Senioren am Steuer

*snip* allerdings ist hier doch nicht die Rede davon, das man ältere Menschen mit verkehrserzieherischen Maßnahmen konfrontieren sollte. Eine Feststellung der körperlichen Eignung ist in meinen Augen jedenfalls keine erzieherische Maßnahme.
Die Durchsetzbarkeit wg. eventuell vorhandenem Altersstarrsinn aber schon... ;)
 
Ich denke das wäre sicherlich durchsetzbar. Nur wird sich wohl kaum ein freiwilliger mit genug Einfluß + dem Willen finden sich dafür stark zu machen, es durchzusetzen und dann im Moral-Kreuzfeuer zu enden. That´s politics. ;)
 
Nur wird sich wohl kaum ein freiwilliger mit genug Einfluß + dem Willen finden sich dafür stark zu machen, es durchzusetzen und dann im Moral-Kreuzfeuer zu enden. That´s politics.
Eben - es geht nicht zuletzt um eine zahlenmäßig recht starke Wählergruppe!
 
Ich hätte nichts dagegen, wenn alle Leute < 60 alle 5 Jahre und Leute > 60 alle 3 Jahre eine medizinische Untersuchung für Führerscheintauglichkeit bekämen.
Vorrangig sollte dabei das Sehvermögen und die Reaktionsfähigkeit getestet werden.

Schaden würde dies auf keinen Fall.
Gibt inzwischen auch sehr viele junge Leute, die Medikamente nehmen (müssen), die eine beeinträchtigende Wirkung auf den körperlich-geistigen Zustand haben.

Senioren am Steuer sind im Prinzip kein Problem, wenn regelmäßig das körperliche Befinden auf Fahrtauglichkeit geprüft wird. Schleicher gibt es auch genug in der jüngeren bis mittleren Alterklasse. Das ist kein Problem was überwiegend bei Senioren da ist.
Wenn ich mit 180 auf der Autobahn ausnahmsweise rechts überhole, weil die Linke Spur bei 150 km/h blockiert ist und nicht auf Lichthupe reagieren, treten Gesichter aller Altersklassen und Geschlechter zum Vorschein, wenn mein böser Blick in das Cockpit der Fahrzeuge wandert.
Einige scheinen das Wort "Rechtsfahrgebot" nicht zu kennen.

mfg Simon
 
Morgoth schrieb:
Nee, ehrlich nicht. Bisher habe ich immer gewusst, wer was wo in welchem toten Winkel ist. Vielleicht bin ich ein Naturtalent.

Natürlich schaue ich nach rechts und links, aber ich verbieg mich nicht auf dem Fahrersitz, wie es mir mein Fachrlehrer beibringen wollte.

Mmmh, mein Fahrleher verhaut mich immer wenn ich sowas mache. Ich soll bei meinem Lehrer den Kopf immer nur soweit drehen, das ich an der B-Säule vorbai schauen kann was ohne "verbiegen" möglich ist.

Allerdings würde ich mich trotzdem nicht auf's Hirnschmalz verlassen und auch nicht unbedingt auf der linken Spur hinter dir fahren während du auf der rechten Spur fährst und in der Ferne ein LKW auftaucht ;)



Die Durchsetzbarkeit wg. eventuell vorhandenem Altersstarrsinn aber schon...

Ok, das kommt dem dann schon näher ;)
Aber man muß ja auch regelmäßig zum TÜV und zur AU, warum also nicht auch zu einem Fahrtüchtigkeits- und Regelkundentest, sprich, man mache regelmäßige Untersuchend dieser Art zu zwingenden Vorraussetzungen um seinen Lappen behalten zu dürfen.
 
Morgoth schrieb:
Nee, ehrlich nicht. Bisher habe ich immer gewusst, wer was wo in welchem toten Winkel ist. Vielleicht bin ich ein Naturtalent.

Vielleicht hattest Du bisher auch nur Glück!
Ein Naturtalent... Das ist genauso ein Schwachsinn wie die Behauptung einiger älterer Fahrer: "Ich fahre seit xx Jahren unfallfrei." Das liegt nicht immer nur an einem selbst, manchmal paßt halt ein anderer für einen selbst mit auf...

