News Sicherungen und Backups: Habt ihr schon mal Daten verloren und wie schützt ihr euch?

Bei mir hat einmal eine 60GB IBM Festplatte die Grätsche gemacht, das war es bisher. Seit diesem (fernen) Tag habe ich mich immer um irgend eine Art Backup gekümmert. Ich sortiere meine Daten grob in 'sehr wichtig', 'wichtig' und 'schön, dass es euch gibt' und fahre jeweils eine entsprechende Backup Strategie. Sehr wichtige Daten landen auf einem RAID1 NAS und von dort zusätzlich auf eine externe Festplatte, die feuer- und wasserdicht gelagert wird. Bestimmte Daten trage ich verschlüsselt immer bei mir.
Nur vom Cloud Backup bin ich inzwischen abgewichen, da ich weg von Google und MS will (bzw. eigentlich schon bin). Ob ich mir einen europäischen Anbieter suchen werden, habe ich noch nicht entschieden.

Diesen "Kein Backup, kein Mitleid" Spruch habe ich mir nie zu eigen gemacht. Die aktuelle Welt braucht viel mehr Empathie, nicht weniger.
 
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Daten verloren? Tatsächlich noch nie bewusst. Das heißt, nicht ohne sie selbst gelöscht zu haben (oder vielleicht mal eine Diskette geschrottet oder verlegt zu haben). :D

Und das, obwohl ich sehr selten Datenträger wechsle. Ich habe sogar noch eine HDD als selten genutztes "Datengrab" von 2007. Das macht einen aber auch unvorsichtig im Privatgebrauch, wo der Verlust keine "Katastrophe" wäre.


Ah doch, mir fällt der Daten-SuperGAU ein: Ein Schneider-CPC/Amstrad-Spiel löschte sich sukzessive von der Original-Diskette!

Diese Originaldiskette war "out of the box" NICHT schreibgeschützt. Das Spiel hatte eine Speicherfunktion. Irgendwann war es nicht mehr lad- und startbar, weil die Speicherfunktion irgendwann angefangen haben muss, Originaldaten auf der Diskette zu überschreiben... Da war ich sieben oder acht. Ich bin entschuldigt. Andererseits seltsam, dass das Programm dies überhaupt zuließ. Einmal, auf der Originaldiskette zu speichern. Und dann irgendwann belegte Datenblöcke zu überschreiben.

Aber hey, 1987 war 1987. Wilde-Westzeit der IT-Jahre. :D

https://www.mobygames.com/game/20058/tai-pan/
 
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Truenas mit entsprechenden ZFS Volumes, darauf noch nextcloud für die automatische Fotosicherung der Familienhandys + Redundanz über die je 1TB der Office 365 Family Cloud
 
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Ja.

Früher hatte ich als Datengrab eine HDD im System. Eine Seagate Barracuda mit 2tb. Eines schönen Tages gab sie merkwürdige Geräusche von sich und das war es dann.
An sich befand sich nichts wirklich wichtiges auf ihr jedoch die Datenbank meines Password Safes. Ich entschied mich sie kostenlos zur Analyse zu schicken und zu sehen was eine Widerherstellung der Daten kosten würde. Ich hatte so im sinn das es mir ca. 200€ wert sein würde.
Nach etwa 2 Wochen erhielt ich einen Kostenvoranschlag. Die Wiederherstellung würde 800€ kosten und es gäbe keine Garantie welche Daten wieder herstellbar seien.
Ich lies die Platte unbearbeitet zurückschicken, schlug nach erhalt ein paar mal mit dem Hammer drauf und entsorgte sie beim Elektroschrott.

Seit dem betreibe ich NAS als Netzwerklaufwerk im Raid1 mit WD Red Platten.
 
PC --> NAS --> Backup-NAS (läuft stündlich als Hintergrundjob) + USB-HDD an jedem NAS

Alle wichtigen Dokumente, Fotos, etc. sind grundsätzlich auf dem NAS / Backup-NAS.
 
