sind die meisten Erstsemestler nicht fürs Studium geeignet?

XP4ever

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Moin
Ich studiere momentan Maschinenbau im 2. Semester und komme ganz gut zurecht. Chemie 3.0 und mathe 3.3 also auch nicht so berauschend, aber zumindest moderate Noten. Wir schreiben im Sommer sage und schreibe 5 Prüfungen in 2 Monaten. Die erste Prüfungen in Mathe war schon bei uns ein desaster, fast 3/4 der Studenten sind durchgerasselt, manchmal nur mit 1 oder 2 Punkten von insgesammt 50. Wenn ich meine Studienkollegen oder wie es immer so schön heißt Kommulitonen ansehe, dann läuft es mir kalt den Rücken runter. Die besuchen die vorlesungen fast nicht, und bei den Übungen sind sie auch selten da. Ich bereite mich jetzt schon für die Prüfungen vor, die in knapp 40 tagen anstehen, und komme mit dem Stoff kaum hinterher. Wenn man sich bedenkt, wieviel formeln für Physik, Mathe zu lernen sind, dann möchte man am liebsten schon hinschmeißen. Dazu kommen noch die Fächer wie fertigungstechnik oder Werkstoffkunde , für die man quasi alles auswendig lernen muss. Ich will gar net wissen wie die es schaffen wollen, all dieser Prüfungen zu bestehen, weil viele, die ich kenne müssen noch die nicht bestandenen Prüfungen nachschreiben, also quasi 7 Fächer

manchmal frage ich mich was das ganze soll. DIe nehmen die sachen einfach net ernst und reden sich ein, dass es irgendwie schon klappen wird. Es wird nun mal heutzutage nichts verschenkt, und danach wundern sie sich, dass sie durch die Prüfungen durchgerasselt sind.

seid ihr auch der meinung, dass die meisten erstsemesler fürs Studium einfach net geeignet sind?

ich würde mich auf eure zahlreichen Beiträge sehr freuen
 
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Bei Fächern wie Maschinenbau oder BWL mit sehr vielen Erstsemestlern wird anfangs natürlich viel gesiebt. Deswegen sind die Prüfungen sicherlich auch nicht so einfach.
Ob manche das Studium nicht ernst nehmen, kann man hier nicht wirklich beantworten. Vielleicht gehen sie nur anders an die Sache heran, als du es tust.

Bei mir (Luft- und Raumfahrttechnik im 4. Semester) haben bis jetzt 2 Wochen Vorbereitung immer zum bestehen der Prüfungen gereicht. Mein Notenschnitt sieht dafür aber nicht wirklich berauschend aus. Allerdings bin ich froh, dass ich so Sachen wie Werkstoffkunde, Festigkeitslehre, Konstruktionselemente und HM123 hinter mir habe :D

XP4ever schrieb:
Ich bereite mich jetzt schon für die Prüfungen vor, die in knapp 40 tagen anstehen
Du hast meinen Respekt!
 
Bei uns waren im zweiten Semester schon deutlich weniger da als noch im ersten... und im dritten Semester ging der Trend weiter, wenn auch nicht ganz so viele geschmissen haben/gegangen sind, wie das Semester davor.

Inzwischen hat sich die Spreu vom Weizen wohl getrennt.

Viele müssen halt erstmal den Studenten raushängen lassen und ihre "Freiheit" genießen.
Dass das sehr schnell nach hinten losgehen kann bedenken sie dabei jedoch nicht ;)
 
luft und raumtechnik muss verflucht schwer sein habe ich mir sagen lassen. kann man nach seinem Vordiplom quereinsteigen?
 
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Ich würde nicht sagen, dass sie nicht geeignet sind.

