Sitzordnung im Büro

Frog33r

Lieutenant
Registriert
Jan. 2011
Beiträge
654
Hallo,

seitdem ich meine Ausbildung angefangen habe, sitze ich mit dem Gesicht zur Wand. (Natürlich an einem PC. :p) Ich dachte, dass ist so okay. Allerdings sitzt mein Ausbilder hinter mir und ich fühle mich ein wenig beobachtet.

Gestern habe ich mitbekommen, dass ich so nicht sitzen muss, wegen Privatsphäre, im Internet finde ich dazu jedoch nichts.


Gruß
Frog33r
 
Da ist die Frage, was für eine Privatsphäre du "im Büro" hast und wie diese "im Büro" gestört wird?

Mehr als im Internet surfen und der Ausbilder könnte es sehen, wirds ja nicht sein, oder?

Und ja, es ist normal das man im Berufsleben von den Vorgesetzten beobachtet wird und auch mal direkt in dessen Sichtfeld sitzt. Man soll ja arbeiten und nicht sonstiges machen.
 
Im Großraumbüro habe ich auch immer mit "offenem" Rechner da gesessen. Ganz normal und vollkommen OK.
Privatsphäre greift hier nicht. Allerdings sollte ich irgendwann meinen Monitor mit ner Schutzfolie bekleben und den Monitor schräg stellen weil ich viel mit sensiblen Daten zu tun hatte.

Wogegen du (soweit ich weiß) wegen Arbeitsschutz vorgehen kannst ist das direkt gegen die Wand gucken.
 
Ich weiß es natürlich nicht mit Sicherheit, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die "Sitzordnung" gesetzlich geregelt ist. Eventuell gibt es aus arbeits-psychologischen Gründen gewisse Empfehlungen.

Grundsätzlich ist ein PC oder ein Schreibtisch ein Arbeitsmittel und ein solches darf generell nicht für private Angelegenheiten eingesetzt werden. (es sei denn, anderslautende Betriebsvereinbarungen)


Aber auch wenn es im Arbeitsrecht tatsächlich einen Paragrafen gibt, möchtest du deinem Chef wirklich mit einem Paragrafen "drohen". Such doch einfach das Gesrpäch und bitte darum den Schreibtisch umdrehen zu dürfen.
Mit ein paar sinnvollen Argumenten untermauert, wird dir der Chef das schon durchgehen lassen.
 
Hallo,

es ist und war nicht meine Absicht mit etwas zu "drohen". Unterschrieben, dass ich am Arbeitsplatz nur geschäftliche Dinge tätige, habe ich auch nicht, deshalb sind private Sachen erlaubt.

Ich wollte eigentlich nur wissen, ob es da so etwas wie einen Paragraphen gibt, wenn nicht werde ich einfach nochmal nachfragen, wie es nun aussieht. Hinter mir steht nämlich ein leerer Schreibtisch und den Tisch, an dem ich zur Zeit sitze, könnte ich anders besser nutzen.


Gruß
Frog33r
 
Unterschrieben, dass ich am Arbeitsplatz nur geschäftliche Dinge tätige, habe ich auch nicht, deshalb sind private Sachen erlaubt.

und das ziehst du woraus raus?

Im übrigen gibt es für mich kein Problem. Es sei du bist der enizige der so zu sitzen hat und fühlst dich gemobbt. Auch solltest du während deiner Ausbildung lernen, erstmal Sachlich mit dem Betroffenen zu reden statt in einem Forum nach deinem Recht zu fragen.
 
Hallo,

@Xyn: Ich weiß, dass es ein Dokument gibt, welches viele Mitarbeiter schon unterschrieben haben und deshalb auf private Sachen am Arbeitsplatz verzichten. Bei keiner Vereinbarung, darf man das Internet für private Zwecke, natürlich in Grenzen, nutzen.

Ich bin der Einzige, der so sitzt, wir sind ja auch nur zu zweit.


Gruß
Frog33r
 
Warum fragst du nicht ob du den freien Platz beziehen darfst, da dich der Anblick der Wand stört?

Spricht doch nichts dagegen, außer du sitzt da auch vor einer Wand.

BTW habe ich meinen Vorgesetzten auch im Nacken, sogar genau in diesem Moment. :) Alles eine Frage der Beziehung untereinander.
 
