Ich habe schon sehr wichtige Daten verloren.
Scans von Fotoalben, welche selbst abhanden gekommen sind, als meine Mutter verstorben sind.
Auch Dokumente und Sachen von Freunden, die ich nur auf dem PC hatte.
Mit der Zeit lernt man, doppelt und dreifach Backups anzulegen, wobei ich mit meinem Setup noch keine 100% Automatisierung habe.
Syncthing synchronisiert meinen Dokumente und Foto-Ordner seit Jahren zwischen meinen Systemen.
In so einem Verbund ist ein NAS dann doch ein Backup, meines hat aber auch nur RAID1 am laufen.
Dafür habe ich mir aus einem Pi 3 und zwei SSDs ein weiteres NAS gebastelt, welches die Daten spiegelt und mit Erlaubnis auf Arbeit steht.
An meinem Schlüsselbund ist außerdem ein USB Stick, welcher mit einer Veracrypt ext4 Partition bestückt ist und wo die mir wichtigsten Daten, eben Fotos, Dokumente, vielleicht auch Spielstände, manuell jeden Monat drauf gespiegelt werden, durch freefilesync, welches rsync unter der Haube nutzt.
Desweiteren habe ich eine Online-Platte bei Hetzner gemietet, worauf ich die Daten mit verschlüsselten cryfs ebenfalls jeden Monat kopiere.
Der Teil nervt eigentlich am meisten, doch dafür habe ich keine andere Lösung.
Ob ich nun Mitleid mit Leuten habe, die sich kein Backup anlegen?
Die Frage muss man wohl differenziert betrachten.
Ich kenne jede, die Computersysteme einfach casual mäßig verwenden, sich der Problematik einfach unbewusst sind (auch bei Datenträgern, wie CDs oder Filmen).
Es gibt auch jene, die außer für die Arbeit wirklich gar nichts mit Technik am Hut haben, sowie richtige Sturköpfe, die es meinen, besser zu wissen.
Der ersten Gruppe helfe ich gern, nachdem sie sich der Thematik bewusst werden.
Vorher bringt das oftmals eher wenig, meiner Erfahrung nach.
Leute, welche hingegen einfach stur sind, oder die meinen, Apple/Google lagert deren Zeug gut, die sollen sich selbst helfen.