P4ge schrieb:
Also die 67% die aktuell "Mitleid" für Backup-Verweigerungs-Opfer haben, die kann ich nicht ernst nehmen.
Ich bin sehr geneigt zuzustimmen, ich hab auch "Kein Backup, kein Mitleid" gewählt, aber: Es gibt User die die davon überhaupt nichts verstehen, mehr als Kiste an, Surfen/Youtube/Office können und kennen die nicht, und dann gibt es User die sogar noch weniger als das kennen bzw. "sind".
Bei solchen Usern hilft oftmals nur: Automatisiert und wird einfach "Zwangs-gemacht" oder ein versierterer User verwaltet das für die.
P4ge schrieb:
Seit Jahren kommen regelmäßig Nachrichten über Ransomware Opfer in der Industrie auf die Tagesordnung.
Böhmische Dörfer, gucken alle Leute überhaupt Nachrichten, verstehen den Inhalt und sprechen überhaupt die Sprache richtig? Jaaaa... "can of worms" und so das ganze Thema.
Das Konzept der Daten, was überhaupt Datensicherungen sind, dass man überhaupt Daten verlieren kann, ist nicht wenigen Leuten einfach unbekannt.

Und trotzdem sind -
neutrongummi schrieb:
Wo genau siehst Du das im "Mainstream" - also Tagesschau und Bildzeitung?
- Computer schon lange kein Neuland mehr!
Ich hab da auch wenig Verständnis für, aber wie schon mehrfach im Thread und auch immer wieder erwähnt wird: Leute die nicht mit der Technik vertraut sind und niemand haben, die haben halt mind. ein Problem, und nicht nur mit Backups...

🤷
 
neutrongummi schrieb:
Wo genau siehst Du das im "Mainstream" - also Tagesschau und Bildzeitung?
Denn Du kannst beim besten Willen nicht erwarten, dass jeder Fachjournale liest.
Momentmal willst du mir jetzt ernsthaft sagen dem Durchschnittsbürger ist nicht bekannt das es Back-up System geben sollte? Oder das siche schwer zugänglich sind?
 
neutrongummi schrieb:
"Selbst Schuld" ist zu einfach gesagt. Viele Leute sind halt nicht tief in der IT Materie drin.
Auf dem gleiche Niveau ist: Selbst Schuld, wenn der Motor vom Auto kaputt geht, wenn man kein Keramik-Additiv nutzt
Nope. Kein Backup zu haben ist wie mit runtergefahren Reifen fahren oder den Schlüssel im Auto stecken lassen.
Kann man machen, aber wenn was schief geht war man schon sehr dusselig.

Wobei natürlich wenige Leute Daten haben, die so wichtig sind, wie das Auto in Schuss zu halten, weil das ist dann in der Regel nicht dann gleich eine Gefahr für sich und andere.

Wenn jemand jetzt Backups hat und die sind jetzt halt Mist, das ist was anderes. Aber gar keine? Da können die Daten jetzt nicht so wichtig sein ... was übrigens OK ist, ich hab sehr viele Dinge in meinen Backups, die ich nicht im Traum dran denken würde die explizit überhaupt wiederherzustellen. Man braucht ja nicht sein ganzes Digitales Leben als Redundantes Backup, im Safe + Off-Site. So manches System ist es tatsächlich nicht wert das man sich um ein Backup bemüht. Aber dann hinterher auch nicht beschweren, wenn mal was passiert.
 
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K3ks schrieb:
Bei solchen Usern hilft oftmals nur: Automatisiert und wird einfach "Zwangs-gemacht" oder ein versierterer User verwaltet das für die.
Bei solchen "wirbt" MS ja mit seinem Onedrive, DAS wiederum dann als Datenkrake verschriehen wird. Aber gerade solchen einfachsten Usern helfen könnte. Wenn ich mich den möglichen Problemen verwehre und im Ernstfall "weine" habe ich auch da kein Mitleid. Die Fahnen sind unübersehbar.
K3ks schrieb:
Böhmische Dörfer, gucken alle Leute überhaupt Nachrichten, verstehen den Inhalt
Als der BER "gehackt" wurde hat man doch gesehen was ein nicht Backupo System für ein Problem mit sich rumträgt.
Auf der einen Seite aktuelle Technik nutzen wollen, aber das nötige Grundwissen sich nicht aneignen wollen. Da hört halt das Mitleid für mich auf.