Vielmehr findet man erst im Studium raus was für einen geeignet bzw. grade nicht geeignet ist und geht dann nur halbherzig ran, bzw. hat im Geiste eh bereits den Fachwechsel vollzogen.
So einer bin ich. Bin am Anfang auch bei x Seminaren so rangegangen wie du es beschreibst weils mir wirklich einfach scheißegal war. Zur Prüfung bin ich dann halt trotzdem oft gekommen weil ich mir dachte "ach, hast ja sonst nix zu tun".

Dann gibts halt noch die, die gelesen haben, dass Studium = Partyzeit und das auch mit Nachdruck einfordern und nicht akzeptieren, dass es halt nicht mehr/nur in manchen Fächern so ist.
Die fliegen halt 2-3 Semester auf die Fresse und raffen sich dann auf.
Aber einen Abschluss haben dann auch die am Ende fast immer in der Tasche.


Wirklich zu blöd/ungeeignet für ein Universitätsstudium generell sind meiner Meinung nach höchstens 10-20%.
Einfach so Vollspasten hingegen gute 80%:)
 
XP4ever schrieb:
Wir schreiben im Sommer sage und schreibe 5 Prüfungen in 2 Monaten.

will dir ja nicht reinreden aber 5 prüfungen innerhalb zweier monate ... wenns 5 prüfungen innerhalb 2 wochen je semester sind siehts anders aus obwohl es bei mir ein BA studium war...

und eigentlich sollte jeder durchs studium kommen wenn er will - so unmöglich ist es für keinen denk ich
 
also ich halte durchfallquoten von 75% auch für nix besonderes. erinner mich gut an meine erste klausur, analysis 1 (ich studier mathematik), wo die durchfallquote mindestens genauso hoch war. nach 5 semestern waren wir von anfänglich etwa 50 studenten noch 8.

wie gesagt viele schauen halt erst mal, ob das studium einem liegt, was man nach spätestens zwei semestern dann aber wissen sollte, da nur bis dahin diese zwei semester auch wegfallen beim wechsel zum neuen studiengang. und dass die abbrecherrate allgemein recht hoch ist, ist nun mal so, studium ist was anderes als schule, auch wenn man das vorher nicht wahrhaben will. was ich nur nicht verstehe, sind jetzt in zeiten von studiengebühren, wo man 700€ (semesterbeitrag+gebühren) pro semester blechen muss, wie man das einfach nur rauswerfen kann, wenn man schon vorher weiß, dass man nix macht. das sind dann meist auch genau die leute, die in vorlesungen und übungen stören (wenn sie denn mal da sind).

@vorpost: zu den 5 klausren in 2 wochen. ja, ich hab auch den wechsel von uni zu fh (inzwischen hochschule) hinter mir. den stoff, den du in der uni in einem semester durchnimmst, ist nicht vergleichbar mit dem, was du an der fh und ich nehme auch mal an der ba in der zeit durchnimmst (ich kenne ja den vergleich ;)). und zumindest bei mir ist der schwierigkeitsrgrad der fh-klausuren im vergleich zu den uni-klausuren schon erheblich niedriger. also ist es schon gerechtfertigt, dass man für uni-klausuren mehr zeit hat, allein weils eben schon mehr stoff ist.
 
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XP4ever schrieb:
luft und raumtechnik muss verflucht schwer sein habe ich mir sagen lassen. kann man nach seinem Vordiplom quereinsteigen?
Naja, es geht eigentlich. Ok ich tue nicht wirklich viel und werde voraussichtlich auch nur mit einem 3.0+ Vordiplom abschließen, aber who cares? Das interessiert ja keinen.
Ansonsten ist mein Studiengang im Vergleich zu anderen nicht schwerer, denke ich mal. Wir haben niedrige Durchfallquoten (10-30%, schlimmstenfalls 40%) und abgebrochen haben bis jetzt auch nur ~40 von anfangs 220.