Ich wäre wenigstens für eine regelmäßige theoretische Prüfung und einen Sehtest für alle...
Mein Großvater (wäre jetzt 83 und würde sicherlich immernoch fahren, wenn er nicht lötzlich gestorben wäre) erzählte mir, daß er seinen Führerschein nach 8 (!) Praxisstunden bekommen hat. Ein Fahrschüler heutzutage muß doch schon 6 Stunden Sonderfahrten machen.
 
mit 6 sonderfahrten kommst du aber nicht hin...

zum schulterblick: in der fahrschule muss man in andauernd machen, ich mach ihn nach 3 wochen führerschein nur noch sehr selten, vorallem wenn innerstädtisch 2 spuren zu einer werden, guck ich doch noch mal zur sicherheit

@topic
hab mich erst gestern wieder über einen opa aufgeregt. hatte auch ganz klischee ne c-klasse. erst fährt der superlangsam an der ampel an und wird nur langsam schneller. ich hab mir dann gedacht: gibste nen bisschen mehr gas, dann kommste locker an dem vorbei bis die beiden fahrstreifen zu einem werden und hälst nicht den ganzen verkehr auf. da bin ich schon fast ganz vorbei, gibt der opa natürlich auch auf einmal gas und dann wurd es etwas eng und ich musste mich vor den quetschen und er hat noch gehupt.

aber genauso gut habe ich mich schon über fahranfänger (wie ich selbst :D ) aufgeregt, über 30jährige, über 40jährige.

würde es auch für sinnvoll halten, ab 50-60 alle paar jahre mal einen reaktionscheck durchführen zu lassen, denn manche körperliche alterserscheinungen lassen sich nicht ganz durch die große erfahrung ausgleichen, auch wenn damit natürlich alte menschen viele gefährliche situationen schon im vorraus vermeiden können.
 
ich würde das vielleicht gar nicht mal so einseitig sehen...sprich nicht die gefahrengruppen in JUNG und ALT einteilen...

wenn es nach mir ginge, sollte man alle 5 jahre spätestens wieder eine theoretische und eine praktische fahrprüfung ablegen. das würde a)sicher neue arbeitsplätze schaffen und b)geld in die kassen spülen.
über die höhe der prüfungssumme muss man natürlich reden. ich würde insgesamt um die 100€ ansetzen.
 
Man sollte eigentlich nicht in jung und alt aufteilen. Meine Intention diese Seite zu machen kam daher:
Ich sah einen Fernsehbericht, über eine wieder entfachte Diskussion um Tests von alten Fahrern, die hochkochte, nachdem wiedermal ein schwerer Geisterfahrerunfall passiert ist.
In diesem Bericht wurden Vertreter der "grauen Panther" um ihre Meinung gebeten. Das einzige was sie sagten war: "Uns braucht man nicht zu testen, die jugendlichen sind die schlimmsten". Das hat mich so geärgert! Das wird immer als ultimatives Argument genommen, als EINZIGES Argument. Aber es ist kein Argument!
Man kann nicht sagen "der ist schlimmer, also bin ich nicht mehr schlimm". Ich wollte was unternehmen und hab deshalb eine Seite gemacht, die alle Aspekte aufzeigen soll, die sonst irgendwie totgeschwiegen werden.

Wenn man also mir sagt, dass man nicht in jung und alt einteilen könne, sag ich mal ganz platt: "Die alten haben angefangen :D"
 
insane42 schrieb:
Wenn man also mir sagt, dass man nicht in jung und alt einteilen könne, sag ich mal ganz platt: "Die alten haben angefangen :D"
Aha! Wie wäre es denn damit, es besser zu machen als die zitierte Gegenseite? Um das eine Zerrbild zu bekämpfen, setzt Du dem lediglich ein anderes Zerrbild entgegen. Tut mir leid, aber eine sachliche und problemorientierte Beschäftigung mit dem Thema sieht für mich anders aus.