Um das einmal etwas aufzudröseln. Ich bestehe da nicht auf das 3 Säulen System. Backup, 2. Backup und Cloud. So ist es nicht. Aber gar keine Sicherung in 2025?
 
@Apocalypse: Ich glaub bis auf digitalisierte Dokumente kann ich bei mir alles andere aus den Backups entfernen, sind das Einzige relevante und maximal ein paar GB groß, vermutlich sogar deeuuutlich kleiner. Dank Bloat, ich sollte mal sortieren, ist ein Satz Backups bei mir 100GB groß, davon sind halt mind. 97% Mumpitz. lel
 
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Drakonomikon schrieb:
Allein schon hier öffentlich darüber zu schreiben, kann bereits manche Backups gegen manche Gefahren ad absurdum führen.
Naja, man kann es auch übertreiben.
 
don.redhorse schrieb:
damals? Das war vor kurzem, so lange gibt es Google Drive etc. noch gar nicht. Ich werde offenbar alt...
Gerade mal nachgeschaut, also Google play music wurde schon 2020 eingestellt, bei 6 Jahren oder länger würde ich schon von damals sprechen. 😅
 
Ich hasse es, wie manche Leute schon in der Zwischenablage "Kein Backup? Kein Mitleid" parat haben! :mad:
 
Habe Anfang der 90er einmal Daten auf ein paar Disketten verloren, seitdem halte ich alle wichtigen Daten mit der 3-2-1-Backup-Regel vor.

Und trotzdem hat es mich noch einmal erwischt:

Ich wollte Urlaubfotos von einer MicroSD-Karte auf das NAS sichern, die Karte fällt mit hinunter, ich fahre mit dem Schreibtischstuhl ein Stück zurück, um sie aufzuheben und dann... höre ich nur ein lautes "Knacks"!
Ich habe mithilfe einer Stuhlrolle die Karte dermaßen massakriert, dass sie in zig Teile zermahlen wurde.
Manchmal hat man einfach nur Pech. 🤷‍♂️
 
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Ich habe im Laufe der Zeit schon mehrfach Daten aus verschiedenen Gründen verloren. Dazu gehörten defekte Festplatten, defekte Dateisysteme nach System-Crashs aber auch versehentlich gelöschte Dateien bzw. formatierte Partitionen.

Jetzt benutze meine selbstgebastelte Backup-Lösung. Mein Datengrab besteht aus mehreren einzelnen btrfs Partitionen, die per mergerfs zu einem großen Laufwerk zusammengefasst sind und einer einzelnen SSD. Die btrfs Partitionen sind als Read-Only-Snapshots eingehängt mit der SSD als Overlay für Schreib-Operationen. Einmal täglich (oder auch manuell) wird der Inhalt der SSD auf die Festplatten übertragen. Ab und zu (oder wenn die SSD voll ist) werden die Dateien vom Datengrab auf mehrere externe Festplatten verteilt, die Daten auf der SSD gelöscht und neue Snapshots angelegt.

Das Ziel ist es möglichst immer zwei Kopien von allen Dateien zu haben, entweder auf dem Datengrab und SSD oder Datengrab und externe HDDs. Im Prinzip ein RAID-1 + Backup für Arme.
 
Mein PC ist fürs Gaming da, früher habe ich alle 3 Monate die Platte gelöscht und Windows neu installiert. Wirklich wichtige Dokumente sind real greifbar in Ordnern. Rechnungen sowieso. Digital ist niemals sicher....
Die zig Millionen Fotos , die eh niemanden mehr interessieren ? Ne, können weg, wenn es sein muss. Ich bezahle zuviele Alimente, um dauerhaft sentimental sein zu können 😂🤣
 
In meiner Jugend habe ich ein Gerät mit wichtigen Bilder verloren, deshalb ist mir das Thema sehr wichtig. Ich verfolge die 3-2-1 Methode!
  • 3 Kopien: Original + NAS1 TrueNAS + NAS2 TrueNAS
  • 2 Medien: lokaler PC / NAS
  • 1 Offsite: NAS2 steht woanders
  • YubiKeys: Absicherung von Konten und Schlüsseln mit Backup Key an einem dritten Standort
Gespeichert werden nur wichtige Dokumente, Bilder und private Videos.
 
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