Das Problem sehe ich eher darin, dass der Informationsinhalt des Grundstudiums elendig langweilig ist. Jetzt im 4. ist das endlich anders, da gibts zumindest Thermodynamik II (das soll dann aber wieder eine Siebprüfung sein) und Grundlagen der Strömungslehre, welche mich wirklich interessieren, aber vorher sah es echt mau aus. Einer meiner Kumpels hat schon abgebrochen und zwei sagen's im Moment immer, weil sie aus fehlendem Interesse echt keinen Bock mehr haben. Komischerweise sind das beide (Modell-)Flieger, woraus nebenbei gesagt ca. 70% des Studienganges bestehen :D
 
Gerade in diesen Fällen seh ich das Problem, dass in solchen Fällen die Erwartungshaltung gegenüber den Inhalten sehr groß ist und die Enttäuschung dann umso größer.
Und um den Bogen zur Ausgangsfrage zu bekommen:
Das ist sicher ein Problem, dass viele Maschinenbauer eine sehr gefestigte Meinung darüber haben, welche Fächer man braucht und welche nicht ("man braucht keine Technische Mechanik um ein guter Ingenieur zu werden"). Dazu kommt dann noch, dass die Schule nicht wirklich auf die Uni vorbereitet: dort gibts einen ständigen Druck durch Ausfragen, Exen und manchmal kontrollierte Hausaufgaben kontinuierlich mitzulernen. Das fällt in der Uni alles weg. Niemand (Ausnahmen bestätigen die Regel) interessiert sich ob man in den Vorlesungen schläft, sich seinem PC widmet oder Papierflieger bastelt.
Manche schaffen es den verpassten Stoff nachzulernen und andere brauchen halt ein paar Versuche mehr oder dürfen irgendwann ganz aufhören.
Und als Antwort auf die Ausgangsfrage:
Ja, viele Erstsemester sind nicht fürs Studium geeignet, weil sie einfach mit der neugewonnenen Freiheit nicht klarkommen.

kennyalive schrieb:
Naja, es geht eigentlich. Ok ich tue nicht wirklich viel und werde voraussichtlich auch nur mit einem 3.0+ Vordiplom abschließen, aber who cares? Das interessiert ja keinen.

Die Vordiplomsnote wird (zumindest an meiner Uni) dann interessant, wenn man sich für ein Auslandssemester über die Uni bewirbt und man nicht gerade nach Osteuropa oder Frankreich will...
 
Ich würde schon gern ins Ausland gehen, am liebsten für zwei Semester nach Japan. Das heißt ich muss wohl dieses Semester noch ein wenig klotzen.
Ich weiß allerdings noch nicht, wie wichtig in dem Fall bei uns das Vordiplom wird, wenn ich mitten im Hauptstudium (7. & 8.) ins Ausland will. Auf jeden Fall interessiert nach erhalt des Diploms niemanden mehr mein Vordiplom und darauf bezog sich meine Aussage.

bastis schrieb:
Dazu kommt dann noch, dass die Schule nicht wirklich auf die Uni vorbereitet: dort gibts einen ständigen Druck durch Ausfragen, Exen und manchmal kontrollierte Hausaufgaben kontinuierlich mitzulernen. Das fällt in der Uni alles weg. Niemand (Ausnahmen bestätigen die Regel) interessiert sich ob man in den Vorlesungen schläft, sich seinem PC widmet oder Papierflieger bastelt.
Da gebe ich dir vollkommen recht. Ich zähle mich auch zu der Fraktion, die immer noch einen kleinen Tritt in den Hintern braucht, um mal den Arsch hoch zu kriegen und in den ersten zwei Semestern hatte ich auch meine liebe Mühe damit, nicht gänzlich abzurutschen. Mittlerweile hab ich die Kurve aber noch gut gekriegt und komme damit recht gut klar. Wenn man das allerdings nicht schafft, dann sollte man lieber etwas anderes machen.

Wobei man beim Bachelor durch die Anwesenheitspflicht versucht, dieser Entwicklung wohl schon etwas entgegenzuwirken.
 
