News Sicherungen und Backups: Habt ihr schon mal Daten verloren und wie schützt ihr euch?

In meiner Jungend einmal passiert......3-2-1-Backup und alles ist gut 🤟
 
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Was genau wird hier bei der Frage denn unter "Datenverlust" verstanden, bzw. welche Größenordnung? Große Mengen hab ich noch nie verloren, dafür aber mal hier und da einzelne Bilddateien, weil die Dateien irgendwann nen Fehler hatten. Also eher Kleinkram, keine großen Sachen.
 
Ich fummele seit 1998 mit PC's rum und hatte noch nie Datenverlust - aber ich war wohl einmal kurz davor - es ging um eine Seagate 1TB HDD die wohl kurz davor war den Geist aufzugeben >> Reallocated Sector Count << Von dieser konnte ich aber glücklicherweise die Daten noch sichern und ich habe sie dann zwecks Austausch zum Hersteller geschickt, der mir dann eine neue zusandte.
 
Gut - die 2x die es mir passiert ist ;

1x eine 10GB Maxtor durchgebrannt = Pech
2x eine 185GB IBM Deathstar = "yay"

Seitdem ;
LTO Kassetten - gut vor 4 Jahren oder so aufgegeben und stattdessen einfach :
2x 4TB Samsung SSD
2x 4TB Seagate 2,5 Zoll
+3x 4TB Micro-SD Karten

Seit LTO auch niewieder was verloren :)
 
Ich habe auf meinem PC eigentlich nur noch Spiele.
Fotos oder Ähnliches interessieren mich nicht.
Daher mache ich auch grundsätzlich keine Backups.
Wenn mal ein Spielstand verloren geht, wird halt erneut begonnen.
Backups halte ich grundsätzlich nur bei Daten für wichtig, bei denen im Falle eines Verlustes richtig Geld verloren geht.
 
Mir sind schon paar USB-Sticks abgeraucht, von einem Tag auf den anderen. Tot, keine Reaktion, keine Möglichkeit diese anzusteuern, nicht mehr formatierbar.

Deshalb dienen mir USB-Sticks nur zum temporären Daten-Transport. Auf keinen Fall zur Archivierung von Daten.

Also mir wäre nicht wohl wenn ich z.B. ein Bitcoin-Wallet auf solch einem Stick hätte...
 
Kein Backup = mehr Umsatz. Statt ein paar hundert Euro fürs Backup einspielen gibt es so eben mehrere tausend Euro Umsatz für die Neueinrichtung. Viele Firmen geizen beim Backup und werden dann ganz hart gefickt.
Hatte eine kleine Manufaktur, die hatten eine externe Festplatte als "Backup" und die hat versagt nachdem der Server abgeraucht ist. Somit waren alle Kundendaten und Maschinenprogramme futsch. Gab dann einen neuen Server für 7000€ + Datenrettung 3500€. Die hatten Glück im Unglück weil die sonst den Laden hätten dicht machen müssen.
 
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Ja, dämlicherweise mal die falsche SSD formatiert und schwupps war alles weg 🤣 War zum Glück nur die Steam/EA/Ubi Platte 😁

Ansonsten alles auf dem OMV NAS. Täglich eine synchro in die crypted pCloud sowie einen Veracrypt Container bei Hetzner und einen weiteren Server bei Schwiegermutter, also 3 Orte. Sollte reichen 👍🏻
 
einmal hatte ich datenverlust, ist aber sehr lange her

2* WD raptor platten durch ein netzteil defekt gegrillt worden
 
Da fällt mir ein, es war so Ende der 80er/ Anfang der 90er, als ein Kumpel sich auf einem Atari St einen der verbreiteten Boot-Viren eingefangen hatte.
Auf der betroffenen Diskette war ein Teil seiner Magisterarbeit - die war dann mal weg, ohne Kopie.
Zum Glück hatte ich den SED von Scheibenkleister, die alten Hasen werden sich erinnern. Damit konnte die Datei wiederhergestellt werden.
Dürfte heute wohl etwas schwierig sein.
Wenn ich meinem Sohn etwas von Backup erzähle, dann bekomme ich immer nur etwas von Cloud zu hören. Oh Mann.
 
