Senioren am Steuer

insane42

Lieutenant
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Sep. 2004
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726
Hi!

Habt ihr euch nicht auch schonmal über alte Leute am Steuer aufgeregt? Senioren, die nicht einsehen können, dass sie vielleicht mal die Autoschlüssel abgeben sollten, weil Sie nicht mehr gefahrlos am Verkehr teilnehmen können?

Ich habe zu diesem Thema ein Homepage erstellt, in der ich Presseberichte, Statistiken und Fakten gesammelt habe. Schaut sie euch mal an und beteiligt euch wenn ihr möchtet.

Hier ist der Link:
http://www.greisverkehr.de

Und bitte geht nicht an das Thema so dran: "Die jugendlichen sind viel schlimmer!". Hier solls um die zweite Risikogruppe gehen, deren Ursachen man effektiv bekämpfen könnte.

Erzählt! Stimmt ihr mir zu? Was habt ihr erlebt?
 
Re: Alte am Steuer!

Irgendwie dachte ich, als ich den Titel gelesen hab, du willst uns hier erzählen dass deine Frau deinen Wagen zu Schrott gefahren hat :D

scnr
 
Re: Alte am Steuer!

Ich finde dass ein erneuter Fahrtest für Leute über 70 durchaus sinnvoll. Für Fahranfänger gibt es die Probezeit. Für die jenigen, die langsam aber sicher potenziell körperlich nicht mehr in der Lage sind sicher zu fahren gibt es sowas nicht.

Ich will damit nicht sagen, dass alle älteren aus dem Verkehr gezogen gehören. Aber Leute, die sich über so Nachprüfungen aufregen, sind dann wirklich selber alt und haben nur Angst um ihren Lappen. Wer noch Fahren kann, kann ihn ja behalten...
 
Re: Alte am Steuer!

Ich denke, viele hier werden das kennen. Man rast nachts um 23:00 Uhr die Autobahn mit 210 entlang und trifft dann plötzlich so in Höhe Giessen auf der A45 einen Porsche auf der linken Spur, obwohl die rechte gänzlich leer ist. Als er dann irgendwann mal auf den Linksblinker reagiert und auf die rechte Spur wechselt bekommt man einen Herrn mit Hut und dicker Brille, der klischeemässig natürlich auch noch eine Zigarre im Mund hat zu sehen, der, kaum ist man auf gleicher Höhe, voll ins Gaspedal tritt um Dir zu zeigen wie schnell er sein kann.

Natürlich gibt es auch den Fall, das man mit 210 auf der Autobahn unterwegs ist und plötzlich ein Wagen rausschert, der den LKW vor sich mit sage und schreibe 4 km/h Mehrgeschwindigkeit überholt und offensichtlich beim Blick in den Spiegel (falls überhaupt geschehen) die Geschwindigkeit meines Fahrzeug gänzlich unterschätzt hat. Beim Überholen bietet sich einem erstaunlicherweise wieder dieser Klischee-Eindruck wie im ersten Fall - nur das Auto variiert.

Dritter Fall war letztens erst im Fernsehen. Ein älterer Zeitgenosse wendet auf der Autobahn und wird tödlich gerammt. Glücklicherweise ist das kein Erfahrungswert von mir.

Natürlich kann man das nicht generell sagen und somit pauschalisieren. Mein Onkel ist auch über 70 und fährt einen super Fahrstil. Sicherlich wäre eine regelmässige (jährliche) Fahr-Prüfung ab einem gewissen Lebensjahr dennoch sinnvoll.

In diesem Sinne
Grüße
DanGermany
 
Re: Alte am Steuer!

Und wie willst Du das anstellen? Alle über 70 über einen Kamm scheren?

Der Erzeuger meiner Mutter (umgangssprachlich auch "Opa" genannt :D ), ist inzwischen 80 und fährt einwandfrei. Einfach ist das nicht.

Wenn, dann schon einen Test für jeden alle paar Jahre. Da gibt es nämlich etliche Patienten, denen er Führerschein schon gleich nach dessen Ausstelung abgenommen gehört.

Gruß
Morgoth
 
Re: Alte am Steuer!

naja aber manche opa´s fahren als wären sie schon tot. :evillol: die fahren da wo 100 erlaubt sind 60. das is doch voll die verkehrs behinderung. :eek: die sollen lieber busfahren. da stören sie kein. jaja wenn der bus auf der landstraße fährt. aber das macht er ja nich die ganze zeit. :D und eine prüfung ein zu führen für leute die über 70sind fänd ich sehr gut.
 
Re: Alte am Steuer!

