Jirko
Insider auf Entzug
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G-D schrieb:will dir ja nicht reinreden aber 5 prüfungen innerhalb zweier monate ... wenns 5 prüfungen innerhalb 2 wochen je semester sind siehts anders aus obwohl es bei mir ein BA studium war...
BA-Studium? Bachelor of Arts oder Berufsakademie?
Ansonsten halte ich fünf Prüfungen in zwei Monaten für... moderat. Viel länger ist doch das aktuelle Semester nicht.
Ich denke jedenfalls nicht, dass die meisten Erstsemestler ungeeignet für's Studium sind. Es gibt diese Vollspacken, die keinen Plan oder keine Lust haben, aber ein Großteil hat sich entweder selbst überschätzt, will es dann doch ruhiger angehen lassen oder bringt nicht die Voraussetzungen mit, wie man sich das wünschen könnte.
Was an Vorkenntnissen da ist, kann einen durch's erste Semester retten. Analysis I war bei uns beispielsweise zu einem Großteil Schulmathe - etwas komplexer, ja, aber im Groben passt das. (Komplexe Zahlen, Trigonometrische Funktionen, Ableitungen und Integration, Rechnen mit Polynomen... Neu war eigentlich nur die Fourieraproximation)
Viele konnten darauf bauen, wer davor allerdings nur in einem mittelmäßigen Mathe(Grund-)kurs war, hatte schnell Probleme.
Problematisch kann es auch werden, wenn durch neue Studienregelungen der Ablauf sehr komprimiert wird und Studenten Opfer von Feldversuchen werden. In meinem BSc.-Studium (Wirtschaftsingenieurwesen) kam man bspw. auf die glorreiche Idee, Bilanzierung, externes und internes Rechnungswesen in ein einziges Semester zu packen und auch noch in nur einer Klausur abzufragen (statt wenigstens in zweien je Semester). Ergebnis des Ganzen: 55% der Studenten sind in einem reinen Lernfach durchgefallen (Vorkenntnisse sind in dem Fall unwichtig, Verständnis ist auch relativ wenig gefragt, es ging nur ums Pauken.)