ich könnte etliche absätze zu diesem thema schreiben, aber das letzte prägende erlebnis war, dass ich vor etwa zwei jahren ein tool von github heruntergeladen hatte, welches eine bestimmte art von image-dateien "kompiliert" und erstellt.
es machte im prinzip den anschein als wäre es ein stinknormales portable .exe tool, man lädt es runter führt es aus und benutzt es wie jedes andere windows-tool.
der "clou" war: es hat direkt nach dem ausführen im working directory (bei mir war es gottseidank "nur" c:\users\administrator\downloads) erstmal seine eigene arbeitsumgebung geschaffen... soll heißen komplettes löschen aller ordner und dateien im ordner wo es ausgeführt wird und dann hat es eben seine eigene ordnerstruktur angelegt. das war soweit ich mich erinnern kann gar nicht oder höchstens absolut undeutlich in der github-readme vermerkt. jedenfalls wurde es 100% nicht bei programmausführung durch einen hinweis und/oder prompt abgefangen.
ergebnis war: paar lustige videos und memes, ein paar "tech"-pdfs und mehr oder weniger weitere belanglose downloads waren weg. vielleicht waren auch ein paar spontan im downloadordner getestete portable-programmordner weg. jedenfalls nichts in der kategorie überlebenswichtig.
konnte nur einen teil davon (da system-ssd), ca. 70%, wiederherstellen. der rest war weg, da bereits überschrieben.

ansonsten habe ich grundsätzlich ein backup von allem was für mich wichtig ist, also persönliche dokumente, persönliche fotos/videos, arbeitsbezogenes, generell dinge, die ich selbst kreiert habe, die mich/familie betreffen und sie somit notfalls nicht mehr aus dem internet herunterladen könnte.
von irgendwelchen heruntergeladenen memes oder programminstallern etc. mache ich kein backup...

verständnis für leute, die daten verlieren ohne backup habe ich absolut. ich finde es auch gänzlich daneben jede datenrettungsanfrage im forum mit diesen one-linern "du hast ja sicher ein backup"... "spiel einfach dein backup ein"... zu beantworten.
das war vielleicht das eine mal lustig als der erste user anno dazumal diesen spruch gebracht hat. aber es ist eben einfach nicht mehr lustig sondern wirkt im zweifel einfach herablassend und abfällig.
 
Datenverlzst erst kürzlich bei einer SD-Karte, die in der Gopro war. Ein paar videofiles sind hinüber - da ist das kopieren immer abgebrochen. Ein paar Files konnte ich noch retten. Am Ende hab ich die sdkarte formatiert.
 
Sicherheit der Daten erfolgt auf mehreren Stufen, z.B. mit ZFS:

  • Schutz vor Plattendefekt (Raid, Hotspare, Alert)
  • Schutz eines Datenstandes inkl. offener Dateien (readonly Snap Versionierung, je mehr Snaps desto besser)
  • Schutz vor Disaster (Amok Hardware, Feuer, Diebstahl): externes Backup per ZFS Replikation (inkl. offener Dateien)

Daneben OS Disaster Recovery: bei Windows z.B. Aomei Backupper mit Cold Restore mit USB Stick
 
Ja hatte ich leider einmal als ich noch meinte dass es reicht alles wichtige per Hand auf USB Platte zu sichern. Hatte aber leider nicht alle Ordner gesichert und so waren nach der Neuinstallation viele Fotos aus meiner Jugend und jungen Erwachsenenzeit weg, die es leider auch nicht mehr analog gab.

War ein sehr frustrierendes und auch für mich sehr trauriges Erlebnis. Seitdem professionelle Backup Programme und einmal intern auf 3,5" HDD und zweimal auf externe 2,5" HDD sichern. Die 2,5" kommt einmal in meinen Nachtschrank und die andere ist bei einem guten Kumpel gelagert.
 
