Renatus
Lieutenant
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- Nov. 2006
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Ph03n1x schrieb:... an wen ich mich am besten wende, um es zumindest mit einer höheren Geschwindigkeit zu versuchen?
Normalerweise würde ich bei der Diagnose anrufen und die Ports entsprechende konfigurieren lassen, da ich aber zum Einen "nur" Reseller-Kunde bin und zum Anderen nicht in meiner Heimatregion arbeite, bin ich etwas überfragt
Um es auf meinen eigenen Problemfall zu beziehen (ausführliche Beschreibung siehe weiter oben): Du liegst goldrichtig, wenn du dich zunächst an den Support deines Providers (Reseller) wendest, denn mit ihm besteht dein Vertragsverhältnis. Die Admins haben aber nur beschränkte Möglichkeiten, deinen Anschluss zu optimieren. Wenn das also nicht klappt, muss der Netzbetreiber ran, beauftragt durch den Provider (!) - i.d.R. die Telekom oder der mit dem Reseller kooperierende Netzbetreiber. In meinem Fall ist der Reseller 1&1 Internet AG und die Netzbetreiber sind QSC (für DSL) und Telefonica (für VoIP-Telefonie).
Wenn sich bei dir (wie bei mir) an der Hausverkabelung und an den Anschlussgeräten nichts geändert hat, liegen die Fehler eindeutig beim Server des Providers/Netzbetreibers oder an einer Vermittlungsstelle bzw. an "Umleitungen/Überlastungen" des Kabelweges zu deinem Hausanschluss, und es muss kein Techniker in deinem Haus/deiner Wohnung/deinem Büro herumfuhrwerken.
Die wichtigsten Kriterien, aufgrund derer die Endgeräte die beste Performance bei höchstmöglicher Stabilität aushandeln, sind:
- die maximale DSLAM-Datenübertragungsrate (Chipsatz)
- die Leitungskapazität zwischen Vermittlungsstelle und Hausanschluss
- der Signal/Rauschabstand und
- die Leitungsdämpfung
Der Provider kann die Performance auf den gewählten Tarif begrenzen (z.B. DSLAM=3.000 kBit/sec = DSL 3000), für die maximale Leistung einer Verbindung ist jedoch der Netzbetreiber verantwortlich. Daher heißt es ja auch in den Angeboten stets "bis zu der tariflichen Leistung von ... kBit/sec", obwohl die Schlitzohren zuweilen ganz genau wissen (v.a. in ländlichen Gebieten), dass die tatsächliche Leistung beträchtlich darunter liegen kann. Die Gebühren werden jedoch nach der Preisliste für den gewählten Tarif abgerechnet, und eine Reklamation ist kaum möglich, wenn die Widerrufsfrist abgelaufen ist. Dann kann man - wie ich z.B. - nur noch auf Stammkundenkulanz und freundliche, hilfbereite, versierte und entscheidungsbefugte Supporter/innen am anderen Ende der Leitung hoffen.
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