News Sicherungen und Backups: Habt ihr schon mal Daten verloren und wie schützt ihr euch?

Meine Art des Backups ist auch nicht in der Auswahl. Ich mache regelmäßig ein automatisches Backup mit rclone. Das wird verschlüsselt und auf das NAS vom einem Kumpel in >100Km Entfernung abgelegt. Er macht das genauso in meine Richtung.
 
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Gorasuhl schrieb:
Zu einem sicheren 3-2-1 Backup gehört halt auch ein anderes Medium.
Für mich fällt da ein einfaches externes Laufwerk raus, weil das ootb nicht nur im Read-Only Mode läuft. Sobald ich das unwissentlich an ein korrumpiertes System anstecke ist das potentiell auch nicht mehr sicher.
Mein NVMe Gehäuse haben kleine Schalter um sie Read Only zu machen...
 
Eine alte OCZ SSD und eine Seagate 3TB HDD haben sich bei mir einfach mal selbst zerstört. Bei der HDD hatte irgendein Programm konstant darauf zugegriffen, sodass sich der Controller offenbar gegrillt hat. Das Resultat war damals sofortiger vollständiger Datenverlust.

Mittlerweile habe ich alle relevanten Daten auf einem TrueNAS System mit 6 HDDs, von denen eine ausfallen kann. RAID Z5 also. Seagate verbaue ich generell nicht mehr, nur noch HGST bzw WD. In das NAS sind White Label WD Platten aus MyBook Gehäusen gewandert, es sollten aber eigentlich ehemalige HGST 12tb Laufwerke sein. Eine Ersatzplatte gleicher Art habe ich als Reserve im Keller liegen falls wirklich mal eine ausfallen sollte. Dann darf nur bei der Rekonstruktion nichts mehr schief gehen.
 
Mir ist auch vor ca. 20-25 Jahre meine Backups HDD kaputt gegangen. Extra eine angeschafft, da ich intern nicht genug Platz hatte und alles auf die externe geschoben und dann ging die nach 2-3 Jahren einfach so hops. Auf einmal war alles weg.
Als junger Mensch gelernt wie wichtig Datensicherung ist. Seitdem werden wichtige Sachen doppelt und auf unterschiedlichen Medien gesichert.

Hab kein Mitleid mit Menschen die keine Daten sichern. Kann sich jeder für kleines Geld einen Usb-Stick oder externe Festplatte kaufen und die wichtigen Daten dort sichern. Muss man auch nix weiter wissen.

Bei.zB. Apple mit TimeMachine total easy
 
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Ich habe schon sehr wichtige Daten verloren.

Scans von Fotoalben, welche selbst abhanden gekommen sind, als meine Mutter verstorben sind.
Auch Dokumente und Sachen von Freunden, die ich nur auf dem PC hatte.

Mit der Zeit lernt man, doppelt und dreifach Backups anzulegen, wobei ich mit meinem Setup noch keine 100% Automatisierung habe.

Syncthing synchronisiert meinen Dokumente und Foto-Ordner seit Jahren zwischen meinen Systemen.
In so einem Verbund ist ein NAS dann doch ein Backup, meines hat aber auch nur RAID1 am laufen.
Dafür habe ich mir aus einem Pi 3 und zwei SSDs ein weiteres NAS gebastelt, welches die Daten spiegelt und mit Erlaubnis auf Arbeit steht.
An meinem Schlüsselbund ist außerdem ein USB Stick, welcher mit einer Veracrypt ext4 Partition bestückt ist und wo die mir wichtigsten Daten, eben Fotos, Dokumente, vielleicht auch Spielstände, manuell jeden Monat drauf gespiegelt werden, durch freefilesync, welches rsync unter der Haube nutzt.
Desweiteren habe ich eine Online-Platte bei Hetzner gemietet, worauf ich die Daten mit verschlüsselten cryfs ebenfalls jeden Monat kopiere.
Der Teil nervt eigentlich am meisten, doch dafür habe ich keine andere Lösung.

Ob ich nun Mitleid mit Leuten habe, die sich kein Backup anlegen?
Die Frage muss man wohl differenziert betrachten.

Ich kenne jede, die Computersysteme einfach casual mäßig verwenden, sich der Problematik einfach unbewusst sind (auch bei Datenträgern, wie CDs oder Filmen).
Es gibt auch jene, die außer für die Arbeit wirklich gar nichts mit Technik am Hut haben, sowie richtige Sturköpfe, die es meinen, besser zu wissen.

Der ersten Gruppe helfe ich gern, nachdem sie sich der Thematik bewusst werden.
Vorher bringt das oftmals eher wenig, meiner Erfahrung nach.

Leute, welche hingegen einfach stur sind, oder die meinen, Apple/Google lagert deren Zeug gut, die sollen sich selbst helfen.
 
Müsst ihr das heute posten? :freak:
Heut früh kam die Fehlermeldung das eine Festplatte in meiner NAS defekt ist ...
Backup, Backup, Backup...

