habe ich hier noch liegen, auf welcher das Betriebssystem aufgespielt wird. Als NAS-OS werfe ich auch noch Xpenology ins Rennen. Es soll ein Nachbau vom OS sein, welches Synology verwendet. Werde mich wohl zwischen Xpenology und Openmediavault entscheiden.

Xpenology ist kein Nachbau, sondern das originale Betriebssystem, dass auch auf den Synology-Geräten installiert sind. Das einzige was modifiziert ist, ist das Boot-Image, denn dabei wird dem Synology-OS vorgegaukelt es befinde sich auf Synology-Hardware und nicht auf deiner eigener.

Ich persönlich kann den ML10v2 aber auch empfehlen. Dieser steht bei mir als Homeserver/NAS und verrichtet ziemlich gut seinen Dienst. Installiert ist Ubuntu 14.04, RAM wurde auf 8GB upgegradet, Dateisystem ist ZFS und wird über einen Samba-Fileserver freigegeben.
Durch zahlreiche Anleitungen im Internet läuft das ziemlich rund. Vor allem durch den geringen Preis(ab 150€) für Bastler mit das Beste was man kriegen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Raijin:
Ja das passiert immer wieder. Ich bin aber kein Freund davon Leuten zig Möglichkeiten vor die Nase zu halten, die sie dann eigentlich gar nicht wirklich beherrschen. Man weckt Begehrlichkeiten, wo vorher keine waren, also macht Werbung.

Wenn das NAS als reines Datengrab laufen soll bleibe ich beim Microserver. Wenn der Einsatz nicht wirklich feststeht, würde ich eher zu 2x ds115j oder vergleichbares greifen. Ist billiger als ein 4-fach NAS. Ein Ausfall legt nicht alles lahm, man hat u.U. doppelte Leistung, kann ein Backup untereinander aufziehen, kann Daten und Dienste trennen und vieles mehr....
 
Das stimmt zwar, aber ich habe eben durch Zufall noch die anderen Threads von Siri gefunden, in denen er zB auch explizit nach einem NAS-OS fragt (OpenMediaVault, FreeNAS, etc). Diese OS bieten grundsätzlich alles was ein Fertig-NAS auch bietet, mit zT. ähnlichen Oberflächen. Auch da würde man dann ja nur eine Handvoll Freigaben erstellen und den Rest links liegen lassen.

Nimmt man dagegen ein nacktes OS (zB Ubuntu Server o.ä.) muss man sich wiederum händisch um Firewall, etc. kümmern. Je nach KnowHow des Anwenders kann das schon deutlich komplizierter sein als ein paar Klicks in einer GUI ;-)

Naja, beides sind gangbare Lösungen mit Vor- und Nachteilen. Abwägen muss der TE das selbst.
 
Raijin schrieb:
Fängt man sich nen Virus ein oder löscht aus Versehen die Urlaubsbilder vom letzten Jahr, sind sie auf allen RAID-Platten weg.
Papierkorb einschalten (wer will nur dem NAS-Admin Zugriff darauf erlauben) und das Problem ist deutlich abgeschwächt.


Raijin schrieb:
Ich behaupte einfach mal, dass 9 von 10 Leuten privat überhaupt kein RAID benötigen. Das heißt nicht, dass es privat keinen Nutzen hat, sondern eher, dass Verfügbarkeit im privaten Umfeld in der Regel eher nachrangig ist. Kaum jemand wird daheim Daten haben, auf die er zwingend 24/7 Zugriff haben muss. Bei Unternehmen ist das eben anders, denn schon 1 Stunde ohne Daten kann viel Geld kosten, wenn ein paar Hundert Mitarbeiter Däumchen drehen müssen...
Verfügbarkeit ist nicht alles. Ohne Frage kommt Max Mustermann auch mal X Stunden (oder sogar einige Tage) ohne NAS / Zugriff auf seine Daten aus. Aber dafür ist die Behebung des Problems für Max sehr viel einfacher, wenn nur die Platte getauscht und ein Rebuild angestoßen werden muss.

Das würden auch sehr viel mehr Leute ohne (große) Hilfe hinbekommen. Wenn dagegen die Sicherung erst wieder "per Hand" eingespielt werden muss (jetzt mal ausgehend vom Optimalfall, wo ein solches Backup immer regelmäßig gemacht wird), dann ist es doch eine etwas andere Dimension in Bezug auf Aufwand & Durchführung. GGf. sind ja auch nicht nur die Daten, sondern das eingerichtete NAS-System betroffen.
 
Der Papierkorb hilft beim Löschen, nicht aber beim Virus.

Ich habe ja auch nicht gesagt, dass RAID privat keinen Nutzen hat, sondern nur, dass es im Gegensatz zu Unternehmen bei den meisten Leuten nicht zwingend erforderlich ist. Auf meinem Server habe ich zB nur das OS auf einem kleinen RAID, weil die Kiste u.a. als Router fungiert. Ohne Datenzugriff komme ich ne Weile klar, aber wenn das OS durch einen Plattendefekt aussteigt, komme ich nicht mehr ins Internet. Es ist also alles eine Frage des Einsatzzwecks ;-)
 
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