Frog33r schrieb:
Allerdings sitzt mein Ausbilder hinter mir und ich fühle mich ein wenig beobachtet.

Frog33r schrieb:
Hinter mir steht nämlich ein leerer Schreibtisch und den Tisch, an dem ich zur Zeit sitze, könnte ich anders besser nutzen.

Was denn nun?


Frog33r schrieb:
es ist und war nicht meine Absicht mit etwas zu "drohen". Unterschrieben, dass ich am Arbeitsplatz nur geschäftliche Dinge tätige, habe ich auch nicht, deshalb sind private Sachen erlaubt.

Es gilt was die Geschäftsführung sagt. Nicht ob irgendwas unterschrieben wurde.
 
vielleicht stehen da 2 Schreibtische hinter ihm...

@Frog33r
ich würde einfach mal freundlich nachfragen, ob etwas dagegen spricht, wenn du den Tisch wechselst
 
Frog33r schrieb:
Hallo,

@Xyn: Ich weiß, dass es ein Dokument gibt, welches viele Mitarbeiter schon unterschrieben haben und deshalb auf private Sachen am Arbeitsplatz verzichten. Bei keiner Vereinbarung, darf man das Internet für private Zwecke, natürlich in Grenzen, nutzen.
Gruß
Frog33r

oh bitte nicht... Mal wieder gefährliches Halbwissen, was dich sogar den Job kosten kann

Wurden keine Regelungen getroffen, ist auf die Grundsätze des Arbeitsvertragsrechts zurückzugreifen: Gestattet der Arbeitgeber nicht ausdrücklich oder durch schlüssiges Verhalten den privaten Datenaustausch mittels betrieblicher Kommunikationssysteme, ist ein privat geführtes Telefonat eines Arbeitnehmers oder einer Arbeitnehmerin eine Verletzung arbeitsvertraglicher Nebenpflichten und somit unzulässig. Ausgenommen hiervon sind sogenannte dienstlich veranlasste Telefonate, zum Beispiel die Mitteilung, dass sich die Heimkehr wegen betrieblicher Arbeiten verzögert.
 
Methadron manchmal muss man die Leute das machen lasse was sie meinen zu dürfen, nur so lernen die es. Für mich hat seine Verständnis für einige Dinge die er hier im Forum zeigt schon erklärt wieso er die Wand anstaren darf beim arbeiten.
 
methadron hat es völlig korrekt auf den Punkt gebracht.

Als Arbeitgeber stellen sich mir die Nackenhaare hoch, wenn ich so etwas lese, ganz ehrlich.

@TO:
Weshalb sollte es verboten sein, dass Dein Computertisch gegen eine Wand gelehnt ist? Was möchtest Du? Dass der Tisch einen Meter von der Wand abgerückt wird? Oder ein Chefbüro / Penthouse im 15.Stockwerk mit Sicht über die ganze Stadt?

Oder dass Du nicht überwacht werden kannst, um Zeit für private Dinge zu haben?

Private Dinge haben am Arbeitsplatz nichts zu suchen. Du hast nicht einmal das Recht, Dich während der Arbeitszeit bei Deiner kranken Frau über ihr Wohlbefinden zu informieren. Dazu gibt es Pausen (die gesetzlich geregelt sind); und selbst in Pausen darfst Du ohne Genehmigung nicht betriebliche Mittel benutzen (so etwa vom Betrieb aus mit deren Telefonen zu telefonieren).

Du hast auch nicht das Recht, ausserhalb der Pausen mal eben eine rauchen zu gehen. Arbeitszeit ist Arbeitszeit.

Ein kulanter Betrieb wird Dir sicherlich eine entsprechende Genehmigung erteilen; das würde ich auch tun. Einen Anspruch darauf hast Du aber ganz sicher nicht.


Du kannst also allenfalls mal nett nachfragen, ob man an Deiner Situation etwas ändern kann. Ein Recht darauf hast Du jedoch nicht.


MfG,
Dominion.
 
Als Informatiker kann man durchaus mal anregen oder ansprechen, ob man nicht einen Arbeitsplatz mit Naturblick oder Fensterblick bekommt. Vor allem bei einer Arbeit am Monitor sollte man vorbeugend öfters den Fokus vom Monitor abwenden und da ist so ein Blick aus dem Fenster doch sehr gut geeignet.
 
Robin. schrieb:
Als Informatiker kann man durchaus mal anregen oder ansprechen, ob man nicht einen Arbeitsplatz mit Naturblick oder Fensterblick bekommt.