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@ kennyalive: wo studierst du denn wenn ich fragen darf? bei uns wird luft/ramfahrttechnik nicht angeboten

kann man nach dem Vordiplom quereinsteigen?
 
In den ersten Semestern wird die Spreu vom Weizen getrennt. War bei uns auch so später denk ich mal wirds immer gelassener weil du dich anpasst und das "lernen" lernst!^^
 
@XP4ever
Ich studiere in Stuttgart, dort ist das ein eigenständiger Studiengang. In den meisten anderen Städten in denen Maschinenbau angeboten wird (Dresden, München, Berlin, …) kann man dann im Hauptstudium in die Richtung vertiefen.

Sicherlich kannst du hier auch quereinsteigen, die Frage ist nur, was du dir anrechnen lassen kannst und welche Leistungen du nochmal erbringen musst. Ruf doch mal beim Prüfungsamt/Studiensekretariat an.
 
Viele studieren wohl auch einfach nur, um eben zu studieren und irgendwann vielleicht ein Diplom in Händen zu halten. Die Noten spielen da kaum ne Rolle.

Wenn ich seh, dass manche nur mit 3en und 4en durch die Prüfungen eiern und es ihnen scheißegal ist, frag ich mich schon, ob ihnen überhaupt etwas an dem Studium liegt.

Und genau die Leute sind es dann auch, die 1.) 5 Minuten zu spät in die Vorlesung kommen (sogar wenn sie selbst an dem Tag einen Vortrag halten müssen) und 2.) sich dann aufregen, wenn der Dozent mal 5 Minuten überzieht (aber sonst stets pünktlich oder sogar eher Schluss macht).

Fast schade, dass es in meinem Studiengang keinen NC gab (oder Studiengebühren von Beginn an) - von ehemals 64 sind aber eh nur noch 32 Studenten über geblieben.
 
XP4ever schrieb:
Wir schreiben im Sommer sage und schreibe 5 Prüfungen in 2 Monaten.
wow, 5 Prüfungen:D Hab jetzt nach dem 3. Semster 27 Noten, im 4. Semster schreib ich 8 Prüfungen, also so schlimm ist es jetzt nicht;) Studiere selbst Maschbau...

XP4ever schrieb:
Die erste Prüfungen in Mathe war schon bei uns ein desaster, fast 3/4 der Studenten sind durchgerasselt. Die besuchen die vorlesungen fast nicht, und bei den Übungen sind sie auch selten da.
Bist du dir sicher, dass diese Zahl stimmt? Woher hast du die? Mathe war eigentlich relativ leicht bei mir und die Durchfallquote lag bestimmt nicht über 30%. Ich finde es wird viel zu stark übertrieben, aus geschätzten 50% werden 80 bis 90%. Und ja, ich selbst besuche auch nicht alle Vorlesungen, manche gar nicht! Mir geht es darum mein Studium zu optimieren, bisher mit Erfolg! Ich kenne welche die an der TU München Maschbau studieren und die sind nur in den Pflichtveranstaltungen und es klappt!

XP4ever schrieb:
Ich bereite mich jetzt schon für die Prüfungen vor, die in knapp 40 tagen anstehen, und komme mit dem Stoff kaum hinterher. Wenn man sich bedenkt, wieviel formeln für Physik, Mathe zu lernen sind, dann möchte man am liebsten schon hinschmeißen. Dazu kommen noch die Fächer wie fertigungstechnik oder Werkstoffkunde , für die man quasi alles auswendig lernen muss.
Respekt! Ich fang jetzt auch schon langsam an. Mir ging es ähnlich wie dir: wie soll ich dass alles je schaffen? Es geht, glaubs mir, und spätestens nach dem 3. Semester machst dir keinen solchen Stress mehr, dann hast du gelernt richtig zu lernen;)

Ich will dich nicht allzu sehr kritisieren, aber ich glaube du bewertest diese ganze Thematik viel zu stark und vergleichst deine Kollegen zu stark mit dir selbst. Jeder lernt anders, man kann sich nicht als Maßstab nehmen und denken nur weil einer es anders macht ist er nicht fürs Studieren geeignet! Manche müssen erst mal wo durchfallen damit sie aufwachen und das Studium richtig anpacken.

