Sicheres Dateiserver-System?

R4Ve

Ensign
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März 2007
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Guten morgen liebe mit-CB'ler,

ich arbeite in einem Ingenieurbüro und bin so zu sagen unser EDV Mensch. Jedoch brauche ich eure Hilfe beim erstellen eines neuen Server-Systems. Das Server-System ist hauptsächlich als Dateiserver gedacht, jedoch laufen kleinere Anwendungen auch im Hintergrund wie z.B. ein FTP-Server oder LDAP-Server. Als Hardware kommen derzeitig folgende Komponenten zum Einsatz:

- Intel Celeron D330 2,66GHz
- 1024 MB DDR SD RAM PC3200
- 2x 160GB WD HDD IDE


Es geht nun um folgendes. Da wir täglich rund 250 – 500 MB an neuen Dateien dazu bekommen per Mail etc. würde ich sagen dass man auf 2x 1000GB SATAII im RAID1 aufrüstet. Erstens aus Sicherheitsgründen und zweitens weil man dann mit 1TB sicher erst einmal genug Platz frei hat. Was mir jedoch große sorgen bereitet sind die täglichen BackUp's. Derzeitig läuft WinBackup auf dem Server und tut seine Dienste. Ich würde jedoch ganz gerne mal von einigen Usern erfahren, in wie fern sie evtl. selber in der eigenen Firma oder Zuhause mit Backups umgehen. Und generell mit Serversystemen die im Dauerbetrieb sind sowie eine hohe Datensicherheit haben müssen.

Ich hoffe ihr könnte mir da ein paar nette Tipps geben und helfen meine Daten sicherer zu machen!

Mfg
 
Also wir sichern momentan auch noch mit NTbackup aber alles auf Bänder. Da sind so pro Tag 500MB bis 1GB die anfallen. Wird aber noch dieses Jahr umgestellt. Was wir genau machen werden und wie, sind wir noch am planen. Einmal im Monat machen wir ein Vollbackup und sichern das zusätzlich noch auf eine externe HDD die verschlüsselt dann mit Nachhause genommen wird.

Beid er Firma wo ich früher mal gearbeitet hatte, wurde auch auff Bänder gesichert, jeden Tag ein inkrementelles band und dann jeweils einmal eines am Freitag und dann eine Vollsicherung am Monatsende. Das Backupprogramm was benutzt wurde war HP OpenView OmniBack 3.xx / 4.xx
 
Bei meinem Vater in der Firma habe ich das so geregelt (Fileserver/ kleines Firmeneigenes Verwaltungsprogramm):

Serversystem ("normaler" Rechner) mit kleinem Dualcore, einem 3ware PCI-E Raidcontroller (mit BBU) und einem Raid 5.

Das ganze ist sehr gut gekühlt mit sehr starken Lüftern, da die Lautstärke keine Rolle spielt. Das Teil hängt an einem USV und das Backup habe ich so eingerichtet:

3x 250GB Maxtor Onetouch Festplatten, ich habe einen Plan erstellt, wann welche HD angehängt sein muss und das Backup führt es dann mit der Maxtorsoftware automatisch jeden Tag um die gleiche Zeit aus. Eine Festplatte ist immer bei einem Mitarbeiter zu Hause, sodass man theoretisch ( z.B. bei einem Brand) höchstens 5 Tage Arbeit "verliert", was aber angesichts der Datenmenge verkraftbar ist (natürlich alles genaustens abgesprochen :)), die meisten Daten sind sowieso auch noch lokal gespeichert.

Oder halt eben (was warscheinlicher aber eigentlich dennoch unwarscheinlich ist) falls das Raid 5 ausfällt oder die HDDs einen totalschaden erleiden, verliert man max. 1 Tag arbeit, falls das Backup noch nicht durchgeführt wurde.

Früher war dort ein HP Serversystem mit einem Bandlaufwerk, aber das war überhaupt nicht sicherer in einem Brandfall. Die gesicherten Bänder lagen einfach direkt neben dem Server, wo ist das die Datensicherheit?:)Schützt höchstens vor mechanischen Schäden des Serversystems. Das war jahrelang so, dem früheren Informatikverantwortlichen hat es offenbar nicht gestört, bis ich es eben geändert habe
 
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Wenn du willst häng dich bei meinem Thread mit ein, die Anforderungen sind anscheinend ganz ähnlich.
https://www.computerbase.de/forum/threads/sub-40w-server.493060/


Backups werden von meinem Vater geschrieben. Ne kleine batch im Taskmanager verankert (zu ner Uhrzeit zu der kein Mensch was aufm Server zu suchen, bzw wird in der Zeit einfach der Zugang dicht gemacht), die an 7zip oder ähnliches übergibt und die Backups dementsprechend speichert. Klappt bis jetzt besser als jedes Backupprogramm.

Ansonsten kann ich dir nur raten PCIe Karten zu nehmen wenn ihr Gbit lan oder ähnliches habt. In diesem Fall profitiert das ganze Netz merklich. Außerdem solltest du beachten, was im Falle eines Stromausfalles passiert. Bei einem Raid 5 bedeutet Stromausfall automatisch, dass alle vom Raidcontroller gecachten Daten hin sind. Sollte gerade jemand ein wichtiges File bearbeitet haben ist dieses dann hin. Evtl lohnt ein kleines USV, dass das System zumindest sicher schlafen legen kann.
 
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