Zitat aus der HP: "Hier geht es um die zweitgefährlichste Altersgruppe"

Hm, wenn man in junge und alte Fahrer unterscheidet, sind die Alten bestimmt die zweitgefährlichsten. :p
ABER:
Wie sieht es den mit den einzelnen vergehen aus?
Alkohol am Steuer.
Raserei
Drängelei
Nötigung
etc.etc.

Also ich habe noch nie die älteren Fahrer(innen) als eine Gefahr für den Straßenverkehr gesehen.
Wenn da so ein Opa mit 80 auf der Landstraße fährt, NA UND?
Die HÖCHSTGESCHW. ist 100km/h, nicht die Mindestgeschwindigkeit!

Aber wie schnell heißt es da, jo mei der is sooooooooooooooooo langsam gefahren das ich ihn an einer unübersichtlichen Stelle überholen musste. Ja klar. ;)

Ich habe eher das Gefühl, dass einige gestresst Mitmenschen denen alles nicht schnell genug geht, die alten eher ganz aus dem Straßenverkehr ziehen würden.
 
Re: Alte am Steuer!

Ich hatte es nur einfach satt, dass jugendliche immer nur verteufelt werden und das die Gefahr von altersbedingten Unfällen verkannt wird.
Wie schon auf der Homepage steht: Jugendliche sind die größte Risikogruppe und sie bauen die meisten Unfälle. Aber wenn es denn mal bei alten Leuten kracht, dann meistens schwer. Denkt mal nur an die ganzen Geisterfahrerunfälle.

Achja, zu meiner Ehrenrettung:
Ihr denkt vielleicht, ich bin ein junger Raser, Proll, etc. weil ich so eine Seite mache. Das möchte ich kurz entkräften:
Ich fahre einen Opel Vectra 75PS, habe noch nie (mit dem Auto) einen Unfall gehabt, keine Punkte und noch nie über 25 Euro fürs Knöllchen (von insges. 3-4) bezahlt. Beruflich arbeite ich im Rettungsdienst und weiß, wie die Risiken im Verkehr sind.
Des weiteren habe ich versucht, meine Texte möglichst objektiv zu arbeiten. Ich kann auch jede Zahl mit Quelle belegen
 
Ich sehe auch kein Problem mit älteren Mitmenschen die langsamer fahren wie erlaubt. Es ist ja nicht die empfolene Mindestgeschwindigkeit sondern die zulässige Höchstgeschwindigkeit.

Und dass alle älteren Menschen langsam und gefährlich fahren stimmt nicht!

z.B. die Tante meiner Mutter (75) fährt im Stadtverker und auch sonst sicher und aufmerksam, ist aber mal die Autobahn frei und unbegrenzt, so tritt die ihren Audi A6 auch mal gerne bis Tempo 230-240km/h wieso auch nicht?

Was man evt. einführen könnte wäre eine Nachprüfung z.B. ab 60 Jahren jeweil wiederholt nach 10 Jahren.....
 
Das entwickelt sich in eine falsche Richtung!
Es geht nicht ums langsam oder schnell fahren. Es geht einfach darum, dass man körperlich nicht mehr für den Verkehr geeignet ist. Mit steigendem Alter steigt das Risiko, man kann den Kopf zum Schulterblick nicht drehen, die Reaktionszeit sinkt, der Fuß ist zu schwach um die Bremse RICHTIG zu treten!

Und ich will auch nicht alle über einen Kamm scheren. Was ich will ist eine gesetzliche Regelung, die ärztl. Untersuchungen ab einem bestimmten Alter erfordert. Derjenige, der noch für den Verkehr geeignet ist, hat doch nichts zu befürchten!
 
@Rockzentrale
Gut, das sind einzelne Menschen, die aber jedoch auch zu einer "registrierten" Gruppe gehören.
Was nützt es wenn deine Tante gut und sicher fährt, ihr Kollege vom Nachbarhaus aber 2 Tage später falschrum auf die Autobahn fährt weil er die Schilder nicht mehr kapiert?

Zum Thema:
Kritik an sehr jungen/sehr alten Autofahrern ist ein Sakrileg das man meist nicht antasten darf ohne als "herzloses A*schloch" dazustehen.

Wer während der Probezeit mist baut ist seinen Lappen sehr schnell los, warum sollte man also nicht ab einem gewissen Alter einen simplen Gesundheitscheck einführen der z.B. alle 2 Jahre wiederholt wird?
Dort würde sehr schnell ersichtlich werden ob ein Mensch noch rein körperlich fit genug ist Auto zu fahren oder nicht.
Es gibt imho nichts was sich als Gegendarstellung eignet. Ausser irgendwelchen Moraldrehereien. Dazu muss ich aber sagen: Ist es nicht moralisch weitaus kritischer einen Menschen weiterhin umherfahren zu lassen der evtl. halb blind oder ständig auf irgendwelchen beinträchtigenden halb-Narkotika ist?