Und das auch noch heute wo keiner auf hat zum kaufen :-//
 
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Ich hab ne verdammt lange Zeit immer immens viel Glück gehabt.
Und jetzt in den letzten drei Jahren sind mir gleich mehrere Platten verstorben. Gottseidank aber alles Laufwerke, deren Inhalt woanders als Backup vorlag oder welche selbst nur Teil eines RAID-Verbundes waren. :D

Vor ca. drei Jahren hatte ich mal n "TestNAS/UmzugNAS" gebastelt, da ich ein bisherigen Verbund auflösen und neu zusammensetzen musste. Kurz nachdem ich mit der Aktion fertig war, hatte eine der Platten aus dem TestNAS den Dienst quittiert, wenige Wochen später sogar die Zweite. Das hatte mir schon mehr als Eindrücklich die angelesenen Informationen bestätigt - ein RAID5/Z1 schützt eben auch nur vor einer defekten Festplatte. Schmiert eine zweite während des Rebuilds ab, war's das. Aber auch da existierte schon ein Backup auf ner USB-Festplatte. Da wäre zwar nicht restlos alles drauf gewesen aber zumindest alles, was sich mit Geld und guten Worten nicht mehr wiederherstellen ließe.

Vor 1,5 Jahren ist mir eine Platte in meinem Backup-NAS gestorben. Da es aber nur eines von zwei Backups war, hat mich das komplett kalt gelassen. Selbst wenn während des Rebuilds noch eine weitere Platte gestorben wäre ... joar, dann hätte ich halt alle Daten neu rüber kopieren müssen.

Just gerade vor vier Wochen, während meines Urlaubs ist eine Platte in meinem Produktiv-NAS (TrueNAS) gestorben. Dank zweier Backups lässt mich das aber auch ziemlich kalt. Das Ersatzlaufwerk ist aufm Weg und wenn während dem Rebuild was schief geht - Backup einspielen und weiter geht's. :)
 
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Anno 2002, eine von 2 120GB WD "BB"s durch harten headcrash.
Dumm gelaufen, RAID 0, alles futsch.

Gelernt, alles was ich danach durch defekte Festplatten verloren hatte, hat auch immer eine Sicherung gehabt.
Natürlich bis auf das was ich eh nicht mehr vermisse.
 
Einen Datenverlust hatte ich bis jetzt einmal in den letzten 30 Jahren, da meine primäre SSD gestorben ist.
Hauptsächlich waren nur das OS, Spiele, Software und unwichtige Dateien betroffen.
Einen solchen Verlust habe ich und nehme ich weiterhin in Kauf, da all meine wichtigen Daten auf einem NAS mit Raid 1 liegen.
Das NAS macht in regelmäßigen Abständen ein automatisiertes und inkrementelles Backup in mein Elternhaus, auf ein dort sich befindendes NAS (Raid 1).
Die Backups sind selbstverständlich verschlüsselt.
Auch die Konsistenz wird regelmäßig überprüft.

Mit dieser Lösung fühle ich mich sehr wohl und muss mich auf keine externe Cloud verlassen.
 
Neben manuellem Backup der persönlichen Daten per Borg-Backup nutze ich noch Syncthing, mit dem ich Verzeichnisse auf mehreren Rechnern synchronisiere.

System-Backups oder Snapshots mache ich nicht. Eine Neuinstallation inklusive Installation aller Programme ist schnell gemacht, wenn man eine Datei generiert hat, die alles manuell installierte auflistet.
 
Private Nextcloud auf dem Homerserver sammelt die gesamte Datenpartition auf den Familen-PCs ein. Nextcloud hat Versionierung integriert. Von der Nextcloud ein nächtliches Backup auf eine Festplatte an einem Raspberry Pi bei den Eltern, und einmal die Woche mit rclone verschlüsselt in den Glacier-Tier bei Scaleway.

So sind selbst Daten, die nur in der Nextcloud sind (z.B. Fotos von vor 10 Jahren oder so hab ich nicht immer auf meinem PC) an 3 Stellen, sogar an 3 Orten.

Einen Restore musste ich tatsächlich noch nie machen - das schlimmste bisher war, das mal eine der Platten im NAS ausgefallen ist, aber da das ein RAID ist, war nach einem Rebuild alles gut.
 
Tausche alle 6-10 Jahre meine Festplatten (neues System/Technik), oder eben wenn ich merke das was nicht stimmt und wohl ein Ende absehbar auftreten könnte. (Immer 2 Physische Datenträger die jeweils eine wichtige Kopie der Daten haben (Manuell, und einigermaßen regelmäßig.)
Ansonten habe ich noch eine kleine Auswahl wichtiger Daten in der Cloud hinterlegt.

Ansonsten speichere ich unregelmäßig auf ein externes Laufwerk, und von vielen Daten liegen noch Kopien auf Usb-Sticks oder mal ne Speicherkarte.