Ich habe zum Glück noch nie einen großen Datenverlust (also der Art Festplatte kaputt und kein Backup) erlitten, aber in über 30 Jahren halt schon den ein oder anderen Kleineren.

Das waren meistens Situationen bei denen ein Backup nichts geholfen hätte, da die Daten schon vor dem Backup zerstört waren. Man sollte meinen, dass da nicht so schlimm ist, weil man ja nur ein paar Stunden Arbeit verliert, aber genau diese paar Stunden können entscheidend sein.

Mir ist z.B. 1995 kurz vor einem Banktermin die Excel Tabelle mit dem Businessplan für meine damals in Gründung befindliche Firma durch einen Excel Bug beim Sichern zerstört worden. Damals war Office noch weniger robust als heute und es gab auch noch keine Mechanismen wie automatische Dateiversionierung.

Deswegen ist meine Backup Strategie darauf ausgelegt, Daten vor allem zeitnah zu sichern.

Bei meinen Entwicklungsprojekten mache ich z.B. immer Abends einen "End Of Day Commit" und Push.

Es gibt bei mir auch nicht "die eine" Backup Strategie, sondern sie ist abhängig von der Art der Daten.

Synchronisierung in die Cloud ist bei mir die erste Stufe, die schützt einfach zeitnah vor Datenverlust durch Verlust oder Schaden des Endgerätes.

Per Synology CloudSync werden die Cloud Speicher Inhalte quasi live auf mein NAS kopiert, das dient auch als Schutz vor Sperrung des Kontos durch den Cloud Anbieter.

Von dort landen die Daten dann im normalen Backup Prozess.
Aber auch da ist mir Aktualität sehr wichtig. Oft wird ja empfohlen die Backup HDDs nach dem Backup vom USB Port abzuziehen. Bei täglichem Backup ist das aber nicht praktikabel, ich bin ja nicht immer zu Hause. Also bleibt die HDD dran.

Backup zu Verwandten kommt für mich nicht in Frage, daher werden die wichtigsten 300GB meiner Daten nach Synology C2 gesichert. Das reicht bei uns - noch- für alle Fotos, alle Dokumente, usw.

Es gibt Daten die sichere ich mehr aus Bequemlichkeit, z.B. mache ich 2-3 im Jahr ein Backup der Windows Systeme per Acronis, um im Falle eines Falles das System schneller wieder aufzusetzen.

Einige Daten wie z.B. Recovery Keys für Cloud Konten mit 2FA werden auch "analog" als Ausdruck gesichert.

flowerchild69 schrieb:
Die meisten hier im Forum, die der Regel strikt folgen, nutzen viel zu sehr die Gelegenheit, um sich ein billiges Überlegenheitsgefühl zu verschaffen
Absolut. Vieles, was für einen IT "Experten" offensichtlich ist, ist für Laien die gerade so eben mit ihrem Rechner oder Smartphone klarkommen, schwer zu erfassen.

Wobei man natürlich auch differenzieren sollte. Es geht ja in der Regel nicht um Fälle, wo jemand nach dem Hochwasser merkt, dass die dritte Stufe seiner 3-2-1 Strategie nicht funktioniert hat, sondern um die Leute die ihr ganzes Leben auf dem einen Smartphone speichern, dass dann gestohlen wird oder in den Fluss fällt...

Ich vermute mal 90% der Datenverluste lassen sich schon vermeiden, wenn es eine Kopie der Daten, ob in der Cloud, auf einem NAS oder einer USB Festplatte, gibt.