Ich für meinen Teil rege mich nicht über "die Alten" im Straßenverkehr auf. Kriecht einer umher, soll er das tun. Der wird eben bei nächster Möglichkeit überholt und gut ists. Wozu rumkeifen und sich aufregen? Jeder sollte so fahren wie er sich sicher fühlt. Ende.
Das "gefühlte" hört allerdings bei klar vorhandenen Einschränkungen auf (Sehkraft, starrer Nacken, etc.). Und wer fit ist, braucht sich nicht zu fürchten...

@insane:
Die Seite ist okay, allerdings würde ich sie etwas entschärfen und beispielsweise die nicht-wissenschaftlichen/nicht-politisch/rechtlichen Pressemeldungen von der Startseite verbannen. Das klingt teilweise schon sehr reisserisch (alte Dame besticht Kind und so ein Schrott).

Das Bild der Woche mit verballerten Alten am Steuer gehört auch weg, über so eine Pauschalisierung würde ich mich auch aufregen und dir einen netten Eintrag im GB hinterlassen.

Bei einer Website die sich mit einem so heiklen (für viele moralischen) Thema beschäftigt ist Humor und Ironie in 99% aller Fälle nicht zuträglich. Einige könnten sich verarscht fühlen, was hoffentlich nicht der Sinn deiner Seite ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
insane42 schrieb:
man kann den Kopf zum Schulterblick nicht drehen

Was für ein Ding? Sorry, aber das hab ich auch noch nie gemacht. Ist schon lustig, würde man die möglichen Gefahrenpunkte vorher eingehend begutachten, sit das wieder so ein Punkt, den man streichen kann.

die Reaktionszeit sinkt

Dafür fahren die auch nicht so schnell.

der Fuß ist zu schwach um die Bremse RICHTIG zu treten!

Musste ich auch noch nie machen. Ich glaube, das bekommt man in der Fahrschule als "vorrausschauen fahren" beigebracht (natürlich gibt es immer wieder Extremsituationen, die sich nicht vermeiden lassen, aber da reagiert so ziemlich jeder falsch).

Ich finde ständige Prüfungen auch nicht schlecht, aber wenn dann für alle, auch für mich. Man selbst weiß am seltensten, wann man nicht mehr geeignet ist.
Nicht nur Senioren haben lange Reaktionszeiten, ich sehe dauernd potentielle Unfallverursacher auf den Straßen.
Schon mal auf der Autobahn den anderen Fahrern ins Gesicht geschaut (Profil reicht)? Das spricht Bände...

Gruß
Morgoth
 
@wintermute:

Danke für kontruktive Kritik :)
Ich habe das Bild des Monats entfernt. Als ich so drüber nachdachte, musste ich dir zustimmen, es passt nicht rein.

@Morgoth:
Du hast den Schulterblick noch nie benötigt? Dann möcht ich nicht in deinem toten Winkel fahren, wenn du auf der Autobahn ausscherst.
So wie du hab ich auch mal gedacht, bis ich fast einen gerammt hätte. Ab dann hab ich ihn IMMER gemacht!
 
Jeder offiziellen Unfallstatistik kann man entnehmen, dass gerade die Gruppe der über 60-jährigen den geringsten Anteil der Verunfallten stellt - von daher verstehe ich deinen Ansatz irgendwie nicht.

Man sollte doch wohl eher bei denen mit verkehrserziehenden Maßnahmen ansetzen, die statistisch gesehen die meisten Unfälle verursachen. Damit wäre allen mehr geholfen.

Obwohl deine These der verminderten Reaktion/fehlenden Kraft etc. stimmt, scheint es doch so zu sein, dass die älteren Verkehrsteilnehmer trotz dieser Handicaps aufgrund ihrer eher defensiven Fahrweise besser mit den Verkehrsverhältnissen klar kommen als jüngere. Warum also bei den "Alten" ansetzen?

Absolut konform gehen wir dennoch in der Ansicht, dass aktive, motorisierte Verkehrsteilnehmer in regelmäßigen Abständen (3-5Jahre) einen medizinische Eignungstests z.B. ihrer Sehkraft ablegen sollten - nur würde ich das nicht auf eine bestimmte Altersgruppe beschränken. Wer weiss schon so genau, wann bei wem das Augenlicht nachlässt...
 