Viele Grüße, Tiguar
 
@tiguar:
Der Smiley hat wohl seine wirkung verfehlt. Ein einfaches Gegenfeuer wollte ich auch nicht starten. Ich habe mich bemüht, möglichst sachlich die Daten zu verfassen und die Hintergründe zu beleuchten. Ich kann jede Zahl mit Quelle belegen und ich erwähne mehrmals, dass es auch andere Risikogruppen gibt, das diese aber nicht das thema sind.

Falls du das anders siehst, kannst du mir gerne ne Mail schreiben, ich bin für Verbesserungsvorschläge immer offen (siehe 2. News)!
 
@ insane42: Also schön, dann mal zu Deinen Fakten. ;)

Laut Statistik sind alte Fahrer nicht öfter in Unfälle verwickelt, als jüngere. Die Statistiken, die man bekommt, sind aber nicht wirklich verwertbar.
Es wird eine einfache Gegenüberstellung (Alter -> Unfälle) dargestellt. Im Grunde absolut unbrauchbar. Es sollten noch weitere Werte mit einfließen. Z.b. wieviel Prozent einer Altergruppe überhaupt noch fahren, oder wie hoch die Jahreskilometerleistung ist.
Das verstehe ich so, dass Du vorhandene Statistiken zwar anzweifelst, aber anhand harter Zahlen nicht widerlegen kannst.
Ein weiteres Problem: Alte Menschen fahren zwar oft ruhig und besonnen, aber oft auch zu ruhig und dies kann auch ein Problem werden! Wenn ein Fahrzeug nicht mit dem Verkehrsfluss "schwimmt", wenn ein Fahrer viel zu langsam fährt, o.ä., kann dies andere Autofahrer dazu veranlassen, dass sie waghalsig überholen, nah Auffahren oder ähnliches.
Mit der Begründung müsstest Du aber auch gegen Radfahrer, Traktoren, Baufahrzeuge, Lkw, Trabis und jeden anderen Verkehrsteilnehmer vorgehen, der das Pkw-Tempo nicht mitgehen kann. Wobei ich die Begründung ohnehin nicht nachvollziehen kann, denn jeder körperlich und geistig gesunder, reaktionsschneller und meinentwegen auch junger Pkw-Fahrer sollte sich auf langsamere Verkehrsteilnehmer einstellen können, sonst hat er imho hinter dem Lenkrad eines Autos nichts verloren.
Ein anderes Problem, welches die Uneinsichtigkeit begünstigt, sind die Fahrzeuge. Große, hochmoderne Fahrzeuge geben alten Leuten ein Gefühl der Sicherheit, dessen Schein leider trügt. Rückfahrsensoren, Bordcomputer, Assistenten hier und Technik da können niemals einen gesunden, fitten Körper ersetzen und auch die besten Bremsen können nicht vollständig einen zu schwachen Bremsfuß und eine zu langsame Reaktion kompensieren. Da werden die Überlebenschancen eines vor das Fahrzeug laufenden Kindes ganz schön klein.
Das ist ein generelles Problem, dass die höhere Sicherheit, die ein modernes Auto suggeriert, durch entsprechend riskante Fahrweise größtenteils wieder zunichte gemacht wird - aber in allen Altersklassen! Ich würde hohe Geldbeträge darauf wetten, dass auch die 40- bis 50-Jährigen mehrheitlich z.B. bei einer Vollbremsung mit ABS falsch reagieren würden, wenn sie sich denn überhaupt trauen, voll in die Bremse zu steigen - gelernt haben die nämlich noch, immer gefühlvoll zu bremsen und auf jeden Fall eine Vollbremsung zu vermeiden. Wenn das ABS auslöst und das Auto damit zu rappeln und das Bremspedal zu pulsieren beginnt, würden die meisten vor Schreck die Bremse wieder lösen. Zumindest war das bei den Eltern aller meiner Freunde und auch meinen Eltern so, dass wir denen das am Wochenende auf leeren Fabrikhöfen bei Glatteis erst beibringen mussten.

Nichts von dem, was Du schreibst, ist damit falsch. Es hat aber auch für mich nur sehr wenig bis gar nichts mit der Eingrenzung auf das Fahrverhalten alter Menschen zu tun.