Das ist ja richtig rührselig.

Früher haben die Knechte geschafft und waren froh wenn mal 12 Minuten am Tag das einzige Fenster in der Decke aufgemacht wurde :p .

Zum Threadersteller :
Ich würde dir empfehlen bei solchen Geschichten (wir reden hier ja schliesslich nicht von einem gravierenden Einschnitt in dein Wohlbefinden) gerade in der Ausbildung die Füsse still zu halten.
Es wird nicht gerne gesehen wenn der Knecht aufmuckt und im schlechtesten Fall behältst du den Platz und lässt dir vom Ausbilder zukünftig aus 30cm Entfernung in den Nacken atmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich sehe hier überhaupt kein Problem? Einfach den Ausbilder fragen....
Ich bin ITSE und wir haben auch nicht ständig was zu tun gehabt. Wenn wir einen Arbeitsauftrag hatten, haben wir das fertig gemacht und dann mit dem nächsten angefangen. Hatten wir mal nichts zu tun sind wir zu ihm hingegangen, haben gefragt ob es noch was zu tun gibt, und wenn nicht haben wir uns ein Szenario ausgedacht, ihm das unterbreitet und das dann durchgeführt.

Mit Windows-Servern, Berechtigungen und dem ganzen Software-Kram kann man eine ganze Menge herausholen. Und hat dabei zu tun.

Und wenn wir gar nichts hatten haben wir auch das eben angekündigt und gesagt: Uns fällt momentan nichts ein, gibts denn nichts was evtl. schonmal gemacht werden sollte? Wenn nichts da war durften wir uns dann auch anderweitig "einlesen". Dokumentiert und abgezeichnet wurde das dann ohne Probleme. Solange man eben auch was macht, und in unserem Fall konnten wir uns dann ein wenig in HTML durchackern, ist es doch ok. Alles Andere, das große private, gehört nach hause. Aber selbst Foren durften wir besuchen und dort schreiben, kontrolliert hat uns jedoch keiner, wäre mir persönlich aber auch egal gewesen.

PS: Dazu muss ich sagen: Wenn der Chef reinkam und wir hatten keinen festen Auftrag zum ausführen und er hat uns beim "sinnlosen surfen" erwischt, kam unser Ausbilder sofort hinzu und erklärte, dass es momentan einfach nichts zu tun gibt, und dass wir beim letzten Projekt so schnell waren dass es jetzt zu Leerlauf kam. Das Verhältnis zu unserem Ausbilder war also sehr gut. Die Erklärung war dem Chef auch einleuchtend.
 
Hallo,

wie gesagt, ich möchte mich eigentlich nur an den anderen Schreibtisch hinter mir setzen, da ich mich beobachtet fühle und ich den jetzigen Tisch besser nutzen könnte.

Auf der Arbeit melde ich mich nur in Foren (ComputerBase) an und surfe ein bisschen im Internet (E-Bay), das macht mein Ausbilder auch. Ich bin auch in keinem sozialen Netzwerk angemeldet und private E-Mails lese ich dort auch nicht, also lasst bitte diese negativen Vorurteile. Es geht mir nur um dieses Gefühl beobachtet zu werden, nicht darum, dass ich auf der Arbeit nur private Dinge erledigen will.


Gruß
Frog33r



--- CLOSED ---
 
Das man entspanter Arbeitet wenn hinter einem nicht ständig Leute herum Wusseln, sollte wohl klar sein.

Lässt sich aber meistens nunmal nicht ändern.
wenn es sich bei euch ändern lässt, dann sprich das doch einfach mal an.
wenn man nichtmal wegen so etwas zum Ausbilder gehen kann, dann sagt das sehr viel über den Arbeitgeber...
 
wenn man nichtmal wegen so etwas zum Ausbilder gehen kann, dann sagt das sehr viel über den Arbeitgeber

Das sagt nichts über den Arbeitgeber.
Ich glaube z.B dass von 100 Leute in 45 Arbeitsjahren keine 5 zum Chef gehen um mehr Lohn zu fordern... aber 45 Jahre über die schlechte Bezahlung jammern. :)

Zum Thema:
Frag doch den Chef, ob du dich hinter ihn setzten darfst, weil du dir so Beobachtet vorkommst... :)
 
Zurück
Oben