Zuletzt bearbeitet:
Morgoth schrieb:
Was für ein Ding? Sorry, aber das hab ich auch noch nie gemacht. Ist schon lustig, würde man die möglichen Gefahrenpunkte vorher eingehend begutachten, sit das wieder so ein Punkt, den man streichen kann.

Wie, nie kontrolliert, was sich im toten Winkel tut?
So ist die Schwesters eines Freundes umgekommen (sie wurde eben übersehen) ...

Ansonsten stimme ich dir zu, das regelmäßige Prüfungen für alle sicherlich nicht verkehrt wären. Wie dies nun zu bewerkstelligen wäre müsste man noch diskutieren. Ich denke da eher an theoretische Prüfungen denn auf der Ebene geht nach meiner Beobachtung das meiste Wissen verloren (Wann blinkt man im Kreisverkehr? Beim Rein- oder beim Rausfahren?). Regelmäßige Gesundheitschecks ab einen gewissen Alter erscheinen mir ebenso zumindest auf dem ersten Blick sinnvoll.

Bezüglich der gefahrenen Geschindigkeiten ist ja schon einiges gesagt worden. Allerdings sind Schleicher meines Erachtens absolut nicht ungefährlich. Es wurde ja gesagt, das die 100 Km/h ausserhalb geschlossener Ortschaften keine vorgeschriebene Mindestgeschwindigkeit ist, aber sie ist eine Richtgeschwindigkeit oder nicht was bedeutet, das man die 100 Km/h fahren sollte wenn dies möglich ist. Wenn da nun ein Schleicher mit 60 entlang tuckert weil er sich nicht mehr zutraut oder es einfach verpeilt hat, das er schneller fahren darf, dann ist das durchaus eine Gefahr da sich manch ein Depp genötigt fühlt, einfach mal zu vorbei zu ziehen. Wenn dann was passiert ist natürlich erst einmal der Depp für sich selbst verantwortlich, der sich aus Ungeduld in Gefahr gebracht hat. Allerdings wäre es auch garnicht erst soweit gekommen wäre der Schleicher im Vollbesitz der zum Autofahren notwendigen Fähigkeiten gewesen und auch dementsprechend gefahren.
 
spiro schrieb:
J
Man sollte doch wohl eher bei denen mit verkehrserziehenden Maßnahmen ansetzen, die statistisch gesehen die meisten Unfälle verursachen. Damit wäre allen mehr geholfen.
.

Absolut richtig; ausserdem würde ich auch das Mindestalters für den Lappen auf 21 anheben. Währned meines Abiturs habe ich kaum einen 18jährigen Fahranfänger erlebt, der mit Sinn und Verstand gefahren ist (ob ein höheres Mindestalter Abhilfe schafft sei mal dahin gestellt). Das wird aber in der heutigen Zeit, in der ein Führerschein fast zwingend Vorrausetzung auf dem Arbeitsmarkt ist, kaum durchzusetzen sein.

allerdings ist hier doch nicht die Rede davon, das man ältere Menschen mit verkehrserzieherischen Maßnahmen konfrontieren sollte. Eine Feststellung der körperlichen Eignung ist in meinen Augen jedenfalls keine erzieherische Maßnahme.
 
@Spiro:
Der Ansatz ist logisch. Für alle ist das auch i.O. Am Anfang meinetwegen alle 7 Jahre, gegen später eben die Frequenz erhöhen. Würde allen zugute kommen und keinem würde ein Zacken aus der Krone fallen.

Risikogruppen:
Das belegen auch folgende Zahlen vom Polizeipräsidium Oberbayern:
In Zahlen
Alter -> % der Selbstverschuldete Unfälle
65-70 Jahre -> 57,2%
70-75 Jahre -> 65,6%
Über 75 Jahre -> 75,6%
Zum Vergleich: Bei der Gruppe der Fahranfänger bis 21 Jahre sind es 68,8%

statistisch gesehen spielen unsere Rentner doch eine Rolle.

@Burningstar:
erziehen kann man da sicherlich nichts mehr, aber die Gesundheit ist Fakt sobald man sie prüft. Dem kann ich auch zustimmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
BurningStar4 schrieb:
Wie, nie kontrolliert, was sich im toten Winkel tut?
So ist die Schwesters eines Freundes umgekommen (sie wurde eben übersehen) ...

Nee, ehrlich nicht. Bisher habe ich immer gewusst, wer was wo in welchem toten Winkel ist. Vielleicht bin ich ein Naturtalent.

Natürlich schaue ich nach rechts und links, aber ich verbieg mich nicht auf dem Fahrersitz, wie es mir mein Fachrlehrer beibringen wollte. Ansonsten ein Auge ständig auf die Spiegel, und ein wenig Gehirnleistung.

Gruß
Morgoth
 
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