Das sollten auch die ganzen "RAID ist kein Backup" Leute immer im Hinterkopf haben. Wenn ein Nutzer über die Anschaffung eines NAS nachdenkt, dann hat er eben schon diesen wichtigen 90% Schritt gemacht. Viel wichtiger als die 3-2-1 Diskussion ist dann erstmal sicherzustellen, das z.B. die Smartphone Fotos zeitnah auf dem NAS landen. Wenn das alles erledigt ist, dann kann man die nächsten Schritte planen.


major_tom111 schrieb:
Entdigitalisiert eure Erinnerungen. Druckt das eine Prozent wirklich guter Urlaubsfotos aus und macht ein Album daraus.
Das ist ein wichtiger Punkt, der größte Teil privater Datensammlungen besteht aus Fotos und Videos die man niemals mehr ansieht. Ist bei uns auch so. Allerdings kommt man manchmal mit den Fotobüchern nicht mehr hinterher, und Fotos wirklich löschen tut man auch nicht. Aber man kann sich überlegen, ob man die wirklich alle in die Backup Strategie aufnehmen muss oder sich sagt, sie bleiben solange erhalten, wie sie eben nicht in durch irgendein Ereignis in den Orkus gerissen werden.

tollertyp schrieb:
Zur Umfrage: RAID1 ist kein Backup und es in den Antwortmöglichkeiten explizit aufzunehmen suggiert, dass es damit zu tun hätte.

Es geht vermutlich eher darum, herauszufinden, wieviele Leute der Meinung sind, dass RAID1 ausreicht.

Es gibt ja auch die Antwort Möglichkeit, dass es kein Backup gibt.

Mal abgesehen hat ein RAID1 natürlich eine Schutzwirkung gegen genau eine Fehlerkategorie: Den Ausfall einer Festplatte.
Kann sein, dass es heute nicht mehr die häufigste Ursache für eine Datenverlust ist.

Als ich Mitte der 90er die ersten RAID1 Systeme (Windows NT Plattenspiegelung) eingerichtet habe, waren Festplatten noch sehr viel unzuverlässiger als heute, vor allem im Dauerbetrieb.
Natürlich gab es ein nächtliches Backup, wenn nicht mal wieder das Bandlaufwerk ausgefallen war...
Es gab mehr als einen Fall, wo uns ein RAID vor einem Verlust der Daten von mehreren Tagen bewahrt hat.

Klar, im Privatumfeld gibt es weniger Datenänderungen und mir ist seit Jahren keine Festplatte mehr kaputt gegangen. Daher habe ich auch nur ein 1-Bay NAS und mache liebe ein tägliches Backup.

Aber auch hier gilt immer: Eine lückenhafte Sicherungsstrategie ist besser als keine.
 
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Ich habe mal Daten verloren, weil mir die HDD aus Tragehöhe aus der Hand gefallen ist.

Aktuell liegen meine Daten auf einem ZFS Mirror in meinem Filer, welcher regelmäßig Snapshots macht.
Gesichert werden meine wichtigen Daten mit Syncovery (Debian VM auf dem PVE) verschlüsselt in eine Storagebox.

Meine SSD im PC sichere ich nicht in Gänze, da ist nichts Relevantes drauf. Ein Großteil meiner Programme sind portable apps, die automatisch auf meinen Filer gesichert werden, damit die aktuell bleiben.

iDevices werden mit iMazing (Win VM auf dem PVE) automatisiert über W-LAN auf meinen Filer gesichert.
 
RAID 1 ist doch keine Backupstrategie...
 
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Datenträgerverlust durch Hardware-Fehler ja, Versehentlich überschriebene oder korrupte Dateien ja, Auch mal Fehler/Verlust nach einem Upgrade - aber nie verlorene Daten, dank Backup-Strategie.

Generell werden alle meine Daten auf dem NAS im RAID1 gespeichert. Von dort werden sie alle 6h inklusive Versionierung auf einen externen Datenträger gesichert. Besonders wichtige Daten, die meine Arbeit betreffen, werden verschlüsselt zusätzlich in der Cloud gesichert. Ein Backup/System-Image des Datenbank-Servers sowie meines Arbeits-PCs wird zwei mal in der Woche erstellt und auf dem NAS gespeichert. Zusätzlich mach ich in unregelmäßigen Abständen vom NAS und vom Arbeits-PC noch manuelle Backups mit Datenträgern, die separat gelagert werden.
Demnächst steht zudem ein neues NAS an, dann werde ich das vorhandene NAS komplett als dediziertes Backup-Ziel verwenden.

Und ja: Kein Backup, kein Mitleid.
 
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