(Bin ich länger unterwegs, hab ich im regelfall eine Kopie der wichtigsten Daten Dabei. (Bude brennt dann hilft kein Backup wenns am selben Ort ist.)
 
Also die 67% die aktuell "Mitleid" für Backup-Verweigerungs-Opfer haben, die kann ich nicht ernst nehmen. Seit Jahren kommen regelmäßig Nachrichten über Ransomware Opfer in der Industrie auf die Tagesordnung. Es gibt seit Jahrzehnten fertig Backup Festplatten mit extra Backup Software billig zu kaufen. Jedes OS hat sicherungssysteme mit an Bord und dann zeigt man noch Mitleid oder Verständnis weil es zu kompliziert sein soll?
 
Ich hatte bisher drei Datenverluste. Nur zwei waren irreversibel. 1x habe ich unter Windows den Ordner mit den Persönlichen Daten bei einer Neuinstallation gelöscht da ich die Festplatte formatiert habe. Die Daten hatte ich aber noch.
Dann sind mir zwei Datenträger abgeraucht. Eine Festplatte die war nicht Mal alt. 3-4 Jahre alt. Ohne klackern oder sonst was von heute auf Morgen. Hatte überlegt die Platte zur Datenrettung zu schicken. Aber bei damals über 2000 Euro war es mir das nicht wert. Auch wenn auf dieser einige Fotos lagen die ich gerne behalten hätte.
Der dritte Verlust war der blödeste. In Urlaub gefahren Fotos mit der Kamera gemacht. Am dritten Tag merke ich das die Kamera plötzlich keine Bilder mehr speichert. Die SD Karte war hin und nun fehlt mir von dem Urlaub drei Tage Fotos. Das war 2013 und seit dem habe ich keine Defekte oder Verluste gehabt. Ich fahre jetzt aber seit sehr langer Zeit mit Backups und seit über 10 Jahren auch noch mit offsite. Aber keine Cloud Backups da ist das Vertrauen zu gering. Gab ja in den letzten Jahren paar Fälle wo die Daten alle weg waren.
 
P4ge schrieb:
Also die 67% die aktuell "Mitleid" für Backup-Verweigerungs-Opfer haben, die kann ich nicht ernst nehmen. Seit Jahren kommen regelmäßig Nachrichten über Ransomware Opfer in der Industrie auf die Tagesordnung.
Wo genau siehst Du das im "Mainstream" - also Tagesschau und Bildzeitung?
Denn Du kannst beim besten Willen nicht erwarten, dass jeder Fachjournale liest.
 
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Vor 20 Jahren oder länger. Hatte alle Daten die ich damals hatte, auf eine 250GB USB HDD 3,5 Zoll. So eine fertige. Hatte damals keine Ahnung von Backups usw. Irgendwann ist die Platte gestorben und alles war weg. Fotos, Musik, Filme, Savegames, Patches. Einfach alles.

Habe danach mit mehren externen Festplatten angefangen und es war mir alles zu blöd und ging dann zum NAS über vor 15 Jahren mit ein D-Link.

Irgendwann fing ich dann mit Synology DS414j an und bin jetzt bei drei NAS (DS1821+, DS916+ , DS418play) und eine Mailbox.org Cloudspeicher. Welches über 4 Systeme alles sichert an zwei unterschiedlichen Orten mit Veresionierung usw. alles Autonome.

Keine Arbeit und keine Zeitverschwendung mehr und Maximale Sicherheit.
 
Kam bestimmt schon in den bisherigen Kommentaren, aber RAID1 (bzw generell gar keine Art von RAID) ist ein Backup sondern schlichtweg Ausfallredudanz. Wenn man Daten überschreibt, löscht oder sie verschlüsselt wurden, hilft da kein RAID der Welt.
 
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Schon mal sorry für die Klugscheißerei, ABER ich habe an dem Artikel bzw. der Umfrage mehrere Dinge zu kritisieren:

1. Man kann auch von Datenverlust betroffen (gewesen) sein, ohne dies erkannt zu haben bzw. bestimmte Fehler darauf zurückgeführt zu haben. Die Frage müsst also eigentlich lauten: "Habt ihr schon einmal Datenverlust bemerkt?" o.Ä.

2. Auch Backups schützen nur bedingt vor Datenverlust. Wenn man keine Möglichkeit hat, die Integrität seiner Daten zu prüfen, oder dies nicht tut, kann man auch nicht sicher sagen, dass kein Datenverlust stattgefunden hat. So wäre es z.B. sicherlich eine ganz schlechte Idee, die Daten auf mehrere Festplatten zu schreiben, dann zehn Jahre rumliegen zu lassen und zu erwarten, dass alles noch so vorhanden ist wie einst auf die Datenträger geschrieben.

3. RAID würden wohl die Wenigsten als Backup bezeichnen. Wenn man das als Antwortoption aufnimmt, wäre es vielleicht nicht schlecht gewesen, auf die Nachteile davon bzw. darauf, warum es im Allgemeinen nicht als Backup angesehen wird, hinzuweisen.
 
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