Server Zusammenstellung OK? Budget 1800€

Das einfachste Backup im Linux ohne extra Software ist ein regelmäßiger Cronjob der entweder Dateien auf eine zweite Platte kopiert oder in ein tar Archiv packt.

Ich würde auch 24/7 Platten den SSD's vorziehen.

Die Chieftech NT's kannst du imho getrost nehmen.
 
Danke an alle, habe jetzt nochmal die Festplatten und Netzteil geändert, siehe Post #1. Jetzt einigermaßen ok so?
 
Wenn's ein großer Server sein soll und du noch mehr Performance im HDD Bereich brauchst,
was höchstwahrscheinlich ja der fall sein wird, brauchst du nicht unbedingt auf SSDs Only
einzusteigen, denn Adaptec hat auch Raid controller die SSDs als Cache nutzen können.

Als SSD für den Cache würde ich eine ATP (Hersteller) SLC (Single Level Cell) nehmen.
Die sind zwar teuer, qualitativ allerdings im Enterprise bereich.

Übrigens wenn du einen guten Serverhardware Distributor suchst, der dir das ganze relativ
billig vertreibt und auch zusammenstellt, kann ich nur thomas krenn empfehlen.

Gruß,
Stefan
 
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Die Platten sind nach wie vor völlig ungeeignet für den Einsatzzweck, ein Backup ist gar nicht vorhanden, die Unterstützung des Betriebssystems steht in den Sternen und der Sinn von so viel RAM erschliesst sich mir auch nicht.

Das mag anmaßend klingen, aber ein Konzept kann ich nicht erkennen. Als Systemhaus würde ich solch einen Auftrag mangels Zielrichtung schlicht ablehnen.
 
Chef meint ein Ausfall wäre nicht so schlimm. Er möchte den Rechner auch als Workstation benutzen. Er hat mein Budget jetzt um 20% erhöht und würde gerne eine 80GB SSD + 1TB WD Green Edition mit drin haben.

Als System soll Ubuntu + Windows zum Einsatz kommen. Evtl. muss hier doch noch ein anderes Board her.

@Bueller
Was sind den deiner Meinung nach geeignete Festplatten? Oder sagen wir mal nur für einen Datenbankserver, was würdest du da nehmen. Bisher hast doch noch nie irgendein Vorschlag gemacht sondern immer nur gesagt, die Festplatten sind doof, das Netzteil ist Kacke usw.
 
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Als Platten kommen bei einer angedachten Datenbankgröße von 10-15GB nur SAS Platten in Frage. Das bedeutet eine kleines (von mir aus SATA) Raid1 für das OS und ein SAS RAID1 nebst Spare für die Datenbank. Als Backupplatte kannst du theoretisch eine weitere interne SATA nehmen oder du nimmst das Betriebssystem-RAID.

Das alles verpackt in einer Backplane (oder auch zwei) und entsprechendem Controller. Kostenpunkt für alles zusammen mindestens 750€.

Externes Backup können mehrere USB Platten sein, die wechselseitig angeschlossen werden.

Und warum das sein muss? Nun, eine Datenbank zu füllen, betreiben und sichern, die 10, 15 oder noch mehr GB groß ist, wie soll das mit Platten gelingen, die Zugriffszeiten weit jenseits der 10ms haben, die vielleicht 100 MB/sek schieben können und dazu einfach weit höhere Ausfallszeiten haben als echte Serverplatten?

Das Festplattensubsystem ist das am häufigsten vernachlässigste Bauteil eines Servers. Die meisten schielen auf CPU und RAM und vergessen, dass der Bremsklotz, gerade bei einer Datenbank, immer die Platten sind.

Zudem, wie gedenkst du die Datenbank mal eben in den RAM zu laden, was ist es überhaupt für eine, wie wird diese gesichert, kennst du dich damit überhaupt aus, was ist mit Support für das Betriebssystem, wie ist der Server angebunden, wie viele User, wie viel Traffic...

Es sind so viele Fragen offen, die weit wichtiger als RAM- oder Netzteilfrage sind, da sträuben sich mir ehrlich die Nackenhaare.
 
Danke, das war mal ne schöne Antwort :). Aber du machst dir zu viele Gedanken. Das ist wie, wenn man das erste mal hätte und sich fragt ob man es mit Kondom oder ohne machen sollte, oder ob man es in der Dusche, in der Scheune oder doch lieber im Bett macht. Die Angst das etwas schief geht, sie ist immer da.