Ich habe mich seinerzeit als Fahranfänger genauso gegen die Pauschalverurteilung gewehrt, wie ich Probleme mit Deiner Website habe. Probleme im Straßenverkehr entstehen doch immer durch individuelles Fehlverhalten, nicht durch das wie auch immer statistisch ermittelte Durchschnittsverhalten irgendwie definierter Gruppen. Und, offen gesagt, wenn ich eine Gruppe benennen müßte, denen ich auf der Straße am wenigsten zutraue, dann sind das die Familienväter mittleren Alters, die normalerweise einmal die Woche zum Bierholen fahren, sich dann aber im Sommer auf die Urlaubsreise machen und auf der Autobahn hoffnungslos überfordert sind. Das sind die Leute, die die Geschwindigkeit anderer Fahrer nicht einschätzen können, die unvermittelt die Spur wechseln, die aus Angst vor Spurwechseln konsequent links fahren, denen man die Rückspiegel mangels Benutzung unbemerkt abschrauben könnte, und so weiter. Ich bin beruflich viel unterwegs, und glaube es mir, die Sommermonate sind immer die schlimmste Zeit.

Ich stimme Dir auch durchaus zu, dass sich Leute, die nicht dazu geeignet sind, nicht mehr Auto fahren sollten. Das trifft natürlich besonders auf ältere Menschen zu, aber nicht ausschließlich. Daher hätte ich gegen einen regelmäßigen Gesundheitscheck nichts einzuwenden, aber auch das bitte für alle. Ich möchte gar nicht so genau wissen, wieviele auch jüngere Fahrer mit mangelnder Sehkraft, reaktionshemmenden Medikamenten und anderen Beeinträchtigungen jeden Tag auf unseren Straßen unterwegs sind.

Dennoch bleibe ich dabei, dass es imho der falsche Weg ist, ein "Feindbild alte Autofahrer" aufzubauen, um damit gegen eine andere Falschdarstellung, die junge Autofahrer betrifft, vorzugehen.

Bis dann, Tiguar
 
Da ist schon wieder der Wurm drin:
-Ich will nicht eine "Falschdarstellung über junge Autofahrer" entkräften. Das ist keine Falschdarstellung. Jugendliche/junge Fahrer sind und bleiben die größte Risikogruppe, aber sie sind eben nicht die einzige. Und ich habe mich halt mit einer Gruppe beschäftigt, die nicht so oft erwähnt wird.

-Ich habe mich bemüht, meine Forderung nach medizinischen Untersuchungen für die Gruppe, die nach der Statistik nunmal am häufigsten "medizinisch" betroffen sind, mit den ausgearbeiteten Texten zu begründen/untermalen. Ich will kein Bild erzeugen: "Alte Säcke von den Straßen" oder "Feindbild alte Autofahrer".

Achja zu deinem ersten Punkt:
Ich zweifle diese Statistik nicht an und ich will sie nicht widerlegen. Ich kritisiere nur, dass sie nicht sauber erstellt wurden, weil einige wichtige Punkte nicht eingeflossen sind. Du hättest beim zitieren vielleicht den Satz danach auch noch zitieren sollen ;)
Sicher wäre der Anteil der jugendlichen Verkehrsopfer immer noch der höchste,...

Aber ich habe den Text jetzt so abgeändert, dass verständlich wird, dass ich nicht die Statistik anzweifle.

Zu den ganzen anderen Punkten:
Sicher, es gibt auch andere langsame Fahrzeuge, es gibt auch in anderen Altersgruppen Menschen, die medizinisch gesehen nicht in der Lage sind, ein Auto zu führen, es gibt so vieles, aber in der Gruppe der älteren gibt es nunmal ein gehäuftes Vorkommen an solchen Sachen. Und dieses gilt es zu erkennen und durch regelmäßige Checks abzuklären. Es sind also Ursachen, die man einfach behandeln könnte! So einfach wird man überforderte Familienväter oder Discoraser nicht erreichen können, wie man die Leute der Risikogruppe "Aufgrund des Alters medizinisch gesehehn nicht mehr in der Lage ein Auto zu führen" erreichen könnte. Also warum tut man es nicht? Das ist die Frage die meine Seite stellt.
 
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