Und noch ein Wort zum NC: ich finde es gut, dass es keinen gibt. so haben viel mehr Leute Chancen zu Studieren auch wenn sie as Abi verplant haben! Ein guter Kumpel hat das Abitur nur mit Ach und Krach geschafft (zu viel gefeiert:D recht hatte er) aber nun ist er wirklich gut. Außerdem finde ich sollte man nicht alles soo super ernst nehmen. Ich genieße das Studieren (Partys, Mädls, eigene Bude), ich will auch Leben und Feiern und nicht nur von 8 Uhr bis 8 Uhr studieren! Man ist jung und sollte all die Sachen machen die man später nicht mehr macht oder machen kann;)
 
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Ich finde auch, dass man das Studium nicht zu ernst angehen sollte. Ich sehe es als letzte Zeit vor dem Berufsalltag an, in der ich nochmal richtig die Sau raus lassen kann. Also tue ich das auch. Diese Einstellung wird sich innerhalb der nächsten Semester sicherlich noch ändern, aber im Moment bleibts dabei.

@Gauder
Ich passe ziemlich genau in dein beschriebenes Schema.
Und genau die Leute sind es dann auch, die 1.) 5 Minuten zu spät in die Vorlesung kommen (sogar wenn sie selbst an dem Tag einen Vortrag halten müssen) und 2.) sich dann aufregen, wenn der Dozent mal 5 Minuten überzieht (aber sonst stets pünktlich oder sogar eher Schluss macht).
Das habe ich mir mittlerweile abgewöhnt. Entweder ich gehe hin oder halt nicht. Entweder ich habe Interesse an der Vorlesung oder halt nicht.
 
ja die Ergebnisse kann man bei der Hompage der MB Fakultät einsehen ;)
Bei uns haben sich mehr als 550 Leute für MB eingeschrieben, vielleicht hängt es damit zusammen dass die Professoren sagen lass mal paar studenten mehr durchfallen, und machen die Prüfungen extra schwerer. Ich habe mit einem gesprochen, der im 3. Semester studiert und der muss auch zugeben dass die Prüfungen viel schwerer sind, als was er damals geschrieben hat.

und bei uns muss man 3 Zulassungsklausuren bestehen wenn man z.B in Technische Mechnik die "richtige fette" Klausur zugelassen wird. Und da fällt auch schon fast die hälfte raus, obwohl eine Widerholungsklausur angeboten wird, damit man nicht gleich ein jahr warten muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich denke, dass ein bestimmter Prozentsatz an Abgängern ganz normal ist.

Ich war Anfang des Jahres auf 'ner Infoveranstaltung hier an der Uni (RWTH Aachen) zum Studium. Der Prof der auf der Veranstaltung MaschBau vorgestellt hat, meinte, dass eine Abbrecherquote von 50% in den ersten Semestern normal ist.

Das hängt denke ich nicht unbedingt damit zusammen, dass man für das "Studium" ungeeignet ist, sondern wie bereits gesagt zum Beispiel auch daran, dass man erst herausfinden muss, ob der Studiengang interessenmäßig auch wirklich passt.