Der Server soll kein "Professioneller" werden. Wir sind eine Mini-Firma (~10 Personen) von denen am Ende vlt. 3 auf den Server zugreifen. Später, wenn wir mal größer und "berühmt" sind, stimme ich dir vollkommen zu, sollten solche Fragen auf jedenfall geklärt werden. Aber wenn es soweit ist, machen sich dann schon längst andere Mitarbeiter/Beauftragte über sowas Gedanken.

Sry, aber wenn man so pessimistisch ist wie du, kann man sich ja gar nicht mehr heraus trauen. "Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich heute vom Eiszapfen erschlagen werden? Wie hoch ist sie wenn ich einen Helm trage?"

Verstehst du was ich meine? :) Um den Server sollte man sich nur soviel Gedanken machen, wie viel er es auch einem wert ist. Die Fragen die du stellst, stell ich mir erst wenn es um Leben oder Tod geht, oder die direkte Anweisung vom Chef bekomme. Ist vlt. die falsche Einstellung, aber die bequemste. ;)

Naja, gute Nacht.
 
Dann frage ich mich ernsthaft, warum du 1800€ ausgeben willst. Bei diesem Szenarion tut es jeder aufgebohrte Desktop für 600-800€.
 
Tja, uns war wohl nicht klar, dass das kein Produktiv-System wird, sondern ein reiner Kosmos-Experimentier-Kasten ;-)
Denn bei einem produktivem Einsatz, hängen ziemliche Kosten am Ausfall... weshalb man dann eben doch lieber "mit Helm auf die Straße" geht...

In diesem Fall reicht wirklich ein normaler Desktop. Teuer wird da wirklich nur der RAM, auch musst du schauen, dass du ein Desktop-Mainboard erwischst, dass 16GB Ram unterstützt.
 
Der Speicher ist eben das Problem. Und 24GB oder mehr unterstützen in aller Regel nur Serverboards. Und in der Praxis ist ja dann auch der Speicher das teuerste. Wenn mein Chef nur 4 GB oder so brauchen würde wär alles kein Problem. Da der Speicher ECC ist muss das Board und die CPU ECC unterstützen. Der Rest erübrigt sich.
 
ECC kann Fehler erkennen aber nicht behehben, daher nimmt man eigentlich FullyBuffered Module für Datenbanken. Da kannste deine Kalkulation aber völlig vergessen.

Für Datenbanken nimmt man wie gesagt auch SAS Platten oder gleich Enterprise SSD PCI-E Karten.

Wie das mit dem Budget gehen soll ist mir ein Rätsel.

Von der Speicheranbindung ist die neue Amd Plattform nicht zu verarchten, passt Preislich aber auch nicht wirklich ins Budget.

Mit Gebrauchtware käme man da weiter. Ein großes Problem ist in jedem Falls das für in Europa gekaufte Ware in den Staaten keine Gewährleistung oder Garantie übernommen wird.
 
Hallo,

also ich stimme Bueller hier zu. Du solltest erst mal genauer analysieren was ihr tatsächlich benötigt.

Zu beginn eines Projekts kann man z. B. die Ausgangssituation analysieren.

  • Wie groß ist die Datenbank, die auf dem Server gespeichert wird ?
  • Wie oft greifen die von dir genannten drei Mitarbeiter auf den Server zu ?
  • Welche Datenmengen werden übertragen ?
  • Wie hoch ist die Wachstumsrate der Datenbank (ungefähr) ?

Also ich würde dir auch dazu raten nach dem Prinzip "Keep it simple" vorzugehen.

Also so Geschichten wie RAID oder redundante Stromversorgung benötigst du eher nicht. Da dein Server wohl nicht sehr beansprucht wird, ist die Ausfallwahrscheinlichkeit schon ziemlich gering und es lohnt sich m. M. nach nicht für HDD und Netzteil doppelt so viel auszugeben.

Schau aber dass du regelmäßig und auch automatisiert Backups auf einem externen unabhängigen Datenträger machen kannst.

Eine SSD hört sich in einem Server ein Bisschen komisch an. Ist ja schön, wenn die SSD die Daten schnell bereitstellt, aber sie müssen danach halt übers LAN ...

Falls deine Kenntnisse im Bereich Linux eher gering sind, solltest du in Erwägung ziehen komplett auf Windows zu setzten (z. B. Windows XP Professional).

Ich habe so den Eindruck, dass in deinem Fall sogar ein Intel® PC-Mainboard D510MO
mitintegriertem Intel® Atom™ Prozessor D510
und bis zu 4 GB DDR2-800 Ram ausreichend ist ...

Ich würde auch versuchen deinem Chef von einem Server und einer Workstation zu überzeugen. Möglichst nicht beides in Einem. Dann kannst du deine 1800 Euro auch sinnvoll einsetzen.
 
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