Man muss das ja auch so sehen: an der RWTH haben sich jedes Jahr über 1000 Studenten für MaschBau eingeschrieben (wird jetzt per NC auf die Sitzplatzanzahl im größten Hörsaal begrenzt). Ohne eine gewisse "Auslese" würden ja dann nach 5 Jahren an die 800 Diplomingenieure auf den Arbeitsmarkt kommen :D

Ich hab jetzt gestern meine Abinoten bekommen und werde dann Ende des Jahres an der RWTH mein MaschBau-Studium beginnen und später wahrscheinlich Luft- und Raumfahrttechnik als Vertiefungsrichtung wählen. Falls es mir zu langweilig wird, steig ich auf E-Technik um :D
 
My Fidelity schrieb:
Ohne eine gewisse "Auslese" würden ja dann nach 5 Jahren an die 800 Diplomingenieure auf den Arbeitsmarkt kommen :D
Der Arbeitsmarkt würde sich freuen, (deutsche) Ingenieure werden Händeringend gesucht.
 
Jemand hier im Forum hat mal eine nette Formel gebracht, nach dem der Schwierigkeitsgrad der Prüfung von der Kapazität der Universität im Hauptstudium abhängt.
Darüberhinaus sind die angesprochenen Fächer ja auch typische "ich-will-Geld"-Fächer, in denen die Leute nicht des Spaßes wegen mitmachen. Das heißt nicht, dass das falsch ist. Schließlich mache ich das aus dem eigenen Grund, aber es ist sehr schwer abzuschätzen, wie schwer eine Prüfung nun wirklich ist. Und seien wir doch bitte mal ehrlich: Wieviel Spaß machen technische Sachen schon? Sie sind komplex, sie existieren nur, um uns das Leben angenehmer zu machen. 99% der Autofahrer wissen nicht, wie ihr Fahrzeug funktioniert, weil sie das auch nicht wissen müssen. Es gibt wirklich schönere Fächer, in denen man sich mehr ausleben kann. Auf jeden Fall sind weitaus weniger "Freaks" für die wichtigen Fächer wie Mathematik, Physik, Maschinenbau oder BWL geboren, als man eigentlich braucht und so kommen all die Will-Geld-Studis zustande :D

Ich weiß noch, dass ich in der 11. Klasse mal typische Uni-Prüfungen gesucht hab um zu sehen, wie es mit dem Anspruch aussieht. Ich hab keine gefunden, weil ich auch nicht wusste, wie man danach sucht. Und die Unis selber wollen keine Bewerber abschrecken und werden sowas sicherlich nicht dick und fett auf ihrer Startseite verlinken.

Die hohe Durchfallquote kann man auch schlecht damit begründen, dass die Leute nicht erscheinen. Ich war dieses Semester insgesamt 6,5h in der Uni, weil ich einfach 95% zu Hause mache.
Die hohe Durchfallquote kommt auch dadurch zustande, dass sich einige regelmäßig mit dem Lernaufwand verschätzen und ihre Anmeldung nicht zurückziehen und somit den Versuch flöten lassen. Ein n.e. = nicht erteilt ist gleich 5.0. Wenn man die Statistik dann mit 91% Durchfallquote liest, denkt man vielleicht, dass 91% einfach zu faul oder zu blöd sind, aber ich schätze, dass mindestens 40% sich gar keine Mühe mehr gegeben hat, weil andere Priorität hatten. Dann gibt es noch diejenigen, die sich anmelden und nie vorhaben, mitzuschreiben, weil die mündliche Prüfung (nach dem 3. schriftlichen Versuch) als viel leichter gilt. Ja, es gibt von jeder Spezies viele Leute.

Was das Spaß haben angeht: Nach dem Diplom fällt jede Unterbrechung des Lebenslauf negativ auf - und fälschen wird noch heikler. Ich finde es legitim, wenn man sich das Studium nicht so schwer macht, wie man es sich theoretisch machen könnte. Es geht nicht darum, eine Partyzeit zu haben, sondern klug mit seiner Zeit umzugehen, weil man weiß, dass nach dem Abschluss so etwas nie wiederkommt. Gerade als Maschinenbauer oder Wirtschaftler wird man später wenig Gelegenheit haben, sich a la Hartz4 eine schöne Zeit in einem MMORPG zu machen ;)
 
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